Holzpreise und Holzpreisentwicklung Fichte
🌲 Kurz & knapp
- Fichte Langholz B 2b: ca. 119 €/fm, B 2a: ca. 111,50 €/fm (Q4/2026, frei Waldweg)
- Leicht unter dem Rekord von 122,50 € aus Q1–Q3/2026
- Erntekosten durch hohen Dieselpreis gestiegen: eher 30 €/fm statt 24–26 €/fm
Stand: 02.11.2026 – Details, Tabellen und Preisentwicklung seit 2007 im Artikel.
Inhaltsübersicht:
Achtung: Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Das letzte Mal am 02.11.2026.
Landesbetriebe veröffentlichen Holzpreise

Verträge der Landesforsten mit Richtwert-Charakter: Die Landesforsten bzw. Landesbetriebe verhandeln mit den Holzaufkäufern mindestens quartalsweise neue Holzpreise. Bei dem über die Landesbeztriebe vermarkteten Rohholz handelt es sich um Holz aus dem Privat-, Kommunal- und Staatswald, sofern es über den Landesbetrieb verkauft bzw. vermittelt wurde. Beispiel „Landesbetrieb Wald und Holz NRW“: der Landesbetrieb bewirtschaftet den landeseigenen Wald Nordrhein-Westfalens und betreut den Wald privater oder kommunaler Waldeigentümer. Somit besitzten die veröffentlichten Holzpreise durchaus Richtwert-Charakter.

Eine ebenfalls solide Quelle für den Holzpreis ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie die Landesforsten Rheinland-Pfalz.
Die Holzpreisentwicklung im 4. Quartal 2026
Zum Verständnis der Wald-Prinz-Grafik „Holzpreisentwicklung Fichte“: Die mengenmäßig wichtigsten Holz-Sortimente sind i.d.R. die folgenden Fichten-Sortimente:
- L1 B 2a: Langholz 6-20m (L1), Güteklasse B (normale Qualität), Stärkeklasse 2a (20-24 cm Mittendurchmesser o.R.)
- L1 B 2b: Langholz 6-20m (L1), Güteklasse B (normale Qualität), Stärkeklasse 2b (25-29 cm)
Sturm & Dürre => Katastrophenjahre: bereits im Januar 2018 haben die Orkane Burglind und Friederike zu einem Überangebot an Fichtenholz geführt. Es folgte die extreme Dürre im Sommer 2018. Die bis Ende Oktober anhaltende Wärme hat dazu geführt dass sich in einem Sommer drei Generationen von Buchdruckern („Borkenkäfer“ ist nur der Sammelbegriff für verschiedene Arten von Rindenbrütern) entwickeln konnten. Und es ging immer weiter. Nach dem Sturmholz drängten deutschlandweit große Mengen an Käferholz auf den Markt. Durch den milden Winter 2018/19 hatte der Borkenkäfer im Frühjahr 2019 wieder losgelegt und im Spätsommer 2019 seinen Höhepunkt gefunden. In vielen Regionen Deutschlands hiess es seitdem: Adieu Fichte!
2021 aus Sicht der Waldbesitzer positiv: Alle klagten über den Sommer 2021, die Waldbesitzer nicht. Erst Anfang Juni schwärmte der Käfer das erste Mal. Durch die konstant gute Wasserversorgung hatten Fichten und Buchen wieder etwas Kraft getankt und konnten sich den Angriffen durch Schädlinge deutlich besser, als in den Vorjahren erwehren.
Bis Q2 2022 – stetiger Anstieg von Nachfrage & Preis: Durch das Überangebot an Kalamitätsholz wurde über drei Jahre hinweg kaum frisches Fichtenholz eingeschlagen. Nachdem Ende 2020 die Preise von Quartal zu Quartal anzogen, wurde vermehrt wieder Frischholz eingeschlagen. Teilweise konnte die Nachfrage nach Rohholz sämtlicher Sortimente oftmals nicht gedeckt werden. In der Konsequenz erlebten wir historische Höchstpreise für Nadelholz.
In Q3 2022 – Frischholzeinschlag wieder eingebrochen: In Q3 ist wieder alles anders. Angesichts der steil angestiegenen Zinsen für Baufinanzierungen, die gallopierenden Preis für Baustoffe und die weiterhin bestehenden Lieferschwierigkeiten für z.B. Photovoltaik wurde der Bauboom der letzten Jahre abrupt abgestoppt. In der Folge ist die Nachfrage für Bauholz eingebrochen. Aktuell wird noch nicht einmal Papierholz nachgefragt. Lediglich Käferholz erfreut sich u.a. dank der chinesischen Abnehmer weiterhin großer Beliebtheit.
Q2 2023: immerhin blieben die gebeutelten Wälder und Waldbesitzer im Herbst und Winter 2022/2023 von nennswerten Stürmen verschont. Die Holzpreise für Nadelstammholz sind im ersten Halbjahr weitgehend stabil. Alle Marktteilnehmer sind allerdings nervös hinsichtlich der Nachfragesituation.
Q3 2023: wie uns aus verschiedenen Regionen berichtet wird, ist die Holznachfrage im 3. Quartal 2023 nahezu zum Erliegen gekommen. Die Holzhändler bzw. Sägewerke nehmen kein frisches Holz mehr auf, allerhöchstens das im Preis deutlich niedrigere Käferholz (Rinde noch anhaftend).
Q4 2023: der Weg ins Eigenheim wurde 2023 immer steiniger und teurer. Und auch sonst klagt die Bauwirtschaft, die für den Holzmarkt aber enorm wichtig ist. Andererseits erreichte der Anfall von Käferholz in 2023 nicht die Mengen aus den Vorjahren.
Q1 2024: Trotz schlechter Baukonjunktur ist die Nachfrage nach Bauholz stabil. Der durch den sehr nassen Winter aufgeweichte Waldboden hat die Holzernte in weiten Teilen Deutschlands sehr behindert. Zudem ist kaum Sturmholz angefallen, so dass aktuell weniger Nadelholz auf dem Markt ist.
Q2 2024: Im Markt ist eine gewisse Knappheit an frischem Schnittholz entstanden. Hintergrund ist nicht die Nachfrage- sondern die Angebotsseite. Die Betriebe waren angesichts des durchweichten Waldbodens kaum in der Lage die Holzernte wie geplant durchzuführen. Das hält die Preise für diese Sortimente auf einem unverändert hohen Niveau.
Q1 2025: Die Nachfrage nach Nadel-Stammholz war über alle Segmente hinweg recht hoch. Diese Nachfrage trifft auf sinkende Vorräte und wenig Kalamitätsholz.
Q2 2025: Sowohl an der Käferfront als auch beim Windwurf herrschte im ersten Halbjahr 2025 Ruhe. Dadurch ist vergleichsweise wenig Holz aus Kalamitäten auf dem Markt. Eine gewisse Zurückhaltung beim Frischholz-Einschlag trifft auf eine stabile Nachfrage.
Q4 2026: Nach dem Rekordniveau der ersten drei Quartale (Fichte B 2b: 122,50 €/fm) haben die Preise für Fichten-Stammholz im Herbst leicht nachgegeben (B 2b: ca. 119 €/fm, B 2a: ca. 111,50 €/fm). Für Waldbesitzer schwerer wiegt aber die Kostenseite: Diesel kostete Ende Oktober 2026 rund 2,30 €/l und damit gut 40 % mehr als ein Jahr zuvor. Das Statistische Bundesamt meldet für Kraftstoffe ein Plus von fast 49 % gegenüber dem Vorjahr. Die hohen Spritkosten schlagen direkt auf die Holzernte durch. Für die bisher üblichen 24–26 €/fm (Fichte, Harvester und Rücken) bekommt man derzeit kaum noch einen Forstunternehmer in den Wald. Realistisch sind aktuell eher 30 €/fm. Unterm Strich bleiben vom höheren Holzpreis also nur wenige Euro mehr übrig. Wer Holz einschlagen lässt, sollte die Erntekosten vorab verbindlich vereinbaren.

Frei Waldstraße: Die u.a. Holzpreise beziehen sich auf Rundholz, das unentrindet, gerückt frei Waldstraße verkauft wurde. Von den angegebenen Holzpreisen muss der Waldbesitzer gedanklich also noch die Erntekosten abziehen (Einschlag + Rücken).
Festmeter: Die Holzpreise werden in Euro je Festmeter (€/Fm) ohne Rinde (o.R.) angegeben.
Wichtig: die in der u.a. Grafik dokumentierten Holzpreise beziehen sich auf gesundes Holz. Käferholz wird mit einem Abschlag (s.u.) belegt. Stand Q1 2025.
Glücklich, wer noch Fichte hat: Die durchschnittlichen Aufarbeitungs- und Rückekosten bei der Nadelstammholzernte liegen bei rund 25-28 EUR/fm (Harvester bzw- motormanuelle Truppe). Nach der desaströsen Ertragssituation in den letzten Jahren (Käferholz!), bei denen die Waldbesitzer ihre wertvollsten Stämme quasi verschenkt haben, kann man bei den Fichten-Leitsortimenten in Q1 2024 mit einer Rohmarge von bis zu 80-90 €/fm rechnen. Das gab es noch nie! Von den meisten Privatwaldbesitzern muss aus dieser Rohmarge noch die Unterstützung des Forstamtes und der Holzvermarkter (meist die Waldbauvereine) gezahlt werden.
Käferholz: In Q2 2025 werden je nach Region, Stärke und Holzqualität für frisches Käferholz (noch fest anhaftende Rinde) Preise von 90-100 € (Mischsortimente B/C/D) erzielt.
Käferbefall weiter im Auge behalten! Aufgrund der relativ feuchten Witterung im Herbst 2023 bzw. Frühjahr 2024 ist der Käferbefall in weiten Teilen von Deutschland nicht mit den Vorjahren vergleichbar. Die Privatwaldbesitzer sollten dennoch auch weiterhin möglichst häufig durch ihre Fichtenbestände gehen und diese auf Käferbefall kontrollieren. Ist der Baum in der Krone schon vollständig braun und die Rinde hat sich bereits in weiten Teilen abgelöst, besteht für diese Bäume kein (!) akuter Handlungsbedarf (mehr). Denn diese Fichten wurden vom Käfer längst verlassen. Aber es ist leider davon auszugehen, dass der Käfer sich bereits in den umstehenden Bäumen eingenistet hat. Hierauf ist der Fokus zu richten. Denn wenn eine Fichte im Kronenbereich frisch befallen ist, kann der untere wertvolle Stammabschnitt noch Frischholzqualität aufweisen und mit etwas Glück zu den angegeben Preisen abgesetzt werden. Zudem unterbricht man so die Kette der Fortpflanzungszyklen. Regelmäßig kontrollieren – schnell und entschlossen handeln!
Douglasie/Lärche: Die Nachfrage nach Douglasien-Stammholz ist aktuell wieder etwas größer, als das Angebot. Der Preis für Stammholz der Stärke 2b+ lag bei der Douglasie zuletzt bei 135-145 €. Für Lärche wird 110-120 €/fm gezahlt (B/C-Qualität, Langholz, 2b+).
Tabelle Holzpreise: Langholz und Industrieholz Fichte / Douglasie / Kiefer
Nadel-Langholz: In Rheinland-Pfalz wurden bei Fichte, Douglasie und Kiefer folgende Durchschnittspreise für Stammholz-Lang der Güteklasse B/C vereinbart:
⚠️ Preisstand: 2. Quartal 2025 – nicht aktuell. Diese Tabelle wurde zuletzt im Juni 2025 aktualisiert. Neuere Preise für Fichte, Douglasie und Kiefer liegen uns nicht vor. Die aktuelle Fichten-Preisentwicklung bis Q4/2026 finden Sie oben in der Grafik.
| Stärke- klasse | Mitten- durchmesser | Fichtenlangholz Güteklasse B | Douglasienlangholz Güteklasse B | Kieferstammholz Güteklasse B/C |
|---|---|---|---|---|
| 1b1 | 10 - 14 cm | 81,00-86,00 € | 105,00-109,00 € | 68,00-74,00 € |
| 1b2 | 15 - 19 cm | 93,00-98,00 € | 115,00-119,00 € | 78,00-84,00 € |
| 2a | 20 - 24 cm | 103,00-111,00 € | 128,00-130,00 € | 88,00-93,00 € |
| 2b | 25 - 29 cm | 112,00-117,00 € | 135,00-139,00 € | 93,00-100,00 € |
| 3a | 30 - 34 cm | 112,00-117,00 € | 135,00-139,00 € | 93,00-100,00 € |
| 3b | 35 - 39 cm | 112,00-117,00 € | 135,00-139,00 € | 93,00-100,00 € |
| 4 | 40 - 49 cm | 112,00-117,00 € | 135,00-139,00 € | 93,00-100,00 € |


Abschnitte: Abschnitte der Güteklasse B/C (sog. „Mischqualität“) werden zu Preisen verkauft, die 1,00-2,00 € unter den Fichtenlangholz-Preisen der Güteklasse B liegen.


