Holzpreise und Holzpreisentwicklung Fichte

Holzstapel maschinell aufgearbeiteter Fichten-Abschnitte – Bild: Wald-Prinz.de

Landesbetriebe veröffentlichen Holzpreise

ZMP berichtet keine Holzpreise mehr: Für die Erfassung und das Berichtswesen rund um Holzpreise war früher die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH (ZMP) zuständig. Nachdem aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts die Hauptsäule der ZMP-Finanzierung wegbrach, wurde am 30. April 2009 die Geschäftstätigkeit der ZMP GmbH eingestellt.

Landesbetriebe veröffentlichen Holzpreise: Seit dem Wegfall der ZMP werden überall mal wieder, beispielsweise in den Mitgliedszeitschriften der Waldbauvereine, Holzpreise berichtet. Eine regelmäßige, deutschlandweite Berichterstattung der Holzpreise fehlt allerdings.

Wald und Holz NRW

Verträge mit Richtwert-Charakter: Die Landesforsten bzw. Landesbetrebe verhandeln mit den Holzaufkäufern mindestens quartalsweise neue Holzpreise. Bei dem über die Landesbeztriebe vermarkteten Rohholz handelt es sich um Holz aus dem Privat-, Kommunal- und Staatswald, sofern es über den Landesbetrieb verkauft bzw. vermittelt wurde. Beispiel „Landesbetrieb Wald und Holz NRW“: der Landesbetrieb bewirtschaftet den landeseigenen Wald Nordrhein-Westfalens und betreut den Wald privater oder kommunaler Waldeigentümer. Somit besitzten die veröffentlichten Holzpreise durchaus Richtwert-Charakter.

Landesforsten RLP

Eine ebenfalls solide Quelle  für den Holzpreis ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie die Landesforsten Rheinland-Pfalz.

Die Holzpreisentwicklung im 4. Quartal 2016

Zum Verständnis der Wald-Prinz-Grafik „Holzpreisentwicklung Fichte“: Die mengenmäßig wichtigsten Holz-Sortimente sind i.d.R. die folgenden Fichten-Sortimente:

  • L1 B 2a: Langholz 6-20m (L1), Güteklasse B (normale Qualität), Stärkeklasse 2a (20-24 cm Mittendurchmesser o.R.)
  • L1 B 2b: Langholz 6-20m (L1), Güteklasse B (normale Qualität), Stärkeklasse 2b (25-29 cm)

Holzpreis wieder stabil: Im Verlauf des Jahres 2015 sind die Holzpreise für Fichtenstammholz schrittweise auf das Niveau von 2010 zurück gefallen. Orkan Niklas hat Ende März 2105 zu einem deutlichen Überangebot im süddeutschen Raum geführt. Im ersten Quartal 2016 zeigte sich eine klare Erholung. Für das zweite Halbjahr 2016 erzielten die Landesforsten RLP mit den zahlreichen Unternehmen der Sägeindustrie ein Holzpreis für Fichtenlangholz von 81,00-83,00 €/Fm (2a) bzw. 89,00-91,00 €/Fm (2b+). Das ist zwar noch ein gutes Stück unter den Bestpreisen, die im Jahr 2014 erzielt wurden, aber die Talsohle ist klar durchschritten.

Frei Waldstraße: Die u.a. Holzpreise beziehen sich auf Rundholz, das unentrindet, gerückt frei Waldstraße verkauft wurde. Von den angegebenen Holzpreisen muss der Waldbesitzer gedanklich also noch die Erntekosten abziehen (Einschlag + Rücken).

Festmeter: Die Holzpreise werden in Euro je Festmeter (€/Fm) ohne Rinde (o.R.) angegeben.

Holzpreisentwicklung der Leitsortimente Fichte (Stammholz, gerückt ab Waldweg); Datenquelle bis 2012 Landesbetrieb Wald und Holz NRW, ab 2012 Landesforsten RLP - Grafik: Wald-Prinz.de

Holzpreisentwicklung der Leitsortimente Fichte (Stammholz, gerückt ab Waldweg); Datenquelle bis 2012 Landesbetrieb Wald und Holz NRW, ab 2012 Landesforsten RLP – Grafik: Wald-Prinz.de

Gute Marge bei Fichten-Stammholz: Wenn man bedenkt, dass die durchschnittlichen Aufarbeitungs- und Rückekosten bei der Nadelstammholzernte bei rund 20-22 EUR/fm liegen (Harvester bzw- motormanuelle Truppe), kann sich der Waldbesitzer bei den Fichten-Leitsortimenten aktuell über eine Marge von rund 60-70 €/Fm freuen. Davon muss bei den meisten Privatwaldbesitzern noch die Unterstützung des Forstamtes und der Holzvermarkter (meist die Waldbauvereine) gezahlt werden. Wer Douglasien in seinen Beständen hat, kann sich bei gleicher Qualität über einen um 10-15 €/fm höheren Erlös freuen. Denn die Kosten sind auf dem gleichen Niveau der Fichte.

