Wildkamera Bildersammlung: Dörr SnapShot Mini 5.0

Dörr SnapShot Mini 5.0

Dörr SnapShot Mini 5.0

Die nachfolgenden Wildkamera-Aufnahmen wurden alle mit einer Dörr SnapShot Mini 5.0 UV552
gemacht. Wir arbeiten mit den folgenden Einstellungen:

  • Auflösung 5 MP
  • Bildanzahl 3 Photos
  • Empfindlichkeit Normal
  • Verzögerung bzw. Aufnahmepause 5 Sek (!)
  • Serienbild aus
  • Zeitfenster aus
  • Zeitstempel Ein
  • Passwort Aus
  • Sprache Deutsch
  • Tastenton Ein
  • Überschreiben Aus

Die verwendete SD-Karte ist eine 2 GB-Karte aus dem DM-Markt, die Batterien (keine Akkus!) liefer der nächste LIDL-/ oder ALDI-Markt. Wir haben seit einem halben Jahr noch den ersten Satz Batterien drin!

Seltene Gäste: Wildkatze & Dachs

Wenn man die Wildkamera nach ein paar Wochen ausliest und findet auf den Aufnahmen eine Wildkatze und einen Dachs, schlägt das Herz höher! Obwohl wir permanent im Wald unterwegs sind, haben wir bisher weder eine Wildkatze, geschweige denn einen Dachs je in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen. Die Aufnahmen zeigen aber auch, wie wichtig es ist, dass die Kamera richtig engestellt und positioniert ist.

Nicht zu hoch: Ausgewachsene Rehe haben eine Schulterhöhe zwischen 60 und 90 Zentimeter. Wildschweine erreichen durchschnittlich 95 cm Schulterhöhe, Jungtiere entsprechend weniger. Wer also nicht gerade auf Rotwild oder den Homo Sapiens aus ist, tut gut daran, seine Wildkamera nicht zu hoch auszurichten. Wer seine Kamera in 2 Meter Höhe aufhängt, wird vielleicht nie erfahren, was für tolle Partys Wildkatze, Biber, Dachs, Hase, Marder & Co. direkt unterhalb seiner Kamera feiern.

Nach unten ausrichten: In der Praxis kommt es so gut wie nie vor, dass man von einem Wildtier nur die Beine fotografiert, die Wildkamera also zu niedrig ausgerichtet war. Hingegen hat jeder Wildkamerabesitzer ordnerweise Fotos von Wildtieren ohne Beine… Daher sollte die Wildkamera immer ein wenig nach unten gerichtet sein. Stellen Sie sich vor, dass Sie ein Kleinkind fotografieren wollen. Hier würden Sie ja auch nah ran, in die Hocke und immer noch ein wenig nach unten gerichtet fotografieren – richtig?!

Optimale Ausrichtung einer Wildkamera - Grafik: Wald-Prinz.de

Optimale Ausrichtung einer Wildkamera – Grafik: Wald-Prinz.de

Möglichst nah an das Geschehen ran: Die besten Fotos macht eine Wildkamera im Entfernungsbereich von 2-4 Metern. Wenn man von Freunden mit der Digitalkamera einen Schnappschuss machen möchte, geht man ja auch so dicht wie möglich ran. Natürlich nimmt die Wildkamera insbesondere bei Tage ein Wildtier auch noch jenseits der 10 Meter auf. Aber schöne, detailreiche Fotos sehen anders aus. Je näher man die Wildkamera an die Tiere heranbringt, desto besser!

Rehwild „auf Augenhöhe“

Bei der folgenden Bilderserie sollte man auf den Zeitstempel achten. Die Dörr Wildkamera ist so eingestellt, dass sie 3 Bilder hintereinander schießt (innerhalb von 2 Sekunden) und dann 5 Sekunden pausiert. Auf den Fotos scheint es, dass alle Bilder von dem Reh in schneller Folge hintereinander aufgenommen wurden. De facto wurden die Aufnahmen über mehr als 4 Minuten hinweg gemacht (10:01:23 bis 10:05:34). Bei -4°C und hart gefrorenem Boden versucht das Reh so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen und verharrt lange still auf der Stelle.

Rehbock kommt zum Fotoshooting

Bei Rehböcken, die mindestens das erste Lebensjahr abgeschlossen haben, fällt das Geweih jährlich in der Zeit von Oktober bis November ab und beginnt unter einer schützenden und nährenden Basthaut sofort neu zu wachsen. Die Wachstumsphase des Geweihs währt etwa 60 Tage und endet im Januar. Die nachfolgenden Aufnahmen zeigen sehr schön, wie die Stangen „schieben“.

Laufwege beachten: Man darf nie unterschätzen, wie viel Fläche ein Wald hat. Kleines Rechenbeispiel: Die optimale Wilddichte eines 100 Hektar großen Waldes liegt bei z.B. 4-8 Stück Rehwild. 100 Hektar entsprechen 1 Million Quadratmetern! Mit einer Wildkamera kann man vielleicht 50-100 m² überwachen. Wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, ein Stück Rehwild aufzunehmen, wenn man die Wildkamera einfach nur „irgendwo hin“ hängt?! Daher positionieren erfahrene Jäger ihre Wildkameras immer auf beliebte Treffpunkte wie Kirrungen oder Suhlen. Für Gruppenfotos ist das ideal. Wer aber Großaufnahmen von Tieren haben möchte, sollte die Kamera entlang von beliebten Laufwegen aufhängen. Im unten gezeigten Beispiel hängt die Dörr SnapShot Mini 5.0 in einem Waldstück inmitten der alten Nürburgring-Nordschleife an einer „Wild-Autobahn“. Parallel zum Hang und in sicherer Entfernung zu den ebenfalls parallel zum Hang verlaufenden oberhalb und unterhalb gelegenen Waldwegen ist dieser Trampelpfad bei allen Tieren sehr beliebt. Fünf Meter links oder rechts dieses Trampelpfades würde die Wildkamera kein einziges Bild aufnehmen.

2 Kommentare

  1. Guten Tag,

    zum ersten- super Erklärungen-
    Zum zweiten… ich habe selbst die Doerr Mini- black LED. Ich wurde gefragt, was der Kreis (von leer bis gefüllt) und die danebenstehende Zahl bedeutet (unter den Aufnahmen) rechts neben dem Zeitstempel- kann aber dazu nichts sagen und finde auch keine Beschreibung dazu- somit die vielleicht „peinliche“ Frage- was bedeuten diese zwei Symbole?

    Danke für Ihre Hilfe,
    Gruß,
    B. Merkle

  2. Hallo Brigitte,

    @ Kreis: Das ist die Mondphase und der dazugehörige Tag. Hintergrund: Jäger dürfen in Deutschland nicht mit Nachtsichtgeräten schiessen. Daher sind sie auf Tageslicht angewiesen bzw. auf den Schein des (Voll)Mondes. Nur deswegen haben die meisten Wildkameras dieses Symbol in der Bildzeile integriert. So weiß der Jäger, wo die Biester bei Vollmond abhängen. Die Mondphase errechnet die Kamera aus dem Datum und dem hinterlegten Mondkalender.

    LG – der Wald-Prinz

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