Industrieholz: Steigende Energiepreise führen zu einem gesteigerten Bedarf an alternativen Brennstoffen wie eben Energieholz. Im Energieholz-Bereich und auch beim Industrieholz sind die Käferholzbestände soweit abgewickelt. Verschenkt wird nun endlich nichts mehr:
⚠️ Preisstand: 2. Quartal 2025 – nicht aktuell. Diese Industrieholz-Preise wurden zuletzt im Juni 2025 aktualisiert. Neuere Preise liegen uns nicht vor.
| Qualität | Preis |
|---|---|
| Nadelindustrieholz IS FK (fehlerhaft, krank, rotfaul) | 23,00-25,00 €/Rm |
| Papierholz IS N (gesund, fehlerfrei, 2-3 m Länge) | 55,00-60,00 €/Rm |

Tabelle Holzpreise: Langholz Buche / Eiche
Buchenstammholz: Der Markt für Buchenstammholz ist angestiegen. Bei der „Buche B/C Export“ handelt es sich um die sog. Containerware, die auf die Länge eines Seecontainers geschnitten wird und dann in den Export geht.
Eichenstammholz: Das Stammholz der Eiche ist gesucht. Das schlägt sich in den sehr guten Preisen für Eichenstammholz nieder:
⚠️ Preisstand: 2. Quartal 2025 – nicht aktuell. Diese Preise für Buchen- und Eichenstammholz wurden zuletzt im Juni 2025 aktualisiert. Neuere Preise liegen uns nicht vor.
| Stärke- klasse | Mitten- durchmesser | Buchenstammholz Güteklasse B/C für den Export | Buchenschneideholz Güteklasse B | Eichenstammholz Güteklasse B | Eichenstammholz Güteklasse C |
|---|---|---|---|---|---|
| 2b | 25 - 29 cm | n.v. | n.v. | n.v. | n.v. |
| 3a | 30 - 34 cm | n.v. | n.v. | n.v. | n.v. |
| 3b | 35 - 39 cm | n.v. | n.v. | 280-290 € | 155-180 € |
| 4 | 40 - 49 cm | 135-140 € | 105-125 € | 290-470 € | 210-240 € |
| 5 | 50 - 59 cm | 150-180 € | 125-135 € | 640-660 € | 250-270 € |
| 6 | 60 cm und mehr | 150-180 € | 130-145 € | 715-730 € | 260-290 € |
Eichenwertholz: Auf den Wertholzsubmissionen der Forstämter des Pfälzerwaldes und der Pfalz wurden im Januar 2024 Versteigerungsergebnisse von durchschnittlich 1.125 €/fm erzielt. Damit lag das Preisniveau etwas höher, als im Vorjahr. Es ist allerdings zu bedenken, dass auf diesen Wertholzsubmissionen nur die allerschönsten Stämme der Forstreviere zusammengetragen werden.
Brennholzpreise Buche / Eiche
Verwechslungsgefahr: Wald-Prinz.de richtet sich an den privaten Waldbesitzer, nicht an den privaten Endkunden von Kaminholz. Der Preis für Brennholz entspricht also dem Preis von ganzen Stämmen in Brennholzqualität, die ungespalten an der Waldstraße liegen. Diese „Brennholz lang ab Waldstraße“ kann meist bei den unteren Forstbehörden (Forstamt) oder bei (größeren) privaten Waldbesitzern erworben werden. Brennholz lang wird an gut befahrbaren Wegen gelagert. Private Käufer haben dann die Möglichkeit das Holz direkt im Wald am Weg aufzuarbeiten. Sie können sich das Holz auch nach Hause transportieren und daheim aufarbeiten. Da Sie bei dieser Art der Brennholzgewinnung einiges an eigener Arbeit einbringen, ist der Preis deutlich günstiger als für ofenfertiges Brennholz vom Händler.
⚠️ Preisstand: 2. Quartal 2025 – nicht aktuell. Die folgenden Brennholzpreise wurden zuletzt im Juni 2025 aktualisiert. Neuere Preise liegen uns nicht vor.
Brennholzpreise (Stand Q2/2025): Zuletzt gaben die Landesforsten RLP Brennholz (Laubhartholz) in langer Form bis zu 10 m³ (je Haushalt) zu einem Preis von ca. 73 €/fm ab. Gewerbliche Kunden müssen 80-90 €/fm zahlen.
Nochmals: das ist nicht der Preis für ofenfertiges Brennholz, sondern für Brennholz in Form von ganzen Stämmen, die am Waldrand lagern.
Hintergrundwissen Holz-Sortierung / Holz-Sortimente
Als Sortierung bezeichnet man die Einteilung eines Baumes in vordefinierte, marktfähige Sortimente. Die Handelsklassensortierung für Rohholz (HKS) erlaubt die Sortierung des Holzes nach dem Durchmesser (Stärkesortierung), nach der Güte (Gütesortierung) und nach dem Verwendungszweck.
Stammholz: Langholz (L) wird das nach Länge, Mittelstärke und Güteklassen sortiert.
Baumlang vs. Abschnitte: Je nach Länge des Stammholzes werden zwei Sorten unterschieden:
- Baumlang (L1): Stammholz, das nach dem Abzopfen und ggfls. Gesundschneiden in Baumlängen ausgehalten wird
- Abschnitte (L2): Stammholz, das zu Standardlängen eingeschnitten wird
Güteklassen: Ein fehlerloser Stamm ist deutlich mehr wert, als ein Stamm mit vielen Ästen oder Faulstellen. Daher wird Rohholz zusätzlich noch nach Güteklassen sortiert.
Aus der Kombination von Längen- und Güteklasse-Sortierung ergibt sich:
- L1;B = Langholz; normale Qualität
- L1;C = Langholz; noch gewerblich nutzbar
- L2;B = Abschnitte; normale Qualität
- L2;C = Abschnitte; noch gewerblich nutzbar
- L2;Cgw = Abschnitte; geringwertig
Bei Industrieholz erfolgt die Sortierung nach dem Verwendungszweck.
- IL 1 N = Industrieholz; Langholz; normale Qualität
- IL 1 N/K = Industrieholz; Langholz; Mischgüte (normales und fehlerhaftes/krankes Holz)
- IL 2 N = Industrieholz; Abschnitte; normale Qualität
- IL 2 N/K =Industrieholz; Abschnitte; Mischgüte (normales und fehlerhaftes/krankes Holz)
- IS N = Industrieschichtholz; normale Qualität („Papierholz“, gesund, frisch, fehlerfrei)
- IS N/K = Industrieschichtholz; Mischgüte (normales und fehlerhaftes/krankes Holz)
Raummeter: Bei Industrieschichtholz ist zu beachten, dass die die Abrechnung des Holzpreises nicht nach Festmetern (m³/f bzw. Fm) sondern nach Raummetern (m³/r bzw. Rm) erfolgt.







Hallo Wilma,
@ Nachbar & Fichtenfällung: wir wissen, Sie wollen das jetzt nicht unbedingt hören, aber da gibt es ein paar zusätzliche Komplikationen ;-)
1. die Preise variieren von Region zu Region. Wir berichten immer die Preise der Leitsortimente aus Rheinland-Pfalz. Uns erreichen oft Anrufe aus anderen Regionen, dass die dort erzielbaren Preise z.T. deutlich von den berichteten Preisen (nach unten) abweichen.
2. die Preise aus der Tabelle beziehen sich auf „Holz frei Waldstraße“. Die Erntekosten (Fällen, Rücken) müssen daher von diesen Preisen abgezogen werden
3. Neben den Sortimenten mit den hohen Preisen fallen immer auch Sortimente an, die kaum die Erntekosten decken. FK-Holz beispielsweise oder auch Palettenholz.
4. Bei einer Schätzung über die Festmeter eines Bestandes muss immer auch bedacht werden, dass ca. 20% Ernteverlusten eintreten (Kronen, zu protzig etc.)
Nichtsdesotrotz hier also die Preise für das 1. Quartal in RLP:
Fichte lang, B/C-Qualität (EUR/fm)
– 1b²: 95-99
– 20: 100-110
– 2b-4: 115-120
– 5+: 100-112
frisches Käferholz (noch anhaftende Rinde) mit 10€/fm Abschlag auf die o.g. Preise
Industrieholz (Achtung: wird in Raummetern aufgemessen) in FK-Qualität: 35-38 €/rm
LG – der Wald-Prinz
Hallo,
mein Nachbar 72 Fichten in meiner Flurnummer eigenmächtig gefällt, wie ich Anfang Mai festgestellt habe. Ich habe jetzt anhand einer Hilfstabelle der Försterin die Gesamtmasse /Festmeter errechnet. Wie/Woher kann ich die Preise aus Q1 und April 24 bekommen, um einen Ausgleichsbetrag festzustellen?
Tolle Seite.
Was kostet im Moment im Kreis Suhl/Sonneberg das Käferholz getrocknet und fertig für den Ofen (gespalten/gesägt)?
In diesem Bereich wurde massiv gerodet (ganze Waldbereiche/Gemeinden total entwaldet und kahl geschlagen)
Ist hier ein Preisverfall zu sehen? Bzw gut für den Einkäufer?
Viele Grüße
Hallo liebe Wald Freunde vielleicht könnt ihr mir helfen.
Ich wohne mit meiner Familie in Landkreis Osnabrück und wir besitzen cica 6 ha Mischwald. Lange Zeit haben wir dieses Holz auch in unseren Holzofen selber verbrannt und dadurch im Winter das ganze Haus geheitzt.
Nun ist aber der Ofen nach mehr als 40 Jahren kaputt bzw. wird nichtmehr durch den Schornsteinfeger abgenommen, eine Neuanschaffung ist auch nicht geplant.
Jetzt kommt die eigentliche Frage:
Ich habe mehrere Interessenten (Kollegen) die auch gerne ganze Stämme kaufen möchten, vor kurzen waren wir im Wald um Tote Fichten aus den Wald zu holen was darf ich dafür verlangen?
Hallo Ira,
@ was kosten die Bäume? Das Zauberwort in Ihrer Frage ist „Garten“. Einmal abgesehen davon, dass es sich sehr wahrscheinlich nicht um Tannen handeln wird (stehende Zapfen?), sind Gartenbäume sog. „Solitäre“. Wunderschön gewachsen, aber durch den Freistand bedingt mit stark ausgeprägten Ästen. Daraus können Sie keinen Balken und kein Brett schneiden. Aber nur die Bäume, die ins Sägewerk wandern, bringen Geld. Brennholz ist das ebenfalls nicht, denn erstens ist es Nadelholz (als Brennholz unbeliebt) zweitens läßt es sich aufgrund der Astigkeit sehr schlecht spalten.
Unabhängig davon kann man nicht erwarten, dass ein Holzaufkäufer wegen drei Bäumen vor Freude in die Luft springt. Alle Leute, die mit Holz ihr Geld verdienen, denken bei Nadelholz in LKW-Ladungen.
Und um Ihnen den Tag wahrscheinlich völlig zu verderben: Einen Baum in bewohntem Gebiet zu fällen ist aufgrund der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen eine aufwändige und entsprechend teure Arbeit. Sie benötigen i.d.R. einen zertifizierten Baumkletterer, der zwei weitere Kollegen und jede Menge Gerät (u.a. Häcksler) im Schlepp hat. Laien denken immer nur an den schönen Stamm, aber das Kronenmaterial ist bei Solitären eine gern unterschätzte Masse an Material. Baumdienste rufen daher im Stadtgebiet auch gerne 2000-3000 €/Baum auf.
