Wildkamera / Fotofalle: Wer macht Wann, Was in meinem Wald?

Es liegt in der Natur der Sache, dass man als Besitzer von einem Waldgrundstück dort nicht permanent nach dem Rechten schauen kann. Dabei gibt es eine Reihe von Anlässen, bei denen man gerne vor Ort gewesen wäre. Der Einsatz einer Wildkamera bzw. einer so genannten Fotofalle eröffnet dem Waldbesitzer völlig neue Möglichkeiten! Spätestens seit der Wildkamera von ALDI ist das Thema in der breiten Öffentlichkeit angekommen.

“Wenn ich die kriege..” – die Fotofalle hilft!

Eine Wildkamera ist vielseitig einsetzbar. Sie wird zwar in erster Linie von Jägern verwendet, die wissen wollen, wann und wo es sich lohnt, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen. Aber grundsätzlich sind die kleinen praktischen Überwachungskameras aufgrund ihrer auf den Outdoor-Dauereinsatz konzipierten Bauweise vielseitig einsetzbar. Eine kleine Auswahl sinnvoller Anwendungsbereiche:

  • Wildbeobachtung: Ist das jetzt Rehwild, Schwarzwild oder Rotwild, das die Naturverjüngung regelmäßig verwüstet? Oder ganz allgemein – welche Tiere halten sich in meinem Waldstück auf?
  • Illegale Müllentsorgung: Gerade Waldstücke, die etwas abgelegen sind, aber gut mit einem Fahrzeug angefahren werden können, werden gerne zur Entsorgung von Gartenabfällen, Bauschutt und sogar Hausmüll, Autobatterien und Altreifen missbraucht. Eine Anzeige ohne konkrete Hin-/Beweise verläuft meist im Sande.
  • Holzdiebstahl: Wer schon einmal selbst Brennholz gemacht hat, weiß wie viel Mühe in einem Stapel Brennholz steckt. Ist dieser auf einmal verschwunden, wünscht man dem Dieb gerne diverse Durchfallerkrankungen an den Hals. Wenn man nur wüsste, wer es war..
  • Objektüberwachung: Eine Teichanlage, Bienenstöcke oder eine Schutzhütte üben eine magische Anziehungskraft auf ungebetene Besucher aus. Diebstahl und mutwillige Zerstörungswut sind kaum anders aufzulösen, als mit einem fotografischen Beweis.
  • Vandalismus: Graffiti-Schmierereien, Wildpinkler, Mülleimer-Zündeleien.. Manchmal ist es wirklich zum Haare raufen. Mit einem gestochen scharfen Bild kann man konkret gegen Vandalismus vorgehen und muss sich nicht mit wilden Verdächtigungen beschäftigen.
  • Einbruch: in Meckenheim bei Bonn kam es im Herbst 2012 zu einer Einbruchserie. Um sich und sein Grundstück zu schützen, hat ein Meckenheimer in seinem Garten mehrere Wildkameras installiert – und wurde in der Nacht zum 7. Oktober fündig. Der Einbruch konnte zwar nicht verhindert werden, aber die Polizei verfügt jetzt über gestochen scharfe Fotos des mutmaßlichen Einbrechers (zum Bericht).
  • Dieselklau: Speditionen und Bauunternehmen können ein Lied davon singen. Über Nacht wird aus den riesigen Tanks ihrer Fahrzeuge Diesel im Wert von Tausenden von Euro abgesaugt bzw. abgelassen. Fotofallen können hier endlich Aufklärung bringen. Da sie unabhängig vom Stromnetz 24 Stunden am Tag und über Monate hinweg zuverlässig Wache halten, werden Wildkameras immer mehr auch für diese Zwecke eingesetzt (Dieseldieb mit Wildkamera überführt).
  • Dachboden: Haben Sie Geräusche auf dem Dachboden, die Sie nicht zuordnen können? Bei Mäusen sind andere Maßnahmen zu ergreifen, als bei einem Marder oder gar einer Katze. Daher ist zuallererst einmal zu klären, wer für die nächtliche Ruhestörung verantwortlich ist. Ein ideales Einsatzgebiet für eine Wildkamera!

Lernen Sie Ihren Wald und das darin lebende Wild besser kennen, wissen Sie, was geschieht, solange Sie nicht vor Ort sind.

Hirschkalb und Hirschkuh von einer Dörr SnapShot Mini aufgenommen - Bild: Wald-Prinz.de

Hirschkalb und Hirschkuh von einer Dörr SnapShot Mini aufgenommen – Bild: Wald-Prinz.de

Die Technik einer Wildkamera

Grundsätzlich arbeiten alle auf dem Markt erhältlichen Wildkameras nach demselben Prinzip. Eine digitale Kameraeinheit wird in einem wetterfesten Gehäuse untergebracht und per Bewegungsmelder aktiviert.

Wärme & Bewegung = Aufnahme: Der Bewegungsmelder einer Wildkamera reagiert in der Regel auf die Kombination aus Wärme und Bewegung. Sobald sich etwas im Erfassungsbereich des Bewegungssensors bewegt, zum Beispiel ein Tier oder ein Mensch, wird nach einer gewissen Auslösezeit die Aufnahme angestoßen. Das Zusammenspiel dieser beiden Auslösemechanismen sollte so gut funktionieren, dass keine oder nur selten Fehl-Aufnahmen entstehen. Gerne lösen günstigere Wildkameras bereits bei sich bewegenden Ästen aus, die bei der Bewegung einen kurzen Blick auf die (warme) Sonne freigeben. Gerne auch gar nicht…

Foto oder Video: Wildkameras bieten meist die Möglichkeit zwischen einen oder mehreren Einzelaufnahmen oder kurzen, ebenfalls in der Zeitdauer einstellbaren Videosequenzen (meist 640×480 Pixel).

Verzögerung beachten: Die Auslöseverzögerung ist je nach Wildkamera sehr unterschiedlich. Je nach Einsatzzweck sollte man bei der Auswahl der Wildkamera unbedingt dieses Kriterium berücksichtigen. Möchte man z.B. eine Kirrung überwachen, reicht eine Wildkamera mit etwas längerer Verzögerung, für einen Wildwechsel benötigt man eine Fotofalle mit schneller Auslösung, sonst erwischt man nur noch den Schatten des Tieres.

Speicherkarte: Gespeichert werden die Aufnahmen in der Regel auf herkömmliche SD-Karten, wie sie in der digitalen Fotografie inzwischen zum Standard geworden sind. Hier sollte man bei der Speicherkapazität nicht über das Ziel hinaus schießen. Mit 2-4 GB ist man am besten bedient. Mit einer 16 oder gar 32 GB-Speicherkarte handelt man sich oft massive Nachteile ein. Vielfach funktionieren die Wildkameras mit diesen großen SD-Karten gar nicht erst, selbst wenn in der Beschreibung das Gegenteil behauptet wird. Zudem sind kleiner Karten schneller als die “Riesenspeicher”.

Bildkontrolle: Die Speicherkarte der Wildkamera kann zur Bildbetrachtung entweder mit einem in die Wildkamera integrierten Bildschirm, einer herkömmlichen Digitalkamera oder am heimischen PC ausgelesen werden. Am praktikabelsten ist aber die Kontrolle vor Ort mit einer Digicam. Einfach die Karte einsetzen und auf dem Bildschirm der Kamera betrachten. Dass die Bilder auf einer anderen Kamera gemacht wurden, tut nichts zur Sache. Es funktioniert trotzdem. Der Vorteil der Bildbetrachtung auf einer Digital-Kamera liegt auch darin, dass man noch vor Ort Probeaufnahmen kontrollieren kann und ggfls. den Kameraausrichtung ändert, die Höhe variiert oder störende Äste entfernt.

Farbaufnahmen bei Tag und Schwarz/Weiß-Aufnahmen bei Nacht: Generell werden die Bilder bei modernen Wildkameras bei ausreichendem Tageslicht in Farbe aufgenommen. Sobald das Tageslicht schwindet, werden bei Bewegung die Infrarot-LEDs aktiviert und leuchten die Szene aus. Allerdings sind nachts technisch bedingt dann nur Schwarz-Weiß-Aufnahmen möglich. Einige Spezial-Wildbeobachtungskameras setzen sogar einen Weißblitz ein. Der Vorteil: gestochen scharfe Farbaufnahmen auch in der Nacht. Allerdings geben diese Wildkameras durch den sichtbaren Blitz auch ihr Versteck preis.

Gestochen scharfe Aufnahme eines Dachses in tiefer Nacht - Bild: Wald-Prinz.de

Gestochen scharfe Aufnahme eines Dachses in tiefer Nacht – Bild: Wald-Prinz.de

Datum, Uhrzeit, Mondphase, Temperatur etc.: Auf dem Bild selbst ist neben dem Datum meist auch die genaue Uhrzeit eingeblendet, so dass man immer genau weiß, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit das Bild gemacht wurde. Dadurch erhält man später eine wichtige Information. Es gibt inzwischen auch Wildkamera-Modelle, die weitere Informationen, wie z.B. die Temperatur oder die Mondphase, liefern. Für den Waldbesitzer mag die Mondphase jetzt nicht so wichtig erscheinen, Jäger richten sich schon sehr danach, da es in Deutschland verboten ist, mit Infrarot-Nachtsichtgeräten zu jagen. In der Konsequenz sitzen die Jäger gerne bei Vollmond an.

Bekannteste Wildkamera-Hersteller

AnbieterBezeichnungAuflösung
(Megapixel)
Anzahl LEDsDisplayca. PreisBatterienFunktionen
DörrDÖRR Fotofalle MINI UV552
5 MP28 LEDs1.5" Farbe144,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild
DörrSnapShot MINI BLACK 5.0 IR5 MP40 LEDs
(unsichtbar)
1.5" Farbe165,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild
DörrSnapShot EXTRA 5.0 IR5 MP40 LEDs2.0" Farbe215,00 €12 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild
DörrSnapShot EXTRA 5.0 BLACK IR5 MP60 LEDs
(unsichtbar)
2.0" Farbe229,00 €12 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild
DörrSnapShot MOBIL 5.0 IR5 MP40 LEDs2.0" Farbe329,00 €12 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild,
MMS-Versand
DörrSnapShot MOBIL BLACK 5.0 IR5 MP60 LEDs
(unsichtbar)
2.0" Farbe389,00 €12 x AA
(Mignon)
Foto, Video, Serienbild,
MMS-Versand
DörrBolyGuard 5.0 MP IR5 MP22 LEDsexternes
Display
139,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto, Video
MoultrieWildkamera Moultrie Game Spy M-880i8 MP30 LEDs2.0" Farbe169,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto,
HD-Videos
MoultrieWildkamera Moultrie Game Spy M-990i10 MP30 LEDs
(unsichtbar)
2.0" Farbe189,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto,
HD-Videos
MoultrieWildkamera Moultrie Game Spy Panoramic 150 - NEU 20138 MP30 LEDskleines
LCD-Display
239,00 €6 x C
(Baby C)
Foto,
HD-Videos,
150° Panorama-Bilder
Waid-LifeS3 12 MP12 MP24 LEDs
(940 nm)
2.25" Farbe139,90 €4 x AA
(Mignon)
Foto, Video
Waid-LifeOptimus Black12 MP40 LEDs
(unsichtbar)
2.40" Farbe145,00 €8 x AA
(Mignon)
Foto,
Full-HD-Videos
Dörr

Bei der Dörr GmbH handelt es sich um ein deutsches Unternehmen aus Neu-Ulm, das seit 1973 auf dem Markt ist. Groß geworden ist Dörr im Bereich Fotohandel, beliefert also professionelle Fotografen. Vor diesem Hintergrund geht Dörr das Thema Wildkameras mit einem gewissen Anspruch an, da man schließlich einen Ruf zu verlieren hat.

Die durchweg sehr gute Qualität der Dörr Wildkameras muss nicht teuer erkauft werden. Der Bestseller im deutschen Markt, die Dörr SnapShot MINI liegt preislich bei unter 150 €. Die wichtigsten Dörr-Wildkameras im Überblick:

  • Dörr SnapShot MINI: ca. 144 €, 28 Infrarot-LEDs, bis 12 m Blitzreichweite
  • Dörr SnapShot MINI BLACK: ca. 165 €, 40 Black-LEDs (schwarz, völlig unsichtbar), bis 8 m Blitzreichweite
  • Dörr SnapShot PRO: ca. 169 €, 28 Infrarot-LEDs, bis 12 m Blitzreichweite
  • Dörr SnapShot PRO BLACK: ca. 189 €, 40 Black-LEDs (schwarz, völlig unsichtbar), bis 8 m Blitzreichweite
  • Dörr SnapShot EXTRA: ca. 229 €, 40 Infrarot-LEDs, bis 20 m Blitzreichweite
  • Dörr SnapShot EXTRA BLACK: ca. 249 €, 60 Black-LEDs (schwarz, völlig unsichtbar), bis 12 m Blitzreichweite
  • Dorr SnapShot MOBIL: ca. 349 €, 40 Infrarot-LEDs, bis 20 m Blitzreichweite; Bilder werden per MMS oder GPRS in real time an den Besitzer gesendet!
  • Dorr SnapShot MOBIL BLACK: ca. 389 €, 60 Black-LEDs (schwarz, völlig unsichtbar), bis 12 m Blitzreichweite; Bilder werden per MMS oder GPRS in real time an den Besitzer gesendet!

Wald-Prinz Testsieger Dörr SnapShot Mini 5.0

Wald-Prinz-Tipp: Aktueller “Preis-Leistungs-Sieger” und Wald-Prinz-Favorit ist ganz klar die Dörr SnapShot MINI Wildkamera. Mit gerade einmal ca. 144 Euro ist diese Marken-Wildkamera nur wenig teurer als z.B. die Tevion/Maginon Fotofalle von Aldi (wenn sie denn mal verfügbar ist). Dazu ist die SnapShot Mini im Vergleich zur Aldi Wildkamera definitiv um Längen (!) besser verarbeitet und lässt sich dank einer insgesamt durchdachteren Konstruktion in der Praxis auch besser positionieren und bedienen. Die Wildkamera löst extrem schnell aus, leuchtet auch bei Nacht die Szenerie sehr gut aus und die Batterielebensdauer ist extrem.

Ein Ausstattungsdetail der SnapShot Mini ist z.B. eine stabile Öse auf der Rückseite der Wildkamera, durch die ein Kabelschloss zur Diebstahlsicherung gezogen werden kann. Zudem krallt sich die Verzahnung dieser Öse in den Baum, so dass die Wildkamera einerseits besonders solide positioniert ist, andererseits wird die Fotofalle schon gleich richtig, nämlich leicht nach unten geneigt ausgerichtet. Dieses Detail scheint im ersten Moment nicht so wichtig, macht in der Praxis aber den Unterschied. Wie alle Dörr Wildkameras verfügt auch die SnapShot Mini über ein leicht verständliches Menü in deutscher Sprache. Im direkten Vergleich (s. Erfahrungsbericht) löst die SnapShot Mini sowohl tags als auch nachts von allen getesteten Wildkameras am präzisesten aus und liefert auch dann noch qualitativ sehr gute Fotos, wenn andere Fotofallen gar nicht erst auslösen. Das hängt u.a. auch mit den großzügig dimensionierten 28 LEDs zusammen, die nachts die Szenerie sehr gut ausleuchten. Mit 8 AA-Batterien kommt diese Überwachungskamera auf lange Standzeiten von mehreren Monaten. Die Version mit unsichtbaren schwarzen LEDs (für besonders scheues Wild bzw. dunkle Gesellen..) nennt sich dann DÖRR SnapShot MINI BLACK. Hier wurden 40 LEDs verbaut, um die etwas geringere Leuchtkraft der Black LEDs zu kompensieren. Beide Versionen verfügen über ein 1,5 Zoll Farbdisplay zur Kontrolle der Aufnahmen vor Ort.

