Baummarkierungen im Wald und was sie bedeuten
🌲 Kurz & knapp: Die häufigsten Baummarkierungen
- Punkt oder umlaufender Ring (oft weiß) = Z-Baum, bleibt stehen und wird gefördert
- Kurzer Schrägstrich, meist von zwei Seiten = Baum wird bei der nächsten Durchforstung gefällt
- Waagerechter Doppelstrich, oft mit „R“ = Rückegasse für Forstmaschinen
Die Farbe hat meist keine feste Bedeutung. 👉 Grenz-, Holz- und Sondermarkierungen erklären wir weiter unten mit Bildern.
Sind Ihnen im Wald schon einmal Baummarkierungen aufgefallen, deren Bedeutung Ihnen nicht geläufig war? Wald-Prinz.de erklärt die Bedeutung der wichtigsten Forstzeichen auf stehendem und liegendem Holz.
Inhaltsübersicht:
Markierung von Z-Bäumen
Z-Baum steht für Zukunftsbaum. Das sind die qualitativ hochwertigsten Bäume im Bestand, die im Rahmen einer Auslesedurchforstung konsequent frei gestellt und somit gefördert werden. Hinter dem Z-Baum-Konzept steht die Erkenntnis, dass der überwiegende Teil des Erlöses mit relativ wenigen, dafür aber besonders prächtigen Bäumen erwirtschaftet wird.
Bäume auszeichnen: In der Forstpraxis werden die Z-Bäume meist auf zwei Arten markiert bzw. ausgezeichnet:
- Mit einem Punkt aus der Spraydose bzw. mehreren Punkten auf jeder Seite des Z-Stammes, so dass der Z-Baum z.B. vom Harvester-Fahrer immer zuverlässig erkannt wird, egal von welcher Seite er anfährt.
- Mit einer umlaufenden Kreis-Markierung die jederzeit von allen Positionen aus erkannt wird. Auch diese Markierung wird oft mit der Spraydose aufgebracht, dann aber im Gegensatz zu Durchforstungsmarkierungen meist mit weißer Farbe. Alternativ können die Z-Bäume mit einem flexiblen Kunststoffband markiert werden.
Weniger gebräuchlich ist die Markierung der Z-Bäume mit einem „z“, „x“ oder „+“. Wie gesagt ist die Markierung nirgendwo festgelegt und liegt im Ermessen des Waldbesitzers bzw. Försters.
TIPP: wenn Z-Bäume mit der Spraydose (Forstmarkierungsfarbe) markiert werden, sollte man keine sog. Neon-Farben verwenden. Diese Leuchtfarben sind zwar hervorragend sichtbar, allerdings altern Neonfarbtöne auch etwas schneller. Denn die Reaktion fluoreszierende Pigmente mit UV-Licht bedeutet auch, dass das UV Licht diese Pigmente im Zeitverlauf abbaut.

Die Z-Baum Markierung besitzt einen dauerhaften Charakter. Verblasst die Forstfarbe im Zeitverlauf, oder werden die Kunststoffbänder vom Wachstum des Stammes weggesprengt, wird die Baummarkierung bei nächster Gelegenheit erneuert. Denn die Z-Baum-Markierung ist für die Bestandpflege extrem hilfreich. Selbst dem Forstlaien fällt es leicht, die richtige Auswahl der zu entnehmenden Stämme zu treffen. Alle Bedränger-Bäume, die der möglichst positiven Entwicklung der Z-Stämme im Wege stehen, müssen Zug um Zug weichen. Der Rest der Stämme bleibt stehen – bis daraus wieder Bedränger erwachsen.
Markierung von Rückegassen
Sobald in einem Wald verwertbares Holz anfällt, stellt sich die Frage, wie dieses Holz aus dem Bestand heraus transportiert und zum nächsten per LKW anfahrbaren Lagerplatz gebracht werden soll. Bei diesem Holztransport innerhalb des Waldes spricht man von „Holz rücken“. In früheren Zeiten und vereinzelt auch heute noch wurde und wird das Holz mit Rückepferden aus dem Wald gezogen. In der Regel werden allerdings Maschinen, sog. Rückezüge bzw. Forwarder eingesetzt. Damit diese Fahrzeuge einerseits überhaupt durch den Bestand fahren können und andererseits möglichst wenig Schaden anrichten, werden sog. Rückewege bzw. Rückegassen angelegt und mit Baummarkierungen ausgewiesen.

