Auktionshaus Hornig: Wald ersteigern im Osten Deutschlands

Wer in den alten Bundesländern größere Waldflächen sucht, wird selten fündig. In den neuen Bundesländern sind größere Waldgrundstücke hingegen immer noch relativ häufig zu kaufen. Aktuelles Highlight war ein 93 ha (!) großer Wald bei Lieberose im Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg). Gerade einmal 100 km von Berlin entfernt hat man hier die Möglichkeit auf einen Schlag einen Eigenjagdbezirk zu kaufen. Das Startgebot lag bei 590.000 € (+ Aufgeld). Verkauft wurde der Wald im Rahmen der Herbstauktion für 640.000 €.

Wald am Schwielochsee - Bild: Hornig Auktionen

Wald am Schwielochsee – Bild: Hornig Auktionen

Waldauktionen beim Auktionshaus Hornig

Schwerpunkt Freistaat Sachsen: Hornig Auktionen hat sich auf die Versteigerung von Immobilien aller Art, insbesondere Waldstücke, Wiesen- und Ackerflächen „in Ost- und Mitteldeutschland“ spezialisiert. Es handelt sich übrigens nicht um Zwangsversteigerungen. Die Waldstücke werden auf freiwilliger Basis angeboten. Über sog. Einlieferungsverträge stammen viele der Waldflächen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).

Mehrmals jährlich: Das Auktionshaus Hornig führt regelmäßig Wald-Versteigerungen durch. Über das Jahr hinweg finden regelmäßig mindestens vier Auktionen statt:

  • Frühjahrsauktion: jeweils im März
  • Große Sommerauktion: jeweils Anfang Juli
  • Herbstauktion: jeweils im September
  • Große Winterauktion: jeweils Anfang Dezember

Geboten werden kann:

  • live vor Ort im Auktionssaal
  • schriftlich, vor der Auktion
  • telefonisch, in Echtzeit live zum Geschehen im Saal

Gebote (telefonisch und schriftlich) müssen spätestens am Tag vor der Auktion bis 14.00 Uhr vorliegen. Bei kleinen Auktionen, die freitags in den Büroräumen von Hornig stattfinden, können Gebote bis 10.00 Uhr des Auktionstages abgegeben werden. Der Zuschlag wird ausschließlich an den Höchstbietenden erteilt.

Auktionsergebnisse / erzielte Waldpreise

Die vergangenen Auktionsergebnisse der Hornig Auktionen können online auf der Website von Hornig abgerufen werden. Dadurch können sich Interessierte ein recht gutes Bild über realistische Wald-Preise machen und sich ihre Bieterstrategie festlegen. Beispiel Auktionsergebnisse:

Herbstauktion 2016: Während Waldinteressierte im Westen Deutschlands ihren Wald „hektarweise“ einsammeln müssen, werden im Osten Deutschlands immer mal wieder riesige zusammenhängende Waldflächen angeboten. So geschehen bei der Herbstauktion von Hornig Auktionen. Unvorstellbare 93 ha haben auf einen (Hammer-)Schlag einen neuen Besitzer gefunden. Der Glückliche hat im Schnitt gerade einmal 68,8 ct/m² gezahlt (+ Courtage, Grunderwerbsteuer und Notarkosten). Auch die 6,5 ha Kiefernwald bei Lübben haben bei einem Zuschlag von 34.000 € gerade einmal 52,3 ct/m² gekostet. Preise, die ein in Süddeutschland beheimateter Waldkäufer nahezu für legalen Diebstahl halten muss. Hier hätte das gleiche Waldstück wohl dreimal soviel gekostet.

Ergebnisse der Herbstauktion - Quelle: Hornig

Ergebnisse der Herbstauktion 2016 – Quelle: Hornig

Frühjahrsauktion 2016: Wald im Osten von Deutschlands ist immer noch substanziell günstiger, als im Rest der Republik. Das zeigte sich wieder einmal bei den drei zur Versteigerung gekommenen Waldstücke. So lag der Quadratmeterpreis des 1,3 ha großen Waldstücks mit Kletterfelsen (So kann man ein unwegsames Gelände auch verkaufen) bei gerade einmal 37 Cent. Die anderen beiden Waldstücke kamen für 0,65 € bzw. 0,66 € je Quadratmeter unter den Hammer. Insbesondere der ca. 8 ha große Wald in der Westlausitz, in der Nähe des sächsischen Kamenz ist ein Objekt, wie es z.B. im Süden von Deutschland erstens niemals angeboten würde, und wenn ja, dann zweitens zum dreifachen Preis.

