Wildkamera / Fotofalle: Wer macht Wann, Was in meinem Wald?

Es liegt in der Natur der Sache, dass man als Besitzer von einem Waldgrundstück dort nicht permanent nach dem Rechten schauen kann. Dabei gibt es eine Reihe von Anlässen, bei denen man gerne vor Ort gewesen wäre. Der Einsatz einer Wildkamera bzw. einer so genannten Fotofalle eröffnet dem Waldbesitzer völlig neue Möglichkeiten! Spätestens seit der Wildkamera von ALDI ist das Thema in der breiten Öffentlichkeit angekommen.

„Wenn ich die kriege..“ – die Fotofalle hilft!

Eine Wildkamera ist vielseitig einsetzbar. Sie wird zwar in erster Linie von Jägern verwendet, die wissen wollen, wann und wo es sich lohnt, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen. Aber grundsätzlich sind die kleinen praktischen Überwachungskameras aufgrund ihrer auf den Outdoor-Dauereinsatz konzipierten Bauweise vielseitig einsetzbar. Eine kleine Auswahl sinnvoller Anwendungsbereiche:

  • Wildbeobachtung: Ist das jetzt Rehwild, Schwarzwild oder Rotwild, das die Naturverjüngung regelmäßig verwüstet? Oder ganz allgemein – welche Tiere halten sich in meinem Waldstück auf?
  • Illegale Müllentsorgung: Gerade Waldstücke, die etwas abgelegen sind, aber gut mit einem Fahrzeug angefahren werden können, werden gerne zur Entsorgung von Gartenabfällen, Bauschutt und sogar Hausmüll, Autobatterien und Altreifen missbraucht. Eine Anzeige ohne konkrete Hin-/Beweise verläuft meist im Sande.
  • Holzdiebstahl: Wer schon einmal selbst Brennholz gemacht hat, weiß wie viel Mühe in einem Stapel Brennholz steckt. Ist dieser auf einmal verschwunden, wünscht man dem Dieb gerne diverse Durchfallerkrankungen an den Hals. Wenn man nur wüsste, wer es war..
  • Objektüberwachung: Eine Teichanlage, Bienenstöcke oder eine Schutzhütte üben eine magische Anziehungskraft auf ungebetene Besucher aus. Diebstahl und mutwillige Zerstörungswut sind kaum anders aufzulösen, als mit einem fotografischen Beweis.
  • Vandalismus: Graffiti-Schmierereien, Wildpinkler, Mülleimer-Zündeleien.. Manchmal ist es wirklich zum Haare raufen. Mit einem gestochen scharfen Bild kann man konkret gegen Vandalismus vorgehen und muss sich nicht mit wilden Verdächtigungen beschäftigen.
  • Einbruch: in Meckenheim bei Bonn kam es im Herbst 2012 zu einer Einbruchserie. Um sich und sein Grundstück zu schützen, hat ein Meckenheimer in seinem Garten mehrere Wildkameras installiert – und wurde in der Nacht zum 7. Oktober fündig. Der Einbruch konnte zwar nicht verhindert werden, aber die Polizei verfügt jetzt über gestochen scharfe Fotos des mutmaßlichen Einbrechers (zum Bericht).
  • Dieselklau: Speditionen und Bauunternehmen können ein Lied davon singen. Über Nacht wird aus den riesigen Tanks ihrer Fahrzeuge Diesel im Wert von Tausenden von Euro abgesaugt bzw. abgelassen. Fotofallen können hier endlich Aufklärung bringen. Da sie unabhängig vom Stromnetz 24 Stunden am Tag und über Monate hinweg zuverlässig Wache halten, werden Wildkameras immer mehr auch für diese Zwecke eingesetzt (Dieseldieb mit Wildkamera überführt).
  • Dachboden: Haben Sie Geräusche auf dem Dachboden, die Sie nicht zuordnen können? Bei Mäusen sind andere Maßnahmen zu ergreifen, als bei einem Marder oder gar einer Katze. Daher ist zuallererst einmal zu klären, wer für die nächtliche Ruhestörung verantwortlich ist. Ein ideales Einsatzgebiet für eine Wildkamera!

Lernen Sie Ihren Wald und das darin lebende Wild besser kennen, wissen Sie, was geschieht, solange Sie nicht vor Ort sind.

Hirschkalb und Hirschkuh von einer Dörr SnapShot Mini aufgenommen - Bild: Wald-Prinz.de

Hirschkalb und Hirschkuh von einer Dörr SnapShot Mini aufgenommen – Bild: Wald-Prinz.de

Die Technik einer Wildkamera

Grundsätzlich arbeiten alle auf dem Markt erhältlichen Wildkameras nach demselben Prinzip. Eine digitale Kameraeinheit wird in einem wetterfesten Gehäuse untergebracht und per Bewegungsmelder aktiviert.

Wärme & Bewegung = Aufnahme: Der Bewegungsmelder einer Wildkamera reagiert in der Regel auf die Kombination aus Wärme und Bewegung. Sobald sich etwas im Erfassungsbereich des Bewegungssensors bewegt, zum Beispiel ein Tier oder ein Mensch, wird nach einer gewissen Auslösezeit die Aufnahme angestoßen. Das Zusammenspiel dieser beiden Auslösemechanismen sollte so gut funktionieren, dass keine oder nur selten Fehl-Aufnahmen entstehen. Gerne lösen günstigere Wildkameras bereits bei sich bewegenden Ästen aus, die bei der Bewegung einen kurzen Blick auf die (warme) Sonne freigeben. Gerne auch gar nicht…

Foto oder Video: Wildkameras bieten meist die Möglichkeit zwischen einen oder mehreren Einzelaufnahmen oder kurzen, ebenfalls in der Zeitdauer einstellbaren Videosequenzen (meist 640×480 Pixel).

Verzögerung beachten: Die Auslöseverzögerung ist je nach Wildkamera sehr unterschiedlich. Je nach Einsatzzweck sollte man bei der Auswahl der Wildkamera unbedingt dieses Kriterium berücksichtigen. Möchte man z.B. eine Kirrung überwachen, reicht eine Wildkamera mit etwas längerer Verzögerung, für einen Wildwechsel benötigt man eine Fotofalle mit schneller Auslösung, sonst erwischt man nur noch den Schatten des Tieres.

Speicherkarte: Gespeichert werden die Aufnahmen in der Regel auf herkömmliche SD-Karten, wie sie in der digitalen Fotografie inzwischen zum Standard geworden sind. Hier sollte man bei der Speicherkapazität nicht über das Ziel hinaus schießen. Mit 2-4 GB ist man am besten bedient. Mit einer 16 oder gar 32 GB-Speicherkarte handelt man sich oft massive Nachteile ein. Vielfach funktionieren die Wildkameras mit diesen großen SD-Karten gar nicht erst, selbst wenn in der Beschreibung das Gegenteil behauptet wird. Zudem sind kleiner Karten schneller als die „Riesenspeicher“.

Bildkontrolle: Die Speicherkarte der Wildkamera kann zur Bildbetrachtung entweder mit einem in die Wildkamera integrierten Bildschirm, einer herkömmlichen Digitalkamera oder am heimischen PC ausgelesen werden. Am praktikabelsten ist aber die Kontrolle vor Ort mit einer Digicam. Einfach die Karte einsetzen und auf dem Bildschirm der Kamera betrachten. Dass die Bilder auf einer anderen Kamera gemacht wurden, tut nichts zur Sache. Es funktioniert trotzdem. Der Vorteil der Bildbetrachtung auf einer Digital-Kamera liegt auch darin, dass man noch vor Ort Probeaufnahmen kontrollieren kann und ggfls. den Kameraausrichtung ändert, die Höhe variiert oder störende Äste entfernt.

Farbaufnahmen bei Tag und Schwarz/Weiß-Aufnahmen bei Nacht: Generell werden die Bilder bei modernen Wildkameras bei ausreichendem Tageslicht in Farbe aufgenommen. Sobald das Tageslicht schwindet, werden bei Bewegung die Infrarot-LEDs aktiviert und leuchten die Szene aus. Allerdings sind nachts technisch bedingt dann nur Schwarz-Weiß-Aufnahmen möglich. Einige Spezial-Wildbeobachtungskameras setzen sogar einen Weißblitz ein. Der Vorteil: gestochen scharfe Farbaufnahmen auch in der Nacht. Allerdings geben diese Wildkameras durch den sichtbaren Blitz auch ihr Versteck preis.

Gestochen scharfe Aufnahme eines Dachses in tiefer Nacht - Bild: Wald-Prinz.de

Wild-Vision 5.0 Full HD: Gestochen scharfe Aufnahme eines Dachses in tiefer Nacht – Bild: Wald-Prinz.de

Datum, Uhrzeit, Mondphase, Temperatur etc.: Auf dem Bild selbst ist neben dem Datum meist auch die genaue Uhrzeit eingeblendet, so dass man immer genau weiß, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit das Bild gemacht wurde. Dadurch erhält man später eine wichtige Information. Es gibt inzwischen auch Wildkamera-Modelle, die weitere Informationen, wie z.B. die Temperatur oder die Mondphase, liefern. Für den Waldbesitzer mag die Mondphase jetzt nicht so wichtig erscheinen, Jäger richten sich schon sehr danach, da es in Deutschland verboten ist, mit Infrarot-Nachtsichtgeräten zu jagen. In der Konsequenz sitzen die Jäger gerne bei Vollmond an.

Bekannteste Wildkamera-Hersteller

AnbieterBezeichnungAuflösung
(Megapixel)
Anzahl LEDsDisplayca. PreisBatterienFunktionen
Wild-VisionWild-Vision Full HD 5.0
5 MP40 LEDs
(unsichtbar)
2.00" Farbe135,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto,
Full-HD-Videos,
Serienbild
DörrDÖRR Fotofalle MINI UV552
5 MP28 LEDs1.5" Farbe144,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild
DörrSnapShot MINI BLACK 5.0 IR5 MP40 LEDs
(unsichtbar)
1.5" Farbe165,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild
DörrSnapShot EXTRA 5.0 IR5 MP40 LEDs2.0" Farbe215,00 €12 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild
DörrSnapShot EXTRA 5.0 BLACK IR5 MP60 LEDs
(unsichtbar)
2.0" Farbe229,00 €12 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild
DörrSnapShot MOBIL 5.0 IR5 MP40 LEDs2.0" Farbe329,00 €12 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild,
MMS-Versand
DörrSnapShot MOBIL BLACK 5.0 IR5 MP60 LEDs
(unsichtbar)
2.0" Farbe389,00 €12 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild,
MMS-Versand
DörrBolyGuard 5.0 MP IR5 MP22 LEDsexternes
Display
139,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto, Video
MoultrieWildkamera Moultrie Game Spy M-880i8 MP30 LEDs2.0" Farbe169,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto,
HD-Videos
MoultrieWildkamera Moultrie Game Spy M-990i10 MP30 LEDs
(unsichtbar)
2.0" Farbe189,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto,
HD-Videos
MoultrieWildkamera Moultrie Game Spy Panoramic 150 - NEU 20138 MP30 LEDskleines
LCD-Display
239,00 €6 x C
(Baby C)
Foto,
HD-Videos,
150° Panorama-Bilder
Waid-LifeS3 12 MP5 MP24 LEDs
(940 nm)
2.25" Farbe139,90 €4 x AA
(Mignon)
Foto, Video
Waid-LifeOptimus Black5 MP40 LEDs
(unsichtbar)
2.00" Farbe145,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto,
Full-HD-Videos
Dörr

Bei der Dörr GmbH handelt es sich um ein deutsches Unternehmen aus Neu-Ulm, das seit 1973 auf dem Markt ist. Groß geworden ist Dörr im Bereich Fotohandel, beliefert also professionelle Fotografen. Vor diesem Hintergrund geht Dörr das Thema Wildkameras mit einem gewissen Anspruch an, da man schließlich einen Ruf zu verlieren hat.

Die durchweg sehr gute Qualität der Dörr Wildkameras muss nicht teuer erkauft werden. Der Bestseller im deutschen Markt, die Dörr SnapShot MINI liegt preislich bei unter 150 €. Die wichtigsten Dörr-Wildkameras im Überblick:

  • Dörr SnapShot MINI: ca. 144 €, 28 Infrarot-LEDs, bis 12 m Blitzreichweite
  • Dörr SnapShot MINI BLACK: ca. 165 €, 40 Black-LEDs (schwarz, völlig unsichtbar), bis 8 m Blitzreichweite
  • Dörr SnapShot PRO: ca. 169 €, 28 Infrarot-LEDs, bis 12 m Blitzreichweite
  • Dörr SnapShot PRO BLACK: ca. 189 €, 40 Black-LEDs (schwarz, völlig unsichtbar), bis 8 m Blitzreichweite
  • Dörr SnapShot EXTRA: ca. 229 €, 40 Infrarot-LEDs, bis 20 m Blitzreichweite
  • Dörr SnapShot EXTRA BLACK: ca. 249 €, 60 Black-LEDs (schwarz, völlig unsichtbar), bis 12 m Blitzreichweite
  • Dorr SnapShot MOBIL: ca. 349 €, 40 Infrarot-LEDs, bis 20 m Blitzreichweite; Bilder werden per MMS oder GPRS in real time an den Besitzer gesendet!
  • Dorr SnapShot MOBIL BLACK: ca. 389 €, 60 Black-LEDs (schwarz, völlig unsichtbar), bis 12 m Blitzreichweite; Bilder werden per MMS oder GPRS in real time an den Besitzer gesendet!