Klare Markierungen minimieren Kollateralschäden: Große, schwere Maschinen vertragen sich leider sehr schlecht mit dem empfindlichen Ökosystem Wald. Unliebsame Bodenverdichtung, Rückeschäden durch herausgezogenes Langholz, tiefe Fahrrinnen im feuchten Waldboden, beschädigte Wurzeln – all das sind die Kollateralschäden moderner Forstwirtschaft. Umso wichtiger ist es, die Fahrwege der großen Forstmaschinen absolut eindeutig und unmissverständlich zu markieren. Nur so können die Schäden wenigstens auf das Feinerschließungsnetz innerhalb des Waldstückes reduziert werden.
Waagerechter Doppelstrich: Bereits vorhandene Rückegassen werden vor jeder Durchforstungsmaßnahme meist mit parallelen, waagerechten Strichen in Augenhöhe angezeichnet. Die Markierung befindet sich immer auf der Baumseite, die der Rückegasse zugewandt ist.


Um vollkommen auf Nummer sicher zu gehen, versehen viele Förster die Markierung der Rückewege noch zusätzlich mit einem „R“.

Vorsicht Verwechslungsgefahr: Viele Baummarkierungen sehen nur auf den ersten Blick wie Forstmarkierungen aus. De facto handelt es sich oft um die Markierung von regionalen oder überregionalen Wanderwegen. So wird der rund 320 km lange Fernwanderweg „Rheinsteig“ zwar meist mit einem speziellen Logo auf Metallschildchen ausgewiesen, ein schlichtes weißes „R“ findet aber ebenfalls an vielen Stellen Verwendung.

Markierung von zu entnehmenden Bäumen
Ein kurzer schräger Strich bedeutet für den so markierten Baum nichts gutes. Denn so werden die Bäume markiert, die bei der nächsten Durchforstungsmaßnahme entnommen werden sollen. Damit die Forstarbeiter bzw. der Harvesterfahrer den Strich von jeder Position aus sehen können, wird der Strich auf Augenhöhe und von zwei Seiten angebracht.

Natürliche Poller: Ein waagerechter Strich mit einem auf dem Kopf stehenden Pfeil weist den Forstarbeiter an, diesen Stamm nicht so tief wie möglich, sondern erst auf Höhe des Striches abzusägen. Diese Markierung wird oft in älteren Beständen, insbesondere an zu entnehmenden Bäumen nahe der Rückegassen-Einfahrt praktiziert. Denn je älter der Bestand, desto eher fällt Langholz an. Die bis zu 20 Meter langen Stämme werden dann in voller Länge aus dem Bestand gezogen und verursachen dabei oft massive Rückeschäden. Wenn man an den Einfahrten der Rückgassen oder auch an gefährdeten Stellen in der Rückegasse diese Stümpfe stehen läßt, dienen diese als natürliche Poller und schützen die umstehenden Bäume vor der Beschädigung durch die heraus geseilten oder gezogenen Baumstämme.

Korrektur von Forstmarkierungen: Oft genug kommt es vor, dass eine Forstmarkierung korrigiert werden muss. Die Anlässe können vielfältiger Natur sein. Mal hat man den Grenzverlauf falsch eingeschätzt, mal soll ein Rückeweg außer Betrieb genommen werden. Am häufigsten kommt es vor, dass man einen Baum zum Fällen markiert hat, diese Entscheidung aber dann revidiert werden soll. Oft wird dann einfach der Strich zur Baumentnahme mit einer Schlangenlinie übermalt. In seltenen Fällen ist eine zweite Spraydose mit schwarzer Forstfarbe zur Hand, mit deren Hilfe die Forstmarkierung einfach übermalt wird.