Tabelle Holzpreise: Langholz und Industrieholz Fichte / Kiefer (Q1 2016)

Nadel-Langholz und -Abschnitte: In Rheinland-Pfalz wurden bei Fichte, Douglasie und Kiefer folgende Durchschnittspreise für Stammholz-Lang bzw. Abschnitte der Güteklasse B/C vereinbart:

Stärke-
klasse
Mitten-
durchmesser
Fichtenlangholz
Güteklasse B
Douglasienlangholz
Güteklasse B
Kieferstammholz
Güteklasse B/C
1b110 - 14 cmn.v.n.v.n.v.
1b215 - 19 cm71,00-73,00 €84,00-87,00 €51,00-58,00 €
2a20 - 24 cm81,00-83,00 €95,00-97,00 €63,00-68,00 €
2b25 - 29 cm89,00-91,00 €103,00-105,00 €70,00-74,00 €
3a30 - 34 cm89,00-91,00 €103,00-105,00 €71,00-74,00 €
3b35 - 39 cm89,00-91,00 €103,00-105,00 €71,00-74,00 €
440 - 49 cm87,00-89,00 €98,00-100,00 €71,00-74,00 €

Industrieholz: Für das 1. Halbjahr 2015 wurden von der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Eifel bei Industrieholz folgende Holzpreise frei Waldstraße vereinbart:

QualitätPreis
Nadelindustrieholz IS FK
(fehlerhaft, krank, rotfaul)
36,00-37,00 €/fm
Papierholz IS N
(gesund, fehlerfrei, 2-3 m Länge)
33,00-33,50 €/Rm
Spanholz IS FK
(Palette)
20,00-21,00 €/fm

Tabelle Holzpreise: Langholz Buche / Eiche (Q1 2015)

Buchenstammholz: Für erste Buchenabschlüsse der Güteklassen B/BK/C wurden gegenüber der Vorsaison um 3-4% gestiegene Preise vereinbart.

Eichenstammholz: Bereits bei den Wertholzsubmissionen (Versteigerungen Anfang des Jahres von besonders wertvollen Einzelstämmen) zeichnete sich eine erhöhte Nachfrage nach Eiche ab. Das schlägt sich in leicht erhöhten Preisen für Eichenstammholz nieder:

Stärke-
klasse
Mitten-
durchmesser
Buchenstammholz
Güteklasse B/C
für den Export
Buchenschneideholz
Güteklasse B
Eichenstammholz
Güteklasse B
Eichenstammholz
Güteklasse C
2b25 - 29 cmn.v.n.v.70-75 €60-67 €
3a30 - 34 cmn.v.n.v.125-140 €78-88 €
3b35 - 39 cm67-74 €n.v.185-200 €95-105 €
440 - 49 cm93-110 €98-120 €285-315 €125-135 €
550 - 59 cm95-125 €105-135 €330-390 €140-160 €
660 cm und mehr93-130 €120-140 €380-435 €145-170 €

Hintergrundwissen Holz-Sortierung / Holz-Sortimente

Als Sortierung bezeichnet man die Einteilung eines Baumes in vordefinierte, marktfähige Sortimente. Die Handelsklassensortierung für Rohholz (HKS) erlaubt die Sortierung des Holzes nach dem Durchmesser (Stärkesortierung), nach der Güte (Gütesortierung) und nach dem Verwendungszweck.

Stammholz: Langholz (L) wird das nach Länge, Mittelstärke und Güteklassen sortiert.

Baumlang vs. Abschnitte: Je nach Länge des Stammholzes werden zwei Sorten unterschieden:

  • Baumlang (L1): Stammholz, das nach dem Abzopfen und ggfls. Gesundschneiden in Baumlängen ausgehalten wird
  • Abschnitte (L2): Stammholz, das zu Standardlängen eingeschnitten wird

Güteklassen: Ein fehlerloser Stamm ist deutlich mehr wert, als ein Stamm mit vielen Ästen oder Faulstellen. Daher wird Rohholz zusätzlich noch nach Güteklassen sortiert.