Die Dörr SnapShot Mini 5.0

Die Dörr SnapShot MINI Wildkamera ist mit gerade einmal ca. 144 Euro nur wenig teurer als z.B. die Tevion/Maginon Fotofalle von Aldi (wenn sie denn mal verfügbar ist). Dazu ist die SnapShot Mini im Vergleich zur Aldi Wildkamera definitiv um Längen (!) besser verarbeitet und lässt sich dank einer insgesamt durchdachteren Konstruktion in der Praxis auch besser positionieren und bedienen. Die Wildkamera löst extrem schnell aus, leuchtet auch bei Nacht die Szenerie sehr gut aus und die Batterielebensdauer ist extrem.

Ein Ausstattungsdetail der SnapShot Mini ist z.B. eine stabile Öse auf der Rückseite der Wildkamera, durch die ein Kabelschloss zur Diebstahlsicherung gezogen werden kann. Zudem krallt sich die Verzahnung dieser Öse in den Baum, so dass die Wildkamera einerseits besonders solide positioniert ist, andererseits wird die Fotofalle schon gleich richtig, nämlich leicht nach unten geneigt ausgerichtet. Dieses Detail scheint im ersten Moment nicht so wichtig, macht in der Praxis aber den Unterschied. Wie alle Dörr Wildkameras verfügt auch die SnapShot Mini über ein leicht verständliches Menü in deutscher Sprache. Im direkten Vergleich (s. Erfahrungsbericht) löst die SnapShot Mini sowohl tags als auch nachts von allen getesteten Wildkameras am präzisesten aus und liefert auch dann noch qualitativ sehr gute Fotos, wenn andere Fotofallen gar nicht erst auslösen. Das hängt u.a. auch mit den großzügig dimensionierten 28 LEDs zusammen, die nachts die Szenerie sehr gut ausleuchten. Mit 8 AA-Batterien kommt diese Überwachungskamera auf lange Standzeiten von mehreren Monaten. Die Version mit unsichtbaren schwarzen LEDs (für besonders scheues Wild bzw. dunkle Gesellen..) nennt sich dann DÖRR SnapShot MINI BLACK. Hier wurden 40 LEDs verbaut, um die etwas geringere Leuchtkraft der Black LEDs zu kompensieren. Beide Versionen verfügen über ein 1,5 Zoll Farbdisplay zur Kontrolle der Aufnahmen vor Ort.

Dörr SnapShot Extra: Wenn die nachts auszuleuchtende Szenerie etwas größer ist, bietet sich die Dörr SnapShot EXTRA Wildkamera an. Bis zu 20 m Blitzreichweite reicht aus, um eine große Kirrung gut zu überwachen. Mit ihr sind zudem u.a. Intervallaufnahmen mit 10 Sekunden bis 8 Stunden Aufnahme-Intervallen möglich.

Dörr SnapShot Mobil: Die recht teuren Dörr Wildkameras mit integriertem Mobilfunkmodul zur Übertragung der Bilder sollten mit Bedacht gekauft werde. Hier ergeben sich einerseits Folgekosten durch die Datenübertragung via eigener SIM-Karte, andererseits bekommt man für das gleiche Geld zwei reguläre Dörr Wilkameras und ist so in der Lage, eine Wildkamera mit der anderern zu sichern.

Nachtaufnahme einer Teichanlage; der Mobilfunkversand (via Email) dieses Bildes kostet in dieser Qualität weniger als 3 Cent - Bild: Wald-Prinz.de

Nachtaufnahme einer Teichanlage mit einer Dörr SnapShot Mobil Black. Der Besitzer möchte immer wissen, ob der Wasserzufluss funktioniert und läßt sich automatisiert jede Stunde ein Bild schicken. Bei Bewegung wird zusätzlich eine Aufnahme erstellt. Der Mobilfunkversand (via Email) dieses Bildes kostet in der hier dargestellten Qualität weniger als 3 Cent – Bild: Wald-Prinz.de

Dörr BolyGuard: Nicht in der Liste aufgeführt ist die Dörr BolyGuard Wildkamera. Zwar gehört sie seit langem zu den Standard-Wildkameras der Jägerschaft, sie ist allerdings inzwischen etwas in die Tage gekommen. Ihr Vorteil ist unbestritten die kompakte Bauform mit einer Höhe von nur 13 cm. Dadurch lässt sich die Wildkamera hervorragend verstecken. Die Dörr SnapShot Mini ist allerdings kaum größer, besitzt aber eine Reihe weiterer Vorzüge.

Wild-Vision

Donnerwetter was für Bilder! Die Wild-Vison Full HD 5.0 hat sich in kürzester Zeit zu unserer Lieblings-Wildkamera entwickelt. In diesem Preissegment findet man keine bessere Wildkamera mit unsichtbarem Blitz. Auch weit teurere Wildkameras beißen sich an den Aufnahmen der Wild-Vision die Zähne aus.

Wild-Vision Wildkamera

Die Wild-Vision Wildkamera kommt fix & fertig.

Wald-Prinz-Tipp: Aktueller „Preis-Leistungs-Sieger“ und Wald-Prinz-Favorit ist die Wild-Vision 5.0 Full HD Wildkamera. Mit gerade einmal ca. 134 Euro ist diese Wildkamera rund 30 € günstiger als die vergleichbare Dörr SnapShot Mini Black. Beide Wildkameras haben einen unsichtbaren Blitz mit je 40 Black LEDs. Zusätzlich dazu hat die Wild-Vision aber einen ordentlich großes Farb-Display, auf dem man bereits an Ort und Stelle die Aufnahmen kontrollieren kann. Zudem ist die höchste Video-Auflösung der Dörr SnapShot (VGA 640 x 480) gerade einmal die niedrigste Auflösung der Wild-Vision. Hier sind neben HD- auch Full HD-Videos möglich. Gegenüber der aktuellem ALDI Wildkamera WK3 besitzt die Wild-Vision den Vorteil der unsichtbaren Black LEDs, die den Einsatz als günstige und solide Überwachungskamera ermöglichen. Zudem ist die Wild-Vision 5.0 Full-HD deutlich zuverlässiger, als die Maginon WK3 von ALDI, bei der man nie weiß, ob sie nicht wieder gerade dann abgeschmiert ist, als es drauf ankam. Beachtlich sind auch die Qualitäten der Wild-Vision Wildkamera, wenn man Serienaufnahmen erstellen möchte, die dann zu einem Zeitraffer- bzw. Time Lapse-Video zusammengeführt werden. Insgesamt eröffnet einem die Wild-Vision viele Möglichkeiten zu einem erstaunlich kleinen Preis.

Gestochen scharfe Aufnahmen und ein unsichtbarer Blitz - Bild: Wald-Prinz.de

Die Wild-Vision 5.0 D ist dank brillanter Fotoqualität und völlig unsichtbarem Blitz eine ideale Überwachungskamera. Im Falle des Falles machen Bilder von dieser Qualität den Ermittlungsbehörden die Arbeit leicht – Bild: Wald-Prinz.de

WaidLife / LTL Acorn

Waid-Life ist ein Wildkamera-Händler aus Versmold (Kreis Gütersloh) der sich auf den Internetversandhandel spezialisiert hat. Aktuell werden die folgenden Wildkameras angeboten:

Berger+Schröter Wildkamera

WaidLife (LTL Acorn) Wildkamera – Bild: LTL Acorn

Wer die WaidLife-Wildkamera 12 MP mit der ALDI-Wildkamera vergleicht, wird gleich erkennen, dass beide Wildkameras das gleiche (miserable) Gehäuse nutzen. Allerdings kommt die Waid-Life Wildkamera 12 MP (3-Sensoren Fotofalle) in der Tat NICHT vom gleichen Hersteller, wie die ALDI-Wildkamera. Der wichtigste Unterschied sind sicher „blauen LEDs“ der WaildLife, die im Bereich von 940 nm leuchten (ALDI reguläre, rot glimmende LEDs). Allerdings geht der unsichtbare IR-Blitz klar zu Lasten der Blitz-Reichweite. Die ausgelobten 12 Mega-Pixel (ALDI 5.0 MP) sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, da auch die WaidLife lediglich einen 5-Megapixel-Chip besitzt. Die 12 MP werden durch Interpolation errechnet. In der Praxis ist die Qualität der WaidLife-Bilder auf keinen Fall besser, als z.B. die Bilder der Dörr SnapShot Mini mit ihren 5.0 Megapixeln. Mit einem Preis von rund 140 EUR ist die WaidLife 12MP Wildkamera teurer als die ALDI-Wildkamera, aber in keiner Disziplin wirklich besser.

Unsichtbare LEDs: Eine Spezialität vieler Waidlife Wildkameras sind die blauen IR-Dioden, die auf einer Wellenlänge von 940 nm arbeiten und in der Nacht unsichtbar sind. Das sonst bei herkömmlichen Wildkameras verräterische rote Glimmen fehlt – wichtig insbesondere, wenn die Fotofalle zur Objektüberwachung eingesetzt werden soll (eine nachts rotglimmende Wildkamera wird oft entdeckt und dann gestohlen). Allerdings ist die Reichweite der 940 nm-Dioden deutlich niedriger, als die ansonsten üblicherweise verwendeten 850 nm-Dioden. Die blauen LEDs sind für das menschliche Auge zwar tatsächlich unsichtbar, aber die Nachtaufnahmen teilen fast das gleiche Schicksal. Wir waren in unserem Praxistest von dieser Wildkamera alles andere als angetan. Die Nachtaufnahmen sind kaum zu gebrauchen. Ein klares Manko.

3-Sensoren: Der zentrale und die zwei seitlichen Sensoren lassen sich bei Bedarf je nach Anwendung individuell einstellen. Wenn man z.B. nur eine bestimmte Position (Nistkasten, Eingangsbereich etc.) überwachen möchte, kann man die seitlichen Sensoren auch abschalten. Die Waid-Life Wildkamera besitzt extrem viele Einstellungsmöglichkeiten. Von der Empfindlichkeit der Sensoren, über Zu- und Wegschaltbarkeit der seitlichen Sensoren, die Foto- und Video- Intervalle, es ist (fast) alles einstellbar. Das geht allerdings ein wenig zu Lasten der Bedienbarkeit. Wer mitten im Wald in das Menü einsteigen muss, hat oft Fragezeichen auf der Stirn.

Ein in der Tat interessantes Feature: Kamera- und Videofunktion sind kombinierbar (erst wird ein Foto gemacht, danach nimmt die Wildkamera ein Video in VGA-Qualität auf). In der Praxis nutzt einem diese Funktion aber nur bei sehr geduldigem Wild. In der Regel wartet das Wild leider nicht so lange, sondern ist nach der Foto-Session meist schon weiter gezogen.

Sicherheitscode: Die Waid-Life Wildkamera kann mit einem Zugriffscode (wie bei einem Autoradio) vor unbefugten Zugriff geschützt werden, somit hat ein Kamera-Dieb wenig Freude mit seiner Beute.

4 oder 8 Batterien: Zusätzlich zu den in der Wildkamera einzusetzenden 4 Batterien verfügt die Halterung über ein ein Fach für weitere 4 AA Batterien – gut für eine lange Laufzeit. Die Maße von 9,0 cm x 13,7 cm x 7,5 cm inkl. Baumhalterung tragen dazu bei, die Wildkamera unauffällig zu installieren. Allerdings ist das Gehäuse der Waid-Life auch der Schwachpunkt der Wildkamera. Da es sich um das gleiche Gehäuse wie bei der Maginon Wildkamera von ALDI handelt, treffen die gleichen Kritikpunkte zu (s.o.)

Moultrie

Die Moultrie Wildkameras gehören zu den meist gekauften Kameras in Amerika. Sie sind bekannt für ihre Zuverlässigkeit und haben sich zigfach im praktischen Einsatz bewährt. Aktuell in Deutschland angeboten werden die folgenden Wildkameras von Moultrie:

Eine hervorragende Blitzreichweite und eine sehr gute Flächenausleuchtung sind die Stärken, mit denen Moultrie Wildkameras traditionell punkten. Jetzt kommen so interessante Features wie Panorama-Aufnahmen und HD-Videos dazu. Wir sind von unserer Moultrie Panorama-Wildkamera extrem angetan. Keine uns bekannte Wildkamera liefert mehr Bilder ab, als die Panoramic 150. Es ist so, als hätte man 3 Wildkameras am Baum hängen.

Eine ganze Lichtung in der vollen Breite und Tiefe mit nur einer Wildkamera überwachen? Das kann nur die Moultrie Panoramic 150! - Bild: Wald-Prinz.de

Eine ganze Lichtung in der vollen Breite und Tiefe mit nur einer Wildkamera überwachen? Das kann nur die Moultrie Panoramic 150! Sie setzt auf Wunsch drei hochauflösende Bilder zu einem großen 150 Grad abdeckenden Panoramabild zusammen; alternativ fährt die Optik im Single-Shot-Mode immer nur dahin, wo etwas los ist. So als hätte man drei Wildkameras an einem Baum montiert – Bild: Wald-Prinz.de

Spypoint

SPYPOINT Tiny-W

Der renommierte Hersteller Spypoint gehört zu den besonders innovativen Marken-Herstellern auf dem Markt. Die SPYPOINT Tiny besticht durch die extrem kleine Bauform (ca. 12 x 9 x 7 cm), 3 Bewegungsmelder für 7 Sektoren Überwachung und 38 Infrarot LED für eine gute Ausleuchtung bei Nacht.