Beste Grüße – der Wald-Prinz
Guten Tag, wir haben drei Tannenbaume stehen im Garten, sind nicht befallen vom Käfer. Hoch ca. 33-35 Meter.
Was kosten die drei Bäume?
Hallo Sascha,
@ Brennholzpreis in Festmeter: Ja Sascha, Brennholzpreise in Festmeter gibt es. Die Erklärung steht im Text:
„Verwechslungsgefahr: Wald-Prinz.de richtet sich an den privaten Waldbesitzer, nicht an den privaten Endkunden von Kaminholz. Der Preis für Brennholz entspricht also dem Preis von ganzen Stämmen in Brennholzqualität, die ungespalten an der Waldstraße liegen. Diese „Brennholz lang ab Waldstraße“ kann meist bei den unteren Forstbehörden (Forstamt) oder bei (größeren) privaten Waldbesitzern erworben werden.“
Bei Stämmen wird also in Festmetern (ab)gerechnet. Sobald das Stammholz zu Meterstücken bzw. Scheiten verarbeitet wurde, wechselt man auf Raummeter bzw. Schüttraummeter.
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Hallo,
sind die Brennholzpreise hier tatsächlich pro Festmeter? Kenne Industrie- und Brennholzpreise eigentlich nur in Raummeter.
VG Sascha
Liebe Eva,
das 3. Quartal 2023 hat uns wieder einen Nachfrageeinbruch beschert. So wie auch 2022. Bei diesem Punkt und bei einigen anderen Aussagen können wir Ihrem Förster nur beipflichten. Aber um das alles ein wenig zu relativieren. Die Rechnung 30-35 fm x Holzpreis geht so oder so nicht auf. Denn neben den wertvollen Abschnitten bzw. dem Langholz fällt immer auch minderwertigeres Holz in Form von z.B. Palettenholz bzw. FK-Holz (F= faul, K = krank). Bereits Äste von 4 cm Durchmesser (Randfichten!) verhindern, dass das Holz in die B-Qualität geht (und somit die hohen Preise erhält). Was Sie dem Förster ebenfalls nachsehen mögen: er, die Holzhändler und die Sägewerke denken nur in ganzen LKW-Ladungen. Wegen einem Stück von 0,05 ha springt niemand vor Glück in die Höhe. Das heißt, dass Ihr Förster im Kopf eine Maßnahme planen muss, bei der es sich auch lohnt z.B. den Harvester und den Rückezug umzusetzen. Ohne größere Flächen im direkten Umfeld geht das gar nicht.
Unser Tipp: aktuell (Stand August) haben wir in RLP endlich einmal wieder ausreichend Regen und die Fichten können Kraft tanken um sich gegen den Käfer zu wehren. Warten Sie mindestens bis zum Frühjahr 2024!
Wir drücken Ihnen die Daumen,
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Lieber Wald-Prinz,
herzlichen Dank für diese sehr informative Seite!
Ich habe ein kleines Waldgrundstück von 552 m2 mit Fichtenbestand in Rheinland-Pfalz. Laut zuständigem Förster dürfte dies 30-35 FM ergeben.
Ihrer Graphik „Holzpreisentwicklung Fichte“ zufolge befinden sich die Preise derzeit auf einem historischen Höchststand.
Bereits vor 1 Jahr hatte ich den zuständigen Förster kontaktiert, weil ich das Holz verkaufen wollte. Damals hat er sich geweigert, den Auftrag entgegenzunehmen, mit der Begründung, mein Bestand sei noch gesund und wir hätten eine Holzschwemme auf dem Markt und er wolle nicht die Preise verderben. Heute habe ich ihn erneut kontaktiert und die Aussage war dieselbe wie vor 1 Jahr. Dennoch habe ich mich nach erzielbaren Preisen erkundigt. Genannt wurde mir für die Kategorien „Frischholz“ und „Käfer 1“ ein identischer Preis von etwa 85 EUR abzüglich 25 EUR für die Arbeitskosten. Für die Kategorie „Käfer 2“ ein Preis von 70 EUR abzüglich 25 EUR für die Arbeitskosten.
Da es hier in der Region kaum noch nicht befallene Fichten gibt, gehe ich davon aus, dass mein Bestand auch früher oder später befallen sein wird und ich einen deutlich niedrigeren Ertrag erhalten werde, wenn ich weiter zuwarte. Dem zuständigen Förster zufolge gibt es jedoch bereits Regionen in Deutschland, die keinerlei Fichtenbestände mehr haben, sodass es in wenigen Jahren zu einer Verknappung und zu einem Anziehen der Preise kommen könnte, auch für Käferholz.
Daher hätte ich nun folgende Fragen:
Wie schätzen Sie die Situation ein und was würden Sie mir empfehlen? Fällen oder zuwarten? An wen kann ich mich wenden, falls ich fällen lassen möchte? Wie erwähnt, ist der zuständige Förster aktuell nicht bereit, einen solchen Auftrag entgegenzunehmen.
Sind die erzielbaren Preise regional unterschiedlich? Es wurden mir niedrigere Preise genannt als die auf Ihrer Website veröffentlichten Preise.
Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antwort!
Liebe Grüße, Eva
Der Holzeinschlag (115fm) von Käferbäumen incl. Verkauf wurde durch eine Firma erledigt. Davon waren 46 rm Brennholz. Anstatt brauchbares PZ-Holz zu vermarkten, wollten die Firma möglichst viel Brennholz von mir kaufen, um es mutmaßlich selbst weiterzuverkaufen. Sollte man den Brennholzaufkauf ausschließen, um keine falschen Anreize der Sortierung zu geben?
Wenn die Aufarbeitung für Schnittholz für das Sägewerk abgerechnet wurde und die Aufarbeitung für Brennholz mit null € auf der Rechnung steht, kann dann auf einer neuerlichen Rechnung das gleiche Brennholz mit 24€/fm netto für Aufarbeitung in Rechnung gestellt werden?
Hallo,
@ fairer Preis: fangen wir einmal so an.. Gewerbliche Käufer scheiden vollständig aus. Denn zum einen ist die Menge viel zu gering, zum anderen hat man je nach Verwendungszweck des Holzes ganz spezifische Anforderungen (Länge inkl. Übermaß, Durchmesser, Qualität etc.). Ihr Holz liegt jetzt nun mal da. Unser Vorschlag wäre eine Vermarktung via Ebay-Kleinanzeigen. Einfach Fotos machen und mit einem sportlichen Preis online stellen. Wenn sich niemand meldet, kann man immer noch den Preis herabsetzen. Bei der Eiche liegt ja schon der Brennholzpreis bei mindestens 75 €/fm. Wenn es wirklich schneidefähig ist, kann man es mit ca. 200 €/fm versuchen. Bei der Fichte ist es wirklich schwierig. Haben Sie nicht vielleicht ein (mobiles) Sägewerk im Umkreis? Wenn Sie die Fichte zu Bohlen einschneiden lassen, gehen auch die erfahrungsgemäß gut weg. Ansonsten ebenfalls einen Testballon bei Ebay Kleinanzeigen starten. Aber mehr als 50-70 €/fm können Sie da nicht ewarten.
LG – der Wald-Prinz
Hi,
eine sehr informative Seite, vielen Dank fürs Zusammentragen!
Ich habe auf einem Erholungsgrundstück Bäume gefällt (Fichten und Eichen), auf ca. 3,4m Länge zugeschnitten und wollte das als Schalungsholz mit einer mobilen Blockbandsäge aufsägen. Meine Baupläne haben sich nun geändert und ich verkaufe das Holz.
Es sind wohl um die
2 Fm Eiche Güteklasse B bis B/C (Stammdurchmesser ca. 0,35m)
2,5 Fm Fichte Güteklasse B/C (Stammdurchmesser 0,3 – 0,55 m)
Was wäre ein fairer realistischer Preis (orientiert an derzeitigen Marktwert) ?
Oh wie schön, dass Sie diese Seite bereit stellen! Folgende Frage einer Ahnungslosen: ich habe eine Forstparzelle mit 5000 m2 geerbt, auf der vor 60 Jahren dicht an dicht Fichten gepflanzt wurden. Seither wurde meines Wissens nach nicht ausgedünnt. Ich kann den Abstand nur schätzen, vermute aber so was wie 2×2 m. Die Bäume stehen also viel zu eng und sind in Gefahr, vom Freund Borkenkäfer angegangen zu werden, der das benachtnarte Grundstück bereits kahl gemacht hat. Wie viel Baum muss hier nun entnommen werden, was sind diese engstehenden Bäume wert (und ist die Ernte dadurch teurer?) und was passiert mit dem Rest, wenn man schon weiss dass der Käfer kommen wird?
Lieber Christian,
Wir kennen das Thema der enttäuschenden Abrechnungen nur zu gut. Man hat das Gefühl, alle verdienen ihr Geld – außer der Waldbesitzer.
@ Abrechnung nach Raummetern: eine Sache die wir aus der Ferne nicht nachvollziehen können, ist die Abrechnung nach Raummetern in Kombination mit 5,0 m-Abschnitten. Das Aufmaß nach Raummetern wird normalerweise nur dann gehandhabt, wenn es sich nicht lohnt, jeden einzelnen Stamm zu messen. Also bei qualitativ nicht so hochwertigem Holz (z.B. FK-Holz, Palette) oder bei einer Menge an schwächer dimensioniertem Holz (z.B. Papierholz). Ihre Hinweise „Aufarbeitung nach Sturm“, im „Februar geschlagen im Juni verkauft“ weist darauf hin, dass man das Holz nicht mehr in der Qualität vermarkten konnte, in der es aufgearbeitet wurde (Aufarbeitung nach Festmetern abgerechnet, auf 5,0 m ausgehalten). Dann ist das nun mal der Preis.
@ Aufarbeitungskosten: Wir haben gerade selbst 24,00 €/fm für die Aufarbeitung per Harvester und Rückezug gezahlt. Angesichts der aktuellen Dieselpreise war das mehr als fair. Die 24,00 € sind aber netto! Brutto reden wir über 28,56 € (auf Dienstleistungen kommen in der Holzabrechnung 19,0 % USt).
Holzhandel & Kleinwaldbesitzer: Holzhandel ist ein schwieriges weil hochkomplexes Geschäft. Wir wollen nicht ausschließen, dass das in Ihrem Fall hätte besser laufen können. Sie müssen aber auch bedenken, dass man als kleiner Waldbesitzer tatsächlich froh sein darf, wenn überhaupt jemand kommt und das Holz aufarbeitet. 22 Bäume bzw. 12,4 Rm sind für Sie viel. Für einen Holzhändler oder einen Förster, selbst für den Waldbauverein ist das „nerviger Kleinkram“. Die denken nur in LKW-Ladungen von einer (!) Sorte. Hier muss man mit Augenmaß und Verständnis für die nachfolgenden Arbeitsschritte ran gehen.
TIPP: bei dem Waldbauverein nachhaken und freundlich fragen, warum hochwertige Abschnitte ausgehalten wurden, dann aber Raummeter als Raummaß für eher minderwertigeres Holz und offensichtlich auch die entsprechenden Verkaufspreise angewendet wurde.
LG – der Wald-Prinz
Liebes Team des Wald-Prinz,
zunächst herzlichen Dank für Ihre sehr hilfreiche Seite! Mein Vater, 81 Jahre, hat nach dem Sturm in Niedersachsen im Februar 22 diverse Bäume auf dem eigenen Waldgrundstück fällen lassen müssen. Nun erhielt er die Abrechnung der Forstbetriebsgemeinschaft. Das Bundesland ist Niedersachsen. Zum Stichtag 30.06.22 wurde diverses Holz verkauft. Die Abrechnung der Forstbetriebsgemeinschaft macht mich allerdings stutzig. Nur ein Bsp.: So wurde etwa Fichte, Holzsorte ABL, Gkl B, Stkl 2b, Rm 12,40, Länge 5,0, Ka WS mit 55.30 je Rm abgerechnet. Wohlgemerkt VOR Abzug von Aufarbeitungs- und Rückekosten. Auch wenn mir bewusst ist, dass die von Ihnen ausgewiesenen Preise für Festmeter gelten, käme ich bei dem unteren Ende der in der Tabelle mit den Preisen für Rheinland-Pflalz auf dieser Seite ausgewiesenen 112,00 € bei einem Faktor von 0,7 für die Umrechnung auf 78,4 €, die hätten zumindest erzielt werden sollen? Der Preis, den mein Vater erhalten hat, obwohl die Preise, wenn ich es richtig verstehe, ja bis dato nie höher als zum Stichtag 30.06.22 waren, hat etwa 30 % weniger erhalten. Meine Frage: Ist das seriös? Wenn nicht, welches Vorgehen empfehlen Sie hier im Kontakt mit der Forstbetriebsgemeinschaft? Und, die letzte Frage: Wenn die Kosten, die meinem Vater für die Aufarbeitungs- und Rückekosten in Rechnung gestellt werden oberhalb von 28 € liegen sollten, würrden Sie dann diesbezüglich ebenalls nachfassen? Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung. Meinen Vater nimmt das nervlich ziemlich mit, deshalb bin ich für jede Einschätzung dankbar.
