Tipp: die richtige Schnittschutzhose

Bildquelle: Stihl

Schutzkleidung rettet Leben

Das Tragen einer Schnittschutzhose für gerade einmal 60-80 Euro kann Leben retten! So leicht, wie eine Kettensäge Baumstämme und Äste durchtrennt, so leicht dringt sie auch in Körperteile ein oder durchtrennt diese. Insbesondere bei nicht fachgerechtem Einsatz kann die Motorsäge leicht abrutschen oder gar zurückschlagen. Der gefürchtete Rückschlag einer Motorsäge geschieht in Sekundenbruchteilen und mit Kräften, die selbst von einem kräftigen Bediener nicht abgefangen werden können. Die Folgen können schwerste bis tödliche Verletzungen des Motorsägenführers oder anderer Personen im Gefahrbereich sein. Was im professionellen Einsatz von Motorsägen längst Standard ist, sollte auch oder gerade für den Privat-Anwender eine Selbstverständlichkeit sein: Das Tragen von Schutzkleidung.

Funktionsweise

An den am meisten gefährdeten Stellen im vorderen Beinbereich ist vom Knöchel bis an die Hüfte zwischen den äußeren und inneren Hosenstoffen eine Schicht aus lose verwebten, sehr langen, feinen, reissfesten Fäden eingearbeitet bzw. nur eingelegt. Bei Berührung zerschneidet die Kette der Kettensäge den Oberstoff und nimmt aus der Schutzschicht die Fäden auf, die sich dann um das Antriebsrad der Kettensäge wickeln und die Maschine in Sekundenbruchteilen blockieren. Einen hundertprozentigen Schutz können natürlich auch Schnittschutzhosen nicht bieten, selbst bei einem glücklich verlaufenen Schnittschutz ist mit leichten Verletzungen zu rechnen.


 
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Typen von Schnittschutzhosen

  • Bund- oder Latzhose: Grundsätzlich müssen Sie sich zwischen einer Latz- und einer Bundhose entscheiden. Probieren Sie beides an, die Unterscheidung liegt letztendlich im Wohlbefinden des Trägers (wenn man mal von den zusätzlichen Taschen der Latzhose absieht).
  • Typ A oder C: Es gibt in Deutschland 2 Hosentypen zu kaufen. Hosentyp A hat nur im vorderen Beinbereich Schnittschutz, während Typ C ringsum Schnittschutz aufweist.
  • Schutzklassen: Außerdem gibt es 3 unterschiedliche Schutzklassen. Klasse 1 hält einer Kettengeschwindigkeit von 20m/s stand, bei Klasse 2 sind es 24m/s und die Klasse 3 sollte bis 28m/s standhalten. Schnittschutzklasse 1 ist die in Deutschland gebräuchlichste und wird von den Versicherungsträgern als ausreichend anerkannt.

Normen/Gütesiegel

  • DIN-Norm: Die Schnittschutzhose muss nach DIN EN 381 zertifiziert sein. Bei den Bekleidungsliefernaten wird abgekürzt oft von „EN 381“ gesprochen.
  • FPA-Anerkennung: Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) führt FPA-Prüfungen (FPA = Forsttechnischer Prüfungsausschuss) zur Ermittlung der forstlichen Brauchbarkeit von Arbeitsschutzausrüstungen durch. Dabei werden die Produkte i. d. Regel ein Jahr lang von Testpersonen getragen. Das FPA bzw. KWF-Zeichen bietet dem Käufer die Gewähr, dass die Schnittschutzhose einem 1-jährigen Gebrauchstest unterzogen worden ist und für den harten Einsatz im Forst auch wirklich brauchbar ist.

Reparaturen

Reparaturen an einer Schnittschutzhose dürfen niemals die Schutzschicht betreffen. Bei Verletzungen von mehr als der oberen Stoffschicht im Falle eines Kontaktes mit der Säge, muss die Hose ausgesondert werden! Wir nur der Oberstoff beschädigt ist es möglich diesen zu nähen, allerdings darf der Flicken nicht mit dem Schnittschutz vernäht werden da im Falle eines weitern Kontaktes nicht genügend Fasern der Schnittschutzeinlage rausgerissen werden können. Dadurch würde die Schutzfunktion beeinträchtigt oder sogar aufgehoben!

Pflege

Die Schmittschutzhose muss waschmaschinen- (60°C) und trocknerfest (70°C) sein, ohne einzulaufen oder die aufgebrachten Anleitungen unleserlich zu machen. Allerdings haben Waschen, Trocknen, Schmutz und Harz Einfluss auf die Alterung der Schnittschutzeinlagen. Untersuchungen haben ergeben, dass zwischen Tragedauer und Abnahme der Schutzwirkung von Schnittschutzhosen ein deutlicher Zusammenhang besteht. Schnittschutzhosen sollten deshalb bei regelmäßiger Nutzung nach einer Tragedauer von 12 bis maximal 18 Monaten ausgetauscht werden.

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