Wer hinsichtlich Kameradiebstahl auf Nummer sicher gehen möchte, wählt die SPYPOINT Tiny-W (W = wireless/kabellos) mit einer sog. Blackbox, zu der die Bildübertragung mit einer Reichweite von ca. 16m kabellos erfolgt. Dann ist die Wildkamera u.U. zwar weg, aber in der Black Box wurden die Bilder des Diebes gespeichert. Das Top-Modell, die Spypoint HD-12 besticht z.B. durch 12 Megapixel Fotos und Video-Aufnahmen mit Ton in HD-Auflösung. Spypoint betreibt sogar ein eigenes Internetportal „My Spypoint“, über das man von jedem Rechner mit Internetanschluss die Bilder der MMS-Wildkamera-Modelle abrufen kann.

Stealth Cam

Die Amerikaner setzen durchweg auf eine ganze Batterie von LEDs für Nachtaufnahmen. Bereits die günstige Stealthcam Nomad 5.0 MP IR zum Preis von rund 120 Euro verfügt über 28 LEDs. Die neuesten Gerätegenerationen besitzen z.T. „No-Glow“ LEDs.

Stealth Cam Produkt Palette – Bild: Stealth Cam

Bushnell

Bekannt für ihre kompakt bauenden Wildkameras mit extremer Batterielebensdauer und relativ kurzen Auslösezeiten. Ab den 2012-Modellen verfügen alle Bushnell Wildkameras über HD-VideoAuflösung und Audioaufnahme (Bushnell Trophy Cam 5-8MP Wildkamera). Durch die Einführung von GPS-Geotags wird jedes Bild mit GPS Koordinaten versehen.

Minox DTC 600 grau

Minox

Die Natur jederzeit im Visier mit der Minox DTC 600 und Minox DTC 500Wildkamera. Bei der Minox DTC 600 ist der Wellenlängenbereich des Blitzes durch den Einsatz eines Schwarzfilters vor dem Infrarot-Blitz für den Menschen vollkommen unsichtbar. Zudem ist diese Überwachungskamera auch in einem unauffälligen Grau (Minox DTC 600 grau) erhältlich. Diese Farbe ist im Bereich der Gebäudeüberwachung (Haus, Hof und Garten, Wochenendhäuser, Boote, Firmengebäude, etc.) sehr sinnvoll. Durch die individuell regulierbare Empfindlichkeit können Kameraauslösungen und ungewünschte Bewegungsaufzeichnungen nicht relevanter Objekte, wie etwa von Zweigen oder Gräsern, ausgeschlossen werden. Sämtliche Daten können auf SD-Karten gespeichert werden und lassen sich direkt auf dem integrierten 2’’ Monitor ablesen oder per USB-Anschluss auf einen Computer übertragen. Zusätzlich können die Daten auf der SD-Karte mit einem Zahlencode gespeichert werden, so dass diese für Dritte nicht lesbar sind. Außerdem lässt sich die DTC 600 mit einem Vorhängeschloss gegen Diebstahl sichern.

Die Minox DTC 500 ist mit nur 153 x 114 x 66 mm nahezu halb so groß wie herkömmliche Modelle. Eine 8 Megapixel Auflösung liefert bei Tag und Nacht eine herausragende Bildqualität. Im Bild festgehalten werden Datum, Zeit, Temperatur und Mondphase. Mit Videoaufnahmen mit einer Länge von 10 bis 60 Sekunden ist der Anwender dem Wild rund um die Uhr auf der Spur. Sämtliche Daten lassen sich direkt auf dem integrierten 2’’ Monitor ablesen.

Praxisbericht: Was taugt die ALDI-Wildkamera?

Alleine durch die schiere Vertriebs-Power von ALDI ist das Thema „Wildkamera“ in breiten Bevölkerungsschichten angekommen. In Österreich (dort heißt ALDI ja Hofer) wurden bereits mehrfach Aktionen mit Wildkameras gefahren. Mitte 2011 wurde dort eine Dörr BolyGuard unter der Aldi-Hausmarke Tevion verkauft. Seitdem verkauft Hofer bzw. ALDI Wildkameras des Herstellers LTL Acorn.

ALDI Wildkamera Maginon WK-2 HD

ALDI Wildkamera Maginon WK-2 HD – Bild: Screenshot ALDI

Mal TEVION, mal MAGINON: Bei ALDI in Deutschland wurde früher die „TEVION Wild-/Überwachungskamera“ verkauft, zu Weihnachten 2102 und Ende Februar 2013 wurde die Fotofalle dann als „MAGINON Wild-/Überwachungskamera WK 1″ zu 119,00 € angeboten. Im Juni 2013 sank der Preis der ALDI Maginon WK1 sogar auf 99,99 €. Im Dezember 2013 wirbt ALDI mit der Maginon WK2 HD ebenfalls zu 99,99 €.

Kaum verfügbar: Grundsätzliches Problem bei der ALDI Wildkamera ist die mangelnde Verfügbarkeit. Gerade einmal zwei Aktionen im Jahr und dann lediglich ca. 10 Wildkameras je ALDI-Filiale machen es nicht leicht, eine ALDI-Fotofalle zu ergattern.

China: Die Wildkamera von ALDI kommt in dem gleichen Gehäuse daher, wie die Ltl Acorn Fotofalle, die Berger + Schröter Wildkamerabzw. die „Waid-Life Wildkamera“ (s.o.). Die Fotofalle misst 9,0 cm x 13,7 cm x 7,5 cm (inklusive Baumhalterung). Aber Achtung, gleiches Gehäuse bedeutet nicht gleiche Wildkamera. Das Innenleben all dieser gleich aussehenden Wildkameras ist jeweils verschieden. Auf den zweiten Blick erkennt man, dass auch die Gehäuse dann doch nicht identisch sind. Der Hintergrund: dieses Wildkamera-Gehäuse wird in China fröhlich von rund einem halben Dutzend Unternehmen kopiert.

Billigstes Plastik: Wald-Prinz.de hat bereits seit 2012 eine ALDI MAGINON WK1 Wildkamera aus der damaligen Weihnachtsaktion. Bereits beim Auspacken der Wildkamera machte sich Enttäuschung breit. Viele der Plastikteile sind so schwach dimensioniert, dass sie den rauen Einsatz im Wald auf Dauer wohl kaum überleben werden. Das betrifft leider auch alle Verschlüsse, wie z.B. die der beiden Batteriefächer.

Der Verschluss der Bodenplatte, unter der sich der An-/Aus-Schalter der ALDI Wildkamera und der Schlitz für die SD-Karte verbirgt, ist gelinde gesagt eine Frechheit, so winzig und fummelig ist die Konstruktion. Überhaupt die Bodenplatte – während nahezu alle anderen Wildkameras zur Seite aufschwenken, so dass man sie bequem an- und ausschalten kann, muss man die ALDI Wildkamera entweder komplett vom Baum nehmen, oder man muss sich im Wald fast auf den Rücken legen, um von unten den Schalter sehen zu können. Ein „Blindflug“ beim Einschalten empfiehlt sich übrigens nicht, da der Schiebeschalter drei Positionen hat (OFF, ON, TEST). Man muss also auch definitiv die mittlere Position erwischen.

ALDI-Wildkamera Maginon WK 1

Bodenplatte der ALDI-Wildkamera Maginon WK 1 – Bild: Wald-Prinz.de

Großer Farbmonitor: Positiv ist der im Vergleich zu anderen Wildkameras sehr große Farbmonitor. Eine Diagonale von 6,1 cm ist wirklich großzügig dimensioniert. In der Praxis ist der Mehrwert dieses Features allerdings nicht so bedeutend. Erfahrene Wildkamera-Nutzer haben immer eine handliche Digitalkamera in der Jackentasche. Wer die SD-Karte der Wildkamera dort einlegt, hat noch vor Ort die Möglichkeit in die Bilder rein zu zoomen, um Details zu erkennen.

Wenig intuitive Bedienung: während unsere übrigen Wildkameras immer mit wenigen Bedienschritten fertig eingestellt an den Bäumen hängen, ist die ALDI Wildkamera vergleichsweise „betreuungsintensiv“. Bis man wirklich alle Einstellungen kontrolliert und ggfls. angepasst hat, vergeht eine Zeit. Die fummeligen Tasten und Schalter der ALDI Wildkamera tun ihr übriges. Bei Minusgraden im Winter, mitten im Wald und ohne Handschuhe ist das nicht witzig. Keine Wildkamera hat uns bisher öfter fluchen lassen.

Gute Bildqualität am Tag: Die Bilder sind rein von der Bildqualität her tagsüber gut. Die 5,0 Megapixel der ALDI Maginon WK2 haben daran weniger Anteil, als man allgemeinhin vermuten sollte. Zum einen sind die 5,0 MP bei Wildkameras inzwischen Standard, zum anderen sagen die Megapixel über die Qualität des Bildes wenig aus. Auch 2,0 MP-Wldkameras liefern tagsüber solide Bilder ab.

Schwach in der Nacht: Nachts kann die ALDI Wildkamera nicht überzeugen. Da ist z.B. die Dörr SnapShot Mini um Längen besser. Das liegt wahrscheinlich an der Leuchtkraft der LEDs. Während die ALDI Wildkamera ihre lediglich 24 LEDs recht eng beieinander positioniert, nutzt die Dörr SnapShot Mini 28 LEDs, die großzügig verteilt mehr als die doppelte Fläche einnehmen. Zudem erscheinen sich bewegende Tiere bei der ALDI-Wildkamera immer ein wenig verwischt, da die Maginon eine längere Belichtungszeit (1/15 Sek) nutzt, um die schwachen LEDs zu kaschieren. Wir waren von den Nachtaufnahmen enttäuscht.

Gute Ausdauer: Vier Batterien werden direkt in der Wildkamera eingelegt. Weitere vier Batterien können zur Verbesserung der Ausdauer in der Baumhalterung eingelegt werden. In der Praxis ist die Ausdauer der ALDI Wildkamera auch bei tiefen Temperaturen durchaus gut. Mehrere Monate mit einem Batteriesatz sind kein Problem. Allerdings muss man Glück haben, eine einwandfrei arbeitende Maginon WK1 zu erwischen. Viele Kommentare (s.u.) von Nutzern berichten von Problemen mit der Standzeit der Batterien.

Kaum gegen Diebstahl zu sichern: Zwar kann man durch die Halterung der ALDI Wildkamera ein Kabelschloss führen, damit ist die ALDI Wildkamera selbst aber noch nicht gesichert, da Halterung und Fotofalle nur mit zwei Clips miteinander verbunden sind. Zwar kann man zusätzlich noch ein Vorhängeschloss verwenden, um Bodenplatte, ALDI Wildkamera und Halterung miteinander zu verbinden. Aber diese Öse besitzt nur einen Durchmesser von 3 mm (s. Bild oben). Das Vorhängeschloss wird so eher zum Schlösschen. Auch die Feingewindeschraube auf der Rückseite der Halterung, die in ein Gewinde im Kamerakörper greift, sichert die Maginon nur vordergründig. Einmal kräftig gezogen..

Unpräzise beim Auslösen: Was ist das wichtigste Qualitätsmerkmal einer Wildkamera? Die Anzahl der Megapixel? Die Anzahl der LEDs? Die Größe des Monitors? Alles falsch! Eine gute Wildkamera muss schlicht zuverlässig Bilder abliefern. Und hier hilft nur ein direkter Vergleich. Erst nachdem Wald-Prinz.de seine Wildkameras alle übereinander gehangen hat, kam das Aha-Erlebnis. Selbst bei empfindlicher Einstellung und unter Zuhilfenahme der seitlichen PIR-Sensoren lieferte die ALDI Wildkamera noch nicht einmal halb so viele Bilder, wie unser Referenzgerät in der Einsteigerklasse, die Dörr SnapShot Mini. Eine extrem seltene Wildkatze, ein Dachs mitten im Winter (da sollte er eigentlich schlafen), auf der ALDI Wildkamera war nichts drauf, die darunter hängende Wildkamera von Dörr lieferte großartige Bilder.

ALDI vs Dörr SnapShot Mini

ALDI MAGINON WK1 Wildkamera (links) vs. Dörr SnapShot Mini (rechts) – Bild: Wald-Prinz.de

Fazit: Anders als ALDI verspricht, handelt es sich bei der Wildkamera Maginon WK2 nicht um eine Wildkamera neuester Technologie. Daran ändert auch die Aufrüstung auf HD-Videos nichts. Die ALDI Wildkamera löst zu träge aus und macht sehr dürftige Nachtaufnahmen. Das Gehäuse ist gelinde gesagt Murks. Wer die Wildkamera nicht nur ein bisschen zum Spaß einsetzen möchte, sollte besser etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Für nur wenig mehr gibt es eine in allen wichtigen Belangen bessere Dörr SnapShot Mini bei Amazon.

Video: Wildkamera-Test Dörr vs. WaidLife

FOCUS-Redakteur Matthias Matting hat die Dörr SnapShot Pro 5.0 MP und die Waid-Life 12 MP S3ausprobiert.


Besondere Wildkamera-Features

Black-LEDs: Einige Wildkameras wie z.B. die Dörr SnapShot Mini Black verfügt über sog. Black-Vision-LEDs. Wenn in der Dunkelheit die LEDs die Szene ausleuchten, kann dies nicht wahrgenommen werden. Bei herkömmlichen Fotofallen kann man ein leichtes rötliches Glühen bei Nachtaufnahmen erkennen. Die Black LEDs hingegen, kann weder Wild noch Mensch erkennen. Das macht diese Wildkamera zur idealen Überwachungskamera. Der klare Nachteil der Black-LEDs ist die verminderte Reichweite. Das Licht der LEDs wird schließlich gefiltert. Bei dem Hersteller Dörr sind bei den Wildkameras mit Black LEDs daher immer mehr LEDs verbaut, als bei den ansonsten baugleichen Wildkameras mit regulären IR-LEDs. Und dennoch wird bei  den Black LED-Wildkameras ehrlicherweise eine geringere Reichweite angegeben.