Dörr SnapShot Extra: Wenn die nachts auszuleuchtende Szenerie etwas größer ist, bietet sich die Dörr SnapShot EXTRA Wildkamera an. Bis zu 20 m Blitzreichweite reicht aus, um eine große Kirrung gut zu überwachen. Mit ihr sind zudem u.a. Intervallaufnahmen mit 10 Sekunden bis 8 Stunden Aufnahme-Intervallen möglich.

Dörr SnapShot Mobil: Die recht teuren Dörr Wildkameras mit integriertem Mobilfunkmodul zur Übertragung der Bilder sollten mit Bedacht gekauft werde. Hier ergeben sich einerseits Folgekosten durch die Datenübertragung via eigener SIM-Karte, andererseits bekommt man für das gleiche Geld zwei reguläre Dörr Wilkameras und ist so in der Lage, eine Wildkamera mit der anderern zu sichern.

Nachtaufnahme einer Teichanlage; der Mobilfunkversand (via Email) dieses Bildes kostet in dieser Qualität weniger als 3 Cent - Bild: Wald-Prinz.de

Nachtaufnahme einer Teichanlage mit einer Dörr SnapShot Mobil Black. Der Besitzer möchte immer wissen, ob der Wasserzufluss funktioniert und läßt sich automatisiert jede Stunde ein Bild schicken. Bei Bewegung wird zusätzlich eine Aufnahme erstellt. Der Mobilfunkversand (via Email) dieses Bildes kostet in der hier dargestellten Qualität weniger als 3 Cent – Bild: Wald-Prinz.de

Dörr BolyGuard: Nicht in der Liste aufgeführt ist die Dörr BolyGuard Wildkamera. Zwar gehört sie seit langem zu den Standard-Wildkameras der Jägerschaft, sie ist allerdings inzwischen etwas in die Tage gekommen. Ihr Vorteil ist unbestritten die kompakte Bauform mit einer Höhe von nur 13 cm. Dadurch lässt sich die Wildkamera hervorragend verstecken. Die Dörr SnapShot Mini ist allerdings kaum größer, besitzt aber eine Reihe weiterer Vorzüge.

WaidLife / LTL Acorn

Waid-Life ist ein Wildkamera-Händler aus Versmold (Kreis Gütersloh) der sich auf den Internetversandhandel spezialisiert hat. Aktuell werden die folgenden Wildkameras angeboten:

Berger+Schröter Wildkamera

WaidLife (LTL Acorn) Wildkamera – Bild: LTL Acorn

Wer die WaidLife-Wildkamera 12 MP mit der ALDI-Wildkamera vergleicht, wird gleich erkennen, dass beide Wildkameras das gleiche (miserable) Gehäuse nutzen. Allerdings kommt die Waid-Life Wildkamera 12 MP (3-Sensoren Fotofalle) in der Tat NICHT vom gleichen Hersteller, wie die ALDI-Wildkamera. Der wichtigste Unterschied sind sicher “blauen LEDs” der WaildLife, die im Bereich von 940 nm leuchten (ALDI reguläre, rot glimmende LEDs). Allerdings geht der unsichtbare IR-Blitz klar zu Lasten der Blitz-Reichweite. Die ausgelobten 12 Mega-Pixel (ALDI 5.0 MP) sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, da auch die WaidLife lediglich einen 5-Megapixel-Chip besitzt. Die 12 MP werden durch Interpolation errechnet. In der Praxis ist die Qualität der WaidLife-Bilder auf keinen Fall besser, als z.B. die Bilder der Dörr SnapShot Mini mit ihren 5.0 Megapixeln. Mit einem Preis von rund 140 EUR ist die WaidLife 12MP Wildkamera teurer als die ALDI-Wildkamera, aber in keiner Disziplin wirklich besser.

Unsichtbare LEDs: Eine Spezialität vieler Waidlife Wildkameras sind die blauen IR-Dioden, die auf einer Wellenlänge von 940 nm arbeiten und in der Nacht unsichtbar sind. Das sonst bei herkömmlichen Wildkameras verräterische rote Glimmen fehlt – wichtig insbesondere, wenn die Fotofalle zur Objektüberwachung eingesetzt werden soll (eine nachts rotglimmende Wildkamera wird oft entdeckt und dann gestohlen). Allerdings ist die Reichweite der 940 nm-Dioden deutlich niedriger, als die ansonsten üblicherweise verwendeten 850 nm-Dioden. Die blauen LEDs sind für das menschliche Auge zwar tatsächlich unsichtbar, aber die Nachtaufnahmen teilen fast das gleiche Schicksal. Wir waren in unserem Praxistest von dieser Wildkamera alles andere als angetan. Die Nachtaufnahmen sind kaum zu gebrauchen. Ein klares Manko.

3-Sensoren: Der zentrale und die zwei seitlichen Sensoren lassen sich bei Bedarf je nach Anwendung individuell einstellen. Wenn man z.B. nur eine bestimmte Position (Nistkasten, Eingangsbereich etc.) überwachen möchte, kann man die seitlichen Sensoren auch abschalten. Die Waid-Life Wildkamera besitzt extrem viele Einstellungsmöglichkeiten. Von der Empfindlichkeit der Sensoren, über Zu- und Wegschaltbarkeit der seitlichen Sensoren, die Foto- und Video- Intervalle, es ist (fast) alles einstellbar. Das geht allerdings ein wenig zu Lasten der Bedienbarkeit. Wer mitten im Wald in das Menü einsteigen muss, hat oft Fragezeichen auf der Stirn.

Ein in der Tat interessantes Feature: Kamera- und Videofunktion sind kombinierbar (erst wird ein Foto gemacht, danach nimmt die Wildkamera ein Video in VGA-Qualität auf). In der Praxis nutzt einem diese Funktion aber nur bei sehr geduldigem Wild. In der Regel wartet das Wild leider nicht so lange, sondern ist nach der Foto-Session meist schon weiter gezogen.

Sicherheitscode: Die Waid-Life Wildkamera kann mit einem Zugriffscode (wie bei einem Autoradio) vor unbefugten Zugriff geschützt werden, somit hat ein Kamera-Dieb wenig Freude mit seiner Beute.

4 oder 8 Batterien: Zusätzlich zu den in der Wildkamera einzusetzenden 4 Batterien verfügt die Halterung über ein ein Fach für weitere 4 AA Batterien – gut für eine lange Laufzeit. Die Maße von 9,0 cm x 13,7 cm x 7,5 cm inkl. Baumhalterung tragen dazu bei, die Wildkamera unauffällig zu installieren. Allerdings ist das Gehäuse der Waid-Life auch der Schwachpunkt der Wildkamera. Da es sich um das gleiche Gehäuse wie bei der Maginon Wildkamera von ALDI handelt, treffen die gleichen Kritikpunkte zu (s.o.)

Moultrie

Die Moultrie Wildkameras gehören zu den meist gekauften Kameras in Amerika. Sie sind bekannt für ihre Zuverlässigkeit und haben sich zigfach im praktischen Einsatz bewährt. Aktuell in Deutschland angeboten werden die folgenden Wildkameras von Moultrie:

Eine hervorragende Blitzreichweite und eine sehr gute Flächenausleuchtung sind die Stärken, mit denen Moultrie Wildkameras traditionell punkten. Jetzt kommen so interessante Features wie Panorama-Aufnahmen und HD-Videos dazu. Wir sind von unserer Moultrie Panorama-Wildkamera extrem angetan. Keine uns bekannte Wildkamera liefert mehr Bilder ab, als die Panoramic 150. Es ist so, als hätte man 3 Wildkameras am Baum hängen.

Eine ganze Lichtung in der vollen Breite und Tiefe mit nur einer Wildkamera überwachen? Das kann nur die Moultrie Panoramic 150! - Bild: Wald-Prinz.de

Eine ganze Lichtung in der vollen Breite und Tiefe mit nur einer Wildkamera überwachen? Das kann nur die Moultrie Panoramic 150! Sie setzt auf Wunsch drei hochauflösende Bilder zu einem großen 150 Grad abdeckenden Panoramabild zusammen; alternativ fährt die Optik im Single-Shot-Mode immer nur dahin, wo etwas los ist. So als hätte man drei Wildkameras an einem Baum montiert – Bild: Wald-Prinz.de

Spypoint

SPYPOINT Tiny-W

Der renommierte Hersteller Spypoint gehört zu den besonders innovativen Marken-Herstellern auf dem Markt. Die SPYPOINT Tiny besticht durch die extrem kleine Bauform (ca. 12 x 9 x 7 cm), 3 Bewegungsmelder für 7 Sektoren Überwachung und 38 Infrarot LED für eine gute Ausleuchtung bei Nacht.

Wer hinsichtlich Kameradiebstahl auf Nummer sicher gehen möchte, wählt die SPYPOINT Tiny-W (W = wireless/kabellos) mit einer sog. Blackbox, zu der die Bildübertragung mit einer Reichweite von ca. 16m kabellos erfolgt. Dann ist die Wildkamera u.U. zwar weg, aber in der Black Box wurden die Bilder des Diebes gespeichert. Das Top-Modell, die Spypoint HD-12 besticht z.B. durch 12 Megapixel Fotos und Video-Aufnahmen mit Ton in HD-Auflösung. Spypoint betreibt sogar ein eigenes Internetportal “My Spypoint”, über das man von jedem Rechner mit Internetanschluss die Bilder der MMS-Wildkamera-Modelle abrufen kann.

Stealth Cam

Die Amerikaner setzen durchweg auf eine ganze Batterie von LEDs für Nachtaufnahmen. Bereits die günstige Stealthcam Nomad 5.0 MP IR zum Preis von rund 120 Euro verfügt über 28 LEDs. Die neuesten Gerätegenerationen besitzen z.T. “No-Glow” LEDs.

Stealth Cam Produkt Palette – Bild: Stealth Cam

Bushnell

Bekannt für ihre kompakt bauenden Wildkameras mit extremer Batterielebensdauer und relativ kurzen Auslösezeiten. Ab den 2012-Modellen verfügen alle Bushnell Wildkameras über HD-VideoAuflösung und Audioaufnahme (Bushnell Trophy Cam 5-8MP Wildkamera). Durch die Einführung von GPS-Geotags wird jedes Bild mit GPS Koordinaten versehen.

Minox DTC 600 grau

Minox

Die Natur jederzeit im Visier mit der Minox DTC 600 und Minox DTC 500Wildkamera. Bei der Minox DTC 600 ist der Wellenlängenbereich des Blitzes durch den Einsatz eines Schwarzfilters vor dem Infrarot-Blitz für den Menschen vollkommen unsichtbar. Zudem ist diese Überwachungskamera auch in einem unauffälligen Grau (Minox DTC 600 grau) erhältlich. Diese Farbe ist im Bereich der Gebäudeüberwachung (Haus, Hof und Garten, Wochenendhäuser, Boote, Firmengebäude, etc.) sehr sinnvoll. Durch die individuell regulierbare Empfindlichkeit können Kameraauslösungen und ungewünschte Bewegungsaufzeichnungen nicht relevanter Objekte, wie etwa von Zweigen oder Gräsern, ausgeschlossen werden. Sämtliche Daten können auf SD-Karten gespeichert werden und lassen sich direkt auf dem integrierten 2’’ Monitor ablesen oder per USB-Anschluss auf einen Computer übertragen. Zusätzlich können die Daten auf der SD-Karte mit einem Zahlencode gespeichert werden, so dass diese für Dritte nicht lesbar sind. Außerdem lässt sich die DTC 600 mit einem Vorhängeschloss gegen Diebstahl sichern.

Die Minox DTC 500 ist mit nur 153 x 114 x 66 mm nahezu halb so groß wie herkömmliche Modelle. Eine 8 Megapixel Auflösung liefert bei Tag und Nacht eine herausragende Bildqualität. Im Bild festgehalten werden Datum, Zeit, Temperatur und Mondphase. Mit Videoaufnahmen mit einer Länge von 10 bis 60 Sekunden ist der Anwender dem Wild rund um die Uhr auf der Spur. Sämtliche Daten lassen sich direkt auf dem integrierten 2’’ Monitor ablesen.

Praxisbericht: Was taugt die ALDI-Wildkamera?

Alleine durch die schiere Vertriebs-Power von ALDI ist das Thema “Wildkamera” in breiten Bevölkerungsschichten angekommen. In Österreich (dort heißt ALDI ja Hofer) wurden bereits mehrfach Aktionen mit Wildkameras gefahren. Mitte 2011 wurde dort eine Dörr BolyGuard unter der Aldi-Hausmarke Tevion verkauft. Seitdem verkauft Hofer bzw. ALDI Wildkameras des Herstellers LTL Acorn.

ALDI Wildkamera Maginon WK-2 HD

ALDI Wildkamera Maginon WK-2 HD – Bild: Screenshot ALDI

Mal TEVION, mal MAGINON: Bei ALDI in Deutschland wurde früher die “TEVION Wild-/Überwachungskamera” verkauft, zu Weihnachten 2102 und Ende Februar 2013 wurde die Fotofalle dann als “MAGINON Wild-/Überwachungskamera WK 1″ zu 119,00 € angeboten. Im Juni 2013 sank der Preis der ALDI Maginon WK1 sogar auf 99,99 €. Im Dezember 2013 wirbt ALDI mit der Maginon WK2 HD ebenfalls zu 99,99 €.

Kaum verfügbar: Grundsätzliches Problem bei der ALDI Wildkamera ist die mangelnde Verfügbarkeit. Gerade einmal zwei Aktionen im Jahr und dann lediglich ca. 10 Wildkameras je ALDI-Filiale machen es nicht leicht, eine ALDI-Fotofalle zu ergattern.

China: Die Wildkamera von ALDI kommt in dem gleichen Gehäuse daher, wie die Ltl Acorn Fotofalle, die Berger + Schröter Wildkamerabzw. die “Waid-Life Wildkamera” (s.o.). Die Fotofalle misst 9,0 cm x 13,7 cm x 7,5 cm (inklusive Baumhalterung). Aber Achtung, gleiches Gehäuse bedeutet nicht gleiche Wildkamera. Das Innenleben all dieser gleich aussehenden Wildkameras ist jeweils verschieden. Auf den zweiten Blick erkennt man, dass auch die Gehäuse dann doch nicht identisch sind. Der Hintergrund: dieses Wildkamera-Gehäuse wird in China fröhlich von rund einem halben Dutzend Unternehmen kopiert.

Billigstes Plastik: Wald-Prinz.de hat bereits seit 2012 eine ALDI MAGINON WK1 Wildkamera aus der damaligen Weihnachtsaktion. Bereits beim Auspacken der Wildkamera machte sich Enttäuschung breit. Viele der Plastikteile sind so schwach dimensioniert, dass sie den rauen Einsatz im Wald auf Dauer wohl kaum überleben werden. Das betrifft leider auch alle Verschlüsse, wie z.B. die der beiden Batteriefächer.

Der Verschluss der Bodenplatte, unter der sich der An-/Aus-Schalter der ALDI Wildkamera und der Schlitz für die SD-Karte verbirgt, ist gelinde gesagt eine Frechheit, so winzig und fummelig ist die Konstruktion. Überhaupt die Bodenplatte – während nahezu alle anderen Wildkameras zur Seite aufschwenken, so dass man sie bequem an- und ausschalten kann, muss man die ALDI Wildkamera entweder komplett vom Baum nehmen, oder man muss sich im Wald fast auf den Rücken legen, um von unten den Schalter sehen zu können. Ein “Blindflug” beim Einschalten empfiehlt sich übrigens nicht, da der Schiebeschalter drei Positionen hat (OFF, ON, TEST). Man muss also auch definitiv die mittlere Position erwischen.