LG
Christian
Lieber Wald Prinz,
in meinem Garten stehen 42 Fichten, davon müssen, dank Käfer, jetzt 10 gefällt werden. Da hat das Kerlchen seine Arbeit gut erledigt :-(
ich kann an Nachbarn 2-6 RM verkaufen, welchen Preis könnte ich da nehmen?
Welche Baumart könnte ich in dieser Lücke wachsen lassen?
Habe auf meinen 3000qm auch wundervolle und zum Glück gesunde Douglasien, Birken und heranwachsende Eiben. Ein Mammut wächst unter den anderen Fichten heran.
Noch eine Frage: kann ich irgendetwas tun, damit der Käfer die restlichen Bäume nicht erobert? Ich wässere meine Bäume in solchen Sommern gelegentlich… Sie sind insgesamt schön grün und hoffen darf man ja immer…
Danke, sagt Margit aus dem wundervollen Soonwald
Hallo Herr Beyer,
@ Holzhändler: es ist leider so, dass man bei den meisten Holzhändlern die Finger nachzählen muss, wenn man ihnen die Hand gegeben hat. Daher unseren vollen Respekt, dass Sie sich nicht haben über den Tisch ziehen lassen.
@ mit 84 alleine in den Wald: Gerade die alten Recken erwischt es gerne und hart im Wald. Denn die Generalregeln bei Baumfällungen lauten:
1. im Falle eines Falles erschlägt der Baum alles!
2. Bäume sind gemäß GMV und MKS zu fällen! (GMV = Gesunder Menschenverstand, MKS = Mach keinen Scheiss!)
Wenn Sie weiter so im Wald (alleine) unterwegs sind, können Sie sich auch den Platz für die Urne sparen, dann erledigen das die Wildschweine ;-)
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Guten Morgen allerseits,
auch ich habe ca. 1 Ha. Käferholz. Ein Holzfäller/Händler wollte mir die Bäume (ca. 30-70 cm Erdstammdurchmesser) abnehmen, aber er wollte samt Holz noch zusätzlich Geld absahnen!!! Da dieser im der Nachbarparzelle tätig war, nahm er gleich noch zwei der dicksten Stämme weg, obwohl ich Ihm die Grenzsteine gezeigt hatte!
Also aufgepasst! Die Stämme holte ich mir natürlich schnell zurück, da er die Abfuhr des Holzes im Eiltempo organisiert hatte. Ich bin erst 84,4 Jahre alt und hab das Holz dann selber geschlagen. Seilwinde, 70 PS Traktor, eigene Blockbandsäge, etc.- als Schreiner von Vorteil. Natürlich ein Knochenjob da sehr bergig und allein.
Aber starker Wille!! Jetzt ist da Platz für meine „Urne“
Mit lustigem Gruß H.Beyer
Hallo Phil,
@ Eichen-Stangenholz: Kamin geht natürlich immer, dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden. Tipp: Eiche muss mehrere Jahre (mindestens 2) trocken lagern, bis es als Kaminholz zu verwenden ist. Denn erstens muss sich die Gerbsäure in der Rinde abbauen (sonst Ofenrohr ade). Und zweitens trocknet Eiche aufgrund der hohen Dichte unfassbar lange. So sagt man als Faustregel bei Eichenbohlen ein Jahr je cm. Auch wenn sich das Holz außen schon trocken anfühlt, innen ist es dann noch feucht. Wenn es dann aber trocken ist, super Brennholz!
Zaunpfähle: die Stangen in dieser Dimension eignen sich ideal als Zaunpfahl. Aber auch hier gilt: trocken müssen sie sein! Ein trockener Eichenzaunpfahl hält ewig auch ohne weitere Behandlung. Wird er zu früh eingesetzt, fängt er an in der Erde zu faulen.
@ verkaufen: Ebay-Kleinanzeigen ist für solche regionale Sachen immer eine gute Adresse. Aber wir würden in diesem Fall wirklich die Variante „Zaunpfahl“ empfehlen. Einfach Stangen aufarbeiten. Anspitzen und trocknen kann der Käufer selbst. Bitte dran denken: für einen Wildzaun sollten die Stangen mindestens 2,00 m lang sein. Dann sind 40-50 cm in der Erde und oben kann man einen 1,50 m Wildzaun dran nageln. Bei Rotwild sind sogar 2,50 m notwendig (Knotengeflecht gegen Rotwild 2,00 m hoch!).
Ach übrigens.. Wen das reiner Eichenwald ist – nicht zu wild dran gehen! Lieber mäßig, dafür aber regelmäßig. Die Eiche sollte sich lange nach dem Licht strecken müssen. Dann haben die Kinder Ihrer Kinder später mal schöne untere Stammabschnitte ;-)
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Hallo Waldprinz!
Danke für das Engagement und die vielen guten Ratschläge. Ich bin neuer Eigentümer von 2ha Eichenwald, ca 35 Jahre jung. Hier geht es nun ans auslichten und herausarbeiten der Z Bäume. Was mache ich mit dem geschlagenen Stangen Holz mit einem Durchmesser von ca 10cm? Nimmt das jemand ab? Gibt es einen Markt für Pellets, Brennholz etc? Oder gilt auch hier: heimischer Kamin? Danke!
Hallo Herr Deutsch,
@ 250-290€ je fm: Also bei uns bekommen Sie Fichten-Stammholz gerückt frei Waldstraße für 200 € ;-))))) Spaß bei Seite.
Ein Gedanke so nebenher – In unserer Tabelle ist ja Frischholz gemeint. Sie werden aber doch eher trockene Stämme verarbeiten wollen?!
Sprechen Sie doch einfach das zuständige Forstamt (wahrscheinlich Forstamt Pfälzer Rheinauen?). Die können Ihnen dann sagen, wer vor Ort die Vermarktung übernimmt (das darf das Forstamt seit dem Kartell-Urteil ja nicht mehr selbst machen).
Liebe Grüße und viel Spaß mit Ihrer Sauna (Foto!).
Der Wald-Prinz
Liebes Wald-Prinz-Team,
ich möchte eine Aussensauna aus Naturstamm-Holz (Mittelstammduchmesser ~30cm) erstellen.
Beim Holz-Typ bin ich bei der Fichte gelandet.
Die Längen sind je nach Wand 4-5m. First und Aussenauflage ~7m.
Derzeitig bekomme ich Angebote von 250-290€ je fm! Dies ist ein stolzes Wort.
Können sie mir Bezugsquellen nennen wo der Preis den der ihren Tabellenwerten nahekommt, das wäre nett.
Verarbeitungsort 76774 Leimersheim, Rheinland-Pfalz
Liebe Grüße
Ronny
Hallo Frau Morgenstern,
@ Holzverkauf Solitär: Da müssen wir Sie leider enttäuschen. Gegen den Holzverkauf spricht 1. dass es sich um einen Solitär handelt. Diese Bäume haben i.d.R. starke Äste über nahezu den gesamten Stamm hinweg => ein Förster würde sagen „der Baum ist protzig“. Das verhindert, dass aus dem Holz Bretter/Bohlen/Balken werden. 2. muss der Baum ja von oben her abgeklotzt werden. Das verhindert ebenfalls, dass Stammteile in ein Sägewerk wandern. Und nur dann gibt es Geld. Und 3. denken alle Beteiligten einer Verwertungskette meist in LKW-Ladungen. Wegen eines einzelnen Stammes Nadelholz (wenn wir von 110 cm Umfang reden, dann hat der Stamm an dieser Stelle ja gerade einmal 35 cm Durchmesser) kommt niemand.
Wir hätten Ihnen gerne etwas angenehmeres geantwortet, aber das ist leider die Realität. Verschenken Sie das Holz oder kaufen Sie sich eine Feuerschale und verbrennen Sie die Tanne an lauen Sommerabenden in Ihrem Garten ;-)
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Möglichst bald muss am Privathaus eine gesunde Tanne gefällt werden, die sich stark zu einer Seite neigt. Um Kosten der Fällung aufzufangen überlege ich wie das Holz zu verkaufen ist. Der Baum muss stückweise abgetragen werden. An wen wendet man sich für den Holzverkauf. Das Holz müsste abgeholt werden. Ich muss eine Fachfa. für die Fällung beauftragen. Der Umfang des Baumes in 1 m Höhe beträgt 110 cm.
MfG. U.Morgenstern
Hallo Matthias,
@ Schwarzerle: interessante Frage! Für den Ofen sind Ihre Schwarzerlen wirklich zu schade. Aber der Markt ist natürlich eng. Sie sollten mit Ihrem zuständigen Förster Kontakt aufnehmen und ihn gezielt auf das Thema „Wertholzsubmission“ ansprechen. Hier werden die schönsten Stämme einer Region an einem Termin meist im Januar/Februar zentral versteigert. Je größer die Wertholzsubmission, desto besser.
Wenn Ihnen das zu „weit weg“ erscheint, sollten Sie einmal einen Testballon bei Ebay Kleinanzeigen starten. Wichtig ist hierbei, dass Sie im Titel die wahrscheinlichsten Suchworte „Erle“, „Schwarzerle“, „Stamm“, „Stammholz“ und „Erlenholz“ verwenden.
Dritte Möglichkeit: Lassen Sie sich aus Ihren Stämmen Bretter und Bohlen einsägen. Dafür gibt es immer einen Markt.
Vierte Möglichkeit: googeln Sie Anbieter von Erlenholz bzw. schauen Sie, wer so etwas bei Ebay verkauft und kontaktieren Sie diese.
Bon chance!
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Hallo,
Ich habe eine Frage.
Mein Wald besteht zu 95% aus Schwarzerlen.
Sind ordentliche Stämme 80-90 cm Durchmesser.
Gibt es dafür auch einen Markt außer für den Ofen…?
Sehr geehrter Wald-Prinz Redaktion,
Sie geben Preise für starkes Buchen und Eichenstammholz an.
Auf welchen Zeitraum beziehen sich diese Preise ? ?
Für das 4. Quartal 2020 oder Frühjahr 2021 ? ?
Sind das Preise für Baden Württemberg ?
Vielen Dank im voraus für eine prompte Antwort.
SchlosshofVerwaltung
Hermann von Schönau
79739 Schwörstadt
Hauptstr. 1 a
Tel 07762 8514
Hallo Borkenschäfer,
@ „wie soll man da noch von leben?“: Vom Wald konnte man im laufenden Betrieb noch nie leben. Man hat höchstens die Früchte der vorherigen Generation (oder der vorvorherigen) eingefahren.
@ Baum pflanzen: Ehrlich gesagt ist das ja das Schöne am Wald. Wann immer wir einen Baum pflanzen, wissen wir, dass wir nichts mehr davon haben. Wald ist eine Generationen-Angelegenheit. Das ist die komplette Gegenveranstaltung zu Power Point und Instagram.
@ roden: das macht kein deutscher Waldbesitzer freiwillig. Das ist ein Bild, was fast bei Forst-Laien (Tschuldigung…) aber gerne im Kopf vorherrscht. Nicht nur, dass es in jedem Landesforstgesetz spezifische Vorschriften zur maximalen Kahlschlagsfläche gibt, macht es auch unter waldbaulichen Aspekten keinen Sinn. Aber wenn der Borkenkäfer einmal flächig durchgerauscht ist, sieht es danach leider aus wie eine Rodung.
Solar im Wald: macht keinen Sinn (Verschattung, fehlende Zuleitung etc,) und ist gesetzlich nicht erlaubt. Wald darf man nicht so einfach umwidmen. Auch eine Brache muss wieder Wald werden (entweder natürlich oder per Anpflanzung).