Aus der Kombination von Längen- und Güteklasse-Sortierung ergibt sich:

  • L1;B = Langholz; normale Qualität
  • L1;C = Langholz; noch gewerblich nutzbar
  • L2;B = Abschnitte; normale Qualität
  • L2;C = Abschnitte; noch gewerblich nutzbar
  • L2;Cgw = Abschnitte; geringwertig

Bei Industrieholz erfolgt die Sortierung nach dem Verwendungszweck.

  • IL 1 N = Industrieholz; Langholz; normale Qualität
  • IL 1 N/K = Industrieholz; Langholz; Mischgüte (normales und fehlerhaftes/krankes Holz)
  • IL 2 N = Industrieholz; Abschnitte; normale Qualität
  • IL 2 N/K =Industrieholz; Abschnitte; Mischgüte (normales und fehlerhaftes/krankes Holz)
  • IS N = Industrieschichtholz; normale Qualität
  • IS N/K = Industrieschichtholz; Mischgüte (normales und fehlerhaftes/krankes Holz)

Raummeter: Bei Industrieschichtholz ist zu beachten, dass die die Abrechnung des Holzpreises nicht nach Festmetern (m³/f bzw. Fm) sondern nach Raummetern (m³/r bzw. Rm) erfolgt.


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17 Kommentare

  1. DANKE DANKE DANKE
    eure seite ist toll
    ich brauchte die daten für nen politikreferat und ohne diese seite hätte ich das nicht geschafft

  2. zu „erfreuliche Marge“: die angenommenen Werbungskosten beziehen sich auf Stammholz 2a und 2b und nur hier ist auf den ersten Blicke der Ausdruck „erfreuliche Marge“ angebracht, wenn man die Holzpreise in der Zeit nach Kyrill und die damals katastrophenbedingt höheren Werbungskosten entgegenstellt. Aber nur auf den ersten Blick! Man muss doch wohl auch ins Kalkül ziehen, dass diese Sortimente zwischen 70 bis 100 Jahren gebraucht haben, um zu solchen Stärken heran zu wachsen. Ferner müssen die Kosten der Anlegung der Kulturfläche sowie die Pflege in den ersten Jahren berücksichtigt werden. Und nicht vergessen darf man den negativen Ertrag (Erlös minus Werbungskosten) der ersten Durchforstungen bis zum Alter von etwa 40 bis 50 Jahren. Werden diese Gesamtkosten nach Zinsertragsrechnung berechnet, kommt man auf eine Verzinsung, die allenfalls bei 2% liegt. Und noch eins: 1989, vor Wiebke und Vivian, lagen die Preise für diese Sortimente auf gleicher Höhe! In den vergangenen 24 Jahren sind aber die Werbungskosten, vor Allem bei notwendiger manueller Aufarbeitung in Gebirgsregionen, explodiert!

  3. Hallo ich habe auf einem Grundstück etwa 25 tannen fichte Bäume ca. umfang von 40 bis 80 cm und ca.20m lang auf dem grundstück Will ich eine Einfamilienhaus bauen Meine Frage ist wie kann mann diese Bäume verwerten. Oder bzw. Verkaufen oder was sinnvolles machen wer kann mir eine guten Rat geben mfg. Sahin

  4. Hallo Sahin,

    wenden Sie sich in dieser Angelegenheit am besten an das örtliche Forstamt. Dort wird man Ihnen sehr wahrscheinlich weiter helfen können und die Vermarktung des Holzes übernehmen. 25 Stämme in der von Ihnen beschriebenen Qualität ergeben ja rund einen halbe LKW-Ladung an Holz. Das sollte gut zu verkaufen sein. Ein Tipp noch: wenn Sie das Forstamt kontaktieren, sollten Sie nicht den Umfang sondern den sog. Brusthöhendurchmesser (BHD) angeben. Also den Durchmesser der Stämme in Brusthöhe. Damit kann man dort eher etwas anfangen. Und mit ziemlicher Sicherheit haben Sie keine Tannen sondern Fichten.