ALDI-Wildkamera Maginon WK 1

Bodenplatte der ALDI-Wildkamera Maginon WK 1 – Bild: Wald-Prinz.de

Großer Farbmonitor: Positiv ist der im Vergleich zu anderen Wildkameras sehr große Farbmonitor. Eine Diagonale von 6,1 cm ist wirklich großzügig dimensioniert. In der Praxis ist der Mehrwert dieses Features allerdings nicht so bedeutend. Erfahrene Wildkamera-Nutzer haben immer eine handliche Digitalkamera in der Jackentasche. Wer die SD-Karte der Wildkamera dort einlegt, hat noch vor Ort die Möglichkeit in die Bilder rein zu zoomen, um Details zu erkennen.

Wenig intuitive Bedienung: während unsere übrigen Wildkameras immer mit wenigen Bedienschritten fertig eingestellt an den Bäumen hängen, ist die ALDI Wildkamera vergleichsweise “betreuungsintensiv”. Bis man wirklich alle Einstellungen kontrolliert und ggfls. angepasst hat, vergeht eine Zeit. Die fummeligen Tasten und Schalter der ALDI Wildkamera tun ihr übriges. Bei Minusgraden im Winter, mitten im Wald und ohne Handschuhe ist das nicht witzig. Keine Wildkamera hat uns bisher öfter fluchen lassen.

Gute Bildqualität am Tag: Die Bilder sind rein von der Bildqualität her tagsüber gut. Die 5,0 Megapixel der ALDI Maginon WK2 haben daran weniger Anteil, als man allgemeinhin vermuten sollte. Zum einen sind die 5,0 MP bei Wildkameras inzwischen Standard, zum anderen sagen die Megapixel über die Qualität des Bildes wenig aus. Auch 2,0 MP-Wldkameras liefern tagsüber solide Bilder ab.

Schwach in der Nacht: Nachts kann die ALDI Wildkamera nicht überzeugen. Da ist z.B. die Dörr SnapShot Mini um Längen besser. Das liegt wahrscheinlich an der Leuchtkraft der LEDs. Während die ALDI Wildkamera ihre lediglich 24 LEDs recht eng beieinander positioniert, nutzt die Dörr SnapShot Mini 28 LEDs, die großzügig verteilt mehr als die doppelte Fläche einnehmen. Zudem erscheinen sich bewegende Tiere bei der ALDI-Wildkamera immer ein wenig verwischt, da die Maginon eine längere Belichtungszeit (1/15 Sek) nutzt, um die schwachen LEDs zu kaschieren. Wir waren von den Nachtaufnahmen enttäuscht.

Gute Ausdauer: Vier Batterien werden direkt in der Wildkamera eingelegt. Weitere vier Batterien können zur Verbesserung der Ausdauer in der Baumhalterung eingelegt werden. In der Praxis ist die Ausdauer der ALDI Wildkamera auch bei tiefen Temperaturen durchaus gut. Mehrere Monate mit einem Batteriesatz sind kein Problem. Allerdings muss man Glück haben, eine einwandfrei arbeitende Maginon WK1 zu erwischen. Viele Kommentare (s.u.) von Nutzern berichten von Problemen mit der Standzeit der Batterien.

Kaum gegen Diebstahl zu sichern: Zwar kann man durch die Halterung der ALDI Wildkamera ein Kabelschloss führen, damit ist die ALDI Wildkamera selbst aber noch nicht gesichert, da Halterung und Fotofalle nur mit zwei Clips miteinander verbunden sind. Zwar kann man zusätzlich noch ein Vorhängeschloss verwenden, um Bodenplatte, ALDI Wildkamera und Halterung miteinander zu verbinden. Aber diese Öse besitzt nur einen Durchmesser von 3 mm (s. Bild oben). Das Vorhängeschloss wird so eher zum Schlösschen. Auch die Feingewindeschraube auf der Rückseite der Halterung, die in ein Gewinde im Kamerakörper greift, sichert die Maginon nur vordergründig. Einmal kräftig gezogen..

Unpräzise beim Auslösen: Was ist das wichtigste Qualitätsmerkmal einer Wildkamera? Die Anzahl der Megapixel? Die Anzahl der LEDs? Die Größe des Monitors? Alles falsch! Eine gute Wildkamera muss schlicht zuverlässig Bilder abliefern. Und hier hilft nur ein direkter Vergleich. Erst nachdem Wald-Prinz.de seine Wildkameras alle übereinander gehangen hat, kam das Aha-Erlebnis. Selbst bei empfindlicher Einstellung und unter Zuhilfenahme der seitlichen PIR-Sensoren lieferte die ALDI Wildkamera noch nicht einmal halb so viele Bilder, wie unser Referenzgerät in der Einsteigerklasse, die Dörr SnapShot Mini. Eine extrem seltene Wildkatze, ein Dachs mitten im Winter (da sollte er eigentlich schlafen), auf der ALDI Wildkamera war nichts drauf, die darunter hängende Wildkamera von Dörr lieferte großartige Bilder.

ALDI vs Dörr SnapShot Mini

ALDI MAGINON WK1 Wildkamera (links) vs. Dörr SnapShot Mini (rechts) – Bild: Wald-Prinz.de

Fazit: Anders als ALDI verspricht, handelt es sich bei der Wildkamera Maginon WK2 nicht um eine Wildkamera neuester Technologie. Daran ändert auch die Aufrüstung auf HD-Videos nichts. Die ALDI Wildkamera löst zu träge aus und macht sehr dürftige Nachtaufnahmen. Das Gehäuse ist gelinde gesagt Murks. Wer die Wildkamera nicht nur ein bisschen zum Spaß einsetzen möchte, sollte besser etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Für nur wenig mehr gibt es eine in allen wichtigen Belangen bessere Dörr SnapShot Mini bei Amazon.

Video: Wildkamera-Test Dörr vs. WaidLife

FOCUS-Redakteur Matthias Matting hat die Dörr SnapShot Pro 5.0 MP und die Waid-Life 12 MP S3ausprobiert.


Besondere Wildkamera-Features

Black-LEDs: Einige Wildkameras wie z.B. die Dörr SnapShot Mini Black verfügt über sog. Black-Vision-LEDs. Wenn in der Dunkelheit die LEDs die Szene ausleuchten, kann dies nicht wahrgenommen werden. Bei herkömmlichen Fotofallen kann man ein leichtes rötliches Glühen bei Nachtaufnahmen erkennen. Die Black LEDs hingegen, kann weder Wild noch Mensch erkennen. Das macht diese Wildkamera zur idealen Überwachungskamera. Der klare Nachteil der Black-LEDs ist die verminderte Reichweite. Das Licht der LEDs wird schließlich gefiltert. Bei dem Hersteller Dörr sind bei den Wildkameras mit Black LEDs daher immer mehr LEDs verbaut, als bei den ansonsten baugleichen Wildkameras mit regulären IR-LEDs. Und dennoch wird bei  den Black LED-Wildkameras ehrlicherweise eine geringere Reichweite angegeben.

Wald-Prinz Tipp: Wer die Wildkamera nicht unbedingt zur Objektüberwachung einsetzen will, sollte immer zu einer Fotofalle mit regulären LEDs greifen. Die sind billiger, die Qualität der Bilder ist bei Nacht besser, da die Belichtungsdauer dank der kräftigen LEDs kürzer gewählt werden kann und die ausgeleuchtete Fläche ist um einiges größer. Dem Wild ist das leichte, rötliche Glimmen der LEDs meist herzlich egal, das zeigen die vielen gelungenen Aufnahmen auch bei empfindlichem Wild wie Schwarz- oder Rotwild.

Weitwinkel/Panorama: In letzter Zeit kommen immer mehr Wildkameras auf den Markt, die einen größeren Bildausschnitt aufnehmen. Üblich war bisher ein Bildausschnitt von ca. 50°. Diese neuen Wildkameras decken 90°, teilweise 150° (Moultrie Panoramic 150) ab. Dabei kommen entweder Weitwinkelobjektive zum Einsatz oder das Panorama-Bild wird aus drei Einzelbildern zusammengesetzt. In der Praxis ist das ein gutes Feature. Man muss sich vorstellen, dass man in einem hektargroßen Wald eine Wildkamera fest installiert, die einen Bildausschnitt von 50° und nachts maximal 20m Tiefe erfasst. Links und rechts kann die Hölle los sein – Sie werden es leider nie erfahren. Hier helfen die Weitwinkel-Wildkameras.

Kabellose Bildübertragung an Blackbox: Die SPYPOINT Tiny-W überträgt ihre Bilder kabellos an eine Blackbox, die in einem Umkreis bis ca. 15 Meter um die Wildkamera herum versteckt werden kann. In der Blackbox befindet sich die SD-Karte und nur dort werden die Bilder gespeichert. Wenn jemand die Wildkamera entwendet, ist er mit ein wenig Glück auf den Bildern zu sehen. Und die Bilder sind sicher. So können Sie den Täter überführen.

MMS/GPRS Fotofalle Mobil BLACK-VERSION mit unsichtbarem IR-Blitz

Kabellose Bildübertragung per Mobilfunk: Einige Modelle senden die Bilder über ein eingebautes Handymodul direkt auf Smartphone, PC oder Mac. Die Übertragung der Bilder erfolgt dabei über das Daten-Netz der Mobilfunkanbieter. Sie kann per MMS geschehen oder via EDGE/GPRS/UMTS/LTE per Email. In jedem Falle erhalten Sie die Bilder unverzüglich, nachdem etwas passiert ist. Ist das Waldstück weit weg, spart dies Sprit, Zeit und Nerven. Wildkameras an schwer zugänglichen Stellen, müssen nicht länger über eine Leiter bedient werde. Und wenn die Wildkamera gestohlen wird, sind die Bilder des Diebes bereits übertragen und gespeichert. Voraussetzung ist allerdings eine ordentliche Netzabdeckung und eine Datenflatrate für die Mobilfunkkarte, die in dem Gerät eingesetzt wird. Insbesondere die Datenverbindung ist leider nicht in jedem Waldstück gegeben. Besser vorher testen!

Bei der Fotofalle Mobil BLACK-VERSION K91470 können jeweils bis zu 4 Handy Rufnummern und/oder Mailadressen hinterlegt werden, so dass die Aufnahmen auch einem größeren Personenkreis zur Verfügung stehen. Mit den schwarzen LEDs ist vom Aufglimmen der Blitzdioden zudem nichts zu sehen. Deshalb eignet sich diese Ausführung besonders als Überwachungskamera von Objekten oder das Fotografieren von empfindlichen Wild. Die MMS Wildkamera funktioniert natürlich auch ohne SIM-Karte.

Solarpanel liefert Strom: Von Spypoint kommt die Lösung einer externen Stromversorgung via Solarpanel. Damit lässt sich die Wildkamera dauerhaft mit Energie versorgen. Das ist besonders dort eine gute Idee, wo das überwachte Areal nicht betreten werden sollte, um Beunruhigungen zu vermeiden. Zum Beispiel bei Wildtier-Monitoring-Projekten. Allerdings funktioniert diese Lösung nur mit speziellen Akkus da diese vom Panel direkt mit Strom versorgt wird.

Sicherung der Wildkamera gegen Diebstahl

Der Diebstahl von Wildkameras ist ein leidiges Thema. Insbesondere Jäger, die häufig mehrere Fotofallen gleichzeitig im Einsatz haben, können ein Lied davon singen. Eine Wildkamera wird naturgemäß dort aufgehängt, wo wenig “Publikumsverkehr” herrscht, sie ist also unbewacht. Verstecken kann man die Wildkamera auch nicht vollständig, denn sie benötigt ja freie Sicht. Uns selbst die billigste Wildkamera besitzt einen Wert von 100 €, teure kosten auch gerne mehr als 300 €. Auch dem Team von Wald-Prinz.de sind schon Wildkameras abhanden gekommen. Da wir aus Gründen der Vergleichbarkeit regelmäßig mindestens zwei Wildkameras übereinander hängen haben, war der Ärger dann doppelt groß. In unserem Fall war der “Dieb” ein Treiber, der dachte, er hätte die gestohlenen Wildkameras des Jagdpächters wieder entdeckt. Wir haben unsere Wildkameras wieder zurück bekommen. Aber das ist eher die Ausnahme. Wie also kann man seine teure Wildkamera gegen Diebstahl schützen?

Python Kabelschloss zur Sicherung der Wildkamera

Python Kabelschloss zur Sicherung der Wildkamera

Option 1 – Sicherung per Kabelschloss: Die aus unserer Sicht sinnvollste Variante ist die Sicherung der Wildkamera mit einem Kabelschloss. Bewährt hat sich das Python Kabelschloss von MASTER LOCK. Der Vorteil des Python-Kabelschlosses liegt in seiner variablen Längeneinstellung. Man fädelt das Kabel durch die Ösen der Wildkamera, legt es um den Baum oder was auch immer Sicheres in der Nähe ist, führt das freie Kabelende in das Schloss und zieht es stramm. Schlüssel abziehen – fertig. Jetzt greifen Krallen in die Stahlseilummantelung und verbeißen sich so fest, dass das Kabel nicht herausgezogen werden kann. Der Marktführer, die Dörr SnapShot Wildkamera, besitzt auf der Rückseite des Gehäuses zwei massive Ösen mit 10 mm Durchmesser. Daher ist es eine Geschmacks- bzw. eine Preisfrage, ob man die 5mm- oder die 8mm-Variante des Python-Kabelschlosses verwendet.

Option 2 – Tarnung der Wildkamera: Gesichert oder ungesichert – in jedem Fall sollte man ein besonderes Augenmerk auf die möglichst versteckte Anbringung der Wildkamera legen. Die oft genutzte Anbringung der Fotofalle mit Hilfe der beiliegenden Gurte besitzt den Nachteil, dass der horizontal verlaufende Gurt im Wald sofort als Fremdkörper erkannt wird. Die Wildkamera mit bzw. im Gebüsch zu tarnen ist wenig sinnvoll, da die sich im Wind bewegenden Äste zu Fehlauslösungen führen. Entweder baut man einen Nistkasten kunstvoll um, oder man findet eine versteckte Stelle, die dennoch freie Sicht nach vorne bietet.

Soll die Fotofalle im Bereich “Objektschutz” eingesetzt werden, raten wir dringend zu einer Wildkamera mit schwarzen LEDs. Die qualitativ und preislich beste Wildkamera ist hier eindeutig die Dörr SnapShot Mini Black.

Option 3 – Mobilfunkbasierte Wildkameras: Wildkameras mit eingebautem Mobilfunk-Modul schützen die Wildkamera zwar nicht gegen Diebstahl, die bereits versendeten und so gesicherten Bilder helfen aber bei der Identifizierung des Täters. Die Bilder werden entweder per MMS versendet (teuer!). Oder die Bilder landen per GPRS in einem vorher benannten Email-Postfach. In Verbindung mit einem Prepaid-Datentarif (z.B. Congstar 200 MB 7,90 €/Monat) halten sich die Kosten im Rahmen. Aber wenn so eine Mobilfunk-Wildkamera gestohlen wird, sind dann auch gerne erst einmal 350 € futsch. Soviel kostet z.B. die SnapShot Mobil 5.0 IR.