Markierung von Grundstücksgrenzen
Beim Auszeichnen von Waldstücken wird der auszeichnende Förster oder Waldbesitzer sein Augenmerk auch auf den Grenzverlauf des Waldstücks legen. Denn die Durchforstungsmaßnahmen werden oft von ortsfremden Forstarbeitern durchgeführt. Um die Grundstücksgrenzen im Wald möglichst präzise auszuweisen, haben sich in der Forstpraxis gleich eine ganze Reihe von Baummarkierungen herausgebildet.
Markierung von Grenzsteinen: Grenzsteine sind ein Thema für sich! Glücklich, wer all seine Grenzsteine kennt und bei Bedarf auch wiederfindet. Denn der Waldboden verschluckt die Grenzsteine förmlich. Damit sie nicht umgerissen bzw. umgefahren werden, ragen sie meist nur wenige Zentimeter aus dem Boden heraus. Ein bisschen Laub, ein bisschen Moos und schon ist der Grenzstein verschwunden. Auch das „lackieren“ mit Forstfarbe lässt die Grenzsteine meist nur ein, zwei Jahre „erleuchten“. Zusätzliche Markierungen in Augenhöhe auf nahestehenden Bäumen helfen hier ungemein. Zum einen bleiben die Markierungen mir Forstfarbe auf den Bäumen länger erhalten, als auf den Grenzsteinen selbst. Zum anderen ist die Baummarkierung deutlich weiter zu sehen als der Grenzstein. So kann der Förster oder Waldbesitzer auch aus der Entfernung gut abschätzen, wie die Grenze im Wald verläuft und welcher Baum noch zum Grundstück gehört.

Markierung von Eckpunkten: Oft sieht man entlang eines Forstwegs Bäume mit einem rechtwinkligen Doppelpfeil markiert. Diese Forstmarkierung wird dazu genutzt, Grundstücksgrenzen anzuzeigen. Der senkrechte Pfeil geht meist in Richtung eines Rückewegs. Denn im Wald ist es gängige Praxis, dass Rückegassen mittig auf die Grundstücksgrenzen gelegt werden. Schließlich will meist sowohl der Nachbar zur linken, als auch der Nachbar zur rechten sein Waldstück bewirtschaften. So teilt man sich dann den Flächenverbrauch eines Rückewegs. Diese Praxis führt aber auch dazu, dass in vielen Fällen keine Grenzsteine vorhanden sind, da der Grenzverlauf über diese äußeren Rückewege auch ohne Grenzsteine eindeutig ist. Der waagerechte Pfeil bedeutet soviel wie „das zu durchforstende Grundstück liegt links von dieser Grenze“.
Besonders eindeutig wird die Situation, wenn auch noch die Flurnummer sowie die Flurstücksnummer hinzu kommen. Im Beispiel auf dem nebenstehenden Foto handelt es sich um die Flur 27 und das Flurstück 85. Diese Forstmarkierung dient meist dazu, das zu durchforstende Waldstück erst einmal ganz grundsätzlich aufzufinden. Sind in einem Durchforstungsbereich entlang eines Waldwegs alle Waldstücke auf diese Art markiert, ist es recht einfach ein spezielles Waldstück aufzufinden. Denn so wie man über Straßenname und Hausnummer eine Adresse findet, kann man im Wald über Flur- und Flurstücksnummer ein Waldstück eindeutig identifizieren.

Sind über oder unter diesem Doppelpfeil Buchstaben oder Namen zu finden, handelt es sich um den Namen des Waldbesitzers bzw. dessen Kürzel.
Wie das nebenstehende Bild schon vermuten läßt, gibt es keine offiziellen Vorgaben, welche Farbe der Winkelpfeil haben soll, oder mit welchem Infos dieser Pfeil ergänzt werden muss/darf. Diese Grenzmarkierungen haben sich in der Forstpraxis herausgebildet und werden oft von Revier zu Revier unterschiedlich gehandhabt. Da die Auszeige nicht zwingend durch einen Förster erfolgen muss, werden viele Forstmarkierungen auch von Privatwaldbesitzern ohne spezielle forstliche Ausbildung angebracht.
Wenn das die EU in Brüssel erfährt…
Markierung des Grenzverlaufs: Auch in Deutschland können Waldstücke schnell mehrere Hektar groß sein. Entsprechend sind Grundstücksgrenzen von hunderten Metern Länge keine Seltenheit. Aber auch bei kürzeren Grenzen kann es schwierig werden, den Grenzverlauf zu bestimmen, wenn es sich z.B. um einen dichten Jungbestand oder einen Plenterwald handelt.
Damit die Grundstücksgrenze innerhalb eines Waldstücks immer eindeutig ist, nutzen viele Förster spezielle Grenzverlaufs-Baummarkierungen.