Die einzige Lösung aus unserer Sicht: über den Schatten des Forstvermehrungsgutgesetzes (einfach mal googeln) springen und klimastabile Baumarten aus anderen, heute bereits heißeren und trockeneren Regionen einbringen. Das ganze von vorneherein in einer wilden Mischung anpflanzen und schauen, was in Zukunft überlebt. Da sind wir recht kategorisch. Es gibt dazu keine Alternative.
LG – der Wald-Prinz
Bin auf Wald-Prinz gelandet, nachdem ich eine sehr deprimierende Doku über deutsche Waldbesitzer gesehen habe. Was die durchmachen mit dem Klimawandel ist echt ergreifend.
Wie soll man da noch von Leben, auch wenn man jetzt rodet und Mammutbäume pflanzt, das bringt ja erst in 100+ Jahren etwas.
Als Laie frage ich mich dann: warum nicht zwischenzeitlich etwas touristisch orientiertes machen? Sagen wir mal, Blockhütten bauen und als Freizeitangebot aufmotzen, das mit diversen Bildungs-Erlebnis-Angeboten vermarkten, um auch neuen Respekt usw in der Gesellschaft zu fördern. Dann käme wenigstens anfangs etwas Geld rein.
Ich nehme an, sowas geht nicht so einfach wegen dem Gesetzgeber? Oder kann das alles kommunal geregelt werden?
Außer roden und neu pflanzen, muss ein Waldbesitzer doch irgendwie noch andere Möglichkeiten haben, oder?
Kann man gerodete Flächen ummodeln und Solarzellen drauf stellen?
Alles Fragen, die auf dasselbe hinauslaufen: wie schwierig ist es, eine Waldfläche auf neue Weise zu nutzen?
Ich biete jedem Waldbesitzer in Sachsen-Anhalt, östliche Niedersachsen und westliches Brandenburg meine Hilfe bei der Planung, Holzernte, sowie der Vermarktung des Rohstoffe Holz an.
Hallo,
@ Ablängen von Eiche: Echenholz erzielt schon seit Jahren exzellente Preise und wird laufend gesucht. Der Wert des Holzes ist zu hoch, als dass man Experimente wagen sollte. Suchen Sie zunächst einen Käufer und halten Sie dann die Stämme genauso aus, wie es der Käufer haben möchte. Dieser Grundsatz gilt eigentlich bei jeder Art von Holz. Wen Sie z.B. einen Käufer haben, der aus den Eichen Tische bzw. Tischplatten machen möchte, wird er eine andere Länge bevorzugen, als jemand der Eichenparkett herstellt.
@ Schönes Stammholz nach dem ersten Knick: Sie werden auch für geringere Dimensionen einen Abnehmer finden. So oder so, können Sie das Holz ja zunächst so aufarbeiten, dass Sie die maximale Länge erzielen. Kleiner schneiden kann man immer noch.
Grundsätzlich ist bei Eichenholz zu beachten, dass es einfach sauschwer ist. Oftmals wären größere Längen zwar möglich, aber wenn nicht das passende Gerät zum Rücken zur Verfügung steht, hilft einem das wenig. Man bekommt die Stämme einfach nicht an den Wegesrand.
Bei den von Ihnen angesprochenen Dimensionen würden wir Ihnen zudem unbedingt empfehlen, den lokalen Förster anzusprechen. Soweit uns bekannt wird im Raum Niedersachsen alljährlich Anfang März durch die Niedersächsischen Landesforsten die Wertholzsubmission „Eiche zwischen Ems und Elbe“ durchgeführt. Erfahrungsgemäß werden bei solchen Versteigerungen sehr gute Preise erzielt. Ihr Förster wird dann Ihre Stämme anmelden und Ihnen zur Seite stehen, was die Dimensionierung angeht.
Beste Grüße – der Wald-Prinz
Hallo Wald-Prinz
Ich habe einen Wald im Raum Niedersachsen, mit ca 100 sehr großen Eichen.
Diese haben alle über 100cm und mehr an Durchmesser. Wie lang sollte das
Stammholz zur bestmöglichen Vermarktung sein, also wenn die ersten großen Ästen abzweigen.
Was wenn der Baum auf 10m höhe einen knick oder große Äste hat, darüber hinaus nochmal 10m schönes Stammholz aufweist.
Mit Besten Grüßen
Hallo,
vielen Dank für Ihre informative und gut verständliche Seite!
Wir sind auf der Suche nach 2000 Tonnen Fichten Rundholz. Das Holz wird exportiert und zur Möbelproduktion verwendet. Da wir aus dem Chemiebereich kommen, haben wir weder Erfahrung, noch Kontakte zu Lieferanten.
Können Sie mir Lieferanten nennen, die dieses Volumen stemmen können? Und gibt es trotz der aktuellen Margenschwäche entsprechende Mengenrabatte?
Hallo,
@ optimaler Durchmesser: Richtig ist, dass nicht jedes Sägewerk mit dicken Stämmen zurechtkommt. Dann reden wir aber über deutlich dicker als 50 cm Mittendurchmesser. Auch starke Stämme finden im Normalfall (aber was ist heutzutage noch normal) einen Abnehmer. Darum sollten Sie sich als Fichtenbesitzer also aktuell keine Sorgen machen. Um alles andere schon.
LG – der Wald-Prinz
Hallo Ferdinand,
@ Gartenfichten: da es um sich im Garten immer um Solitäre mit starken Ästen handelt, geht das sog „protzige“ Holz ohnehin nicht ins Sägewerk. Aktuell erst recht nicht. Egals wie man es dreht und wendet, aktuell gibt es für diese Qualität keinen Markt weil das Käferholz wie ein Tsunami alles überschwemmt hat.
Also die Fichte auf 30-50 cm lange Scheiben schneiden, Fiskars Spalthammer und los geht’s. Im Herbst 2021 günstig eine Feuerschale kaufen, weil dann die Saison endet. Im Frühling 2022 ist das Holz dann trocken und sorgt für stimmungsvolle Abende. Und zwar ganz viele, weil ca. 5 fm Holz.
LG – der Wald-Prinz (gerade gefrustet weil der Käfer nun im dritten Jahr kurz vor dem Winter auch unsere Wälder gefunden hat)
Hallo
Mich interessiert wie der optimale Durchmesser von Fichtenholz für die Sägewerke
Ist .welches Alter oder Durchmesser können am besten verarbeitet werden?
Ich höre immer öfter das Stämme über 50 cm Durchmesser nicht mehr gut zu vermarkten sind. Ist das so Richtig?
Besten Dank
Ich habe fünf sehr große Fichten in meinem Garten fällen lassen.
Was mach ich mit dem Holz??
Was unternehmen die Waldbesitzer eigentlich derzeit, um das beste aus dem Überangebot zu machen. Kann man die Bäume in Nassholzlagern lagern? Aber was kostet das? Lohnt sich das?
Ist Energieholz eine Lösung? REW hat allerdinngs bereits vor einigen Jahren eine erst 2008 eröffnetes Holzheizkraftwerk in Erntebrück geschlossen? Lohnt sich vermutlich nicht.
Oder wird viel ins Ausland exportiert? Aber lohnt sich der Export?
Hallo Dennis,
bei Eiche stellt sich eine zentrale Frage: Sägefähiges Holz oder nicht? Wenn die Stämme schön gewachsen sind und der erste Zwiesel bzw. der erste dicke Ast erst spät auftaucht – gut. Wenn aber alles krumm und astig ist, dann reden wir über Brennholz. Wenn Sie einen eigenen Ofen haben und Sie das unter dem Aspekt „Männerhobby“ sehen – kaufen! Wenn Sie das als Wertanlage sehen, nur bei sägefähigem Holz kaufen (es müssen nur einige wenige schöne Eichen drin stehen). Bedenken Sie bitte, dass Ihnen die SVLFG jedes Jahr einen Bescheid mit dem Mitgliedsbeitrag schickt (> 80 €).
LG – der Wald-Prinz
Hallo erstmal Kompliment an ihre Seite Die ist wirklich sehr wissenswert.
Ich habe eine Frage vielleicht können Sie mir weiter helfen. Mir wurde ein halber ha Eichenwald angeboten mit einen Bestand von 50-80 Jahren alten Eichen für 1.13€/m2 nun bin ich am überlegen ob sich das lohnt für mich.
Der Wald befindet sich in Brandenburg.
Mit freundlichen Grüßen Dennis. Freue mich über ihre Hilfe.
Hallo
Haben sie auch die Möglichkeit den Preis für Palettenholz heraus zu finden.Und kann man Nobilies Holz dafür verwenden?
Gruß Frank Jörig
Hallo Herr Siegert, hallo Wald-Prinz,
Nach Art. 14 Abs. 3 bedarf der Kahlhieb im Schutzwald die Erlaubnis. In Erläuterung 29 zum Waldgesetz von Bayern (Zerle Hein, zu Art. 14) ist damit sowohl der Schutzwald mit Dauercharakter (Art. 10 Abs. 1) als auch der Sturmschutzwald (Art. 10 Abs. 2) angesprochen.
Den Sturmschutzwald will der Förster im Nachhinein nicht mehr feststellen, weil er den eingeschlagenen Wald nicht mehr beurteilen kann.
Ich habe bereits mehrere Gutachten gefertigt in denen die Sturmschutzeigenschaft anhand von historischen Luftbildern, Zeugenaussagen und Verteilung der Stöcke bewiesen wurde und der Kahlschläger im Schutzwald Schadensersatz leisten musste. Der Anspruch auf Schadensersatz besteht von Gesetzes wegen.
Zögern Sie nicht den Anspruch durchzusetzen, entweder gibt das Gericht ein Gutachten in Auftrag oder Sie legen es vorab bei. (Aber Achtung das gilt dann als Parteigutachten und wird entsprechend lediglich als Beweismittel behandelt. Wenn der Auftrag vom Gericht kommt ist der Sachverhalt so wie er ermittelt wurde.)
Im Übrigen zahlt das Gutachten der füt den Schaden verantwortliche und ist Teil des Gsamtschadens.
Freundliche Grüße
F. Knittel
Hallo Herr Siegert,
anders als in einigen anderen Landeswaldgesetzen gibt es in Bayern keine Flächengrenze für Kahlschläge. Hier ist nur der festgehalten, dass der Kahlhieb im Schutzwald einer Erlaubnis bedarf (Art 14 (3) 1). Wenn wir Sie richtig verstanden haben, handelt es sich bei der betroffenen Fläche offiziell aber nicht um einen Schutzwald. Somit hat der Förster (leider) recht. Ihr Nachbar musste weder jemand Bescheid geben, noch um Erlaubnis fragen. Wir verstehen Ihren Ärger, uns ist auch schon eine Fläche umgefallen, weil der Nachbar „platt“ gemacht hat. Aber so sind die Regeln.
Beste Grüße – der Wald-Prinz
Hallo Wald-Prinz,
super Seite, super Infos und Hilfe !
Vielleicht können Sie mir auch helfen mit meinem Problem. Thema temporärer Schutzwald.
Zur Erweiterung seiner Sandgrube hat der Betreiber sein Waldstück oberhalb der Grube kahlgeschlagen. Kenntnis oder gar Genehmigung vom Amt lag nicht vor.
Folge: Immense Sturmschäden in unserem, angrenzenden Wald. Innerhalb von 2 Wo. Über 60 Fichten, Buchen, Föhren entwurzelt. Durchmesser zum Teil 50cm und mehr.
Der zuständige Revierförster vom Aelf teilte uns mit, daß hier wenig auszurichten sei, da ein Sturmschutzwald vorher als solcher deklariert hätte werden müssen. Sein Ratschlag: Ich könne ja mal mit dem Betreiber der Sandgrube reden, evtl. kann man sich ja wg. der Kosten für die Aufarbeitung ein wenig einigen… Er als Forstbeamter kann da nichts machen.
Meine Frage: Wäre das aber nicht genau seine Aufgabe sich um solche Dinge zu kümmern ?