Wald-Prinz Wildkamera-Test und Praxis-Tipps

Bei Wald-Prinz.de sind aktuell diverse Wildkameras im Langzeittest:

Die ausführlichen Testberichte haben wir auf unserer Schwester-Website www.Wildkamera-Test.com veröffentlicht

Stealth Cam STC U840IR: Die StealthCam STC-U840IR nimmt bis zu 9 Bilder in Serie mit wahlweise 1.3, 3.0 oder sogar 8.0 Megapixel Auflösung auf. Bei Videoaufnahmen in VGA-Auflösung stehen 10 Sekunden bis hin zu 180 Sekunden Aufnahmezeit zur Verfügung. Praktischerweise befindet sich auf der Vorderseite ein LCD-Display, das die Anzahl der Aufnahmen anzeigt. Wenn man die Wildkamera mühsam in einem Baum installiert hat, kann man so schon aus der Entfernung erkennen, ob Aufnahmen hinzu gekommen sind. Die verwendeten SD-Karten dürfen eine Speicherkapazität von max. 16 GB haben. Das reicht selbst bei höchster Auflösung immerhin für über 3.200 Aufnahmen (5MB pro Foto bei 8MP).

Serienbild-Funktion: Während die ALDI-Wildkamera und die Dörr SnapShot Mini immer nur Bilderserien von max. 3 Bildern aufnehmen, kann die StealthCam auf 9 Bilder pro Serie eingestellt werden. Die 9er Serie hat sich in der Praxis sehr gut bewährt. Oftmals war ein vorsichtiger Fuchs erst auf den letzten der 9 Bilder voll im Bild. Dieses Feature ist also absolut sinnvoll! Bei der ALDI- und der Dörr Wildkamera kann man allerdings die Pause zwischen zwei Bilderserien so klein einstellen, dass dieses Manko nahezu aufgehoben wird. Zudem kann man mit der ALDI Maginon WK 1 erst ein Bild machen, auf das dann ein Video folgt.

Die Dörr SnapShot Mini löst extrem schnell aus und macht dann max. 3 Bilder – Bild: Wald-Prinz.de

Die StealthCam löst spät aus, schießt dann aber bis zu 9 Bilder in kurzer Folge – Bild: Wald-Prinz.de

Riesige Unterschiede bei der Reaktionszeit: Ein Qualitätsmerkmal, das erst im direkten Vergleich auffällt, sind die unterschiedlichen Reaktionszeiten der Wild-Kameras. Im direkten Wettbewerb zwischen z.B. der Dörr SnapShot MINI und der StealthCam STC-U840IR löst die Dörr-Wildkamera deutlich vor der StealthCam aus! Der Vergleich der Bilderserien beweist es: Die Dörr SnapShot MINI (obere Serie) hat den sich nähernden Treiber frühzeitig registriert und in schneller Folge bereits 3 Bilder geschossen, bevor er den Baumstumpf erreicht. Die StealthCam legt erst los, als der Treiber bereits den Baumstumpf passiert hat.

Besonders eklatant wird der Unterschied in der Reaktionszeit bei schnell wechselndem Wild. Die beiden flüchtenden Rehe in dem unteren Bild wurden von der Dörr SnapShot zuverlässig erfasst. Hingegen löste die StealthCam, die direkt über der Dörr SnapShot Mini hing, also absolut identische Bedingungen hatte, gar nicht erst aus!

Tipp: Bei der Dörr die Pause zwischen zwei Aufnahme-Serien auf das kleinstmögliche Intervall (5 Sek) stellen. So gleicht man das Manko aus, dass nur maximal drei Bilder in einer Serie geschossen werden.

Wildschwein - Bild: Wald-Prinz.de

Rehe im vollen Lauf und trotzdem von der Dörr Fotofalle erwischt! – Bild: Wald-Prinz.de

Kleinere SD-Karten sinnvoll: Auch wenn 16 GB SD-Karten technisch möglich sind, reicht in der Praxis eine bzw. mehrere 2 GB SD-Karten völlig aus. Einfach immer eine frische Karte ins Gerät und die SD-Karte mit den Aufnahmen mit nach Hause nehmen. Nur wer auch den Video-Modus nutzen möchte, sollte größere SD-Karten verwenden. Eine 4 GB SD-Karte kann immerhin 56 Videos von 30 Sekunden Länge fassen. Bei nächtlichen schwarz-/weiß-Videos sind es dann schon 136 Video-Aufnahmen. Das reicht.

Objektüberwachung mit Wildkamera – Bild: Wald-Prinz.de

Infrarot-LEDs nicht unsichtbar: Nachdem die 8 AA-Batterien eingesetzt waren, wurde zunächst innerhalb der Wohnung Testaufnahmen gemacht. Bei Dunkelheit dann das erste “Aha-Erlebnis”. Die LEDs für die Infrarot-Nachtaufnahmen sind keineswegs unsichtbar. Es handelt sich ja nicht in klassischem Sinne um einen Blitz. Die LEDs leuchten während einer Aufnahme-Serie dauerhaft und strahlen deutlich sichtbar rot glühend. Tiere werden dadurch – wie die Aufnahmen belegen – nicht gestört. Aber ein menschlicher Störenfried kann nachts dieses Glühen bemerken und die Wildkamera stehlen. Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, sollte sich nach einer Wildkamera mit schwarzen LEDs umschauen. Allerdings darf man dann nachts nicht von der gleichen Bildqualität ausgehen. Die schwarzen LEDs leuchten die Szenerie eben nicht genau so gut aus, wie die regulären LEDs. Tagsüber sind die Aufnahmen identisch.


Vorderansicht der Dörr SnapShot MINI - Grafik: Dörr

Vorderansicht der Dörr SnapShot MINI – Grafik: Dörr

Ausrichtung der Wildkamera: In der freien Wildbahn wurde dann erst mal “Lehrgeld” bezahlt. Die Wildkamera wurde auf ca. 1,70 m Höhe aufgehängt. Nach zwei Wochen war das Ergebnis der Fotofalle ernüchternd. Jede Menge Fehlaufnahmen. Der Grund: wenn sich im Erfassungsbereich der Bewegungssensoren ein Tier befand, schoss die Wildkamera meist über die Köpfe hinweg. Die Wildkamera sollte also entweder in geringer Höhe, quasi auf Augenhöhe mit Wildschwein, Reh & Co. aufgehängt werden (s. Bilder oben), oder aber von oben herab in einem relativ steilen Winkel positioniert werden (s. Bild Schutzhütte). Um Fehlaufnahmen zu vermeiden, sollte die Wildkamera nicht an sonnigen Plätzen eingesetzt werden. Zudem ist darauf zu achten, dass sich keine Äste im Wirkungsbereich des Sensors befinden. Eine optimale Ausrichtung erfolgt in Richtung Norden, mit der Sonne im Rücken. Sehr gute Bilder sind auch auf einem Wildwechsel zu erwarten, wenn dieser durch ein Dickicht oder eine dichte Naturverjüngung führt. Nach dem Motto: “Durch diese hohle Gasse muss er kommen”.

Innenansicht der Dörr SnapShot Mini - Grafik: Dörr

Innenansicht der Dörr SnapShot Mini – Grafik: Dörr

Tarnung der Wildkamera: Die Stealth Cam STC-U840IR ist mit einer Höhe von 28 cm nicht gerade winzig. Das in Camouflage-Optik gestaltete Gehäuse hilft zwar ein wenig, die Wildkamera zu tarnen. Aber alleine der mitgelieferte schwarze Gurt, mit dem die Wildkamera an einem Baumstamm befestigt wird, wirkt wie ein optischer Fremdkörper an einem Baumstamm. Die Dörr SnapShot Mini und auch die ALDI Maginon-Wildkamera bauen deutlich kleiner, ohne dass dies mit Einbußen bei der Qualität einhergeht. Aber grundsätzlich ist das Risiko nicht unerheblich, dass eine Fotofalle entdeckt und schlimmstenfalls auch gestohlen wird. Wald-Prinz.de ist es passiert, dass zwei funkelneue Wildkameras bereits nach einer Woche entwendet wurden. “Übeltäter” waren die Treiber bei einer Treibjagt, die dem Jagdpächter voller Stolz seine vor Zeiten gestohlenen Wildkameras präsentierten. Darauf dieser: “Toller Fund! Das sind allerdings nicht meine beiden gestohlenen Fotofallen…”

Anschlüssen der Dörr SnapShot MINI - Grafik Dörr

Anschlüsse der Dörr SnapShot MINI – Grafik Dörr

Achillesverse Batterielaufzeit: Insbesondere die Infrarot-Nachtaufnahmen, bei denen die LEDs die Szenerie ausleuchten gehen offensichtlich auf die Batterielebensdauer. Wenn dann noch klirrende Kälte hinzu kommt, sinkt die Lebensdauer der Batterien dramatisch. Im kalten Winter 2011 mit Temperaturen von -20°C und tiefer waren bei der StealthCam bereits nach wenigen Wochen neue Batterien fällig. Das ist gleich doppelt ärgerlich. Versagen die Batterien, fehlen nicht nur die Aufnahmen. Bei neu eingesetzten Batterien muss auch das ganze Menü wieder durchgearbeitet werden: Datum, Uhrzeit, Auflösung, Zoom-Optionen etc. Sehr nervig.

Die neueren Wildkameras von ALDI und Dörr haben das Batterieproblem nicht in gleichem Maße. Selbst bei Kälte reicht bei unserem Praxistest ein Batteriesatz (8x AA-Mignon) für mehrere Monate. Die Dörr war nach mehr als einem halben Jahr und trotz beinhartem Winter immer noch mit dem gleichen Batteriesatz unterwegs! Auch unsere ALDI-Wildkamera ist kein Batteriefresser. Allerdings berichten viele Nutzer der Maginon WK1 von katastrophalem Batterie-Verbrauch. In diesem Fall dürfte ein Fehler vorliegen. Umtauschen!

Externe Stromquellen wie zum Beispiel eine 12-V-Batterie, am besten noch in Lithium-Ausführung können dauerhaft Abhilfe schaffen. Ansonsten empfiehlt es sich, zur Kontrolle der Wildkamera nicht nur eine frische Speicherkarte, sondern sicherheitshalber auch einen Satz neuer Batterien mitzuführen. Bei ALDI, LIDL und Co. werden die AA-Batterien recht preiswert im praktischen 8er-Satz verkauft.

Ordentliche Bildqualität: Die Bildqualität aller getesteten Wildkameras ist vollkommen in Ordnung. Die Tag-Aufnahmen brauchen den Vergleich zu vielen Digital-Kameras kaum zu scheuen. Nachts darf man angesichts der Ausleuchtung mittels LEDs keine Wunder erwarten. Im Taschenlampenschein gelingen ja auch mit einer teuren Kamera keine guten Bilder. Die Bilder der Stealth Cam sind immerhin auch auf mittlere Entfernungen von 5-10 m noch recht gut ausgeleuchtet und hinreichend präzise. Im direkten Vergleich sind die Bilder der günstigeren Dörr allerdings eindeutig besser. Bei der ALDI-Wildkamera sind die Nachtaufnahmen im Nahbereich leider oft völlig überbelichtet.

Wald-Prinz Fazit: Die wahre Qualität einer Wildkamera kann man erst im direkten Vergleich zueinander ermitteln. Wer für 99 € eine ALDI Wildkamera gekauft hat und die ersten Aufnahmen sieht, mag durchaus zufrieden sein. Aber wieviele Bilder hätte eine andere Wildkamera in der gleichen Situation gemacht? Nach Monaten der Dauernutzung auch unter widrigsten Bedingungen mit Temperaturen unter -20°C steht unser Favorit ganz klar fest: Die Dörr SnapShot MINI UV552. Hier stimmt einfach alles. Diese Wildkamera bereitet und extrem viel Freude. Keine andere Wildkamera in unserem Test hat auch nur annähernd so zuverlässig qualitativ hochwertige Bilder abgeliefert. Im Vergleich dazu ist die ALDI-Wildkamera ein Blender. Hier sieht auf dem Papier alles Top aus. Aber in der Praxis enttäuscht diese Fotofalle auf ganzer Linie. Schreckliches Gehäuse, kryptische Bedienung und das Schlimmste – kaum ordentliche Bilder. Sorry ALDI.

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149 Kommentare

  1. Hallo Waldprinz,

    danke für die tolle Seite! Ich möchte mir eine Wildkamera für meinen Hof zulegen. Es wird eine Dörr Snapshot werden, bin mir jedoch noch nicht sicher welches Modell. Ich würde die Kamera auch gern zur Objektüberwachung verwenden, brauche jedoch eine Reichweite von mindestens 12m. Eine Black Ausführung wäre mir lieber. Gibt’s große Unterschiede in der Reichweite zwischen der Mini, Pro und Extra?

    Weiters würde ich auch gern Zeitrafferaufnahmen von Landwirtschaftlichen Kulturen machen, können das alle 3?

    Lg.

  2. Hallo Waldprinz,

    es ist auch als nur – Wald – Wanderer spannend, hier zu lesen.

    Ich stand gestern vor der Aldi Kamera, war mir aber nicht sicher.

    Denn ich benötige eine Kamera, die innerhalb meines Hauses aufnimmt. Sie soll dabei nicht zu sehen sein und einen Blitz braucht sie auch nicht.

    Klein, still und absolut unauffällig sind die geforderten Parameter.

    Haben Sie einen Tipp??

    Merci vielmals!!

    Herzliche Grüße,

    Bernie

  3. Hallo Bernie,

    die ALDI Wildkamera macht per se keine schlechten Bilder. Ihr größtes Manko ist die schrecklich fummelige Bedienung, die in Kombination mit dem nicht optimalen Menü bzw. der Vielzahl an völlig unnötigen Einstellungsmöglichkeiten leider häufig dazu führt, dass man die Kamera nicht richtig eingestellt hat und sie dadurch keine Fotos macht. Weiterhin ist die Auslöseverzögerung im Vergleich viel zu träge. Da geht einem viel durch die Lappen, was man aber erst im direkten Vergleich mit anderen Wildkameras wirklich realisiert. Die Batterielebensdauer ist auch nicht gut und schlussendlich ist der Blitz nicht unsichtbar. Und wenn Sie innerhalb des Hauses arbeiten, schaltet jede Wildkamera auf Blitz um, wenn nicht das volle Tageslicht zur Verfügung steht. Jetzt könnte man meinen, die Waidlife 12 MP im gleichen Gehäuse wäre eine Alternative, aber diese “blauen LEDs” auf 940nm sind so schwachbrüstig, dass nachts der Blitz zwar tatsächlich unsichtbar ist, aber mit dieser funzeligen Ausleuchtung sind die Nachtaufnahmen so miserabel, dass man es auch gleich lassen kann. Und damit kommen wir – mal wieder – zur Dörr SnapShot Mini BLACK. Auch wenn wir uns schon langsam wie eine Außenstelle von Dörr anhören (was wir nicht sind!). Das ist einfach in dieser Preiskategorie der beste Deal. Diese Wildkamera wäre auch für Sie die beste Lösung. Genauso groß wie die ALDI Maginon Wildkamera, unfassbar lange Batterie-Standby-Zeit, sehr solide Auslösung, tolle Bildqualität usw. Wenn Sie ein wenig sparen wollen, empfehlen wir Ihnen die Dörr SnapShot Mini Black Limited. Die wurde anlässlich des 40. Geburtstages von Dörr aufgelegt. Einige Funktionalitäten wurden zwar abgespeckt, aber alles in der Praxis relevante kann diese Wildkamera. Das würde uns doch sehr wundern, wenn Sie mit dieser Wildkamera nicht jahrelang Freude hätten!

    Liebe Grüße – der Wald-Prinz

  4. Hallo Wald Prinz,

    Tolle Seite und kompetent geschrieben.
    Ich möchte mir ne Dörr SnapShot Mobil Anschaffen.
    Bin aber verunsichert , ob ich die Black Version nehmen soll oder die mit normalen led s.
    Sind die Aufnahmen bei der Black Version deutlich schlechter als bei der led Version?
    Will die Kamera auch zum Objektsxhutz hernehmen.