Markierung von Holzpoltern bzw. liegendem Holz
Beim „liegenden Holz“ wird es hinsichtlich der Markierungen so richtig komplex. Denn je nach Qualität bzw. Verwendungszweck des Holzes werden völlig unterschiedliche Markierungen verwendet. Aber grundsätzlich drehen sich alle Markierungen rund um die folgenden, i.d.R. abrechnungsrelevanten, Punkte:
- Name/Kürzel des Waldbesitzers,
- Name/Kürzel des Einschlagunternehmers bzw. Holzkäufers
- Infos zur Holzmenge i.S. von Festmetern bzw. Raummetern (je nach Verwendungszweck/Qualität des Holzes)
Wertvolles Langholz – einzeln vermessen und markiert: Wertvolles Langholz wird meist handvermessen. Mittels der Huberschen Formel wird dann durch Multiplikation von Stammlänge und Kreisfläche (aus dem Mittendurchmesser) der sogenannte Festgehalt in der Verrechnungseinheit Festmeter (fm) festgestellt, den der Stamm ohne Rinde aufweist. Die beiden dazu benötigten Angaben „Länge“ und „Mittendurchmesser“ werden mittels Nummeriergerät oder geeigneter Kreide dauerhaft, möglichst auf der größeren Schnittfläche angebracht. Da die Bestimmung von Länge und Mittendurchmesser bei dem bereits gepolterten Holz nur schwer möglich ist, wird diese Markierung meist schon am Ort der Fällung durch die motormanuelle Truppe angebracht. Der Waldbesitzer muss übrigens nicht befürchten, dass zu wenig aufgeschrieben wird. Denn sowohl der Waldbesitzer als auch der Forstarbeiter werden nach Festmetern bezahlt. Die Interessenlage ist also gleich.
Beispielrechnung: Im Bild unten wurde auf dem mittleren Stamm die Zahl „2036“ mit Kreide angebracht. Das bedeutet, dass dieser Stamm eine Länge von 20 Metern besitzt, das ist im übrigen das Maximum, mit dem sich die Holztransporter offiziell auf deutsche Straßen trauen dürfen. Der Mittendurchmesser, also der Durchmesser genau in der Mitte des Stammes, beträgt 36,0 cm, der Radius entsprechend 18,0 cm. Die Kreisfläche der Stammmitte wird wie folgt berechnet: A = πr². Bei einem Radius von 0,18 m ergibt sich so eine Kreisfläche von 0,102 m². Multipliziert mit der Länge von 20 m kommt man auf ein Volumen von 2,04 fm. Multipliziert mit einem Holzpreis von rd. 90 €/fm (06/2018) ergibt dies einen Verkaufserlös von gut 180 € für diesen einen Stamm.

Nummerierplättchen: Einzeln handvermessenes Holz erkennt man auch an den Nummern, die auf der Schnittfläche am Fuß des Stammes mit Nummerierplättchen angebracht werden. Diese Plättchen ermöglichen eine saubere und schnelle Kennzeichnung der Stämme. Sie werden mit einem speziellen Einschlag-Doppelhammer meist an der Stirnseite eines Stammes eingeschlagen. Anstatt den ganzen Stamm mit Daten „vollzuschmieren“, wird er über die individuelle Nummer des Plättchens identifizierbar. Mit dieser Nummerierung werden dann in einer Tabelle die Stammdaten wie Länge, Durchmesser, Qualität, Besitzer usw. verknüpft. Prinzipiell würde es dem Förster, bzw. dem Einschlagunternehmer, der das Holz aufgenommen, hat ausreichen, wenn man ihm die Stammnummer gibt, er kann dann aus einer Tabelle die dazugehörigen Daten entnehmen.

Alternative zu Nummerierplättchen kommt aus der Spraydose: Die Forstwirtschaft muss immer im Gesamtbild mit den nachgelagerten Industrien gesehen werden. Je nach Verwendungszweck des Holzes können selbst kleinste Details den Prozess der Holzerntekette stören. So bestehen viele Holzaufkäufer inzwischen darauf, dass ihr Holz explizit NICHT mit Nummerierplättchen versehen wird. Denn falls z.B. das Sägerestholz in der Papier- und Zellstoffindustrie weiter verwertet werden soll, darf dieses auf keinen Fall mit Kunststoffresten – und seien sie auch noch so klein – verunreinigt sein. Daher gehen viele Forstämter dazu über, die Stämme für die Sägeindustrie nicht mehr per Nummerierplättchen eine individuelle Nummer zuzuweisen, sondern die fortlaufenden Nummern werden ganz banal mit Forstmarkierfarbe aufgesprüht.