Wald-Prinz Tipp: Wer die Wildkamera nicht unbedingt zur Objektüberwachung einsetzen will, sollte immer zu einer Fotofalle mit regulären LEDs greifen. Die sind billiger, die Qualität der Bilder ist bei Nacht besser, da die Belichtungsdauer dank der kräftigen LEDs kürzer gewählt werden kann und die ausgeleuchtete Fläche ist um einiges größer. Dem Wild ist das leichte, rötliche Glimmen der LEDs meist herzlich egal, das zeigen die vielen gelungenen Aufnahmen auch bei empfindlichem Wild wie Schwarz- oder Rotwild.

Weitwinkel/Panorama: In letzter Zeit kommen immer mehr Wildkameras auf den Markt, die einen größeren Bildausschnitt aufnehmen. Üblich war bisher ein Bildausschnitt von ca. 50°. Diese neuen Wildkameras decken 90°, teilweise 150° (Moultrie Panoramic 150) ab. Dabei kommen entweder Weitwinkelobjektive zum Einsatz oder das Panorama-Bild wird aus drei Einzelbildern zusammengesetzt. In der Praxis ist das ein gutes Feature. Man muss sich vorstellen, dass man in einem hektargroßen Wald eine Wildkamera fest installiert, die einen Bildausschnitt von 50° und nachts maximal 20m Tiefe erfasst. Links und rechts kann die Hölle los sein – Sie werden es leider nie erfahren. Hier helfen die Weitwinkel-Wildkameras.

Kabellose Bildübertragung an Blackbox: Die SPYPOINT Tiny-W überträgt ihre Bilder kabellos an eine Blackbox, die in einem Umkreis bis ca. 15 Meter um die Wildkamera herum versteckt werden kann. In der Blackbox befindet sich die SD-Karte und nur dort werden die Bilder gespeichert. Wenn jemand die Wildkamera entwendet, ist er mit ein wenig Glück auf den Bildern zu sehen. Und die Bilder sind sicher. So können Sie den Täter überführen.

MMS/GPRS Fotofalle Mobil BLACK-VERSION mit unsichtbarem IR-Blitz

Kabellose Bildübertragung per Mobilfunk: Einige Modelle senden die Bilder über ein eingebautes Handymodul direkt auf Smartphone, PC oder Mac. Die Übertragung der Bilder erfolgt dabei über das Daten-Netz der Mobilfunkanbieter. Sie kann per MMS geschehen oder via EDGE/GPRS/UMTS/LTE per Email. In jedem Falle erhalten Sie die Bilder unverzüglich, nachdem etwas passiert ist. Ist das Waldstück weit weg, spart dies Sprit, Zeit und Nerven. Wildkameras an schwer zugänglichen Stellen, müssen nicht länger über eine Leiter bedient werde. Und wenn die Wildkamera gestohlen wird, sind die Bilder des Diebes bereits übertragen und gespeichert. Voraussetzung ist allerdings eine ordentliche Netzabdeckung und eine Datenflatrate für die Mobilfunkkarte, die in dem Gerät eingesetzt wird. Insbesondere die Datenverbindung ist leider nicht in jedem Waldstück gegeben. Besser vorher testen!

Bei der Fotofalle Mobil BLACK-VERSION K91470 können jeweils bis zu 4 Handy Rufnummern und/oder Mailadressen hinterlegt werden, so dass die Aufnahmen auch einem größeren Personenkreis zur Verfügung stehen. Mit den schwarzen LEDs ist vom Aufglimmen der Blitzdioden zudem nichts zu sehen. Deshalb eignet sich diese Ausführung besonders als Überwachungskamera von Objekten oder das Fotografieren von empfindlichen Wild. Die MMS Wildkamera funktioniert natürlich auch ohne SIM-Karte.

Solarpanel liefert Strom: Von Spypoint kommt die Lösung einer externen Stromversorgung via Solarpanel. Damit lässt sich die Wildkamera dauerhaft mit Energie versorgen. Das ist besonders dort eine gute Idee, wo das überwachte Areal nicht betreten werden sollte, um Beunruhigungen zu vermeiden. Zum Beispiel bei Wildtier-Monitoring-Projekten. Allerdings funktioniert diese Lösung nur mit speziellen Akkus da diese vom Panel direkt mit Strom versorgt wird.

Sicherung der Wildkamera gegen Diebstahl

Der Diebstahl von Wildkameras ist ein leidiges Thema. Insbesondere Jäger, die häufig mehrere Fotofallen gleichzeitig im Einsatz haben, können ein Lied davon singen. Eine Wildkamera wird naturgemäß dort aufgehängt, wo wenig „Publikumsverkehr“ herrscht, sie ist also unbewacht. Verstecken kann man die Wildkamera auch nicht vollständig, denn sie benötigt ja freie Sicht. Uns selbst die billigste Wildkamera besitzt einen Wert von 100 €, teure kosten auch gerne mehr als 300 €. Auch dem Team von Wald-Prinz.de sind schon Wildkameras abhanden gekommen. Da wir aus Gründen der Vergleichbarkeit regelmäßig mindestens zwei Wildkameras übereinander hängen haben, war der Ärger dann doppelt groß. In unserem Fall war der „Dieb“ ein Treiber, der dachte, er hätte die gestohlenen Wildkameras des Jagdpächters wieder entdeckt. Wir haben unsere Wildkameras wieder zurück bekommen. Aber das ist eher die Ausnahme. Wie also kann man seine teure Wildkamera gegen Diebstahl schützen?

Python Kabelschloss zur Sicherung der Wildkamera

Python Kabelschloss zur Sicherung der Wildkamera

Option 1 – Sicherung per Kabelschloss: Die aus unserer Sicht sinnvollste Variante ist die Sicherung der Wildkamera mit einem Kabelschloss. Bewährt hat sich das Python Kabelschloss von MASTER LOCK. Der Vorteil des Python-Kabelschlosses liegt in seiner variablen Längeneinstellung. Man fädelt das Kabel durch die Ösen der Wildkamera, legt es um den Baum oder was auch immer Sicheres in der Nähe ist, führt das freie Kabelende in das Schloss und zieht es stramm. Schlüssel abziehen – fertig. Jetzt greifen Krallen in die Stahlseilummantelung und verbeißen sich so fest, dass das Kabel nicht herausgezogen werden kann. Der Marktführer, die Dörr SnapShot Wildkamera, besitzt auf der Rückseite des Gehäuses zwei massive Ösen mit 10 mm Durchmesser. Daher ist es eine Geschmacks- bzw. eine Preisfrage, ob man die 5mm- oder die 8mm-Variante des Python-Kabelschlosses verwendet.

Option 2 – Tarnung der Wildkamera: Gesichert oder ungesichert – in jedem Fall sollte man ein besonderes Augenmerk auf die möglichst versteckte Anbringung der Wildkamera legen. Die oft genutzte Anbringung der Fotofalle mit Hilfe der beiliegenden Gurte besitzt den Nachteil, dass der horizontal verlaufende Gurt im Wald sofort als Fremdkörper erkannt wird. Die Wildkamera mit bzw. im Gebüsch zu tarnen ist wenig sinnvoll, da die sich im Wind bewegenden Äste zu Fehlauslösungen führen. Entweder baut man einen Nistkasten kunstvoll um, oder man findet eine versteckte Stelle, die dennoch freie Sicht nach vorne bietet.

Soll die Fotofalle im Bereich „Objektschutz“ eingesetzt werden, raten wir dringend zu einer Wildkamera mit schwarzen LEDs. Die qualitativ und preislich beste Wildkamera ist hier eindeutig die Dörr SnapShot Mini Black.

Option 3 – Mobilfunkbasierte Wildkameras: Wildkameras mit eingebautem Mobilfunk-Modul schützen die Wildkamera zwar nicht gegen Diebstahl, die bereits versendeten und so gesicherten Bilder helfen aber bei der Identifizierung des Täters. Die Bilder werden entweder per MMS versendet (teuer!). Oder die Bilder landen per GPRS in einem vorher benannten Email-Postfach. In Verbindung mit einem Prepaid-Datentarif (z.B. Congstar 200 MB 7,90 €/Monat) halten sich die Kosten im Rahmen. Aber wenn so eine Mobilfunk-Wildkamera gestohlen wird, sind dann auch gerne erst einmal 350 € futsch. Soviel kostet z.B. die SnapShot Mobil 5.0 IR.

Wald-Prinz Wildkamera-Test und Praxis-Tipps

Bei Wald-Prinz.de sind aktuell diverse Wildkameras im Langzeittest:

Die ausführlichen Testberichte haben wir auf unserer Schwester-Website www.Wildkamera-Test.com veröffentlicht

Stealth Cam STC U840IR: Die StealthCam STC-U840IR nimmt bis zu 9 Bilder in Serie mit wahlweise 1.3, 3.0 oder sogar 8.0 Megapixel Auflösung auf. Bei Videoaufnahmen in VGA-Auflösung stehen 10 Sekunden bis hin zu 180 Sekunden Aufnahmezeit zur Verfügung. Praktischerweise befindet sich auf der Vorderseite ein LCD-Display, das die Anzahl der Aufnahmen anzeigt. Wenn man die Wildkamera mühsam in einem Baum installiert hat, kann man so schon aus der Entfernung erkennen, ob Aufnahmen hinzu gekommen sind. Die verwendeten SD-Karten dürfen eine Speicherkapazität von max. 16 GB haben. Das reicht selbst bei höchster Auflösung immerhin für über 3.200 Aufnahmen (5MB pro Foto bei 8MP).

Serienbild-Funktion: Während die ALDI-Wildkamera und die Dörr SnapShot Mini immer nur Bilderserien von max. 3 Bildern aufnehmen, kann die StealthCam auf 9 Bilder pro Serie eingestellt werden. Die 9er Serie hat sich in der Praxis sehr gut bewährt. Oftmals war ein vorsichtiger Fuchs erst auf den letzten der 9 Bilder voll im Bild. Dieses Feature ist also absolut sinnvoll! Bei der ALDI- und der Dörr Wildkamera kann man allerdings die Pause zwischen zwei Bilderserien so klein einstellen, dass dieses Manko nahezu aufgehoben wird. Zudem kann man mit der ALDI Maginon WK 1 erst ein Bild machen, auf das dann ein Video folgt.

Die Dörr SnapShot Mini löst extrem schnell aus und macht dann max. 3 Bilder – Bild: Wald-Prinz.de

Die StealthCam löst spät aus, schießt dann aber bis zu 9 Bilder in kurzer Folge – Bild: Wald-Prinz.de

Riesige Unterschiede bei der Reaktionszeit: Ein Qualitätsmerkmal, das erst im direkten Vergleich auffällt, sind die unterschiedlichen Reaktionszeiten der Wild-Kameras. Im direkten Wettbewerb zwischen z.B. der Dörr SnapShot MINI und der StealthCam STC-U840IR löst die Dörr-Wildkamera deutlich vor der StealthCam aus! Der Vergleich der Bilderserien beweist es: Die Dörr SnapShot MINI (obere Serie) hat den sich nähernden Treiber frühzeitig registriert und in schneller Folge bereits 3 Bilder geschossen, bevor er den Baumstumpf erreicht. Die StealthCam legt erst los, als der Treiber bereits den Baumstumpf passiert hat.

Besonders eklatant wird der Unterschied in der Reaktionszeit bei schnell wechselndem Wild. Die beiden flüchtenden Rehe in dem unteren Bild wurden von der Dörr SnapShot zuverlässig erfasst. Hingegen löste die StealthCam, die direkt über der Dörr SnapShot Mini hing, also absolut identische Bedingungen hatte, gar nicht erst aus!

Tipp: Bei der Dörr die Pause zwischen zwei Aufnahme-Serien auf das kleinstmögliche Intervall (5 Sek) stellen. So gleicht man das Manko aus, dass nur maximal drei Bilder in einer Serie geschossen werden.

Wildschwein - Bild: Wald-Prinz.de

Rehe im vollen Lauf und trotzdem von der Dörr Fotofalle erwischt! – Bild: Wald-Prinz.de

Kleinere SD-Karten sinnvoll: Auch wenn 16 GB SD-Karten technisch möglich sind, reicht in der Praxis eine bzw. mehrere 2 GB SD-Karten völlig aus. Einfach immer eine frische Karte ins Gerät und die SD-Karte mit den Aufnahmen mit nach Hause nehmen. Nur wer auch den Video-Modus nutzen möchte, sollte größere SD-Karten verwenden. Eine 4 GB SD-Karte kann immerhin 56 Videos von 30 Sekunden Länge fassen. Bei nächtlichen schwarz-/weiß-Videos sind es dann schon 136 Video-Aufnahmen. Das reicht.