Viele Grüße, Günther
Hallo Renate,
wir verstehen, dass Sie sich über den Holzwert nähern wollen. Das ist auch grundsätzlich richtig. Gehen wir einmal davon aus, dass die Kiefer bestenfalls 70 €/fm erzielt und Sie ebenfalls bestenfalls 25 €/fm Erntekosten haben (bei Kiefer tendenziell etwas höher, als bei Fichte). Jetzt haben Sie, wenn es ein schönes Stück ist, ca. 350 Efm/ha. Das ist recht optimistisch, denn nicht jeder Kiefernstamm geht in das Sägewerk und große Kiefern können alleine aufgrund der großen Kronen nicht so eng stehen, wie Fichten. Wenn es also richtig gut läuft, könnten Sie bei einem Kahlschlag 350 Efm * (70€ – 25€) = 15.750 €/ha erzielen. Für den Bodenwert gibt es regionale Bodenrichtwertkarten. Gehen wir einmal von 0,50 €/m² aus (bei Ihnen wahrscheinlich höher). Dann kommt man zusammen theoretisch auf ca. 2,00 €/m². Aber in der Praxis ist der Teufel ein Eichhörnchen. Von einem Kahlschlag wollen wir einmal nicht reden und Durchforstungen laufen selten so ab, wie man sich das wünschen würde. Insbesondere finanziell.
Andererseits sind Sie in Unterfranken/Bayern… Und da sind sie alle ein wenig seltsam, wenn es um Waldpreise geht. Wir haben für solche Stücke schon von – in unseren Augen – abstrusen Quadratmeterpreisen jenseits der 5,00 €/m² gehört.
Uns persönlich wäre so ein Kiefernwald max. 1,50 €/m² wert. Aber dafür werden Sie den Wald wahrscheinlich nicht bekommen…
LG – der Wald-Prinz
Hallo, ich versuche den Wert eines Waldgrundstückes zu ermitteln mit einem ca. 80 jährigen Kiefernbestand, wo vor 8 Jahren schon mal durchforstet wurde. Das Grundstück ist ca. 18000 qm groß und liegt in Unterfranken.
Können Sie eine ca. Angabe zum qm-Preis machen?
Danke einstweilen.
Hallo Stephan,
Der Wert des sog. Holzbodens eines Waldstücks ergibt sich in der Betrachtung durch einen Forstamtsmitarbeiter ja aus einer Mischkalkulation. Schauen Sie nur einmal die Eiche. Haben Sie einen geraden, astfreien und schön gewachsenen Stamm, ist der richtig Geld wert. Das kann schnell 1.000 €/Stamm sein. Aber das ist eher die Ausnahmen. Erfüllt einen Stamm diese Kriterien nicht, wandert er bei der Eiche durch den Kamin. Macht nur 50 € für den Festmeter. Die Erntekosten sind aber deutlich höher als bei Fichte, weil der Kollege mit der Motorsäge viel mehr Zeit und Benzin investieren muss, um einen Stamm aufzuarbeiten. Kein gutes Geschäft also.
Bei der Fichte ist es so, dass Sie am Ende im Idealfall einen großen Polter mit Langholz haben (dafür bekamen Sie vor der Käferplage > 90 € abzüglich der 25 € Erntekosten). Dann liegt da ein Polter mit Papierholz (ca. 30 €/RM). Und immer auch ein Polter mit Industrieholz IS/FK, bei dem Sie eigentlich draufzahlen, also die Erntekosten nicht herein bekommen.
Beste Grüße – der Wald-Prinz
Aktuelle Holzpreise
Hallo, wegen der Holzpreise bin ich ein wenig verwirrt. Aufgrund eines Erbes sind wir zu etwas Wald gekommen und haben den bewerten lassen – durch das Forstamt. Dort wird der Wert für Eiche und Fichte mit einheitlich 70€ ermittelt, abzüglich 25€ für die Ernte quasi.
Sind die Preise regional so unterschiedlich? Ist Nähe Bergisches Land .
Danke für eine Info
Hallo Marion,
Ein Ar = 100 m², also 10 x 10 Meter. Da sollen 16 Bäume drauf stehen?!
Einmal abgesehen davon sind die Preise für Käferholz massiv in den Keller gerauscht und haben die Preise für gesunde Sortimente mitgerissen. Aktuell herrscht ein völliges Überangebot an Fichtenholz. Schlimmer als nach einem massiven Sturm. Grundsätzlich empfehlen wir aktuell keine gesunden Bäume einzuschlagen. In Ihrem Fall, angesichts der kleinen Fläche – weg damit!
@ Linde: Bei einem Mittendurchmesser von 0,65 m und 3 m Länge reden wir über knapp einen Festmeter. Allerdings hört sich das nach einem Solitär an (also kein Stamm, der mitten im Bestand groß geworden ist). Da ist die Qualität des Holzes i.d.R. schlechter (dickere Jahresringe, also weniger fest, astig). Lindenholz wird gerne fürs Schnitzen verwendet weil so schön weich. Als Brennholz wäre es weniger zu verwenden. Aus der Ferne ist der Wert schwer abzuschätzen. Irgendwas zwischen 30-100 €. Kommt schließlich auch drauf an, ob der Nachbar das Holz selbst aufarbeitet.
LG – der Wald-Prinz
Hallo Waldprinz,
ich habe ein Waldstück mit Fichtenbäume von einem Ar. Es sind 16 Bäume vom Käfer befallen. Der Förster meint einen Kahlschlag zu machen. Jetzt meine Frage, wie liegen im Moment die Holzpreise und wie schnell geht der Preis nach unten?
Eine weitere Frage, ich habe einen gesunden Stamm von einer Linde den mein Nachbar kaufen möchte mit dem Mitteldurchmesser 65 cm und Länge 3 m. wie sind da die Preise.
Vielen Dank im Voraus
Mit freundlichen Grüßen
Marion
Hallo Detlef Hugo,
die Preise, die wir im Foto auf die Stämme geschrieben haben, beziehen sich auf den ganzen Stamm. Dazu haben wir über die Länge und den Mittendurchmesser das Stammvolumen errechnet und mit dem jeweiligen Preis je Festmeter multipliziert.
LG – der Wald-Prinz
Hallo,
Sind die Preise die auf die Stämme geschrieben sind für den ganzen Stamm oder pro Meter ?
Freundliche grüße
Derlef Hugo
Hallo,
ich bin eigentlich nicht im Holzgeschäft sondern in der Medizintechnik zu Hause. Seit 25 Jahren liefere ich dies Technik in den Osten. Nun würde ich gefragt ob es eine Möglichkeit gibt verschiedene Holzarten, frisch geschlagen, in Deutschland zu verkaufen.
Kann mir da jemand einen Typ geben?
Gruß
H.
Hallo Alex,
@ Harvestereinsatz: gehen Sie einmal von ca. 22-25€/fm aus. Aber damit der Harvester kommt, sollte schon einiges an Fläche zur Verfühgung stehen. Wegen 2 ha macht das keinen Sinn! Auch was die verschiedenen Holzsortimente angeht sollte man dringend in LKW-Ladungen denken, sonst drohen Mindermengenabschläge oder es wird alles auf ein minderwertiges Sortiment heruntergeschnitten.
Ein LKW hat ca. 30 Festmeter. Bei Langholz gehen wir also von rund 30 je ca. 20 m langen Stämmen aus! Beim Durchforsten kommt aber oft ein Sammelsurium an Sortimenten zusammen. Ein Haufen Papierholz. Ein Haufen Langholz oder Abschnitte. Ein Haufen Palettenholz. Nun haben Sie sogar Kiefern, Fichten und Laubholz!
Unser Tipp: Erst mal nicht überhasten. Auf gar keinen Fall selbst die Motorsäge auspacken – dann kommen Sie unter Garantie mit 0 € aus der Sache raus, weil Ihnen keiner das Holz abkaufen wird. Die Anforderungen der Sägewerke, der Papierindustrie oder der Energieholzbranche sind was für Profis. Also Kontakt zum Forstamt aufnehmen!
LG – der Wald-Prinz
Hallo Waldprinz,
Wieviel muss man eigentlich grob für einen Harvestereinsatz kalkulieren?
Konkret möchte ich einen neu erworbenen „Bauernwald“ durchforsten. Seit Jahrzehnten ungepflegt mit vorwiegend Kiefernbestand, aber auch einzelnen Fichten und etwas Laubholz.
Gibt es eine Faustformel, wieviel €/fm so ein Harvestereinsatz kosten sollte?
Danke für eine kurze Info
Alex
Hallo Nicole,
@ Preis Baumster: Wir denken mal, Sie meinen einen Ster Meterscheite der Baumart Fichte (Käferbefall?!). Dann würde ein Ster (=Raummeter mt Luft) bestenfalls 0,6 fm Holz (ohne Luft) bedeuten. Dann läge der Preis je fm umgerechnet bei 46-53 €. Für Fällen/Rücken (=Aufarbeiten) rechnet man mit ca. 23-27 €. Damit ist der Preis des Nachbarn nicht ganz aus der Welt, wenn es sich um Holz der Qualität B/C gehandelt hat. Um die Sache noch besser bewerten zu können, müsste man die Stammdurchmesser, der Anteil der Stämme mit Käferbefall, das Alter des Käferbefalls etc. wissen. Das mögen Sie jetzt bitte nicht als Aufforderung verstehen ;-)
Andereseits wird Buchenbrennholz als Stammhiolz um die 50 €/fm gehandelt. Da liegt es schon gerückt und abfahrbereit am Weg.
Fazit: aus Sicht Ihres Nachbarn handelt es sich nicht um Brennholz, sondern um Stammholz, was sich recht guzt verkaufen läßt. Aus Ihrer Sicht ist es Brennholz, das Sie selbst gefällt und aufgearbeuitet haben. Reden Sie mit dem Nachbarn und einigen Sie sich auf einen Preis mit dem beide leben können. Oder wollen Sie wegen 30 € rauf oder runter ein schlechtes Nachbarschaftsverhältnis?
LG – der Wald-Prinz
Hallo zusammen,
meine Frage wäre, unser Nachbar hat uns einige Bäume entfernen lassen von seinem Stück Wald, die nicht den Top Zustand hatten (Käferbefall, etc.), die Arbeit wurde von uns durchgeführt ohne seine Hilfe, am Schluss ging es um die Preisfrage, da wir das Holz gern behalten würden zum Heizen, unser Nachbar verlangt pro Baumster 30-35 Euro, ist das ein fairer Preis oder würde sich der Preis bei 15-20 Euro befinden, da er ja auch keine Arbeit damit hatte?
Um eine Antwort wäre ich sehr dankbar!
Grüße
Nicole
Hallo Günter,
@ 7-8 fm: das kann nicht ganz stimmen. Die Festmeter werden ja nach der Volumenformel berechnet (Π / 4 * D²) * L) mit D = Mittendurchmesser in Metern und L = Länge in Metern. Wir kommen so auf 4,33 fm.
Multipliziert man die 4,3 fm mit den aktuellen Preisen für Echenstammholz (s.o.) der Stärkenklasse 6 und Güteklasse B lägen wir bei 1.650 – 1.950 € für den Stamm. Bei der Güteklasse C wären es aber „nur“ 630 – 735 €.
@ Worauf muss man beim Verkauf achten?: Wir würden den Verkauf von Holz immer über den Förster bzw. den jeweiligen Waldbauverein laufen lassen. Wenn der Stamm wirklich klasse ist, kann man auch über eine Vermarktung im Rahmen einer Wertholzsubmission nachdenken. Die sind aber größtenteils jetzt (Ende Februar) alle schon vorbei.
LG – der Wald-Prinz
Hallo Waldprinz,
haben einen geraden Eichenstamm von über 14m Länge (6/85, 7/75), Mittendurchmesser von 83 cm und ca.7-8 fm. Welchen Preis könnte ich verlangen?
Worauf muß ich beim Verkauf achten?
Viele Grüße
Günter
Liebe Ilse,
@ Holzblockhaus: Für ein Blockhaus werden ja möglichst gerade Stämme benötigt, da die einzelnen Stämme ja mit möglichst geringen Zwischenräumen aufeinander liegen sollen. Kiefern und Lärchen wachsen i.d.R. nicht ganz so gerade. Zudem dürfte die Fichte im Alpenraum am besten bzw. in der benötigten Qualität am günstigsten verfügbar sein.