  5. Hallo,

    eine Frage bezüglich der Snapshot extra black: ist die Blitzreichweite deutlich besser als die Reichwete der Mini black ? Welce Vorteile/ Nachteile hat die extra im Vergleich zur Mini?

    Lg

  6. Hallo Klaus,

    @ “Ich möchte mir ne Dörr SnapShot Mobil anschaffen. Bin aber verunsichert, ob ich die Black Version nehmen soll oder die mit normalen LEDs.”

    Ganz klare Anwort: die mit Black LEDs! Die Dörr SnapShot Mobil Black ist die ideale Überwachungskamera. Die Reichweite der Black-LEDs kann bei dieser Wildkamera ja übrgens in zwei Stufen eingestellt werden. Auf höchster Stufe ist die Ausleuchung auch bei den BLACK LEDs mehr als ordentlich! Wir haben diese Wildkamera gerade im Test, sie hängt also im Wald. Der Bericht folgt in Kürze.

    Vorab schon einmal: es ist recht mühsam, bis man die SnapShot Mobil am Laufen hat. Das beginnt beim Datentarif für die notwendige SIM-Karte. Hier haben wir eine Congstar Prepaid-Karte mit 500 MB Datenvolumen/Monat gewählt (9,90 €/Monat), weil wir in unseren Waldstücken mit dem Telekom-Netz erfahrungsgemäß die beste Abdeckung haben. Erstaunlicherweise hätte die kleiner Tarifoption (200 MB zu 7,90) vollkommen ausgereicht. Denn die Bilder, die wir uns auf unsere Email-Adresse schicken lassen, sind nur rund 50 kB groß und man kann trotzdem genug erkennen (die hochauflösenden Bilder speichert die Kamera ja weiterhin auf die SD-Karte). 200 MB reichen also für rund 4.000 Bilder! Wenn man diesen Datentarif also endlich hat, muss die Wildkamera eingerichtet werden. Dazu ist zunächst eine Datei von der Kamera auf die SD-Karte zu kopieren, die dann am heimischen PC konfiguriert wird. Wer die Bilder nicht per teure MMS sondern via das günstigere GPRS veresenden möchte, muss in der Tat den Mailversand einrichten (SMTP-Server Name des verwendeten Mailanbieters, Port-Nummer, Benutzername, Passwort). Danach muss die Datei auf der SD-Karte gespeichert werden, um diese Datei dann wieder auf die Kamera zu übertragen. Klingt mühsam, ist mühsam. Aber wie gesagt, wir schreiben gerade an dem Bericht inkl. Anleitung.

    Das Ergebnis ist die Mühe allerdings wert. Denn die Wildkamera selbst ist natürlich bewährte Dörr-Technik (tolle Bildqualität, schnelle Auslösung, Top-Gehäuse etc.). Wir sind bisher sehr begeistert von dieser Wildkamera. Sie eröffnet ja durch den Mobilfunkversand der Bilder ganz neue Möglichkeiten. Man muss nicht mehr in relativ kurzen Abständen zur Kontrolle der Wildkamera hin- und herfahren, sondern weiß aus der Ferne, wann wirklich etwas passiert ist. Gerade in der Objektüberwachung ist das natürlich Gold wert. Denn in der Regel bzw. im Idealfall und je nach Aufstellungsort passiert ja einfach gar nichts. Aber wenn etwas passiert, wird man augenblicklich informiert. Tolles Ding!

    LG – der Wald-Prinz

  7. Hallo gernot,

    @ “ist die Blitzreichweite deutlich besser als die Reichwete der Mini black ? Welce Vorteile/ Nachteile hat die extra im Vergleich zur Mini?”

    Bei der SnapShot Extra Black beträgt die Blitzreichweite ca. 20 Meter, wohingegen die SnapShot Mini Black ca. 8 Meter Blitzreichweite. Hört sich dramtisch an, ist es in der Praxis nicht so unbedingt, da bei beiden der Bewegungssensor eine Reichweite von 12 m hat. Die überwachte Fläche leuchten beide recht gut aus. Aber wenn es wirklich eine größere Fläche ist (gesamte Kirrung, größerer Hofbereich, etc.), hat die Extra natürlich nachts deutliche Vorteile, wenn das Objekt etwas weiter von der Wildkamera entfernt ist. Nachteile der Extra: größer, daher schlechter zu verstecken und natürlich teurer ;-)

    LG – der Wald-Prinz

  8. Hallo Wald-Prinz,

    ich möchte die Wildkamera Dörr Snapshot MINI kaufen.

    Habe jetzt bei Amazon zwei verschiedene gefunden und kann den Unterschied nur im Preis und in der Display-Größe erkennen oder gibt es noch andere Unterschiede?

    Hier sind die beiden Kameras:
    Doerr Snapshot MINI 5.0 MP IR ( 5 Megapixel (3 Zoll Display) 164 Euro
    Wildkamera Dörr Snapshot MINI 5.0 MP IR (3.5 cm Display) 144 Euro

    Übrigens eine ganz tolle Seite, die mir bei der Entscheidung sehr geholfen hat.

  9. Hallo Frau Jordan,

    bei der Teureren handelt es sich um die SnapShot Mini Black. Die hat im Gegensatz zur 144 € günstigen SnapShot Mini sog. Black-LEDs, die in der Nacht völlig unsichtbar sind. Ansonsten ist alles gleich. Wenn Sie nicht nur Tiere damit ablichten wollen, sondern vielleicht auch mal den ein oder anderen Bösewicht, empfehlen wir Ihnen die Black.

    LG – der Wald-Prinz

  10. Hallo Wald-Prinz,

    großes Lob, super Seite!
    Habe aber noch Entscheidungsschwierigkeiten.
    Ich benötige eine Kamera die Videos von mind. 30sec. bei Tag und bei Nacht macht. Ganz wichtig mit Ton.
    Ziel sind Igel, Rehe, Menschen die im Garten „rumschleichen“ usw.
    Nur weil eine Kamera Videos aufnimmt, nimmt sie ja nicht unbedingt auch den Ton auf!?
    Noch ne andere Frage. Die Kameras mit den Panoramaaufnahmen, betrifft das nur Fotos oder auch Videos?

    Schon mal vielen Dank und viele Grüße
    Rebecca

  11. Liebe Rebecca,

    “Ich benötige eine Kamera die Videos von mind. 30sec. bei Tag und bei Nacht macht. Ganz wichtig mit Ton.”

    Ihre Anforderung ist relativ vielschichtig, auch wenn man das zunächst gar nicht vermuten sollte. Wir haben in der forstlichen Praxis bereits einige Videos gemacht. Eines davon haben wir auf unserem Youtube-Channel hochgeladen (https://www.youtube.com/user/WaldPrinzDe). Sie werden den gruseligen Ton bemerken. Das ist wohl ein verbreitetes Manko der Moultrie D555i (Weitwinkel-/Panorama-Wildkamera), jedenfalls hat unsere Recherche einige Leidensgenossen mit dem gleichen Problem ergeben.

    Einmal ganz abgesehen von diesem kameraspezifischen Problem. Video bedeutet, dass nachts die ganze LED-Batterie während der Aufnahme vollständig leuchtet. Das heisst:

    1. dramatisch niedrigere Standby-Zeit aufgrund des hohen Batterieverbrauchs,
    2. man MUSS eine Black-LED Kamera nehmen, da diese ständig leuchtende Lichtquelle bei den regulären LEDs tatsächlich mit hoher Wahrscheinlichkeit entdeckt würde

    Black-LEDs sind aber einfach nicht so leistungsfähig wie die regulären LEDs => schlechtere Bildqualität inbsbesondere bei einem Video. Da rauscht es selbst bei den besten Kameras beträchtlich. Haben Sie dann auch noch eine Wildkamera mit kleinem LED-Feld und leistungsschwachen schwarzen bzw. blauen LEDs (z.B. Waid-Life 940nm) können Sie Nachtaufnahmen getrost vergessen.

    Uns persönlich sind 3 gestochen scharfe Fotos lieber, als ein 30 Sek. schummeriges Video.

    Zudem tut Ihnen kein Objekt den Gefallen, sich 30 Sek. im Erfassungsbereich der Fotofalle aufzuhalten. Das ist eine Praxis-Erfahrung. 30 Sekunden sind wirklich lang!

    Ach ja, Stichwort Speicher-Kapazität: Bei Videos haben Sie in der Tat rubbeldiekatz die SD-Karte voll. Während eine 2GB-Karte selbst mit hochauflösenden Fotos kaum voll zu bekommen ist, schaffen Sie das mit Videos in kürzester Zeit. Größere SD-Karten bringen nur bis zu einem gewissen Grad Abhilfe. Denn während mit 2-/4-GB SD-Karten alle Wildkameras hervorragend zurecht kommen, nehmen die Probleme mit größeren SD-Karten massiv zu. Die Kamera reagiert zunehmend langsamer und verweigert auch gerne einmal völlig den Dienst.

    Falls Sie jetzt immer noch Videos drehen wollen, würden wir Ihnen in diesem Fall zur raten. Dörr-Kameras haben leider keine HD-Videos, sonst hätten wir Ihnen unsere heißgeliebte empfohlen (hat eben nur VGA-Videos).

    Beste Grüße – der Wald-Prinz

  12. Hallo Team von Wald-Prinz,

    erst einmal ein großes Lob für die ausführlichen Infos auf dieser Seite.

    Ich benötige bitte Eure Hilfe.

    Für Bild-/Video-Aufnahmen von Fledermäusen würde ich mir gerne eine Kamera zulegen.

    Worauf muss ich da achten?

    Könntet Ihr da eine Empfehlung abgeben?

    Vorab vielen Dank

    Grüße aus Dithmarschen
    Detlev

  13. Hallo Detlev,

    @ “Für Bild-/Video-Aufnahmen von Fledermäusen würde ich mir gerne eine Kamera zulegen.”

    reflexartig raten wir immer zur Dörr SnapShot Mini. Und i.d.R. sogar zur SnapShot mit regulären LEDs, da wir bei Tieren einfach nicht bestätigen können, dass diese durch das kurze rote Glimmen verschreckt werden. Die Videos sind zwar nur VGA-Qualität, das reicht aber meist aus. Für 144 € gibt es einfach keine bessere, schnellere, zuverlässigere Wildkamera.

    Wenn es HD sein soll, dann ist die Bushnell HD eine gute Wahl.

    Achtung vor No-Name Wildkameras, die mit HD-Videoauflösung protzen. Wir haben noch nicht eine einzige No-Name-Wildkamera ausprobiert, die wirklich was kann. Das ist alles China-Schrott! Also bleiben Sie bei Dörr, Bushnell, Reconyx, Moultrie oder Cuddeback. Wer vermeintlich billig kauft, kauft doppelt ;-)

    LG – der Wald-Prinz

  14. Hallo Wald-Prinz,
    man findet jetzt verschiedentlich Kameras mit blauen Leuchtdioden, mit dem Hinweis, dass diese unsichtbar sind und vom Wild, so wie die Schwarzfilter, nicht wahrgenommen werden. Diese Dioden zeichnen sich wohl auch durch eine größere Leuchtreichweite aus. Ist es wirklich so? Seit einiger Zeit sind ja die Wildwarnreflektoren blau und sie sollen wegen der blauen Farbe eine höhere Scheuchwirkung haben. Wie passt das jetzt zusammen?
    Ich habe den Eindruck, dass in meinem Revier die Kameras mit ungefilterten Dioden das Wild beunruhigen, die Black-LED Kamera hat mir aber eine zu geringe Leuchtreichweite. Die erwähnten 20m bringt die Dörr Snapshot definitiv nicht. Ich trage mich mit dem Gedanken, eine Kamera mit blauen LED’s auszuprobieren. Gibt es hier verwertbare Erfahrungen?
    Gruß, Gerhard

  15. Hallo Gerhard,

    @ größere Leuchtreichweite bei blauen LEDS? Ganz im Gegenteil. Die blauen LEDs emittieren auf 940 nm (die regulären Wildkamera-LEDs auf 850 nm). Das bedeutet in der Praxis, dass das Infrarot Licht im 850 nm Bereich eine etwa doppelt so große Reichweite gegenüber dem kurzwelligere Infrarot Licht im 940 nm Bereich hat. Also lassen Sie sich nix erzählen. Unsichtbare LEDs gehen immer auf Kosten der Blitzreichweite. Das ist schlicht Physik.

    Dörr versucht bei seinen Black-LED Kameras nicht ohne Grund die niedrigere Reichweite der 940-nm LEDs mit einer größeren Anzahl an LEDs zu kompensieren. Wenn Ihnen die Reichweite der SnapShot-Black nicht ausreicht, dann werden Sie mit der von Ihnen angesprochen Wildkamera mit blauen LEDS wohl Ihr blaues Wunder erleben. Denn wenn ein Hersteller das ohnehin schlechte Gehäuse der ALDI- bzw. LTL Acorn-Wildkamera nimmt und die ohnehin schon knapp bemessenen 24 LEDs gegen blauen 940nm-LEDs austauscht, können Sie die Wildkamera nachts auch getrost ausschalten. Dagegen ist eine Kerze Flutlicht.. Wir haben so eine Wildkamera mit ach so tollen blauen LEDs im Einsatz… Die ist noch schlimmer, als die ALDI-Wildkamera. Gröbste Übersetzungsfehler im Menü, einen der beiden Verschluss-Clips auch noch weggespart, mit dem Ergebnis, dass das Gehäuse immer von alleine aufspringt. Mega-lahme Auslösung (oder meist einfach gar keine), vollkommen unbrauchbare Nachtaufnahmen. China-Schrott…

    @ Blau = Scheuchwirkung: Ja dieser Mythos ist unserer Meinung nach noch zu beweisen. Jedenfalls kauen die Wildschweine in unserem Wald genüsslich auf unseren extra blauen Terminaltriebschutzmanschetten herum. Dass die Farbe Blau eine Scheuchwirkung hat, ist offensichtlich noch nicht bis zu unseren Eifel-Wildschweinen vorgedrungen. Vielleicht sind die auch einfach nur ignorant. Eifler eben ;-)

    @ Blaue LEDs = Scheuchwirkung? Die LEDs sind zwar bläulich, aber das Licht ist es ja nicht. Die schwarzen LEDs leuchten die Szenerie ja auch nicht mit Schwarz-Licht aus. Sowohl Black-LEDs als auch die bläulichen LEDs sind tatsächlich unsichtbar und scheuchen weder Einbrecher noch Wild. Ohnehin haben wir den Eindruck, dass das Wild weniger auf die LED-Art, als viel mehr auf das Geräusch der Filterscheibe reagiert, die nachts vor die Linse gesetzt wird. Wenn es das erste Nachtbild des Tages (bzw. der Nacht) ist, macht es bei einigen Wildkameras wie z.B. der ALDI-Wildkamera deutlich vernehmbar “Klick”. Das dürfte eher der Grund sein.

    Beste Grüße – der Wald-Prinz

  16. Hallo und guten Abend,

    ich möchte mir evtl. gerne ein Wildkamera kaufen.

    Danke für den Bericht.

    Gibt es eine Möglichkeit an die Bilder zu kommen ohne jedesmal das Gehäsue öffnen zu müssen und die Karte zu entnehmen?

    Daher dachte ich an die SPYPOINT Tiny-W , hat jemand damit Erfahrungen, auch wegen der Reichweite?