Objektüberwachung mit Wildkamera – Bild: Wald-Prinz.de

Infrarot-LEDs nicht unsichtbar: Nachdem die 8 AA-Batterien eingesetzt waren, wurde zunächst innerhalb der Wohnung Testaufnahmen gemacht. Bei Dunkelheit dann das erste „Aha-Erlebnis“. Die LEDs für die Infrarot-Nachtaufnahmen sind keineswegs unsichtbar. Es handelt sich ja nicht in klassischem Sinne um einen Blitz. Die LEDs leuchten während einer Aufnahme-Serie dauerhaft und strahlen deutlich sichtbar rot glühend. Tiere werden dadurch – wie die Aufnahmen belegen – nicht gestört. Aber ein menschlicher Störenfried kann nachts dieses Glühen bemerken und die Wildkamera stehlen. Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, sollte sich nach einer Wildkamera mit schwarzen LEDs umschauen. Allerdings darf man dann nachts nicht von der gleichen Bildqualität ausgehen. Die schwarzen LEDs leuchten die Szenerie eben nicht genau so gut aus, wie die regulären LEDs. Tagsüber sind die Aufnahmen identisch.


Vorderansicht der Dörr SnapShot MINI - Grafik: Dörr

Vorderansicht der Dörr SnapShot MINI – Grafik: Dörr

Ausrichtung der Wildkamera: In der freien Wildbahn wurde dann erst mal „Lehrgeld“ bezahlt. Die Wildkamera wurde auf ca. 1,70 m Höhe aufgehängt. Nach zwei Wochen war das Ergebnis der Fotofalle ernüchternd. Jede Menge Fehlaufnahmen. Der Grund: wenn sich im Erfassungsbereich der Bewegungssensoren ein Tier befand, schoss die Wildkamera meist über die Köpfe hinweg. Die Wildkamera sollte also entweder in geringer Höhe, quasi auf Augenhöhe mit Wildschwein, Reh & Co. aufgehängt werden (s. Bilder oben), oder aber von oben herab in einem relativ steilen Winkel positioniert werden (s. Bild Schutzhütte). Um Fehlaufnahmen zu vermeiden, sollte die Wildkamera nicht an sonnigen Plätzen eingesetzt werden. Zudem ist darauf zu achten, dass sich keine Äste im Wirkungsbereich des Sensors befinden. Eine optimale Ausrichtung erfolgt in Richtung Norden, mit der Sonne im Rücken. Sehr gute Bilder sind auch auf einem Wildwechsel zu erwarten, wenn dieser durch ein Dickicht oder eine dichte Naturverjüngung führt. Nach dem Motto: „Durch diese hohle Gasse muss er kommen“.

Innenansicht der Dörr SnapShot Mini - Grafik: Dörr

Innenansicht der Dörr SnapShot Mini – Grafik: Dörr

Tarnung der Wildkamera: Die Stealth Cam STC-U840IR ist mit einer Höhe von 28 cm nicht gerade winzig. Das in Camouflage-Optik gestaltete Gehäuse hilft zwar ein wenig, die Wildkamera zu tarnen. Aber alleine der mitgelieferte schwarze Gurt, mit dem die Wildkamera an einem Baumstamm befestigt wird, wirkt wie ein optischer Fremdkörper an einem Baumstamm. Die Dörr SnapShot Mini und auch die ALDI Maginon-Wildkamera bauen deutlich kleiner, ohne dass dies mit Einbußen bei der Qualität einhergeht. Aber grundsätzlich ist das Risiko nicht unerheblich, dass eine Fotofalle entdeckt und schlimmstenfalls auch gestohlen wird. Wald-Prinz.de ist es passiert, dass zwei funkelneue Wildkameras bereits nach einer Woche entwendet wurden. „Übeltäter“ waren die Treiber bei einer Treibjagt, die dem Jagdpächter voller Stolz seine vor Zeiten gestohlenen Wildkameras präsentierten. Darauf dieser: „Toller Fund! Das sind allerdings nicht meine beiden gestohlenen Fotofallen…“

Anschlüssen der Dörr SnapShot MINI - Grafik Dörr

Anschlüsse der Dörr SnapShot MINI – Grafik Dörr

Achillesverse Batterielaufzeit: Insbesondere die Infrarot-Nachtaufnahmen, bei denen die LEDs die Szenerie ausleuchten gehen offensichtlich auf die Batterielebensdauer. Wenn dann noch klirrende Kälte hinzu kommt, sinkt die Lebensdauer der Batterien dramatisch. Im kalten Winter 2011 mit Temperaturen von -20°C und tiefer waren bei der StealthCam bereits nach wenigen Wochen neue Batterien fällig. Das ist gleich doppelt ärgerlich. Versagen die Batterien, fehlen nicht nur die Aufnahmen. Bei neu eingesetzten Batterien muss auch das ganze Menü wieder durchgearbeitet werden: Datum, Uhrzeit, Auflösung, Zoom-Optionen etc. Sehr nervig.

Die neueren Wildkameras von ALDI und Dörr haben das Batterieproblem nicht in gleichem Maße. Selbst bei Kälte reicht bei unserem Praxistest ein Batteriesatz (8x AA-Mignon) für mehrere Monate. Die Dörr war nach mehr als einem halben Jahr und trotz beinhartem Winter immer noch mit dem gleichen Batteriesatz unterwegs! Auch unsere ALDI-Wildkamera ist kein Batteriefresser. Allerdings berichten viele Nutzer der Maginon WK1 von katastrophalem Batterie-Verbrauch. In diesem Fall dürfte ein Fehler vorliegen. Umtauschen!

Externe Stromquellen wie zum Beispiel eine 12-V-Batterie, am besten noch in Lithium-Ausführung können dauerhaft Abhilfe schaffen. Ansonsten empfiehlt es sich, zur Kontrolle der Wildkamera nicht nur eine frische Speicherkarte, sondern sicherheitshalber auch einen Satz neuer Batterien mitzuführen. Bei ALDI, LIDL und Co. werden die AA-Batterien recht preiswert im praktischen 8er-Satz verkauft.

Ordentliche Bildqualität: Die Bildqualität aller getesteten Wildkameras ist vollkommen in Ordnung. Die Tag-Aufnahmen brauchen den Vergleich zu vielen Digital-Kameras kaum zu scheuen. Nachts darf man angesichts der Ausleuchtung mittels LEDs keine Wunder erwarten. Im Taschenlampenschein gelingen ja auch mit einer teuren Kamera keine guten Bilder. Die Bilder der Stealth Cam sind immerhin auch auf mittlere Entfernungen von 5-10 m noch recht gut ausgeleuchtet und hinreichend präzise. Im direkten Vergleich sind die Bilder der günstigeren Dörr allerdings eindeutig besser. Bei der ALDI-Wildkamera sind die Nachtaufnahmen im Nahbereich leider oft völlig überbelichtet.

Wald-Prinz Fazit: Die wahre Qualität einer Wildkamera kann man erst im direkten Vergleich zueinander ermitteln. Wer für 99 € eine ALDI Wildkamera gekauft hat und die ersten Aufnahmen sieht, mag durchaus zufrieden sein. Die Bildqualität der aktuellen ALDI WK3 ist sogar sehr gut. Aber die Zuverlässigkeit der ALDI Wildkamera ist schlicht nicht gegeben. Das können wir aus eigener Erfahrung und auch aufgrund zahlreicher Userkommentare konstatieren. Nach Monaten der Dauernutzung auch unter widrigsten Bedingungen stehen unsere Favoriten ganz klar fest: Die Dörr SnapShot MINI UV552 ist eine grundsolide Wildkamera, ein Arbeitstier quasi. Hier kann man nur die fehlende Möglichkeit der HD-Videos ankreiden. Diese Option besitzt die Wild-Vision 5.0 Full HD, die dazu auch noch einen großen Bildschirm mitbringt und gute 30 € günstiger ist, als die vergleichbare SnapShot Mini Black. Da kann man mit leichten Abstrichen bei der Gehäusefunktionalität recht gut leben. Klare Kaufempfehlung! Im Vergleich dazu ist die ALDI-Wildkamera ein Blender. Hier sieht auf dem Papier alles Top aus. Aber in der Praxis kegelt sich diese Fotofalle mit ihrer mangelnden Zuverlässigkeit selbst aus dem Rennen. Was nützt einem der günstige Preis, wenn man im Falle des Falles ohne Aufnahmen dasteht. Sorry ALDI.

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200 Kommentare

  1. Hallo Klare,

    @ „kann ich die Kameras auch hinter einer Fensterscheibe installieren?“: Nein, das funktioniert von dem Bewegungsmelder her nicht. Und nachts kommt noch das Problem der Blitz-Reflektion dazu.

    LG – der Wald-Prinz

  2. Guten Abend Wald – Prinz,
    vielen lieben Dank für Ihre präziese und schnelle Antwort. Werde, was die rechtliche Seite angeht, Ihrem Rat folgen und meinen Anwalt dazu befragen.

    Mit freundlichen Grüssen

    Johanna Bertram

  3. Hallo Waldprinz,

    ich bin auf der Suche nach einer Wildkamera.
    95 % der Fotos werden in der Nacht geschossen.
    Am wichtigsten ist mir daher die Bildqualität bei Nacht, sie muss unsichtbar fürs Wild sein und die Sensorenreichweite ist mir noch wichtig.
    Zu welchem Modell würden Sie mir raten ??

    Gruß

  4. Hallo Herr Steiner,

    @ „unsichtbar fürs Wild“: Dazu haben wir ja unsere ganz eigene Meinung. Wir haben mit unserer regulären Dörr SnapShot Mini schon so ziemlich alles abgelichtet, was Rang und Namen hat. Insbesondere Rotwild und Schwarzwild, aber eben auch Wildkatze, Dachse, Marder etc. Wir haben die gleichen Viecher immmer und immmer wieder auf dem Chip gehabt. Für uns ist es nicht nachvollziehbar, dass die regulären 850 nm LEDs das Wild mehr verschrecken sollen, als die unsichtbaren 950 nm LEDs. Unsere These: Wenn die Wildkamera nachts das erste Schwarz-Weiß-Foto macht, wird elektromagnetisch eine rötliche Filter-Scheibe vor die Linse gesetzt. Das verursacht bei einigen Wildkameras ein deutlich vernehmbares „Klick“. Und das verschreckt das Wild definitiv eher, als das rötliche Glimmen der 850 nm-LEDs. Daran gewöhnt sich das Wild innerhalb kürzester Zeit. Die sog. Black-LEDs haben in unseren Augen nur eine Daseinsberechtigung, wenn es auf zweibeinige Wildschweine geht.

    @ Sensorreichweite: Sensorreichweite und Blitzreichweite gehen meist Hand in Hand. Macht ja auch irgendwie Sinn. Jedenfalls sind meist beide von den Herstellern angegebenen Werte „Freestyle“. Eine Anhaltspunkt für gut ausgeleuchtete Nachtaufnahmen ist die Anzahl der verbauten LEDs. Je mehr, desto besser sind die Nachtaufnahmen. Bei Marken-Wildkameras werden Sie immer so um die 35-40 LEDs finden.

    In unserer Praxis liefern die Moultrie M1100i und die Dörr SnapShot Mini immer noch die besten Nachtaufnahmen. Die Dörr ist etwas günstiger, leicht zu bedienen und macht mit die besten Tag-Aufnahmen. Die Moultrie glänzt mit einem wirklich tollen Gehäuse, großem Display und Full HD-Videos, ist aber etwas kryptisch in der Bedienung. Mit beiden Wildkameras werden Sie Freude haben! Wenn Sie auf der Suche nach einem soliden Arbeitstier sind, nehmen Sie die Dörr!

    Beste Grüße – der Wald-Prinz

  5. Danke Wald-Prinz für die schnelle Antwort.

    Ich schwanke zwischen

    Moultrie M1100i
    Dörr Snapshot Extra 5.0 Black
    Moultrie Panoramic 150i

    Welche würden Sie nehmen ?

    Danke !

  6. Hallo Herr Steiner,

    Die Panoramic 150i ist ein „Riesen-Oschi“. Wirklich kaum zu verstecken. Zudem muss man sie recht oft kontrollieren weil entweder der Chip voll ist, oder die Batterie leer ist. Abgesehen davon spielt diese Wildkamera durch die Bauart in einer eigenen Liga. Das ist eher was für jemanden, der schon zwei/drei Wildkameras im Einsatz hat.

    Die Moultrie M1100i haben wir gerade frisch im Einsatz, ist relativ vergleichbar zur M-990i (+ FHD-Video). Wir stehen ein wenig mit dem Menü auf Kriegsfuß und das 16:9 Format auch bei Fotos verschenkt Infos in der Höhe (s. http://www.wildkamera-test.com). Aber tolles Gehäuse!

    Gegen die Dörr SnapShot Extra ist grundsätzlich nichts einzuwenden, die hat das gleiche Gehäuse, wie die SnapShot Mobil und ist damit allerdings schon recht groß. Wir bevorzugen die Mini. Die Fotos sind tagsüber identisch, da alle Dörr Wildkameras innen drin die absolut gleiche Technik verwenden. Nachts hat die Extra leichte (!) Vorteile. Sollte man aber nicht überbewerten. Wir würden die SnapShot Mini nehmen. Da haben Sie bei der Bedienung keine Fragezeichen auf der Stirn, die Bilder sind top und die Laufzeit gigantisch.