LG – der Wald-Prinz
Hallo Dani,
@ „Förster ausgeliefert“: Yap. So sieht es aus. Aber irgendjemand müssen Sie als Laie vertrauen. Und da ist ein verbeamteter Förster sicher keine schlechte Wahl. Im Normalfall läuft es übrgens in der Tat so ab, wie Sie das schildern. Vorher stehen die Preise für die diversen Sortimente schon fest. Wieviel von welcher Qualität dabei tatsächlich rum kommt, wissen Sie erst, wenn die Stämme nach Sortimenten sortiert aufgepoltert wurden. Aber jetzt kommt es: Abgefahren werden darf das Holz i.d.R. erst dann, wenn der Förster die sog. Holzaufnahme gemacht hat. Wenn er also persönlich die Festmeter (qualitativ höherwertiges Holz, das in das Sägewerk wandert) bzw. die Raummeter (für Paierholz, Brennholz, Palettenholz etc.) aufgenommen und in eine Liste eingetragen hat. Er ist übrigens derjenige, der die div. Infos auf die Polter sprüht. Niemand sonst!
@ Fotos: wir machen sicherheitshalber immer Fotos von unseren Holzpoltern bzw. den Infos darauf. Gebraucht haben wr die aber noch nie. Allerdings sind die drei Förster, mit denen wir regelmäßig zu tun haben auch Vollprofis. Genau solche Kaliber benötigen Sie auch, denn die Holzaufkäufer bzw. Forstunternehmer haben in der Tat so manche Tricks drauf…
LG – der Wald-Prinz
Hallo Waldprinz,
wir möchte gerne in den Alpen ein Holzhaus bauen (ein Holzblockhaus).
Welches Holz würdest du empfehlen (Fichte, Lerchenholz, Kiefer)?
Worauf müssen wie achten?
Danke und liebe Grüße
Ilse
Hallo Wald Prinz. Super informativ deine Webseite. Nur wenn Du jedem Laien sagst da brauchst Du viel Vertrauen, tja…
Ich bin auch Laie, lasse am Montag 3860m2 abholzen nach wochenlangen Verhandlungen über meine Waldumwandlung (kann ein Lied singen über die Flächenagentur die die Flächen vermittelt, das soll eine Börse sein, bei jedem Anbieter war irgendwas dann doch nicht gut).
Jetzt bin ich völlig dem Förster ‚ausgeliefert‘ und dem Forstunternehmen. Gemäss der Oberforstdirektion kann ich auf meinem 50 Jahre alten Mischwald rund 100 Festmeter ernten, die Truppe hat angeblich 2 Tage mit 4 Mann mit allem drum und dran, nehmen dann aber alles mit, Äste usw. ich rechne mit rund 2k Euro Kosten und rund 8k einnehmen, doch was mach ich wenn das forstunternehmen sagt die waren alle faul und bringen 2k Euro? Ausgeliefert? Beweise? Soll ich vor Ort sein und Fotos machen? Ich will denen nicht dreinreden, aber mich auch nicht komplett über den Tisch ziehen lassen…. Danke dir und Gruss, Dani
Hallo Waldprinz,
leider hat Friederike in unserem Bestand zahlreiche Bäume (200 FM) umgeworfen, so dass ich mich jetzt mit dem Thema „Kalamitätsschaden“ beschäftigen muss. Wäre es nicht interessant, dieses Thema auf Deinem Blog zu behandeln?
Viele Grüße
Kaspar
Hallo Waldfrosch,
@ SVLFG: natürlich haben wir beide Recht. Sie und Ihre Angehörigen/Freunde sind über die SVLFG (mit)versichert. Von Selbstwerbern haben wir nie gesprochen. Ein Selbstwerber ist i.d.R. an Brennholz interessiert und da haben Sie Recht, man sollte sich vergewissern, dass u.a. ein Motorsägenschein vorliegt. Wenn jemand en mobiles Sägewerk besitzt, dann mancht er das so gut wie immer gewerblich. Wenn Sie also die Stämme zum Einsägen zu ihm hinbringen, sind Sie versichert. Wenn er noch vor Ort in Ihrem Wald schneidet, sollte er selbst versichert sein.
LG – der Wald-Prinz
Hallo Wald-Prinz,
bin etwas über Ihre/Deine Antwort zur Frage von Thomas verwundert.
Thomas
23/08/2016 • 21:25 schrieb u.a.
möchte in meinem Wald einige Fichten zum Selberfällen verkaufen. Die Fichten haben so ca. einen Umfang von 100cm.
Hierzu antworteten Sie/Du u.a.
Wenn der Förster Ihnen nicht weiterhilft, können Sie sich nach einem Besitzer eines mobilen Sägewerks umschauen. Die machen so etwas oft im Nebengewerbe und sind eher an Kleinmengen interessiert.
@ Versicherung: da müssen Sie gar nichts beachten. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen in den Wald gehen, kommt im Schadensfall die SVLFG dafür auf (Sie zahlen doch Beiträge?). Waldarbeiter sind über das Unternehmen versichert.
————–
Meinen mir vorliegenden Information zur Folge (erhalten u.a. v. einem Revierförster LNRW) verhält es sich etwas anders, dem Waldeigentümer obliegt die Pflicht, beim Verkauf an Selbstwerber sich über das Vorhandensein der entsprechenden Motorsägenscheine Kl. 1 u. 2 oder entsprechenden anderen Qualifikationen (z.B. Ausbildung zum Forstwirt) zu informieren.
Versäumt der Waldbesitzer dieses und es kommt zu einem Unfall, dann kann er evtl. regresspflichtig werden.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, vielen lieben Dank für diese schöne Seite.
Gruß
Waldfrosch ;)
Hallo Wald-Prinz,
wie hoch ist der Preis für einen Festmeter Weymouthskiefer? Mir wurde eine Weymouthskiefer angeboten, 19 m lang, 45 cm Mitteldurchmesser, Meßzahl 70. Ist für dieses Holz der Güte C der Preis 80 € pro Festmeter zu hoch?
Hallo Kaspar,
@ Abrechnung: gab es denn eine separate Rechnung für’s aufarbeiten (fällen & rücken) des Fichtenholzes? Wenn nein, ist das natürlich die Erklärung. Die Holzpreise beziehen sich auf Holz „frei Waldstraße“, also Holz, das an einem Platz gepoltert wurde, der von einem Holz-LKW anfahrbar ist. Je nach Art und Schwierigkeit der Aufarbeitung (motormanuell, Harvester, Steillage, Rückeentfernung etc.) muss man von den Preisen noch einmal rund 22-26 € abziehen.
@ Preise selbst verhandeln: Da wird sich das Sägewerk bzw. der Einschlagunternehmer aber freuen, wenn Sie mit Ihren 71 fm ankommen und in die harten Preisverhandlungen einsteigen ;-) Sorry, aber das sind alles Jungs, die den ganzen Tag nichts anderes machen. Im besten Fall wimmeln die Sie ab. Sie unterschätzen, wie komplex das Holzgeschäft dann doch ist und wieviel Möglichkeiten Profis haben, Forstlaien über den Tisch zu ziehen. Was wollen Sie denn z.B. machen, wenn das Holz abgefahren wurde, bevor die Holzaufnahme (wieviel Stäme, wieviele rm/fm je Qualität) passiert ist? Da machen Sie gar nix. Oder wenn man Ihnen erklärt, dass das zum großen Teil minderwertiges FK-Holz war. Oder Sie bekommen brutale Abschläge wegen Mindermengen. Oder, oder, oder… Wir selst würden einen Teufel tun und unser eigenes Holz selbst vermarkten. Lassen Sie das die FBG machen! Die sind wenigstens halbwegs auf Augenhöhe mit den Jungs.
LG – der Wald-Prinz
Hallo Wald Prinz,
zunächst vielen Dank für Deine Antwort. Jetzt hat sich schon die nächste Frage eingestellt. Und zwar wurde bei mir Holz eingeschlagen durch die FBG. Auf der Rechnung steht nun für eine Menge von 27 FM Fichten Stammholz sowie 44 FM ein Preis von 78,20€bzw. 74,29€. Der Einschlag erfolgte im November. Die Preise liegen deutlich unter den im Internet veröffentlichten Preisen. Wie kann es sein, dass es zu so großen Abweichungen kommt? Ist es besser, die Preise selbst zu verhandeln und der FBG den Rücken zu kehren? VG, Kaspar. P. S. Die Eichen wurden gefällt. Dabei ist ein Stamm auf ganzer Länge leider gerissen. Habe ich so auch mich nicht gesehen.
Hallo Kaspar,
@ Wertholzsubmission Eiche: Mit etwas warten ist es da nicht getan. Zum Erreichen eines BHD von 50 cm benötigt eine Stiel- oder Traubeneiche ca. 130-150 Jahre. Bis Ihre Eichen im Durchmesser substanziell zulegen, sind wir alle schon organischer Dünger in irgendeinem Friedwald ;-)
Ein weitere Aspekt: Eiche ist gerade extrem beliebt. Vor 10-15 Jahren war es die Kirsche. Die will grad niemand mehr haben. Was wollen wir damit sagen? Holz unterliegt gewissen Moden. Kann also gut sein, dass in 10 Jahren kein Mensch mehr Eichenholz haben will, weil dann Lärche total „in“ ist.
Fazit: Ihr FBG-Förster scheint kein ganz so dummer Mann zu sein ;-)
LG – der Wald-Prinz
Hallo Wald-Prinz,
unser Förster der FBG hat uns den Einschlag von Eichen empfohlen. Dabei handelt es sich um drei bis fünf Stück mit einem BHD von 49 – 53 cm. Diese sollen in einer Auktion verkauft werden. Ich bin mir jedoch unsicher, da der Preis für größere Durchmesser ja überproportional ansteigt. Also lieber noch etwas warten? Viele Grüße, Kaspar
benötige Orientierungsdaten für durchschnittliche Preise für Eichenstammholz sowie
Brennholz ,Folgezustand nach Sturm Xavier 5.10. Für Ihre Mühe besten dank. Gert
Fricke
Hallo Rike,
aktuell stagniert der Hokzpreis auf relativ hohem Niveau. Er war zwar schon höher, aber wenn Sie einen kleinen Wald haben, sollten Sie die Gelegenheit zur Durchforstung beim Schopf ergreifen und nicht so auf den Holzpreis schielen. Kleiner Tipp: Bei Fichte gibt es drei relevante Qualitäten:
1. Abschnitte/Stammholz: Abschnitte (meist 4,10 m bzw. 5,10 m) gehen ins Sägewerk und bringen gutes Geld. Langholz bringt sogar noch etwas mehr, die Rückeschäden sind aber auch höher und u.U. erhalten Sie mehr Gewinn aus einem Baum, wenn er nicht als 20m-Stamm ausgehalten wird, sonden geschickt zu Abschnitten verarbeitet wird.
2. Papierholz: mittleres Preissegment bei relativ hohen Anforderungen an die Qualität.
3. FK/Platten-Holz: hier gilt eigentlich „linke Tasche, rechte Tasche“. Sie bekommen beim Verkauf in etwa das heraus, was Aufarbeiten und Rücken kostet.
Fazit: Bei einer Durchforstung von Fichte liegt der Hebel weniger im Holzpreis als vielmehr darin, dass soviel wie irgendwie möglich als Abschnitte bzw. Langholz ausgehalten werden. Bei einem kleinen Waldstück gestaltet sich das bei einer Durchforstung allerdings schwierig, weil so geringe Mengen eines einzelnen Sortiments anfallen. Förster/Holzaufkäufer denken immer in LKW-Ladungen. Daher ist es besser, wenn der Nachbar/die Nachbarn mitmachen.
LG – der Wald-Prinz
Hallo,
Wir haben einen kleinen Fichtenwald von dem wir ein Stück durchforsten lassen wollen. Ist der Holzpreis gerade schlecht/gut oder eher falllend/steigend?
Vielen Dank für eine Auskunft!
Rike
vielen lieben Dank für die hilfreiche Info
LG Lena
Hallo Lena,
@ Nießbrauch Fichtenbestand: Aus der Frage hören wir heraus, dass Sie so etwas nicht jeden Tag machen. Daher empfehlen wir dringend, das über den zuständigen Förster abzuwickeln. Alternativ können Sie sich informieren, welcher Waldbauverein bzw. welche Forstbetriebsgemeinschaft in Ihrem Bereich zuständig ist (sagt Ihnen ebenfalls das Forstamt. Bedenken Sie bitte, dass 2,5 ha (fast) ausgewachsene Fichte schnell einen Wert von rund 40.000-50.000 Euro hat. Wenn Sie da von einem windigen Einschlagunternehmen „gebockt“ werden, haben Sie mit Zitronen gehandelt. Bei dem Weg über den Förster bzw. einen Waldbauverein kümmert man sich um die optimale Vermarktung des Holzes (das beinhaltet meist auch den Einschlag). Abgesehen davon, dürfen Sie höchstwahrscheinlich keinen Kahlschlag durchführen. Dafür ist die Fläche zu groß. Die maximal mögliche Kahlschlagsfläche finden Sie im jeweiligen Landeswaldgesetz.