    LG – der Wald-Prinz

  5. Website ist geil. wir machen gerade presentation über walt und website hat krass geholfen. danke digger voll babo

  6. Hallo zusammen,

    hab gerade eine Diskussion mit dem Förster, was als 1a, 1b1, 1b2 oder 2a Holz qualifiziert wird und woran man den Abschlag zu Papierholz fest macht. Es geht um Fichtenholz.

    Wer hat damit Erfahrung und kann mir praktikable Tips geben

  7. Gibt es eine Aufstellung / Liste wer Holz (Fichten u. Buchen) im Raum NRW kauft?
    Mfg

  8. Hallo Heinrich,

    @ „Gibt es eine Aufstellung / Liste wer Holz (Fichten u. Buchen) im Raum NRW kauft?“

    Googeln Sie bitte einmal nach dem regional zuständigen Forstamt bzw. Waldbauverein. Dort wird man Ihnen sicher weiterhelfen können. De facto arbeiten die Forstämter und Waldbauvereine immer wieder mit den gleichen Unternehmen zusammen (mit denen sie auch gute Erfahrungen hinsichtlich Arbeitsqualität, Zuverlässigkeit und Zahlungsmoral gemacht haben).

    Bedenken Sie zudem bitte: für verschiedene Holzsortimente gibt es verschiedene Aufkäufer. Beispielsweise gehen gradschaftige Buchenstämme gerne in das nächste Sägewerk. Hingegen wandern krumme/astige Buchen in den Kamin und werden von lokalen Brennholzhändlern nachgefargt. Das sind dann völlig andere Aufkäufer.

    Nicht zuletzt ist es eine Frage, ob das Holz noch steht oder schon am Waldrand liegt. Auch das bedingt unterschiedliche Aufkäufer. Stehendes Holz wird gerne an Unternehmen verkauft, die dann den Einschlag und Rücken gleich mit erledigen („Verkauf auf dem Stock“).

    Jetzt kennen wir Ihren Erfahrungshintergrund nicht. Wenn das Ihr erster Kontakt mit Holzhändlern ist, sollten Sie auf jeden Fall Beistand bei einem Förster suchen. Sie werden ansonsten mit großer Wahrscheinlichkeit – sagen wir mal – nicht das optimale Ergebnis erzielen.

    LG – der Wald-Prinz

  9. Lieber Wald-Prinz (toller Name – tolle website),
    ich möchte auf meinem Grundstück eine Reihe Baumstämme setzen, die an Bunen aus dem Küstenschutz erinnern. Die Stämme sollen jeweils 2 m -2,50 m lang sein und einen Durchmesser von ca. 20-30 cm haben. Ich habe leider keine Ahnung, was das Holz kosten könnte. Kannst du mir einen ungefähren Orientierungswert geben. Und kauft man die Stämme dann eigentlich in einem Sägewerk (sollen ja ohne Rinde sein) oder beim Forstamt? Hm, man sieht wohl, dass ich ziemlich ahnungslos bin. Um so mehr würde ich mich über ein paar Hinweise freuen.
    Herzlichen Dank im Voraus und LG

  10. Hallo Inga,

    @ „Die Stämme sollen jeweils 2 m -2,50 m lang sein und einen Durchmesser von ca. 20-30 cm haben“:

    So etwas kauft man nicht direkt beim Waldbesitzer und auch nicht beim Forstamt. Hintergrund: So läuft’s Business nicht ;-) In der Regel arbeitet das Forstamt bzw. die Waldbauernvereine (vereinigung privater Waldbesitzer) mit diversen Unternehmen zusammen. Das sind regional meist eine Handvoll Unternehmen, die sich entweder um die Aufarbeitung des Holzes kümmern (Bäume fällen und sinnvoll zurecht schneiden). Nur ums Schleppen an einen LKW-befahrbaren Waldweg (das sog. „Rücken“). Oder um die weitere Verwertungskette des Holzstapels am Waldrand. Oder gleich um alles, nämlich dann, wenn das Holz von einem Unternehmen komplett „auf dem Stock“ gekauft wird. Dann kümmert sich der Holzkäufer um Einschlag, Rücken, Abtransport und die weitere Vermarktung.