    LG – der Wald-Prinz

  7. Hallo Waldprinz
    auf unseren Carportdach (begrünt) klettert in der Nacht irgend ein Tier (Marder oder ?) und das macht ein heilloses Durcheinander. Es macht die Folie kaputt und schart immer alles auf. Um dem unbekannten auf die Spur zu kommen möchte ich eine Wildkamera aufstellen. Dann wissen wir wenigstens mal um was für ein Tier es sich handelt und können die nächsten Schritte einleiten.
    Frage: Welche einfache Kamera eignet sich am besten und kann man sie nur in der Nacht über einen Zeitschalter einstellen?
    Freundliche Grüsse aus der Schweiz
    Peter Sommer

  8. Hallo Wald-Prinz
    Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung der Kameras, es wird bei mir nun eine Dörr Mini oder Wild Vision, sind ja beide ganz gut in der Bewertung.
    Eines verstehe ich aber bei Waidlife nicht, wieso da von blauen IR-Dioden ( Gehäusefarbe?) die Rede ist, weil blaues Licht ist ja bei ca. 400 nm und die LED haben noch tieferes Infrarot bei 940 nm.
    Freundliche Grüße

    Manfred

  9. Hallo Manfred,

    @ „es wird bei mir nun eine Dörr Mini oder Wild Vision“: Nehmen Sie die Wild-Vision. Dann können Sie sich an dem günstigeren Preis, der tollen Bildqualität, den sehr guten HD-Videos mit Ton und dem ordentlichen Farb-Display erfreuen. Im Vergleich kann die Dörr zwar mit einem solideren Gehäuse punkten, aber alles andere kann die Wild-Vision genauso gut oder eben sogar besser.

    @ „Eines verstehe ich aber bei Waidlife nicht, wieso da von blauen IR-Dioden ( Gehäusefarbe?) die Rede ist, weil blaues Licht ist ja bei ca. 400 nm und die LED haben noch tieferes Infrarot bei 940 nm.“: Achtung Waid-Life ist nicht gleich Wild-Vision! Die LEDs der von Waid-Life vertriebenen Handelsware scheinen äußerlich blau. Das Licht an sich ist nicht blau. Schauen Sie einmal den Testbericht der Waid-Life S3 mit blauen LEDs. Die Vergleichsbilder sprechen für sich…

    LG – der Wald-Prinz

  10. Sehr geehrte Damen und Herren,

    bei uns u.a. in der Tiefgarage findet hin und wieder Vandalismus statt. Aus diesem Gründe möchten wir für gewisse Zeit eine Überwachungskamera auch für Nachtaufnahmen irgendwo einsetzen.

    Wir glauben, dass die ROT-leuchtenden Dioden schnell zu entdecken sein werden. Wären die „blauen IR-Dioden“ oder die „BLACK LEDs“ besser bzgl. Reichweite, unsichtbar sein, Auflösung?

    Was könnten Sie uns für ein Gerät (evtl. mehrere) empfehlen ?

    Die Option mit der EXTRA-Speicherbox klingt gut. Macht die Kamera auch gute Photos bzw. ist sie zuverlässig? Kann der Extraspeicher im Auto versteckt werden?

    Wenn man die Kamera hinter der Autoscheibe im Auto versteckt geht es gar nicht?

    Ich freue mich auf Ihre baldige Rückmeldung und möchte mich bei Ihnen im Voraus bedanken.

  11. Hallo JM 24105,

    wer sich dem Thema „Wildkamera“ neu nähert, hat immer sehr große Angst, dass die Wildkamera entdeckt wird. Black LEDs und Kamerasicherung sind dann vorrangige Themen. Lassen Sie uns aus der Erfahrung heraus sagen, dass sich das mit der Zeit legt. Wir haben gerade erst wieder ein Time Lapse-Video mit der Wild-Vision angefertigt. Dabei haben wir die Wildkamera an einem Sonntag mit schönem Wetter direkt an der Uferpromenade angebracht und den ganzen Tag hängen lassen. Und waren dabei tiefenenspannt. Die beste Sicherung ist eine gute Tarnung! Wenn dann die Wildkamera nicht gleich Hunderte Euro kostet – umso besser. Hängen Sie die Wildkamera mit einer Leiter auf und schon schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: weg aus dem gefährlichen Bereich der Augenhöhe und nicht ohne weiteres zu klauen.

    Spypoint Tiny: Die Extra-Speicherbox der Spypoint Tiny klingt gut, da haben Sie den Preis aber noch nicht gesehen. Das ist so ziemlich die teuerste Wildkamera uf dem Markt. Für das gleiche Geld bekommen sie zwei reguläre Wildkameras, die auch noch bessere Aufnahmen machen. Mit zwei Kameras können Sie einen gegenseitige Sicherung herstellen. Das macht dann deutlich mehr Sinn.

    @ Autoscheibe: Die PIR-Sensoren reagieren auf Wärmestrahlung in Kombi mit Bewegung. Hinter der Autoscheibe wird das nix. Zudem werden Sie keinerlei brauchbare Nachtaufnahmen bekommen, denn sobald der Blitz zugeschaltet ist, reflektiert die Scheibe so, als wenn Sie in einen Spiegel blitzen.

    @ Datenschutz: Obacht! Die Überwachung von öffentlich zugänglichem Raum ist grundsätzlich verboten. Wenn Sie eine Straftat aufdecken wollen, sollten Sie sich ganz genau Gedanken machen, wie Sie die Kamera ausrichten. Möglichst so, dass Sie keine Unbeteiligten aufnehmen. Wenn Sie dann Aufnahmen haben, nicht überall rumzeigen. Auch wenns schwer fällt. Löschen Sie alle Aufnahmen von ungewollt aufgenommenen Personen und gehen Sie mit den Aufnahmen der Täter zur Polizei. Alles andere wird mit ziemlicher Sicherheit zu (vermeidbarem) Ärger führen.

    @ Tipp zum Schluß: Nehmen Sie die Wild Vision 5.0. Die ist günstig, sehr zuverlässig, macht fantastische Aufnahmen, hat unsichtbare Black-LEDs und ist gut zu verstecken. Auch wenn es reizt, stellen Sie nicht auf Video, sondern nehmen Sie die Option der 7 Einzelaufnahmen. Selbst ein Full HD Video hat „nur“ eine Auflösung von 1.920 × 1.080 Pixeln, die Einzelaufnahme hat also lediglich 2,07 Megapixel. Da sind Sie mit einem 5.0 MP Einzelfoto im Falle eines Falles immer besser bedient.

    Liebe Grüße und Waidmannsheil ;-)

    Der Wald-Prinz

  12. Hallo Wald-Prinz!

    Super, solche Seiten braucht das Netz!

    Aber was ich nicht verstehe, Sie schreiben doch, dass die Wild-Vison Full HD 5.0 Ihre Lieblings-Wildkamera ist, aber empfohlen wurde diese glaube ich bisher in noch keinem Kommentar…?

    Gruß,
    eddy

  13. Hallo Eddy,

    @ „Aber was ich nicht verstehe, Sie schreiben doch, dass die Wild-Vison Full HD 5.0 Ihre Lieblings-Wildkamera ist, aber empfohlen wurde diese glaube ich bisher in noch keinem Kommentar…?“
    Wir haben die ganze Zeit die Dörr Snap Shot Mini empfohlen, die sich auch weiterhin großer Beliebtheit erfreut, da es eine super-solide Allround-Wildkamera ist. Daher finden Sie die meisten Kommentare zu dieser Wildkamera und eben zu den ALDI-Wildkameras, die ja alleine aufgrund der Vertriebs-Power von ALDI recht verbreitet sind. Die Wild-Vision ist vergleichsweise jung. Erste Kommentare finden Sie bei Amazon und auf unserer Schwesterseite http://www.wildkamera-test.com. Dort finden Sie auch konkrete Beispielaufnahmen.

    Liebe Grüße – der Wald-Prinz

  14. Hallo Wald-Prinz,
    ich besitze und verwende eine Dörr SnapShot PRO BLACK 8.0 MP zur vollsten Zufriedenheit.
    Leider hatte ich einmal eine mangelhafte Alkaline-Batterie eingesetzt, die leicht ausgelaufen war. Alle anderen 7 Stück waren noch o.k..
    Habe die Kontakte mit Glasfaserpinsel geputzt und mit Wellenschalteröl konserviert.
    Jetzt verwende ich Lithium Batterien.
    Gibt es Erfahrungen aus euren Tests mit Lithium-Batterien zu Lebensdauer und Temperaturverhalten? Gibt es Erfahrungen mit der Verwendung von NIMH-Akkus?

    Weidmannsheil

    Peter

  15. Hallo Peter,

    @ „Gibt es Erfahrungen aus euren Tests mit Lithium-Batterien zu Lebensdauer und Temperaturverhalten? Gibt es Erfahrungen mit der Verwendung von NIMH-Akkus?“:

    Na klar gibt es Erfahrungen: Batterien vs. NiMH-Akkus

    Die Lithium-Batterien (nicht zu verwechseln mit LiIon-Akkus) sind natürlich erste Sahne. Es gibt quasi im Batterie-Bereich nichts Besseres, leider auch nichts Teureres. Mit all unseren Wildkameras (aktuell hängen 9 verschiedene Modelle im Wald!) sind wir komplett auf NiMH-Akkus umgestiegen. Klappt vorzüglich. Man darf sich nur nicht daran stören, dass die Batterie-Anzeige in den Wilkameras nie voll ausschlägt. Das liegt daran, dass die Anzeige nur auf die Volt-Zahl sprich die Spannung geht. Die Kapazität der NiMH-Akkus ist deutlich besser als die von selbst sehr guten Alkaline-Batterien. Wir sind selbst mit den Billig-Akkus von LIDL sehr zufrieden. Wichtig ist in der Tat ein intelligentes Ladegerät. Ohne das hat man auch mit den teuren Eneloop-Akkus keine Freude.

    Steht aber alles detailliert in dem oberen Link.

    LG – der Wald-Prinz

  16. Hallo Wald-Prinz,

    Ich bin auf der Suche nach einer Wildkamera auf die
    Dörr Snap Shot Wildsnap IR X42
    und auf die
    Stealthcam Wildkamera G42NG 10.0 MP gestoßen.

    Beides anscheinend die gleiche Bauart oder Hersteller ?

    Oder gibt es doch unterschiede?

    welche Kamera würden Sie empfehlen, zur Überwachung, meist nachts,
    bei einem Abstand von 12-15m zum Objekt?

    Mit freundlichen Grüssen
    Armin

  17. Moin Moin !

    Ich schwanke zwischen der Dörr Snapshot mini als „limited“ und der Wild Vison.
    Ist die Wild Vison so ein „Klopper“ wie auf den Bildern und ist die Klappe ungesichert ?

    Da bei uns regelmäßig Wildcameras geklaut werden würde mir die limited reichen, da ich sie entsprechend dem Aufstellort eh mit Tarnklebeband bearbeite!

    Welche Kamera würden sie für die Wildbeobachtung mit Bild Versand empfehlen?

    Danke für Ihre Bemühungen

  18. Hallo Jungjäger,

    Die Wild-Vision ist schon ziemlich gut. Für den Preis bekommt man aktuell nichts besseres. Wenn man unbedingt eine Sicherung möchte, kann man beim Anbieter wildkamera.net einen Stahlkasten kaufen, der passt exakt zur Wild-Vision. Warum die den aktuell nicht auf ihrer Website haben, weiß der Henker. Aber wir wissen genau, dass sie den haben (und verkaufen).

    Wir haben unsere Wildkameras übrigens immer ungesichert im Wald. Das ist aber eher eine Frage dwr Bequemlichkeit, da wir jedes Mal an der Kamera angekommen gemerkt haben, dass wir den Schlüssel vergessen hatten..

    Nicht dass wir uns falsch verstehen. Die Dörr Snap Shot ist auch in der abgespeckten und daher günstigeren Limited-Version ist eine grundsolide Wildkamera mit einem tollen Gehäuse. Aber irgendwie ist sie in die Jahre gekommen. Der Bildschirm ist ein Witz. Die Video-Auflösung ist max. VGA. Irgendwie greifen wir immer zur Wild-Vision obwohl wir alle Dörrs hier rum liegen haben. Alleine die Einstellung der Wild-Vision „erst Foto, dann Video“ nutzen wir recht häufig. Diese Einstellung ist bei der Wild-Vision frei kombinierbar (Anzahl Bilder, Sekunden Video; Beispiel: erst 3 Bilder, dann 10 Sek. Video). Bei der Dörr fehlt diese Option schlicht. Auch an die Möglichkeit, die untere 21 LEDs separat abzuschalten und so keine überbelichteten Nachtaufnahmen zu bekommen, haben wir uns gewöhnt. Aber hinsichtlich der wirklich wichtigen Disziplinen Bicldqualität, Auslösepräzision und Batterielaufzeit stehen sich die beiden Kameras in nichts nach.

    Jedenfalls dürften Sie mit beiden Kameras Ihren Spaß haben!

    LG – der Wald-Prinz

  19. Hallo Armin,

    @ Dörr SnapShot WildSnap IR X42 vs. Stealthcam Wildkamera G42NG 10.0 MP: Das ist ein und dieselbe Kamera! Sie stammt definitiv nicht vom chinesischen Hersteller UoVision, der die SnapShot Mini sowie die SnapShot Extra herstellt. Sondern vom amerikanischen Anbieter Stealthcam.com (der natürlich auch in China produzieren läßt).

    @ Überwachung bei Nacht: Wenn wir uns Ihre Email-Adresse anschauen, dürfte klar sein, dass Sie Ihr Brennholz absichern möchten. Hier würden wir eher zwei günstige Wildkameras einsetzen, als eine teure. Und die StealthCam bzw. die Dörr sind beide recht teuer. Ansonsten kennen wir diese Kamera (noch nicht).

    LG – der Wald-Prinz

  20. Danke für Ihre schnelle Antwort !

    Dann werde ich mal schauen welche von den beiden ich dann kaufen werde.