@ Aufforsten: wenn Sie das Stück nicht „platt“ machen, sondern sinnvoll durchforsten, haben Sie auch das Thema Aufforstung vom Hals. Denn wenn Sie einen Fichtenwald licht stellen, kommt in wenigen Jahren die Naturverjüngung und nimmt Ihnen diesen Aufwand kostenlos ab.
LG – der Wald-Prinz
Hallo,
ich habe Nießbrauch für einen 2,5 ha großes Fichtenbestand. Die meisten Bäume sind über 60 Jahre.
Die Bäume müssen abgeholzt und auch wieder aufgeforstet werden.
Wie komme ich an ein gutes Angebot.
Danke vorab für hilfreiche Kommentare.
LG
Hallo Wald-Prinz,
danke für den Tipp mit dem Förster, das werde ich so machen!
Ja, ich bin Wald-Anfänger und stolzer Besitzer einen kl. Waldes mit nur knapp 2200qm.
Da ich aktuell aber kein Holz brauche und eine Durchforstung wahrscheinlich notwendig wäre,
will ich halt eine Bäume los werden. So grob 15-20 Stück a BHD 30-40cm Durchmesser. Es hat dort glaub seit 40-50 Jahren keiner mehr Bäume gefällt.
Was kann man da denn so grob verlangen pro Baum (Fichte)? Bei eigener Fällung, ebenem Wald und sehr guter Zugangsmöglichkeit per Feldweg.
Bzgl. Versicherung hat sich die SVLFG noch nicht gemeldet bei mir. Ich meine ich könnte mich da ev. auch befreien lassen zunächst. Da ich eh nicht plane dort selber zu fällen in den kommenden Monaten.
Müsste ich mir dann eine Versicherungsbescheinigung zeigen lassen falls ich jemanden in meinem Wald arbeiten lasse?
Danke,
Thomas
Hallo Thomas,
wenn Sie nicht einen vertrauenwürdigen Aufkäufer persönlich kennen, würden wir Ihnen dringend empfehlen, es erst einmal über den zuständigen Förster zu versuchen. verstehen Sie das jetzt bitte nicht falsch, aber alleine an dem Terminus („Umfang von 100 cm“) merkt jeder Holzaufkäufer schon am Telefon, dass Sie ein Laie sind. Im Holzgeschäft interessiert nur Durchmesser (entweder Brusthöhendurchmesser bei stehendem Holz, oder Mittendurchmesser bei liegendem Holz). Das löst meist zwei alternative Reaktionen aus
1. „was interessieren mich ein paar Bäume von einem nervigen Privatwaldbesitzer, wenn ich LKW-Ladungen Holz benötige. „
oder
2. „den wer ich jetzt mal schön über den Tisch ziehen“
Bei professionellen Holzaufkäufern sind Sie also definitiv nicht gut aufgehoben. Wenn der Förster Ihnen nicht weiterhilft, können Sie sich nach einem Besitzer eines mobilen Sägewerks umschauen. Die machen so etwas oft im Nebengewerbe und sind eher an Kleinmengen interessiert.
@ Versicherung: da müssen Sie gar nichts beachten. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen in den Wald gehen, kommt im Schadensfall die SVLFG dafür auf (Sie zahlen doch Beiträge?). Waldarbeiter sind über das Unternehmen versichert.
LG – der Wald-prinz
Hallo,
möchte in meinem Wald einige Fichten zum Selberfällen verkaufen. Die Fichten haben so ca. einen Umfang von 100cm. Was kann man so grob da pro Baum verlangen?
Der Wald ist eben und hat einen sehr guten Zugang per Feldweg.
Was muss ich beachten bzgl. Versicherung?
Danke
Dankeschön, Waldprinz,
für die schnelle Antwort. Und für den kl. Exkurs in den Holzhandel. Ich hatte schon befürchtet, eine eher uninteressante Kundin zu sein. So ist das, wenn man kleine Wünsche hat:-) Leider ist es für den Laien auch nicht so einfach, mehrere Sägewerke zu finden. Gibt es irgendwo eine Übersicht/Adressliste mit Sägewerken der Region? (In meinem Fall: in MV)
LG im Voraus
PS: Der Tipp mit dem Verrotten ist berechtigt, aber Eiche sprengt zzt. mein Garten-Budget
Hallo Inga,
@ „Die Stämme sollen jeweils 2 m -2,50 m lang sein und einen Durchmesser von ca. 20-30 cm haben“:
So etwas kauft man nicht direkt beim Waldbesitzer und auch nicht beim Forstamt. Hintergrund: So läuft’s Business nicht ;-) In der Regel arbeitet das Forstamt bzw. die Waldbauernvereine (vereinigung privater Waldbesitzer) mit diversen Unternehmen zusammen. Das sind regional meist eine Handvoll Unternehmen, die sich entweder um die Aufarbeitung des Holzes kümmern (Bäume fällen und sinnvoll zurecht schneiden). Nur ums Schleppen an einen LKW-befahrbaren Waldweg (das sog. „Rücken“). Oder um die weitere Verwertungskette des Holzstapels am Waldrand. Oder gleich um alles, nämlich dann, wenn das Holz von einem Unternehmen komplett „auf dem Stock“ gekauft wird. Dann kümmert sich der Holzkäufer um Einschlag, Rücken, Abtransport und die weitere Vermarktung.
Mit Ihnen wird vor dem Hinergrund Ihres „Sonderwunsches“ keiner der Beteiligten (gerne) reden wollen. Sie wenden sich daher am besten an ein Sägewerk in der Nähe. Dort wird man Ihnen dann auch einen Preis nennen. Bedenken Sie bitte, dass Nadelholz natürlich am günstigsten sein wird. Sie müssen sich dann trotzdem Gedanken machen, wir Sie diese Stämme gegen Fäulnis schützen wollen. Die sind ja dann völlig unbehandelt. Eiche wäre eine Alternative. Bis diese Stämme in der von Ihnen gewünschten Dimension verrottet sind, sind wir es dann auch. Problem: Eichenstämme werden eher weniger in dieser Dimension geschlagen. Wenn man einen geraden Stamm hat, wartet man bis er wirklich dick genug ist. Astiger Kram geht durch den Kamin. Sauschwer sind Eichenstämme in dieser Stärke ebenfalls.
LG – der Wald-prinz
Lieber Wald-Prinz (toller Name – tolle website),
ich möchte auf meinem Grundstück eine Reihe Baumstämme setzen, die an Bunen aus dem Küstenschutz erinnern. Die Stämme sollen jeweils 2 m -2,50 m lang sein und einen Durchmesser von ca. 20-30 cm haben. Ich habe leider keine Ahnung, was das Holz kosten könnte. Kannst du mir einen ungefähren Orientierungswert geben. Und kauft man die Stämme dann eigentlich in einem Sägewerk (sollen ja ohne Rinde sein) oder beim Forstamt? Hm, man sieht wohl, dass ich ziemlich ahnungslos bin. Um so mehr würde ich mich über ein paar Hinweise freuen.
Herzlichen Dank im Voraus und LG
Hallo Heinrich,
@ „Gibt es eine Aufstellung / Liste wer Holz (Fichten u. Buchen) im Raum NRW kauft?“
Googeln Sie bitte einmal nach dem regional zuständigen Forstamt bzw. Waldbauverein. Dort wird man Ihnen sicher weiterhelfen können. De facto arbeiten die Forstämter und Waldbauvereine immer wieder mit den gleichen Unternehmen zusammen (mit denen sie auch gute Erfahrungen hinsichtlich Arbeitsqualität, Zuverlässigkeit und Zahlungsmoral gemacht haben).
Bedenken Sie zudem bitte: für verschiedene Holzsortimente gibt es verschiedene Aufkäufer. Beispielsweise gehen gradschaftige Buchenstämme gerne in das nächste Sägewerk. Hingegen wandern krumme/astige Buchen in den Kamin und werden von lokalen Brennholzhändlern nachgefargt. Das sind dann völlig andere Aufkäufer.
Nicht zuletzt ist es eine Frage, ob das Holz noch steht oder schon am Waldrand liegt. Auch das bedingt unterschiedliche Aufkäufer. Stehendes Holz wird gerne an Unternehmen verkauft, die dann den Einschlag und Rücken gleich mit erledigen („Verkauf auf dem Stock“).
Jetzt kennen wir Ihren Erfahrungshintergrund nicht. Wenn das Ihr erster Kontakt mit Holzhändlern ist, sollten Sie auf jeden Fall Beistand bei einem Förster suchen. Sie werden ansonsten mit großer Wahrscheinlichkeit – sagen wir mal – nicht das optimale Ergebnis erzielen.
LG – der Wald-Prinz
Gibt es eine Aufstellung / Liste wer Holz (Fichten u. Buchen) im Raum NRW kauft?
Mfg
Hallo zusammen,
hab gerade eine Diskussion mit dem Förster, was als 1a, 1b1, 1b2 oder 2a Holz qualifiziert wird und woran man den Abschlag zu Papierholz fest macht. Es geht um Fichtenholz.
Wer hat damit Erfahrung und kann mir praktikable Tips geben
Website ist geil. wir machen gerade presentation über walt und website hat krass geholfen. danke digger voll babo
Hallo Sahin,
wenden Sie sich in dieser Angelegenheit am besten an das örtliche Forstamt. Dort wird man Ihnen sehr wahrscheinlich weiter helfen können und die Vermarktung des Holzes übernehmen. 25 Stämme in der von Ihnen beschriebenen Qualität ergeben ja rund einen halbe LKW-Ladung an Holz. Das sollte gut zu verkaufen sein. Ein Tipp noch: wenn Sie das Forstamt kontaktieren, sollten Sie nicht den Umfang sondern den sog. Brusthöhendurchmesser (BHD) angeben. Also den Durchmesser der Stämme in Brusthöhe. Damit kann man dort eher etwas anfangen. Und mit ziemlicher Sicherheit haben Sie keine Tannen sondern Fichten.
LG – der Wald-Prinz
Hallo ich habe auf einem Grundstück etwa 25 tannen fichte Bäume ca. umfang von 40 bis 80 cm und ca.20m lang auf dem grundstück Will ich eine Einfamilienhaus bauen Meine Frage ist wie kann mann diese Bäume verwerten. Oder bzw. Verkaufen oder was sinnvolles machen wer kann mir eine guten Rat geben mfg. Sahin
zu „erfreuliche Marge“: die angenommenen Werbungskosten beziehen sich auf Stammholz 2a und 2b und nur hier ist auf den ersten Blicke der Ausdruck „erfreuliche Marge“ angebracht, wenn man die Holzpreise in der Zeit nach Kyrill und die damals katastrophenbedingt höheren Werbungskosten entgegenstellt. Aber nur auf den ersten Blick! Man muss doch wohl auch ins Kalkül ziehen, dass diese Sortimente zwischen 70 bis 100 Jahren gebraucht haben, um zu solchen Stärken heran zu wachsen. Ferner müssen die Kosten der Anlegung der Kulturfläche sowie die Pflege in den ersten Jahren berücksichtigt werden. Und nicht vergessen darf man den negativen Ertrag (Erlös minus Werbungskosten) der ersten Durchforstungen bis zum Alter von etwa 40 bis 50 Jahren. Werden diese Gesamtkosten nach Zinsertragsrechnung berechnet, kommt man auf eine Verzinsung, die allenfalls bei 2% liegt. Und noch eins: 1989, vor Wiebke und Vivian, lagen die Preise für diese Sortimente auf gleicher Höhe! In den vergangenen 24 Jahren sind aber die Werbungskosten, vor Allem bei notwendiger manueller Aufarbeitung in Gebirgsregionen, explodiert!
DANKE DANKE DANKE
eure seite ist toll
ich brauchte die daten für nen politikreferat und ohne diese seite hätte ich das nicht geschafft