    Mit Ihnen wird vor dem Hinergrund Ihres „Sonderwunsches“ keiner der Beteiligten (gerne) reden wollen. Sie wenden sich daher am besten an ein Sägewerk in der Nähe. Dort wird man Ihnen dann auch einen Preis nennen. Bedenken Sie bitte, dass Nadelholz natürlich am günstigsten sein wird. Sie müssen sich dann trotzdem Gedanken machen, wir Sie diese Stämme gegen Fäulnis schützen wollen. Die sind ja dann völlig unbehandelt. Eiche wäre eine Alternative. Bis diese Stämme in der von Ihnen gewünschten Dimension verrottet sind, sind wir es dann auch. Problem: Eichenstämme werden eher weniger in dieser Dimension geschlagen. Wenn man einen geraden Stamm hat, wartet man bis er wirklich dick genug ist. Astiger Kram geht durch den Kamin. Sauschwer sind Eichenstämme in dieser Stärke ebenfalls.

    LG – der Wald-prinz

  11. Dankeschön, Waldprinz,
    für die schnelle Antwort. Und für den kl. Exkurs in den Holzhandel. Ich hatte schon befürchtet, eine eher uninteressante Kundin zu sein. So ist das, wenn man kleine Wünsche hat:-) Leider ist es für den Laien auch nicht so einfach, mehrere Sägewerke zu finden. Gibt es irgendwo eine Übersicht/Adressliste mit Sägewerken der Region? (In meinem Fall: in MV)
    LG im Voraus

    PS: Der Tipp mit dem Verrotten ist berechtigt, aber Eiche sprengt zzt. mein Garten-Budget

  12. Hallo,

    möchte in meinem Wald einige Fichten zum Selberfällen verkaufen. Die Fichten haben so ca. einen Umfang von 100cm. Was kann man so grob da pro Baum verlangen?
    Der Wald ist eben und hat einen sehr guten Zugang per Feldweg.
    Was muss ich beachten bzgl. Versicherung?

    Danke

  13. Hallo Thomas,

    wenn Sie nicht einen vertrauenwürdigen Aufkäufer persönlich kennen, würden wir Ihnen dringend empfehlen, es erst einmal über den zuständigen Förster zu versuchen. verstehen Sie das jetzt bitte nicht falsch, aber alleine an dem Terminus („Umfang von 100 cm“) merkt jeder Holzaufkäufer schon am Telefon, dass Sie ein Laie sind. Im Holzgeschäft interessiert nur Durchmesser (entweder Brusthöhendurchmesser bei stehendem Holz, oder Mittendurchmesser bei liegendem Holz). Das löst meist zwei alternative Reaktionen aus
    1. „was interessieren mich ein paar Bäume von einem nervigen Privatwaldbesitzer, wenn ich LKW-Ladungen Holz benötige. „
    oder
    2. „den wer ich jetzt mal schön über den Tisch ziehen“

    Bei professionellen Holzaufkäufern sind Sie also definitiv nicht gut aufgehoben. Wenn der Förster Ihnen nicht weiterhilft, können Sie sich nach einem Besitzer eines mobilen Sägewerks umschauen. Die machen so etwas oft im Nebengewerbe und sind eher an Kleinmengen interessiert.

    @ Versicherung: da müssen Sie gar nichts beachten. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen in den Wald gehen, kommt im Schadensfall die SVLFG dafür auf (Sie zahlen doch Beiträge?). Waldarbeiter sind über das Unternehmen versichert.

    LG – der Wald-prinz

  14. Hallo Wald-Prinz,

    danke für den Tipp mit dem Förster, das werde ich so machen!
    Ja, ich bin Wald-Anfänger und stolzer Besitzer einen kl. Waldes mit nur knapp 2200qm.

    Da ich aktuell aber kein Holz brauche und eine Durchforstung wahrscheinlich notwendig wäre,
    will ich halt eine Bäume los werden. So grob 15-20 Stück a BHD 30-40cm Durchmesser. Es hat dort glaub seit 40-50 Jahren keiner mehr Bäume gefällt.
    Was kann man da denn so grob verlangen pro Baum (Fichte)? Bei eigener Fällung, ebenem Wald und sehr guter Zugangsmöglichkeit per Feldweg.

    Bzgl. Versicherung hat sich die SVLFG noch nicht gemeldet bei mir. Ich meine ich könnte mich da ev. auch befreien lassen zunächst. Da ich eh nicht plane dort selber zu fällen in den kommenden Monaten.
    Müsste ich mir dann eine Versicherungsbescheinigung zeigen lassen falls ich jemanden in meinem Wald arbeiten lasse?

    Danke,
    Thomas

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