    Können Sie mir eine Empfehlung zu einer Wildkamera geben, die Fotos auf das Handy sendet?

    LG Jungjäger !

  21. Ahh, was ist den Unterschied zwischen dem Sondermodell 40 Jahre limited und der normalen Version?

    Ist es einzig das Tarnfarbende Gehäuse?

  22. Hallo „Jungjäger“,

    @ „Können Sie mir eine Empfehlung zu einer Wildkamera geben, die Fotos auf das Handy sendet?“: Die einzige, die ordentliche Bilder macht, genug Standbyzeit besitzt und solide funktioniert, ist die Dörr SnapShot Mobil. Wir haben die Wildkamera ausgiebig getestet. Von allen anderen derzeit auf dem Markt befindlichen Geräten raten wir ausdrücklich ab! In der Regel wird eine reguläre Kamera mit einem Mobilfunkmodul (oft ein zusätzlichers Kästchen im Batteriefach) und einer Antenne erweitert. Das Problem: Wenn das Basisgerät schon wenig taugt, wird es dadurch sicher nicht besser. Zu einer schlechten Bildqualität geht dann die StandBy-Zeit völlig in den Keller, das das Modul ein zusätzlicher Stromfresser ist. Die Komplexität, die sich aus den diversen Mobilfunkprovidern, dem Bild-Versand via GPRS (es muss z.B. ein SMTP-Server inkl. Port angegeben werden..) und dem ganzen Benutzername-/Passwort-Dilemma ergibt, unterschätzt man in China ein wenig. Die großen Markenhersteller halten sich nicht umsonst von dem Thema weitgehend fern.

    @ „Sondermodell 40 Jahre limited“: Hier hat man die SnapShot Mini per Software etwas „beschnitten“ um ein günstiges Jubiläums-Angebot bringen zu können, ohne sich den Preis des Standardgeräts zu versauen. Die SnapShot Mini Limited ist vom Gehäuse her identisch mit der regulären Dörr SnapShot Mini. Lediglich das Camouflage-Muster fehlt, die Limited-Wildkameras sind also uni grau/grün. Gespart wurde bei den Funktionalitäten, z.B. der fehlenden Bildbetrachtung über den (eh viel zu kleinen) Monitor. Bei der Video-Einstellung ist die Aufnahmedauer bei der Limited auf 10 Sekunden fest eingestellt. Bei den Videos reden wir allerdings eh nur über max. VGA (Limited: 640×480 Pixel fest eingestellt, reguläre SnapShot Mini: wahlweise 320×240 oder 640×480 Pixel). Auch der fehlende Passwortschutz ist zu verschmerzen. Alles andere ist identisch

    LG – der Wald-Prinz

  23. meine Batterien sind schnell verbraucht. ich suche das Netzkabel für die kamera
    können Sie mir dieses nachliefern ????????

    wenn ja dann bestelle ich dieses bei Ihnen

    Gerberding

  24. Hallo Herr Gerberding,

    wir selbst sind eine reine Info-Seite, bestellen müssten Sie das Netzteil bei den üblichen Verdächtigen (Ebay, Amazon, Conrad..).

    Die Batterien sind bei der ALDI Wildkamera WK3 ein bekanntes Problem. Waren die WK1 + WK2 schon nicht berühmt für Ihre Batterielaufzeit, so werden bei der WK3 wegen der vergrößerten LED-Fläche und der hohen Video-Auflösung (Rechneleistung!) schnell die Batterien leer gesogen. Wenn ein Stromanschluss in der Nähe ist und Sie ein Netzteil einsetzen können, achten Sie bitte darauf, dass 1. der Stecker passt (im Falle WK3: 3,5 mm), 2. die Voltzahl stimmt (6V) und – wichtig – 3. die Leistung hoch genug ist (> 1.000 mA).
    Alternativ können Sie in den sauren Apfel beissen und ein intelligentes Ladegerät samt 8 qualitativ hochwertiger NiMH-Akkus kaufen. Der Vorteil hier: Gute Akkus haben mehr Leistung als Alkaline-Batterien und Sie können auch nur halb entladene Stromspender immer austauschen und gehen so sicher, dass die Wildkamera immer genug Power hat. Das macht man bei Batterien eher nicht. Wenn Sie sich schlau machen wollen, können Sie unseren Beitrag „NiMH-Akkus oder Alkaline-Batterien“ lesen.

    LG- der Wald-Prinz

  25. Hallo,
    Bzgl. Diebstahlschutz hätte ich folgende Frage:
    Ist der Blitz einer in der Nacht auslösenden Wildkamera mit einem Nachtsichtgerät eigentlich gut sichtbar bzw. ist bei Videoaufnahmen ein „kontinuierlicher“ Blitz erkennbar?
    Falls ja wäre es wohl am besten die Kamera in relativ großer Höhe zu montieren? oder gibt es noch andere Möglichkeiten des Diebstahlschutzes wie z.B. Peilung, Ortung?

    Lg
    Martin

  26. Hallo Martin,

    @ „Ist der Blitz einer in der Nacht auslösenden Wildkamera mit einem Nachtsichtgerät eigentlich gut sichtbar bzw. ist bei Videoaufnahmen ein “kontinuierlicher” Blitz erkennbar?“

    Der „Blitz“ wird ja i.d.R. durch 20-40 LEDs erzeugt. Je nachdem welche LED-Art verbaut wurde, ist der Blitz für das menschliche Auge kaum sichtbar (850 nm-Blitz), oder eben unsichtbar (940 nm-Blitz). Wenn man durch eine Digicam bzw. einer Handy-Kamera schaut, sieht man die LEDs zum Zeitpunkt der Aufnahme leuchten. Während eines Nacht-Videos leuchten die LEDs logischerweise die gesamte Aufnahmedauer hinweg. Ein Nachtsichtgerät haben wir jetzt allerdings gerade nicht zur Hand…

    In der Praxis laufen nächtliche Unholde allerdings weder mit einer eingeschalteten Digicam, noch mit einem aufgesetzten Nachtsichtgerät durch die Gegend.

    LG – der Wald-Prinz

  27. Hallo Wald-Prinz,

    wir haben im Revier seit längerem eine Dörr Mini Black im Einsatz.

    Seit ein paar Wochen machen wir fast ausschließlich Videoaufnahmen, eingestellte Dauer 30 sec. Anfangs hat das einwandfrei funktioniert, 30 sec Videos Tag & Nachts. Seit kurzem aber, werden vor allem nachts nur noch kürzere Videos gemacht, zwischen 3 und 20 sec.

    Wissen Sie woran das liegt? Eventuell an den leerer werdenden Batterien?

    Schönen Gruß

    Sebastian

  28. Hallo!
    Ich habe eine TEVION WK1,die übrigens zu meiner vollsten zufriedenhet Arbeitet,jedoch das Material (plastik)ist so brüchig dass ich jetzt soweit bin ,das ich das teil nicht mehr befestigen kan.Die rückseite mit dem extra Batteriefach das heißt,die befestigungsbügel sind alle gebrochen .Kann mir jemand sagen wo ich ersatz bekommen kan.
    DANKE!!!!!!! HENRY

  29. Hallo Henry,

    @ Ersatzbügel ALDI Wildkamera WK1: Sorry, aber Sie werden keinen Ersatz mehr bekommen. Einerseits macht das bei dieser Wildkamera auch wenig Sinn, da wir mittlerweile schon die WK3 auf dem Markt ist, die für nur noch 89,00 € von ALDI verkauft wird (aktuell bei ALDI Nord). Andererseits gibt es generell keine „Ersatzteile“ für Wildkameras, da sie fast ausnahmslos in China hergestellt werden. Ein Ersatzteilgeschäft gibt es bei den Einkaufskonditionen eben nicht. Vielleicht schauen Sie einmal bei Ebay nach einer defekten.

    LG – der Wald-Prinz

  30. Hallo Sebastian,

    da die Dörr SnapShor Mini eine sehr zuverlässige Wildkamera ist, würde ich auf die Batterien tippen. Das hört sich nämlich ganz danach an, dass die Spannung während der Videoaufnahme unter den kritischen Wert sinkt und die Kamera dann die Aufnahme beendet. Bei Videos brennen die LEDs nachts eben während der gesamten Aufnahme. Zudem muss der Prozessor bei 30 Bildern pro Sekunde eher kann anders ackern, als bei 3 Bildern in 2 Sekunden. Warum das mal nach 3 mal nach 20 Sekunden stattfindet kann mit der Temperatur zusammenhängen, denn je kälter, je niedriger ist die Batteriespannung. Neue Batterien rein und dann sollte es wieder gehen.

    LG – der Wald-Prinz

  31. Hallo Wald-Prinz,
    habe eine Frage bezüglich Wildkameras,
    Wir haben einen Holzlagerplatz, ein bisschen außerhalb von unserem Ort.
    Ab und an wird dort Holz geklaut. Wir haben schon 2 Wildkameras im Einsatz (Spypoint Tiny-W2 und eine billige von Aldi für Videoaufnahmen) die sich gegenseitig abdecken.
    Nun würden wir gerne noch eine andere Kamera einsetzen, da wir mit den beiden nicht so ganz zufrieden sind (Aldi lange Auslösezeit bis zur Videoaufnahme und bei der Spypoint Probleme bezüglich nicht gemachter Aufnahmen trotz Bewegung im Aufnahmeradius).
    Was können Sie empfehlen? Lange Batterielaufzeit und möglichkeit zur Unsichtbaren Nachtaufnahme sollten gegeben sein.
    Gruß
    Kai

  32. Hallo Kai,

    Ja, ja, die Holzlagerplätze… Wenn man einen erwischt, sollte er die doppelte Menge Holz mit den eigenen Händen machen.. Pack..

    @ Standby-Zeit: hier haben wir bei der Batterielaufzeit die besten Erfahrungen mit der Dörr SnapShot Mini (in Ihrem Fall die Black mit unsichtbarem Blitz), bzw. der Wild-Vision 5.0 Full HD (ausschließlich mit unsichtbaren Black-LEDs) gemacht. Falls Sie gleich vor Ort die Aufnahmen sichten wollen, ist die Wild-Vision mit ihrem großen Display besser. Weiterer Vorteile sind die höher auflösenden Videos (wo die Dörr aufhört, fängt die Wild-Vision an), sowie der ca. 30 € günstigere Preis. Dafür hat die Dörr das durchdachtere Gehäuse. Gegenüber Ihren bisherigen beiden Wildkameras werden Sie jedenfalls Ihre helle Freude mit diesen Kameras haben. Einmal abgesehen davon, dass ALDI Wildkameras immer einen sichtbaren Blitz haben, der insbesondere bei Videoaufnahmen ja die ganze Zeit leuchtet. Nicht dass Sie am Ende kein Holz und keine Wildkamera mehr haben..

    Des weiteren empfehlen wir den Einsatz von hochwertigen NiMH-Akkus in Verbindung mit einem intelligenten Ladegerät. Wenn Sie zwei Sätze Akkus kaufen, können Sie zur Kontrolle der Wildkamera immer einen frisch geladenen Satz mitnehmen. Halbleere Batterien wechselt man ja nicht unbedingt aus, halbleere Akkus problemlos. So ist man immer auf der sicheren Seite.

    LG – der Wald-Prinz

  33. Hallo,

    ich habe mir eine Wild-Vision Full HD 5.0 bestellt, und auch mittlerweile angekommen aber Leider habe ich keine Funktion gefunden um die Softwareversion auslesen zu können.

    Hätte sie mir einen Tipp???
    bin dankbar für jede Info

    Gruß
    Konni

  34. Hallo Konni,

    im Menu lautet der letzte Punkt SW-Version. Dort findest Du – Überraschung – die Software-Version.

    LG – der Wald-Prinz

  35. Danke für die Info, gefunden!!

    Die Softwareversion lautet bei mir: 2.07…… macht es Sinn ein softwareupdate zu machen? geht das überhaupt irgendwie, aber ich muß sagen die Bilder/Videos sind schon echt gut für den Preis!!!
    Danke für die Hilfe

  36. Hallo Konni,

    aktuell gibt es noch kein Software-Update für die Wild-Vision 5.0

    LG – der Wald-Prinz

  37. Hallo Wald-Prinz,

    vielen Dank für die Infos, hat mir sehr geholfen und bin mit der Cam zufrieden macht gute Fotos/Bilder

    Hat schon mal jemand getestet bis zu welcher Entfernung der PIR-Sensor bei der Wild-Vision Full HD 5.0
    auslöst??

    gruß
    konni

  38. Hallo Konni,

    freut uns, dass Sie mit der Wild-Vision Wildkamera Spaß haben.
    @ „Hat schon mal jemand getestet bis zu welcher Entfernung der PIR-Sensor bei der Wild-Vision Full HD 5.0 auslöst??“: Das kann man so pauschal nicht sagen. Wir hatten die Wild-Vision auf ein großes Feld ausgerichtet, hinter dem Feld war in fast 200 Meter entfernung eine Bundessstraße. Im Winter löste die Kamera bei vorbeifahrenden LKWs aus. Offensichtlich war der Unterschied der LKW-Motoren zur Umgebungswärme so groß, dass der Sensor das registriert hat. Jetzt wollen Sie natürlich keine LKWs fotografieren. Je nach Objekt und Umgebungstemperatur sind 20 m aber in der Praxis aller Erfahrung nach absolut realistisch.