    Gerne nehme ich Rat an und freue mich auf Rückmeldungen,

    einen schönen Abend

    Gerd

  17. Hallo Zusammen
    ich möchte mir auch gerne eine DÖRR-Wildkamera kaufen.
    Nun kenne ich leider nicht den Unterschied zwischen den beiden Modellen Dörr SnapShot PRO Black 8.0 MP und der Dörr SnapShot MINI / MINI BLACK 5.0 MP.
    Ist das nur der Unterschied in der Größe undd em Anzeige-Display?
    Welche Kamera ist vom Konzept her neues oder besser in der Aufnahmefunktion und in der Bildqualität?
    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir hier weiter helfen könnten.
    Besten Dank schon im Voraus!
    Viele Grüßen
    Jörg Kahl

  18. Hallo Herr Kahl,

    @ “Nun kenne ich leider nicht den Unterschied zwischen den beiden Modellen Dörr SnapShot PRO Black 8.0 MP und der Dörr SnapShot MINI / MINI BLACK 5.0 MP.”
    Das ist bei Dörr in der Tat unnötig unübersichtlich. Aber de facto ist die SnapShot Pro die ältere Generation. Aktuelle Wildkameras sind die SnapShot Mini und die SnapShot Extra (letztere gibt es dann noch mal als Mobil-Version “SnapShot Mobil”).

    Die Frage sollte also eher lauten “soll ich die SnapShot Mini oder die SnapShot Extra kaufen?”. Das ist ein bisschen wie die Entscheidung zwischen 3er BMW und 5er BMW. Wer das Geld ausgeben möchte, kauft sich den 5er (SnapShot Extra) und hat den Vorteil einer größeren Ausleuchtung (bei der regulären Version sind das dann 28 vs. 40 LEDs, bei den Black-LED Versionen sind es 40 vs. 60 LEDs) und einem ordentlich großen Farbdisplay (das Display der SnapShot Mini ist gut umd die Einstellungen im Menü vorzunehmen. Mehr nicht). Dafür ist die SnapShot Extra aber auch deutlich größer.

    Die zweite Frage sollte lauten: “benötige ich wirklich die Black-LED-Versionen der Dörr-Kameras?” Die Bildqualität ist tagsüber bei allen vier Kameras (Mini regulär/black, Extra regulär/black) identisch, nachts liefern die beiden Kameras mit regulären LEDs die besseren Bilder. Denn der Unterschied zwischen regulären LEDs und Black LEDs ist deutlich größer (reguläre LEDs = bessere Ausleuchtung), als der Unterschied zwischen Mini und Extra. Wer allerdings nachts möglichst gute Bilder bei unsichtbarem Blitz haben möchte, landet logischerweise bei der SnapShot Extra Black. Aber ganz im Ernst: wenn ein ungebetener Gast die Wildkamera entdeckt und tatsächlich klaut, dann passiert das meist tagsüber. Und dann ist es herzlich egal, ob die Wildkamera Black LEDs hatte, oder reguläre LEDs. Die Wahrscheinlichkeit, dass er die Wildkamera nachts entdeckt, weil er zufällig genau im richtigen Moment das schwache rote Glimmen der regulären LEDs bemerkt, ist in der Praxis gleich Null. Es ist relativ unrealistisch, dass ein Bösewicht in völliger Dunkelheit arbeitet. Und wirklich nur dann kann man das Glimmen sehen.

    LG – der Wald-Prinz

  19. Hallo,

    Großes Lob für die tolle Seite.
    Ich möchte mit eine Dörr Snap Shot Mini Black für den Diebstahlschutz meiner Bienenkästen und für den Diebstahlschutz im Winter für meinen Wald zulegen. Meine Frage wäre:
    Kann man die Kamera für die Zeit austellen solange man z.B. an seinen Bienenkästen arbeitet oder sich eben selbst an der Stelle aufhält, die per Kamera überwacht werden soll, damit nicht permanent Fotos gemacht werden oder schaltet die nach 10 Fotos beispielsweise ab und geht dann erst wieder nach 10 min. an??
    Haben die Kameras so etwas?

    Gibts denn schon einen günstigen Chip, den man in die Kamera setzen kann, das man sie per GPS orten kann, falls sie entwendet wurde?

    Danke im voraus.
    Johann

  20. Hallo Johann,

    @ “Ich möchte mit eine Dörr Snap Shot Mini Black für den Diebstahlschutz meiner Bienenkästen und für den Diebstahlschutz im Winter für meinen Wald zulegen.” Kaufen Sie sich eine Dörr SnapShot Mini mit regulären LEDs. Die Vorteile: 20€ günstiger, größere Blitzreichweite in der Nacht bzw. bessere Fotos in der Nacht. Sie werden jetzt sagen “Ja aber die sieht man doch nachts…”. Wenn es so dunkel ist, dass man den kurzen Blitz im Moment der Aufnahme sieht, ist es auch für einen Übeltäter zu dunkel. In der Praxis werden die Wildkameras am Tag geklaut, nicht in der Nacht.

    @ Ausschalten: Am wirklich einfachsten ist es, den Deckel aufzumachen und die Kamera für die Dauer der Arbeit auszuschalten. Das geht bei der Dörr ja viel einfacher, als z.B. bei der ALDI-Wildkamera. Lassen Sie den Deckel offen stehen, dann vergessen Sie auch nicht, die Wildkamera wieder anzustellen. Sie können natürlich die Zeit definieren, die zwischen zwei Aufnahmen bzw. Aufnahmeserien (wie empfehlen 3 Fotos in Folge) vergehen soll. Aber das ist kontraproduktiv. Denn die Pause zwischen den Aufnahmen soll eigentlich möglichst kurz sein. Im übrigen ist es nicht schlimm, wenn Sie massenhaft unnötige Fotos machen. Wenn Sie einen 4GB-Chip einsetzen, werden Sie diesen mit Fotos in der Praxis never, ever voll bekommen. Unser Motto: je mehr Fotos, desto besser! Löschen kann man immer.

    @ GPS-Chip: so etwas gibt es unseres Wissens nicht. Eine gute Alternative ist die SnapShot Mobil von Dörr. Da bekommen Sie die Bilder in sehr guter Qualität kurz nach der Aufnahme per Mail zugesandt. Im Zweifelsfall auch die Bilder des Kamera-Diebs. Wir haben auch diese Wildkamera im Einsatz und sind sehr begeistert davon. Aber auch diese Wildkamera hat einen Haken: Bis sie wirklich läuft, geht man im Vergleich zu der super bedienungsfreundlichen SnapShot Mini ein wenig “durch das Tal der Tränen”. Schließlich muss man eine extra Prepaid-SIM-Karte mit Datentarif organisieren (Eine Daten-Flat is übrigens NICHT notwendig, da die versendeten Fotos nur ca. 50 kB groß sind; da wird der normale MB-Verbrauchstarif günstiger!) und dann muss man der Kamera beibringen, über welchen Mailaccount sie die Bilder an welche Mailadresse versenden soll. Zudem kostet sie mehr als doppelt soviel, wie eine SnapShot Mini inkl. Python Kabelschloss. Man könnte also für das gleiche Geld die eine Wildkamera mit der anderen absichern. Aber wie gesagt, wenn die SnapShot Mobil läuft ist das eine super Sache!

    Viel Spaß beim Imkern – der Wald-Prinz

  21. Hallo,

    ich möchte aus gegebenem Anlass unseren Parkplatz überwachen. Er ist vom Haus aus einsehbar, so dass ich die Kamera diebstahlsicher, aber von der Straße aus einsehbar, an der Dachrinne befestigen kann. In der Waagerechten beträgt die Entfernung vom Haus zum Parkplatz 10-12 m, von der Dachtraufe aus geschätzte 15-18 m. In Blickrichtung der Kamera steht eine Natriumdampf-Hochdrucklampen (orangefarbenes Licht). Was für ein Modell würden Sie empfehlen?

    Besten Dank im Voraus
    Andreas

  22. Hallo Andreas,

    @ “vom Haus zum Parkplatz 10-12 m, von der Dachtraufe aus geschätzte 15-18 m” – grenzwertig. Da ist zum einen der Aspekt der Reichweite des Bewegungsmelders, dann die Reichweite des Blitzes und nicht zuletzt die Bildqualität, um auf diese Entfernung auch nachts noch etwas erkennen zu können. Wir hatten angesichts der Fläche kurz an eine Panorama-Kamera wie die Moultrie D-555i gedacht, aber bei der Entfernung erkennen Sie aufgrund der verzerrenden Weitwinkeloptik einfach nichts mehr auf den Bildern.

    @ “In Blickrichtung der Kamera steht eine Natriumdampf-Hochdrucklampe”: Das wird wahrscheinlich zu recht ordentlichen Aufnahmen selbst bei Nacht führen. Nichtsdestotrotz werden es des nachts Schwarz-Weiß-Aufnahmen werden. Die Wildkameras schalten ja bereits während der Dämmerung auf Schwarz-Weiß um.

    Vor dem Hintergrund Ihrer Anforderungen empfehlen wir Ihnen die Dörr SnapShot Extra (nicht als Black!!!). Da haben Sie eine extrem solide Wildkamera, die mit 40 LEDs eine große Fläche auch in der Distanz ausleuchtet. Die Black-Version ist zwar nachts unsichtbar, das ist in Ihrem Fall aber egal (Dachrinne). Ansonsten muss man bei der Black Einbußen bei der Reichweite und der Batterielebensdauer in Kauf nehmen. Mit der Extra dürften Sie viel Spaß haben! Alternativ können Sie die Dörr SnapShot Mini” title=”Dörr SnapShot Mini” target=”_blank”>Dörr SnapShot Mini ausprobieren. Die kostet immerhin 70 € weniger und dürfte in Ihrem Fall (Straßenlampe) fast genau so gut funktionieren.

    LG – der Wald-Prinz

    P.S.: Sie müssen ein wenig aufpassen, wenn Sie öffentlich zugänglichen Raum überwachen. Das ist ja im §6 des Bundesdatenschutzgesetzes geregelt, u.a. ist dann auf die Überwachung hinzuweisen.

  23. Hallo,

    ich besitze seit ca 1,5 Jahren die Bushnell Trophy Cam HD, die ich immer im Videomodus einsetze und mit der ich bislang eigentlich zufrieden bin.
    Ich möchte mir nun aber eine zweite Wildkamera zulegen und dabei vielleicht auch ein anderes Gerät ausprobieren bzw. den technischen Fortschritt der letzten Jahre mitnehmen. Da ich gerne die Videofunktion nutze und das Wild in meinem Revier überwiegend nachtaktiv ist, benötige ich eine Wildkamera mit einer guten Reichweite und Detailschärfe bei Nacht.

    Daher wollte ich mal anfragen, welche Wildkameras mit Nachtfunktion man heute empfehlen kann. Sind auf dem Markt mittlerweile neuere und bessere Geräte mit nächtlicher Videoaufnahme erhältlich (Dörr, Moultrie, StealthCam usw)? Zur nächtlichen Videoaufnahme findet man allgemein nur wenig Informationen.

    Beste Grüße
    Hans

  24. Hallo Ihr Lieben,

    folgende Probleme habe ich mit 2 neuen Modellen der Mobil Wildkameras.
    Die Seissiger GPRS Cam 2 und die Dörr Snapshot Mobil 5.1

    Beide Kameras werden mit der Sim der Anbieters Simple Sim betrieben.

    Ich nutzte bei beiden Kameras die sog. Zeitrafferfunktion ( bei Seissiger ) und Serienbild bei ( Dörr )
    Das heißt im Klartext: Ich möchte in Regelmäßigen Zeitabständen, in diesem Fall aller 3 Std. , ein Bild zugeschickt bekommen. Sowohl die Seissiger als auch die Dörr senden zuverlässig alle 3 Std. Tagsüber ein Bild.

    Doch beide Kameras senden immer in der Nacht zwei schwarzweiß Bilder ( auch im 3 Std. Intervall) und dann ist Schluss.
    Das heißt mein Problem ist, das nach den 2 Nachtaufnahmen tagelang überhaupt kein Bild mehr kommt.
    Auch auf den SD Karten beider Kameras sind die letzten Bilder identisch mit den letzten die übertragen wurden.

    Wenn ich beide Kameras ausschalte und wieder anschalte, funktioniert das ganze wieder bis sie jeweils 2 Nachtaufnahmen gemacht haben und dann ist schluss.

    Offensichtlich hängen sich die Dinger auf .
    Meine Frage ist nun: Schrott ? oder Konfigurationssache ?

    Liebe Grüße Marko

  25. Hallo und guten Tag,

    da ich noch keine Antwort bekommen habe, möchte ich meine Frage nochmals stellen:
    ich möchte mir evtl. gerne ein Wildkamera kaufen.

    Gibt es eine Möglichkeit an die Bilder zu kommen ohne jedesmal das Gehäsue öffnen zu müssen und die Speicherkarte zu entnehmen?

    Daher dachte ich an die SPYPOINT Tiny-W , hat jemand damit Erfahrungen, auch wegen der Reichweite?

    Sim-Karte entfällt total da es keinen Mobilfunk gibt, allerdings habe ich eine Firtzbox für das Festnetz.

    Gerne nehme ich Rat an und freue mich auf Rückmeldungen,

    einen schönen Abend

    Gerd

  26. Hallo Gerd,

    @ “Gibt es eine Möglichkeit an die Bilder zu kommen ohne jedesmal das Gehäsue öffnen zu müssen und die Speicherkarte zu entnehmen?”: Die SPYPOINT Tiny-W hat eine sehr beschränkte Reichweite hinsichtlich der Übertragung zur Blackbox. Der Hersteller gibt max. 250 ft (ca. 70 m an). In der Praxis dürfte die Reichweite deutlich niedriger sein. Auch muss man bedenken, dass die zur Blackbox gesendeten Bilder nicht die gleiche Qualität besitzen, wie die auf der SD-Karte gespeicherten. Sie besitzen eine deutlich geringere Auflösung, das man bei größeren zu übertragenden Daten schnell ein Batterieproblem bekommt. Wir sind nicht sicher, ob Sie mit dieser Wildkamera in Ihrem Anwendungsfall zufrieden sein werden.

    Wenn Mobilfunk nicht funktioniert ist die Tiny allerdings auch die einzige Alternative auf dem Markt. Es gibt im Wildkamera-Bereich keine W-LAN Kameras (macht ja keinen Sinn). So bleibt Ihnen also nur die Tiny zu testen, auf eine WLAN-Überwachungskamera auszuweichen, oder vielleicht doch einfach die SD-Karten zu wechseln. Für das Geld einer einzigen Tiny erhalten Sie ja entspannt zwei Dörr SnapShot Mini

    LG – der Wald-Prinz

  27. Hallo Wald Prinz Team,
    super Seite!

    Suche eine Kamera zur Überwachung von Viehweiden bzw. Weidezaun / Weidegerät welche beschädigt werden. Problem die große Länge des Zaunes und das Verstecken der Kamera.
    Welches Gerät empfehlen Sie? Snap Shot Mini / Mini Black, Snap Shot Extra / Extra Black oder was halten Sie von der Seissinger Special Can 2 (Angebot für 149 Euro)

    Die Snap Shot Mini Black hat 40 LED´s, die Snap Shot Pro Black 40 Low Glow LED´s und die Extra 60 black Vision LED´s. Wo sind die Unterschiede? Welche Vor-/Nachteile haben die Modelle?
    (Vergleich auch mit der Mini Limited Version)

    Oder sind normale LED´s doch besser? (fällt aber eher auf denke ich)
    Besten Dank nochmals!!!
    Daniel

  28. Hallo Daniel,
    @ “die Snap Shot Mini Black hat 40 LED´s, die Snap Shot Pro Black 40 Low Glow LED´s und die Extra 60 black Vision LED´s.” Vergessen Sie die SnapShot Pro, das ist quasi ein Auslaufmodell. Aktuell sind die SnapShot Mini, Extra und Mobil (die Mobil ist eine Extra mit Mobilfunkmodul) relevant. Alle diese Dörr Wildkameras gibt es mit regulären und mit Black-LEDs. Die Mini hat den Vorteil des günstigen Preises und der kleinen Größe (sehr gut zu verstecken). Die Extra hat logischerweise eine größere Blitzreichweite und macht nachts (und nur nachts) besser ausgeleuchtete Fotos.