Ergebnisse der Frühjahrsauktion - Quelle: Hornig

Ergebnisse der Frühjahrsauktion 2016 – Quelle: Hornig

Winterauktion 2015: Bei der Winterauktion am 27. November 2015 kamen in Bautzen fünf Waldstücke unter den Hammer. Vier Waldstücke wurden schließlich verkauft. Das spektakulärste Waldstück war sicher  ein 190.805 m² großes Waldstück nördlich von Oranienburg mit „verschilfter Wasserfläche, naturbelassenen Wiesen und Mischwald in Urwaldcharakter /Birke, Buche, Eiche)“. Der Hammer senkte sich schließlich bei 51.000 €. Das entspricht 27 Cent pro Quadratmeter. Was sind das denn für Preise?! Selbst das in Relation teuerste Waldstück mit Fichten und Buchen im Alter von 80-100 Jahren kostete gerade einmal 1,00 €/m².Offensichtlich sind die Wald-Auktionen von Hornig immer noch ein Geheimtipp.

Winterauktion Ergebnisse Hornig Wald 2015

Ergebnisse der Winterauktion für Wald 2015 – Quelle: Hornig

Herbstauktion 2015: Die Herbstauktion fand am 25. September 2015 in Bautzen statt. Zur Versteigerung kamen dieses Mal fünf Waldstücke. Von 4.332 m² bis 150.000 m² war für jeden etwas dabei. Bei den erzielten Quadratmeterpreise von 0,31 € bis max. 0,86 € läßt sich auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung ein West-Ost-Gefälle nicht leugnen. Von diesen Preisen träumt ein Waldkäufer in Bayern nur. Einmal abgesehen davon, dass dort kaum Waldstücke auf den freien Markt gelangen.

Herbstauktion Hornig Wald 2015

Herbstauktion Hornig Wald 2015

Sommerauktion 2015: lediglich drei Waldstücke kamen unter den Hammer. Während die beiden größeren Flächen für 0,64-0,67 €/m² weg gingen. Kann man die 0,75 ha Mischwald zum Quadratmeterpreis von gerade einmal 13 Cent getrost als „Schnapper“ bezeichnen.

Sommerauktion Hornig Wald 2015

Sommerauktion Hornig Wald 2015

Maiauktion 2015: Fast 135.000 € betrug bei der Gesamtumsatz mit den fünf Waldstücken. Der veritable Fichtenwald ging für 0,86 €/m² weg – immer noch günstig! Mischwald und Kiefernwald für 0,46-0,56 €/m² gibt es wohl nur noch im Osten der Republik zu ergattern.

Maiauktion Hornig Wald 2015

Maiauktion Hornig Wald 2015

 

Winterauktion 2014: Bei der Winterauktion 2014 kamen weniger als drei Hektar Wald zur Versteigerung. Die Preise lagen bei den kleinen Waldstücken unter 0,6 ha im Bereich von 0,75-0,80 €/m². Das neue Besitzer des größeren Waldstücks mit Kiefernwald kann sich über einen Preis von 0,45 €/m² freuen.

Winterauktion Hornig Wald 2014

Winterauktion Hornig Wald 2014

Herbstauktion 2014: Die Auktion hatte einige interessante Wald-Objekte zu bieten. Insgesamt wurde für die sieben Objekte ein Verkaufserlös von über 330.000 € erzielt! Der höchste Waldpreis wurde – mit Abstand – für einen 9 Hektar großen Fichtenwald in Niedersachsen bezahlt. Mit 1,98 €/m² lag der Quadratmeter-Preis weit entfernt von den übrigen Waldstücken, die für 0,23-0,73 €/m² den Besitzer gewechselt haben.