    LG – der Wald-Prinz

  39. Moin, gerade den Bericht über die Miginon vom Aldi gelesen. Kann dem ganz und gar nicht zustimmen was da geschrieben wurde.
    Habe 4 von diesen Kameras seit 3 Jahren im Einsatz (auch 2 Dörr und 3 Seissiger) Bilder sind nicht schlechter/besser als die von Dörr. Nehmen alles auf, keine Verzögerungen usw…
    Da mir oft schon diese Geräte gestohlen wurden sind immer 2 in einem Einsatz aktiv. Die eine wofür sie gedacht ist und die andere überwacht die erste. Schon so den einen oder anderen Dieb damit zu fassen bekommen. Daher weiss ich das die Miginon immer ihre Bilder gemacht hat, wenn sie es sollte!
    Das Menue ist selbsterklärend und sehr übersichtlich. Auch die Stabilität der Kamera ist in Ordnung. Da ist nix herausgebrochen in den letzten 3 Jahren.
    Und das mit dem an/aus Schalter…. man kommt da gut ran, sofern die Kamera nicht 20cm über den Boden montiert wurde.
    Der ganze Bericht erinnert mich mal wieder an die Zeiss Geschichten… Nur ZF von Zeiss taugen was.. der Rest ist schrott.. jaja…

  40. Hallo Wald-Prinz,

    mein Vater wünscht sich zum Geburtstag eine Wildkamera. Nun gibt es zahlreiche Kameras und mich interessiert eure Meinung. Wichtig ist für ihn die Sicherung der Kamera, da das Jagdgebiet stadtnah liegt und daher tagsüber von Touristen und Hundebesitzern genutzt wird. Der Einsatz der Kamera ist überwiegend nachts für die Beobachtung von Rot- und Schwarzwild geplant. Wir wollen eine möglichst große Reichweite erfassen und hauptsächlich die Fotofunktion nutzen. Habt ihr eine Empfehlung für mich?

    Gruß Antje

  41. Hallo,

    ich habe mein Pferd auf eine großen Wiese mit unterstand in einer Gruppe von Pferden stehen.

    Ich würde gerne am Unterstand eine Wildkamera anbringen, die mit dem Mobilfunknetz verbunden ist, um zu Hause vom Handy darauf zugreifen zu können.

    Die Kamera sollte folgende Features haben:
    – lange Akkulaufzeit
    – Live-Zugriff auf die aktuelle Übertragung vom Handy oder Rechner

    Gibt es da etwas passendes?

    Liebe Grüße,
    Katja

  42. Hallo Wald – Prinz,

    ich möchte mir eine Wildkamera mit Ton zulegen.

    Was können Sie mir dazu sagen, welche Kamera würden Sie empfehlen.?

    Vielen Dank und einen schönen Gruß

    Sebastian

  43. Hallo Sebastian,

    @ „ich möchte mir eine Wildkamera mit Ton zulegen“: Ein wenig spärlich sind die Infos ja schon… Aus „mit Ton“ schließen wir, dass Sie Videoaufnahmen machen möchten. Leider wissen wir nicht, ob die Wildkamera bestimmungsgemäß in der freien Natur oder als Überwachungskamera genutzt werden soll. In der freien Natur ist der Ton nämlich so eine Sache. Rehe z.B. sind recht wortkarg und still ;-)

    Hinsichtlich der Kamera mit den besten Video-Eigeschaften scheiden die Dörr SnapShot-Wildkameras schon einmal aus. HD ist mittlerweile Pflicht und die SnapShots können max. VGA. Neben der Qualität der Aufnahmen ist übrigens ein besonderer Augenmerk auf das Zusammenspiel Video + Batterie zu legen. Die ALDI WK3 macht eigentlich super Videos, sie schmiert nur regelmäßig bei Nachtvideos mit Unterstützung aller LEDs ab, weil sie den Spannungsabfall der Batterien nicht verkraftet bzw. zuviel „Saft“ auf einmal benötigt. Zuverlässigkeit sieht anders aus. Vor diesem Hintergrund würden wir im unteren Preissegment die Wild-Vision 5.0 Full HD und im mittleren Preissegment die Moultrie M-1100i empfehlen. Die Moultrie macht nachts die besseren Videos, allerdings ist im Gesamtpaket die Wild-Vision besser einsetzbar. Denn sie ist gut 70 € billiger, macht am Tag die besseren Fotos, die Videos sind von der Aufnahmedauer her frei wählbar (Moultrie nur 5/1/30/60/90 Sek) und sie besitzt diesen wirklich guten „Erst Foto, dann Video“ Modus. Dabei kann man frei wählen, wieviel Fotos die Wildkamera zuerst macht, bevor sie in den Video-Modus geht.

    LG – der Wald-Prinz

  44. Hallo Katja,

    @ „Ich würde gerne am Unterstand eine Wildkamera anbringen, die mit dem Mobilfunknetz verbunden ist, um zu Hause vom Handy darauf zugreifen zu können.“: Gerade das Thema Mobilfunk-Wildkameras stellt man sich so einfach vor, in der Praxis ist die Angeegenheit allerdings voller Fallstricke. Ein Problem ist ganz klar die Inbetriebnahme. Denn man muss zunächst eine SIM-Karte besorgen. Abgestimmt auf diese SIM-Karte mus man dann die Einstellungen zum Versand der Fotos vornehmen. Da MMS ein viel zu teures Auslaufmodell ist, muss man die Bilder über GPRS versenden. Dazu sind allerdings so lustige Dinge wie ein Postausgangsserver, Benutzername und Passwort, Port etc. anzugeben. Daran kann man schon einmal verzweifeln. Ein weiteres Problem ist das Energiemanagement. Es gibt eine Reihe von Wildkameras aus chinesischer Produktion (das sind zwar eigentlich alle, aber Sie wissen, was wir meinen), die mal eben per Mobilfunkmodul „aufgepimpt“ wurden. Die Laufzeit in der Praxis liegt – mit etwas Glück – bei rund zwei Wochen. Das ist Murks.

    Aktuell die einzige Mobilfunk-Wildkamera, die unsere Gnade findet, ist die Dörr SnapShot Mobil. Unser Test zu dieser Wildkamera gibt es übrigens hier: Test Dörr SnapShot Mobil. Die ist übrigens auch per SMS ansteuerbar. Eine Wildkamera, die per heimischem Rechner ansteuerbar ist, gibt es nicht.

    LG – der Wald-Prinz

  45. Hallo Wald – Prinz,

    das stimmt, die Informationen waren in meiner Anfrage wirklich recht spärlich gesät.

    Also, wir haben unsere Dörr SnapShot eigentlich das Ganze Jahr in der freien Natur im Einsatz. WIr sind mit der Videoqualität ganz zufrieden, wobei natürlich der Vergleich fehlt.
    Seit einem halben Jahr machen wir hauptsächlich Videoaufnahmen von rund 30 sec. Dabei haben wir des öfteren und in letzter Zeit vermehrt gesehen, daß Rehe in der Nacht zum einen sehr vorsichtig sind und zum anderen auch aus normalem Ziehen plötzlich stehen bleiben und flüchten.

    Uns würde interessieren, an was das liegt. Vielleicht könnte man mit Ton irgendwelche Schlüsse ziehen. Vielleicht hört man z.B. einen Hund in der Nähe bellen o.ä..

    Deshalb wäre noch interessant, welche Kamera Videos mit Ton liefert und ob es da Unterschiede/Erfahrungen gibt.

    Vielen Dank nochmals

    Sebastian

  46. Liebe wildkamera experten!

    Ich möchte eine wildkamera für ein fotoprojekt anschaffen und benötige ein modell mit etwas kürzerer brennweite. Die bresser 120° erscheint mir geeignet. Gibt es erfahrungen mit dieser kamera?

    Desweiteren werde ich innerhalb dieses projekts die anforderung erfüllen müssen, die kamera beispielsweise nur zwischen 3:00 und 5:00 uhr nachts „scharf“ zustellen. Gibt es dafür eine zeitsteuerung (serienmässig oder als zubehör)???

    Besten dank für eure tipps!

    markus.

  47. Hallo Markus,

    @ „Die bresser 120° erscheint mir geeignet. Gibt es erfahrungen mit dieser kamera?“: Diese Wildkamera hatten wir noch nicht in den Händen. Aber das erste was uns aufffiel ist die Videoauflösung von gerade einmal 640×480 bei lediglich 15 Bildern/Sekunde (15 fps). Das ist in Zeiten von HD wirklich dürftig. Dann ist diese Wildkamera deutlich größer als vergleichbare Geräte – Diebstahlgefahr! Der Bildschirm ist dafür umso kleiner.

    Eine Weitwinkel-Wildkamera hört sich zunächst einmal natürlich super an. Aber wir sind schon so manches Mal von diesen geräten enttäuscht worden. Objekte wirken sehr viel „weiter weg“. Auch die Bildqualität ist meist bescheiden. Denn bei einer 5MP-Aufnahme werden die gleiche Anzahl Pixel auf einen deutlich größeren Ausschnitt verteilt. Die Weitwinkel-Optik verzerrt zudem (Fischaugeneffekt). Gerade Linien, die nicht durch die Bildmitte laufen, werden gekrümmt abgebildet. Ein weiterer Punkt: die gleiche Anzahl LEDs muss nun die 3-4 fache aufgenommene Fläche ausleuchten – da setzt die Physik Grenzen. Und nicht zuletzt: Wenn die beiden Bewegungssensoren auf einmal für die 3-4 fache Fläche verantwortlich sind, kann das nicht mit der gleichen Präzision erfolgen. Weitwinkel-Wildkameras sind daher weniger empfindlich gegenüber kleineren, wenig Wärme abstrahlenden Objekten (z.B. Kleintiere).

    @ „Desweiteren werde ich innerhalb dieses projekts die anforderung erfüllen müssen, die kamera beispielsweise nur zwischen 3:00 und 5:00 uhr nachts „scharf“ zustellen.“: Das kann jeder ordentliche Wildkamera. Die Moultries haben sogar zwei Zeitfenster, so dass ein Jäger die interessanten Dämmerungszeiten morgends und abends überwachen kann. Aber außer bei der Objektüberwachung oder bei Time-Lapse-Aufnahmen macht so ein Zeitfenster in der normalen Praxis wenig Sinn. Auf einen 8GB-SD-Chip passen soviel Aufnahmen, warum sollte man sich da beschränken? Wer weiß was man alles verpasst?

    LG – der Wald-Prinz

  48. Kaufte mir vor 14 Tagen bei Lidl die Wild-und Überwachungskamera für 89,99. Bereits jetzt funktioniert sie nicht mehr. Schaltet selbstständig vom Foto in den Videomodus und löst nicht auf obwohl ich mich lange in unterschiedlichen Abständen hin und herbewegte (1 Meter). Zusammen mit anderen negativen Bewertungen komme ich zu dem Schluß: Diese Kamera ist Mist. Bloß nicht kaufen !
    Positiv: Lidl hat sie ohne Probleme zurück genommen.

  49. Wir sind am überlegen uns eine Wildkamera zuzulegen. Seit einiger Zeit hören wir auf dem Dach immer wieder Schritte, ähnlich wie das Galloppieren eines Pferdes, nur eben leiser, manchmal auch ein Kratzen und ähnliche Geräusche. Einmal habe ich auf dem Dach für einen ganz kurzen Augenblick aus dem Augenwinkel heraus einen braunen, buschigen Schwanz gesehen. Allerdings sind die Geräusche immer da, wo wir ein Stückchen Flachdach haben. Da ist nun aber leider kein Dachboden, den man mal eben so betreten könnte, sondern nur die Decke (mit entsprechender Dämmung). Unsere Vermutung ist, dass da ein Marder unter bzw IN der Decke ist.
    Um unsere Vermutung zu überprüfen (und gleichzeitig den Eingang des Marders zu finden) sind wir auf der Suche nach einer geeigneten Wildkamera bzw. fragen uns ob eine Wildkamera dafür überhaupt das Mittel der Wahl ist. Wir müssten sie nämlich auf dem Dach anbringen (2-stöckiges Haus) und dort scheint den ganzen Tag die Sonne, zudem fliegen dort viele Vögel, die sich natürlich auch öfters mal auf dem Dach niederlassen und dann bestimmt ständig die Kamera auslösen würden (oder nicht?).
    Ist eine Wildkamera für die geschilderten Umstände zu empfehlen? Wenn ja, welche?

    LG

    Chris

  50. Lieber Chris,

    @ „Um unsere Vermutung zu überprüfen (und gleichzeitig den Eingang des Marders zu finden) sind wir auf der Suche nach einer geeigneten Wildkamera bzw. fragen uns ob eine Wildkamera dafür überhaupt das Mittel der Wahl ist.„: NUR eine Wildkamera ist dafür das Mittel der Wahl.

    @ „dort scheint den ganzen Tag die Sonne, zudem fliegen dort viele Vögel, die sich natürlich auch öfters mal auf dem Dach niederlassen und dann bestimmt ständig die Kamera auslösen würden (oder nicht?)“
    Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. Na und… auf eine 4 GB-SD Karte passen selbst bei sehr guter Auflösung leicht über 1.300 Bilder. Dann haben Sie eben interessante Vogelaufnahmen und zwischendrin ein Eichörnchen oder eben Ihren Marder.

    2. Wenn Sie nur nachts Besuch haben, können Sie ja ein Zeitfenster einstellen. Die Wildkamera macht dann z.B. nur von abends 10:00 bis morgens 6:00 Aufnahmen. Bei der Wild-Vision ist das z.B. die Funktion „Zeitschaltuhr“, bei der Sie nur Start- und Endzeit eingeben müssen. Und damit wären wr auch gleich bei der Empfehlung ;-)

    LG – der Wald-Prinz

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