    @ “Limited Version” Diese limitierte Version wurde auf Wunsch von Dörr (Jubiläum) von dem chinesischen Hersteller der Dörr-Wilkameras (Uovision) aufgelegt. Um einen attraktiven Preis zu rechtfertigen wurden Schnickschnack weg gelassen. Im Kern sind die Limited Wildkameras identisch und in der Praxis fallen die Einschränkungen (auf die wir in einem älteren Kommentar dezidiert eingegangen sind) nicht ins Gewicht. Ein guter Deal also.

    @ “Oder sind normale LED´s doch besser?” Unsere Empfehlung wäre ganz klar, dass Sie sich die SnapShot Mini Limited mit regulären LEDs zulegen, und davon lieber mehrere. Warum? Diese Wildkamera ist für das, was sie bietet ein echter Schnapper. Die Reichweite der regulären LEDs ist immer noch deutlich besser, als die der Black LEDs. In der Praxis ist eine größere Wildkamera mit Black LEDs immer noch diebstahlgefährdeter, als eine kleine, gut zu versteckende Wildkamera mit regulären LEDs. Und wenn Sie mehrere Wildkameras im Einsatz haben, die sich gegenseitig “decken” ist das immer noch die beste Diebstahlsicherung. Lesen Sie mal diesen lustigen Artikel hier: Dieseldieb überführt.

    LG – der Wald-Prinz

  29. Hallo Waldprinz-Team!

    Es ist sehr erfrischend, solch praezise, intelligente Informationen zu bekommen. Auch die absolut auf-den-Punkt-bringende Beantwortung diverser Anfragen habe ich sehr genossen! Das erlebt man hier in Australien selten! Ich werde mir 2 Doerr Snapshot Minis kaufen, um die in unserem kuerzlich erstandenen Waldgrundstueck beheimateten Kasuaren und Possums bei ihrem Treiben zu beobachten.

    Vielen Dank fuer die Entscheidungshilfe!

    Christina

  30. Hallo Waldprinz-Team!

    Großes Lob auch von mir für die tolle Seite.

    Nun zu meiner Frage.

    Ich habe eine Hütte in Alaska und suche eine Kamera die ein ganzes Jahr lang Bilder Aufnehmen kann da ich nur einmal im Jahr da bin, es würde mich unheimlich interessieren welche Besucher ich habe, sie sollte eine Deutsche Bedienungsanleitung haben, der zu Überwachende Bereich ist ca 10- 20m bei der Stromversorgung dachte ich an eine 12V Autobatterie, 110V Netzstrom ist auch vorhanden. Würde so etwas überhaupt funktionieren? Wie groß sollte der Speicherchip sein?
    ich hoffe das die frage nicht zu spät gestellt ist, in 2 Wochen geht’s los.

    Liebe Grüße Erwin

  31. Hallo Wald Prinz,
    was ist Eure Meinung zur:
    DÖRR SnapShot MOBIL 5.1 mit und ohn Black LEDs.
    Möchte sie zur Objektüberwachung einsetzen. Evntl. in Kombi mit Snap Shot Mini.
    Gruss
    AK

  32. Hallo Erwin,

    @ Ich habe eine Hütte in Alaska und suche eine Kamera die ein ganzes Jahr lang Bilder Aufnehmen kann da ich nur einmal im Jahr da bin: “die längsten Standby-Zeiten haben wir bei der Dörr SnapShot Mini mit regulären LEDs festgestellt. Wenn Sie hier Markenbatterien verwenden, können Sie so haarscharf an ein Jahr herankommen. Das ist in erster Linie von der Anzahl der der Bilde und dann noch mal i.w. von der Anzahl der Blitzaufnahmen abhängig. Also n Ihrem Fall sollten Sie nur konservative Einstellungen vornehmen (Sensorempfindlichkeit nicht zu hoch, nur 1 Bild, anstatt 3, auf gar keinen Fall Video)

    @: bei der Stromversorgung dachte ich an eine 12V Autobatterie: nur leider ist bei allen gängigen Wildkamera die externe Stromversorgung auf 6V ausgerichtet..

    @: 110V Netzstrom ist auch vorhanden: Das wäre noch die praktikabelste Lösung. Standard-Universal-Netzteil kaufen und mit dem Lötkolben ggfls. ein langes Kabel dazwischen setzen.

    @ Wie groß sollte der Speicherchip sein? In Ihrem Fall würden wir 8 GB vorschlagen. Hört sich wenig an, aber das entspricht rund 10-15 Bildern täglich (Nachtaufnahmen benötigen weniger Speicher).

    LG – der Wald-Prinz

  33. Hallo AK,

    @ “was ist Eure Meinung zur DÖRR SnapShot MOBIL 5.1 mit und ohne Black LEDs?” Wir haben die Version mit Black LEDs im Einsatz. Wenn man sie für die Objektüberwachung einsetzt, macht das schließlich Sinn. Wir haben zugegebenermassen ein wenig geochst, bis wir die Kamera am Laufen hatten. Denn wenn man nicht über die sündhaft teuren MMS versenden möchte, muss man schließlich einen kompletten Email-Versand einrichten. Das ist trotz der guten Anleitung nicht unbedingt jedermanns Sache. Wenn alles läuft, ist das eine supersolide Kamera. Dörr eben. Unserer Meinung nach die Beste Mobilfunk-Wildkamera. Vielleicht ein wenig groß. Die Mini läßt sich natürlich besser verstecken. Und die Kombi macht absolut Sinn. Wir sichern unsere teuren Wildkameras immer auch mit einer zweiten Wildkamera ab ;-)

    Noch ein Tipp zur richtigen SIM-Karte und dem richtigen Tarif: die Vorschaubilder, die man per Mail zugeschickt bekommt, kann man von der Größe her auf z.B. 80 kB beschränken. Das entspricht immer noch einer erstaunlich guten Auflösung. Eine Datenflatrate ist NICHT notwendig. Besser, man nimmt eine normale Prepaidkarte mit normaler Abrechnung nach MB. Wir haben Congstar (wg. dem Telekomnetz) im Einsatz.

    LG – der Wald-Prinz

  34. Hallo Wald Prinz,

    da es bereits öfters in unserem Vereinheim Einbrüche gab, haben wir uns überlegt eine Wildkamera anzuschaffen.
    Wir haben bereits viele Informationen gesammelt, doch durch unsere Unerfahrenheit mit solchen Geräten wollten wir von Ihnen eine evt. Empfehlung haben.
    Das Vereinsheim inklusive Geräteschuppen liegt sehr abgelegen von einer Strasse und ist mit vielen hohen Bäumen bewachsen.

    Wir bitten um Hilfe.

    Liebe Grüße

    Kaya

  35. Liebe Kaya,

    @ “Das Vereinsheim inklusive Geräteschuppen liegt sehr abgelegen von einer Strasse und ist mit vielen hohen Bäumen bewachsen.”: Das ist eigentlich das ideale Einsatzgebiet einer Wildkamera.

    Beim Stichwort “Vereinsheim” gehen wir einmal davon aus, dass das Geld nicht ganz so dick sitzt. Die günstigste Wildkamera, die wirklich gut ist, ist die Dörr SnapShot Mini für ca. 144 €. Das ist ein super solides Gerät mit drei entscheidenden Vorteilen:
    1. Keine Wildkamera löst zuverlässiger aus
    2. die StandBy-Zeit mit einem Batteriesatz ist unerreicht (mehrere Monate) und liegt um ein Vielfaches über der anderer Wilkameras
    3. die Wildkamera ist sehr klein und somit hervorragend unauffällig zu platzieren

    Partiell sind andere Wildkameras inzwischen besser. So überwacht die Moultrie Panoramic 150 einen Bereich von 150° und damit gut dreimal soviel, wie eine normale Wildkamera. Ein wirklich tolles Teil, das im Wildbereich granatenmäßig viele Bilder abliefert. Aber diese Wildkamera kommt nicht auf die StandBy-Zeiten einer SnapShot-Mini. Das ist in der freien Natur weniger tragisch, wenn man zur Kamera kommt und muss feststellen, dass die Batterien leer sind. Im Überwachungsbereich ist das natürlich ein NoGo. Zudem kostet die Moultrie gut 100 € mehr, man bekommt also zum gleichen Preis fast zwei SnapShot. Und das Ding ist echt groß. Unauffällig ist anders. Aber wie gesagt, keine andere Wildkamera überwacht eine größere Fläche!

    Eine Wildkamera, die in letzter Zeit stark verbessert wurde, ist die Willfine 2.6 C. Diese Wildkamera hat eine gewisse Historie hinter sich. Die ersten Geräte waren totale Grütze. Aber inzwischen hat man bei äußerlich identischem Gehäuse die Optik ausgetauscht und es wurden mehrere Softwareupdates (aktuell ist die Version 2.6.0.007) durchgeführt. Nun löst diese Wildkamera sehr zuverlässig aus (fast so gut wie die SnapShot Mini), hat eine exzellente Bildqualität und liefert nachts von allen Wildkameras mit Black LEDs die besten Bilder. In Deutschland kann man die Willfine 2.6 C z.B. über WaidLife beziehen. Aber bitte sofort nach der Lieferung die SW-Version checken! Der Nachteil dieser Kamera ist die etwas kryptische Bedienung. Und auch hier kommt die Batterielebensdauer nicht an die der Dörr ran.

    Wenn wider erwarten das Geld etwas lockerer sitzt, sollten Sie die Dörr SnapShot Mobil nehmen. So zuverlässig wie alle Dörr-Wildkameras (innen drin wird eigentlich immer die gleiche Elektronik verwendet), aber mit dem großen Vorteil, dass die gemachten Bilder sofort per Mobilfunk (idealerweise an eine oder auch mehrere (!) Email-Adressen) versendet werden. Da kann man im Zweifelsfall direkt die Polizei losschicken. Kostet aber saubere 370 €… Aber hier bitte nicht auf ein scheinbar günstigeres Gerät mit Mobilfunk ausweichen. Die taugen insbesondere von der Bildqualität bei Nacht recht wenig. Im Mobilfunkbereich ist die Dörr nach unserer Erfahrung die einzige Wildkamera, die was kann.

    Das mag sich etwas verwirrend anhören. Aber die Entscheidung hängt fast nur an Ihrem Budget. Mit der kleinen Dörr machen Sie nix verkehrt, einfache Bedienung, kein Schnickschnak. Ein supersolides Arbeitstier. Die Moultrie ist halt 100 € teurer, überwacht dafür aber auch eine riesige Fläche, sowohl in der Breite, as auch in der Tiefe (Vorsicht Datenschutz: nicht öffentlich zugänglichen Raum überwachen). Nochmal 100 € drauf und Sie haben eine ideale Überwachungskamera, die sie oder gleich mehrere Vereinsmitglieder im Moment der Aufnahme mit Bilder in nahezu Echtzeit informiert.

    Liebe Grüße – der Wald-Prinz

  36. Hallo Admin,
    Danke für die Antwort und auch der Bericht an Kaya hat mir geholfen. Noch zwei Fragen:
    – Wenn ich am Kameraort Strom habe, kann ich die Kamera per Strom versorgen oder geht es bei der Dörr Mobil und Snapshot nur per Akku?
    – Wenn ich die Dörr Mobil installieren und damit das Waldgelände um mein Haus bewache, kann ich die Dörr Mobil auch an meinen privaten Haus-Router anschließen, so dass ich nicht über eine SimKarte gehen muss?

    DANKE
    Alex K

  37. Hallo Alex,

    @ “Wenn ich am Kameraort Strom habe, kann ich die Kamera per Strom versorgen?”: Alle Wildkameras (alle!) haben einen Anschluss für eine externe Stromversorgung. Benötigt werden in der Regel 6V (Dörr, Moultrie, ALDI etc.), selten 12V (Willfine 2.6C). Dieser Anschluss ist eigentlich für eine externe Batteriebox gedacht, kann aber auch mit einem Netzteil bedient werden (Unbedingt auf die in der Bedienungsanleitung angegebene nAmpere-Zahl achten!!)

    @ “Wenn ich die Dörr Mobil installieren und damit das Waldgelände um mein Haus bewache, kann ich die Dörr Mobil auch an meinen privaten Haus-Router anschließen, so dass ich nicht über eine SimKarte gehen muss?” Eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Nein, das ist keine WLAN-Kamera, es gibt keine einzige WLAN-fähige Wildkamera. Also nix Router.

    Die gute Nachricht: die SIM-Karte ist kein Kostenfaktor. Wir dachten bei unserer Dörr SnapShot Mobil zuerst auch, dass wir unbedingt eine Daten-Flatrate benötigen. Aber in der Praxis reicht der hundsgewöhnliche Standardtarif. Wir haben eine Congster-Karte drin (wir wollten/brauchen die Telekom-Netz-Abdeckung). Da man im Menü einstellen kann, wie groß die Vorschaubilder sein dürfen und wieviele Bilder pro Tag max. versendet werden, läuft man keine Gefahr, dass die Kosten aus dem Ruder laufen. Ein Bild mit 800×600 (das ist schon mehr als die Bilder auf dieser Website haben), benötigt nur ca. 80 Kilobyte. Bei Congstar kostet so ein ein Bild umgerechnet 2,4 ct. Piece of Cake..

    LG – der Wald-Prinz

  38. Hallo Wald Prinz,

    vielen lieben Dank für die tolle und so schnelle Antwort.
    Nun können wir uns zusammen setzen und beratschlagen welche es werden soll.

    Eine abschließende Frage hätte ich aber noch.
    Sollten wir eine bzw zwei dieser Kameras installieren, müssen wir aus Datenschutzgründen bzw Privatrechtlichen Gründen die Mitglieder informieren oder reicht es wenn nur der Vorstand darüber Bescheid weiß.

    Vielen Dank bereits im voraus

  39. Liebe Kaya,

    @ “Sollten wir eine bzw zwei dieser Kameras installieren, müssen wir aus Datenschutzgründen bzw Privatrechtlichen Gründen die Mitglieder informieren oder reicht es wenn nur der Vorstand darüber Bescheid weiß.”: zwei Möglichkeiten:

    Erstens alle Mitglieder informieren, dass eine Überwachungskamera installiert ist (als Wildkamera wird sie ja in Ihrem Fall nicht eingesetzt).

    Alternativ kann man die Wildkamera nur zu den Zeiten in Betreb nehmen, zu denen keine Mitglieder anwesend sind. Dazu gibt es die Möglichkeit, dass die Kamera nur in einem festgelegten Zeitfenster Aufnahmen macht und aktiv ist. In der restlichen Zeit werden keine Aufnahmen gemacht. Bei der Dörr heisst diese Funktion “Timer”. Die Mitglieder ohne deren Wissen aufzunehmen ist KEINE Option! Das gibt nur Ärger – entweder mit den Mitgliedern und/oder mit dem Landesdatenschutz-Beauftragten. Die haben in Zeiten von NSA und Totalüberwachung nämlich offensichtlich nix dringenderes zu tun, als sich dem Thema “Wildkamera” zu widmen. Ein Schild “Achtung Vidoüberwachung” würde in den meisten Bundesländern aber wahrscheinlich schon wieder ausreichen (Datenschutz ist Landessache).