Herbstauktion Hornig Wald 2014

Herbstauktion Hornig Wald 2014

Herbstauktion 2013: vier Waldstücke kamen zur Versteigerung, eines davon samt Kletterfelsen. Im Durchschnitt wurden im Rahmen der Versteigerung 0,71 € für den Quadratmeter Wald erzielt. Das ist angesichts der Qualität der Waldstücke mit i.d.R. Kiefern-Bestand gar nicht einmal besonders günstig zu nennen. Bemerkenswert ist auch, dass die fünf versteigerten Acker- und Weidegrundstücke für durchschnittlich 0,76 €/m² unter den Hammer kamen. Alle Ergebnisse hier zum Download.

Auktionsergebnisse Waldstücke Herbstauktion 2013 - Quelle: Hornig

Auktionsergebnisse Waldstücke Herbstauktion 2013 – Quelle: Hornig

Agrarbüro Göttingen: Das Anfang 2014 in Göttingen eröffnete Agrar-Büro lud am 16. Mai 2014 erstmalig zur Versteigerung ein und hatte vorrangig großflächige Wald- und Ackerflächen aus ganz Deutschland im Angebot. Die hierbei erzielten Ergebnisse bewegten sich zwischen 25.200 € und 454.000 €.

Auktionsergebnisse Agraraultion Göttingen Mai 2014

Auktionsergebnisse AgrarauKtion Göttingen Mai 2014

Courtage des Auktionshauses / Nebenkosten

Das Auktionshaus und der Auktionator leben von der Courtage (Aufgeld), die sich nach dem Zuschlagspreis richtet. Fällig und zahlbar ist die Courtage bei Zuschlag bzw. mit Beurkundung des Kaufvertrages und unabhängig von der weiteren Abwicklung – eine Rückforderung ist ausgeschlossen. Bei dem Auktionshaus Hornig wird die Courtage nach der folgenden Staffel ermittelt:

ZuschlagshöheCourtage
(in % vom Zuschlagsgebot)
bis 9.999 €17,85 %
10.000 € bis 29.999 €11,90 %
30.000 € bis 59.999 €9,52 %
ab 60.000 €7,14 %

Nebenkosten: Zusätzlich zu dem Kaufpreis und der Courtage trägt der Käufer die üblichen Nebenkosten eines Waldkaufs.

  • Notar: Kosten und Auslagen des Notars für den Kaufvertrag und dessen gesamten Vollzuges bei Behörden und Gericht (inkl. je einer Abschrift des Kaufvertrages für das Auktionshaus und für den Veräußerer).
  • Behörden/Bescheinigungen: Kosten und Auslagen für die Auflassung und deren Vollzug sowie die Kosten der Kaufpreishinterlegung; im Falle des gesondert beurkundeten Zuschlags sind auch die dafür erforderlichen Kosten fällig; Kosten sonstiger etwa erforderlicher Zustimmungen gemäß § 12 WEG.
  • Grundbuch: Kosten der grundbuchlichen Eintragungen und der Löschung der Vormerkung sowie Kosten der Grundbuchauszüge
  • Grunderwerbsteuer: Nur Sachsen und Bayern haben noch eine Grunderwerbsteuer von 3,5%. Die übrigen Bundesländer nehmen mehrheitlich sogar 5,0 % Grunderwerbsteuer

Exposé

Da im Katalog jeweils nur Auszüge aus den Exposés dargestellt werden können, empfiehlt das Auktionshaus den Interessenten, die ausführlichen Exposés über www.hornigauktionen.de oder im Büro Bautzen abzufordern. Außerdem sind auf der Homepage weitere Bilder und Videoclips sowie ein Kurzexposé zu den einzelnen Objekten zur Einsichtnahme abgelegt. Alle anderen Dokumente, wie z. B. Versteigerungsbedingungen oder ein auf die spezielle Situation einer Wald-Versteigerung angepassten Musterkaufvertrag, können ebenfalls beim Auktionshaus angefordert werden.
Hornig Auktionen

Kontakt

Hornig Auktionen
Innere Lauenstraße 2
02625 Bautzen
Tel: (03591) 3511725
Fax: (03591) 3511726

Mail: info@hornigauktionen.de
Web: www.hornigauktionen.de

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