    Private Grundbesitzer können übrigens so viele Wildkameras wie sie wollen auf ihr nicht öffentlich zugängliches Privatgelände richten. Dagegen spricht kein Gesetz.

    LG – der Wald-Prinz

  40. Hallo Wald Prinz,
    hab mir Weihnacht 2013 die aldi Kamera und vor kurzem aufgrund dem oben geschriebenen eine dörr snapshot gekauft. Nach Vergleich bin ich mit Euren Komentaren nicht mehr einverstanden.
    Wenn ich die Aldi kontroliere, öffne ich 2 Bügel, nimm den vorderen Teil ab, kann kontrollieren was drauf ist, wechsel den chip, schalt sie wieder ein und clipse sie wieder fest. Und da das hintere Teil vom Gehäuse nicht verändert wurde, sitzt sie genau wieder an der gleichen Stelle wie vorher.
    bei der dörr, wenn ich die Lage nicht verändern will, muß ich mich bücken, an den Stamm quetschen oder sonstwas, um zu sehen ob irgend was drauf ist, das einzig bessere feature ist der schnappverschluß am Haltegurt.
    Dass die dörr mehr oder bessere Bilder macht, kann ich nicht bestätigen. Wenn Ihr sagt, Ihr hättet die Kameras übereinanander positioniert, dann war die Maginon wohl weiter oben positioniert.
    Werde mir bei der nächsten Möglichkeit noch eine Aldi Kamera kaufen.
    Die kleinen videos, aufgenommen an der Schweine- Kirrung bei Nacht sind eine Wucht
    Übrigens, eine verständliche Bedienungsanleitung liefern beide nicht, und bei keiner Kamera ist die Bedienerführung auch nur annähernd nutzerfreundlich

    waidmannsheil
    armin

  41. Habt Ihr Erfahrung mit Seissiger Wildkameras? Bin durch einen FB-Eintrag auch eine Seissiger GPRS-Cam aufmerksam geworden.

  42. Hallo Alex,

    @ “Habt Ihr Erfahrung mit Seissiger Wildkameras? Bin durch einen FB-Eintrag auch eine Seissiger GPRS-Cam aufmerksam geworden.”:

    Wir haben von einem Leser einige Fotos zugesendet bekommen, wo man bei Nachtaufnahmen den direkten Vergleich zwischen der Dörr SnapShot Mobil und der Seissiger GPRS-Cam sieht. Das und der Erfahrungsbericht des Lesers haben uns ausgereicht, diese doch immerhin 284 € teure Wildkamera nicht zu kaufen, um sie dann zu testen. Aber sehen Sie selbst: Seissiger GPRS-Cam vs. Dörr SnapShot Mobil.

    LG – der Wald-Prinz

  43. Guten Tag Wald-Prinz,

    aufgrund dieser Seite habe ich mir vor einiger Weile eine Dörr Snapshot Mini zugelegt.
    Die Ihren Dienst als kleine Überwachungskamera in Hof und Garten hervorragend leistet.
    Danke für Eure Seite.

    Nach einigen Tests mit Serienbild und Film kann man die Kamera gezielt für sich einsetzen.

    – beim nächsten Mal würde ich mir jedoch eine mit schwarzen LEDs kaufen, vor allem bei der Videofunktion sieht man die roten LEDs schon stark, egal wie gut man die Kamera an sich getarnt hat.

    – interessant ist: die Batterien sind noch fast voll, obwohl die Kamera seit Wochen 10-Sekunden-Filme macht bei der Hofüberwachung. Eine schöne Sammlung einiger Nachbarskatzen auf Tour im Hof bei Tag und Nacht.

    – Das Einstellen auf 15 Sekunden Film führte übrigens zu einer Woche Blackout ohne eine einzige Datei.
    10 Sekunden gehen, es wird gefilmt – 15 Sek. nicht, LEDs blieben dunkel – es passierte – nichts.
    Das läßt sich reproduzieren. Bug? Ist dies schon jemand anderem aufgefallen oder ist nur meine Kamera hier störrisch?

    Zu guter letzt eine Bitte um Hilfe:
    Auch dieser Geselle verirrte sich nachts kurz vor 2 in den Hof und schnupperte am Tellerchen und Wassernapf für die Nachbarskatze. Hier 5 Screenshots aus 2×10 Sek Film. Der weiße Fleck im Vordergrund ist leider ein Handtuch, dass der Sturm verwehte.

    Für einen Fuchs ist der Kopf doch zu schmal, oder?

    http://www.directupload.net/file/d/3726/f85j27gw_jpg.htm
    http://www.directupload.net/file/d/3726/fmy4tjcd_jpg.htm
    http://www.directupload.net/file/d/3726/65dtp6h7_jpg.htm
    http://www.directupload.net/file/d/3726/jlsn8cr2_jpg.htm
    http://www.directupload.net/file/d/3726/moh38vhs_jpg.htm

    Ich danke für die Hilfe,

    und sende viele Grüße aus der Eifel, Andreas

  44. Hallo Wald Prinz,

    auch ich finde eure Seite toll, aber trotzdem benötige ich eure Empfehlung.

    Ich habe seit einiger Zeit einen Mitbewohner, nämlich einen Marder. Da ich nicht sicher bin, ob dieser
    nur auf dem Dach hin und her läuft oder auch im Haus auf dem Dachboden ist.

    Dazu benötige ich Außenaufnahmen auf dem Dach und Aufnahmen auf dem Dachboden innen, ev.
    auch Videos.

    Die Kamera möchte ich auch zur Hausüberwachung einsetzen.

    Welche Wildkamera währe denn für meinen Fall zu Empfehlen?

    Im voraus herzlichen Dank

    Viele Grüße
    Josef

  45. Hallo Josef,

    @ “Ich habe seit einiger Zeit einen Mitbewohner, nämlich einen Marder.”: Um einen Marder per Fotofalle zu erwischen, benötigen Sie eine schnell auslösende Wildkamera. Die Biester stehen ja keine Sekunde still und bewegen sich wie auf Red Bull. Da wäre die Dörr SnapShot Mini Black oder die Moultrie M-990i zu empfehlen.
    Beide Wildkameras lösen präzise aus und sind auch nachts unsichtbar, also für die Hausüberwachung einzusetzen. Die Moultrie hat den Vorteil, dass sie auch HD-Videos macht – davon sollte man sich aber nachts nicht zuviel erwarten.
    Die Dörr hat die bessere Bildqualität und ist auch günstiger. Beide Wildkameras haben wir auf http://www.wildkamera-test.com ausführlich getestet. Dort können Sie sich auch Beispielbilder aus unseren Wäldern anschauen.

    Trotz Black-LEDs hervorragende Aufnahmen macht auch die Waidlife Optimus Black. Hier sind wir aber ein wenig hin und her gerissen. Eigentlich mögen wir diese Wildkamera aufgrund ihrer Top-Aufnahmen. Aber insbesondere die Bedienung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Zudem muss man unbedingt darauf achten, dass man ein Gerät der neuesten Generation erhält. Das ist leider gar nicht so einfach zu erkennen. Aber auch dazu gibts Detail-Wissen auf unserer Schwester-Seite Wildkamera-Test.com.

    LG – der Wald-Prinz

  46. Betreff: Objektschutz

    Sehr geehrter Wald – Prinz,
    hab mit großem Interesse Ihre supergute und auch für Laien ( wie mich ) verständlichen Berichte, bzgl. der Wildkameras, gelesen.

    Bin selbst Rollstuhlfahrerin, wohne in einer Mietwohnung mit dazu gehörigem Tiefgaragenstellplatz für mein Auto. Da ich sowohl auf das Auto als auch den Rollstuhl angewiesen bin und beides schon mehrmals sabotiert wurde, hege ich nun den Gedanken, meinen Tiefgaragenstellplatz durch eine Wildkamera ( Tipp eines Arbeitskollengen ) überwachen zu lassen.

    Was meinen Sie, wäre da die Dörr Snap Shot Mobil dafür geeignet, da diese auch über eine Fernbedienung via Handy verfügt ( z. B. für’s Ein- und Ausschalten des Gerätes wenn man selbst am Auto zu Gange ist )?

    Desweiteren besteht das Haus überwiegend aus Stahlbetonträgern ( für sozialen Wohnungsbau üblich ) . Mein Wohnzimmer befindet sich genau über meinem Parkplatz und die Basisstation meines PC’s ist direkt neben dem Wohnzimmer im Flur. Wenn meinTelefonhandteil, was über diese Basisstation ( Fritzbox ) in der Tiefgarage bei meinem Auto auch noch Empfang ( Telecomvertrag ) hat, denken Sie, dass die Dörr Snap Shot Mobil dann auch funktiontüchtig ist und Bilder via Funk an den PC schicken kann?

    Für mich wäre das sehr wichtig, denn Anzeige gegen Unbekannt ( bereits 3 x gemacht ) ist wirkungslos und Anzeige auf Verdacht ist ein zu heißes Eisen, da ohne Beweis sprich auf frischer Tat ertappt. Vielen Dank schon mal im Voraus für Ihre Empfehlung und Zeit in dieser unleidigen Sache.

    Mit freundlichen Grüssen

    Johanna Bertram

  47. Liebe Frau Bertram,

    Bitte trennen Sie gedanklich die Beweisführung im Schadensfalle von der direkten Möglichkeit einzugreifen. Jede halbwegs ordentliche Wildkamera macht hinreichend verwertbare Fotos. Welchen Zusatznutzen es bringt, im Moment der Aufnahme ein Bild auf dem Smartphone zu haben, ist diskussionswürdig. Denn die Fotos kommen via GPRS per Mail rein. MMS ist 1. zu teuer 2. ein Auslaufmodell (weil 1.). Man liest aber naturgemäß nicht jede Email in dem Moment, in der man sie erhält. Nachts schon einmal gar nicht.

    Einmal abgesehen davon ist die Dörr SnapShot Mobil keine WLAN-Kamera sondern eine Mobilfunkkamera. Wenn Ihr Handy an Ihrem Stellplatz Empfang hat, hat es die Wildkamera im gleichen Netz allemal. Dank der Antenne dürfte der Empfang sogar etwas besser sein.

    Die Dörr SnapShot Mobil zuverlässig ans Laufen zu bringen ist kein Kinderspiel. Wenn Sie läuft – super. Aber das ist eine komplexe Angelegenheit (Einrichtung des Emails-Servers inkl. Port, Passwort etc.). Nehmen Sie lieber eine hundsnormale Dörr SnapShot Black. Diese Wildkamera kostet weniger als die Hälfte dser SnapShot Mobil. Zudem ist sie aufgrund der kleineren Größe deutlich einfacher zu verstecken. Die Bilder sind top, die Bedienung ist trivial, der Blitz unsichtbar und die Batterie-Lebensdauer unwirklich lang (mehrere Monate).

    Beste Grüße – der Wald-Prinz

  48. Sehr geehrter Wald – Prinz,
    vielen lieben Dank für Ihre schnelle und ehrliche Antwort. Das hat mir schon einiges geholfen.

    – Die Dörr SnapShot Mobil zuverlässig ans Laufen zu bringen ist kein Kinderspiel. Wenn Sie läuft – super. Aber das ist eine komplexe Angelegenheit (Einrichtung des Emails-Servers inkl. Port, Passwort etc.). Nehmen Sie lieber eine hundsnormale Dörr SnapShot Black. –

    Für das Einrichten hätte ich einen Arbeitskollegen, der sich mit PC´s super auskennt und auch schon mein eigenes Laptop eingerichtet hat. Er würde das auch mit der Kamera für mich tun. Ich dachte nur, weil ich die Dörr SnapShot Mobil vom auch Handy aus ( laut Testbericht einer Ihrer Leser ) über die Ferne bedienen könnte, denn ich wohne alleine und müsste mir die Kamera ohnehin so hoch installieren lassen dass sie ausschließlich meinen Parkplatz überwacht und vor Vandalismus geschützt wäre. Zudem wär´s für mich wichtig, die Bilder sofort an meine T-online E-mailadresse geschickt zu bekommen um der Ganzen unguten Situation hoffentlich bald ein Ende setzen zu können. Da ich aber im Rollstuhl sitze wäre die Kamera für mich dann zum Kartenauslesen unerreichbar. In diesem Fall wär´s mir das Geld schon wert, wenn´s für mich dann auch bedienbar wäre. Mein Handy hat bei und auch in meinem Auto unten am Tiefgaragenstellplatz super Empfang, da ich ( genauso wie für´s Festnetz und den PC ) einen Telecomvertrag hab.

    – Diese Wildkamera kostet weniger als die Hälfte der SnapShot Mobil. Zudem ist sie aufgrund der kleineren Größe deutlich einfacher zu verstecken. Die Bilder sind top, die Bedienung ist trivial, der Blitz unsichtbar und die Batterie-Lebensdauer unwirklich lang (mehrere Monate). –

    Bitte noch eine Frage. Schickt die Dörr SnapShot Black auch Bilder an den PC, sobald was bei meinem Auto im Gange ist? Denn ich kann dann die Kamera, aus o. g. Grund nicht alleine auslesen und das wär schon sehr wichtig für mich.

    Mein Parkplatz ist, genauso wie meine Wohnung, von mir angemietet. Wenn ich eine der beiden Kamera´s nun dort installiere, muss ich dann ein Schild anbringen, dass dieser Parkplatz Kameraüberwacht wird oder brauche ich das nicht, weil ich die Kamera ausschließlich auf meinen angemieteten Parkplatz ausrichten lasse?

    Vielen Dank schon mal im voraus für Ihre Zeit und Entscheidungshilfe bei meiner Kamerawahl.

    Mit freundlichen Grüssen

    Johanna Bertram

  49. Hallo Frau Bertram,

    ich verstehe. In Ihrem Fall macht die Dör SnapShot Mobil schon Sinn. Nehmen Sie eine Congstar-Prepaid-Karte ohne Datentarif. Warum erfahren Sie in unserem Testbericht Dörr SnapShot Mobil. Unter den Mobilfunk-Wildkameras ist das in der Tat die mit Abstand qualitativ hochwertigste Wildkamera. Von den anderen MMS/GPRS-Wildkameras, die aktuell angeboten werden, haben wir gerade zwei im Test und ärgern uns die Krätze.. Die Bilder sind miserabel. In den USA, wo die SnapShot Mobil Wildkamera unter der Hersteller-Marke (UOVision) verkauft wird, ist das die mit Abstand am meisten verkaufte Mobilfunk-Wildkamera.

    @ “Bitte noch eine Frage. Schickt die Dörr SnapShot Black auch Bilder an den PC?” Nein, die SnapShot Mini Black ist eine reguläre Wildkamera. Sie müssen hier schon die SnapShot Mobil nehmen.

    Noch einen Tipp: Mit einem Satz Batterien können Sie die SnapShot Mobil schon mehrere Monate betreiben. Für eine Dauerlösung hat die Dörr SnapShot Mobil, wie alle Wildkameras, auch die Möglichkeit der externen Stromversorgung. Wenn Sie am Boden eine kleine 6V-Motorrad Batterie platzieren und ein Kabel bis zur Kamera legen, können Sie die Kamera quasi auf ewig betreiben.

    Ein Schild “Videoüberwachung” können Sie installieren, müssen Sie aber nicht. Das ist ja kein öffentlicher Raum und die Wildkamera ist nur auf Ihren Bereich ausgerichtet. Aber wir sind keine Juristen.. In jedem Fall sollten Sie mit den gemachten Aufnahmen mit Bedacht umgehen (nicht rumzeigen..)

    Liebe Grüße – der Wald-prinz

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