Weniger wertvolles Holz – Holzmarkierungen für Raummaße: fällt bei einer Durchforstung sog. Industrieschichtholz an, werden diese eher kleineren Durchmesser und auch schlechteren Qualitäten zu großen Holzpoltern aufgeschichtet. Bei den Verkaufspreisen dieses Industrieschichtholzes macht es keinen Sinn, das Volumen jedes Stammes aufwendig einzeln zu berechnen. Der Einfachheit halber geht man dann hin und ermittelt das Raumvolumen des gesamten Holzstapels. Erkennbar ist diese Art der Holzaufnahme auch über die verwendete Maßeinheit „Raummeter“ (Rm).
Sektionsmeßverfahren: Üblicherweise wird dazu der Holzpolter bzw. Holzstapel in Sektionen von je einem Meter Breite unterteilt, erkennbar an einem senkrechten Strich aus der Spraydose alle 1,0 Meter. Dann wird die Höhe des Holzstapels in der Mitte jeder Sektion gemessen und das Ergebnis auf der Stirnseite vermerkt. Das Volumen wird dann durch Multiplikation der hergeleiteten durchschnittlichen Polterhöhe (arithmetisches Mittel der einzelnen Sektions-Höhen), der Polterlänge und der Poltertiefe (Sortenlänge) berechnet.

Holzstapel ohne Markierung? Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wurde das Holz mit einem automatisierten Vollernter aufgearbeitet. Diese sog. Harvester besitzen alle einen Bordcomputer, der jedes einzelne verarbeitete Holzstück vermisst und speichert. Wird nach diesem sog. „Messungsattest“ abgerechnet, spricht man auch vom „Waldmaß“ (im Gegensatz zum „Werkseingangsmaß“). Welches Maß für die Abrechnung verwendet wird, ist im vorhinein von den Vertragsparteien zu klären.
Wenn so ein Holzpolter ohne Markierungen am Waldrand aufgesetzt wurde, heißt das auch meist, dass der Förster schlicht noch nicht da war, um das Holz aufzunehmen. Denn auch wenn die Stämme im Computer des Vollernters erfasst wurden – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Der Besitzer des Harvesters wird nach der Menge des geernteten Holzes bezahlt. Es wäre fahrlässig, wenn der Förster diesen Angaben gutgläubig vertrauen würde. Daher zählen die Mitarbeiter des Forstamtes bzw. des Waldbauereins i.d.R. zumindest die Anzahl der Stämme nach und gleichen diese mit den Angaben des Harvester-Computers ab.

Markierung von Habitatbäumen bzw. Horstbäumen

Besonders ökologisch orentierte Forstämter oder Landesforsten wählen in ihren Wäldern alte Bäume aus, um sie als Lebensraum für Tiere und auch Pflanzen dauerhaft zu erhalten. Besonders häufig werden Bäume mit Höhlen, außergewöhnlichen Wuchsformen und sog. Horstbäume als „Habitatbäume“ ausgewählt und dauerhaft markiert.
Ziel: 3-5 Bäume je Hektar: Das Habitatbaumkonzept z.B. der Niedersächsischen Landesforsten sieht vor, dass in allen Wäldern über 100 Jahre (Nadelwald) bzw. 120 Jahre (Laubwald) je Hektar Waldfläche fünf besonders geeignete Habitätbäume ausgewählt und dauerhaft bis zum natürlichen Zerfall erhalten bleiben. Das entspricht 5% der Waldfläche, auf der Axt und Säge ruhen und die natürliche Waldentwicklung mitten im Wirtschaftswald dauerhaft Vorrang genießt. Diese Biotopbäume bilden dann den Lebensraum für Siebenschläfer, Fledermäuse, große Greifvögel und viele hundert Insektenarten und Spinnentiere.

H wie Habitatbaum, Horstbaum oder Höhlenbaum: vereinzelt sieht man im Wald einen Baum mit einer umlaufenden Wellenlinie und zusätzlich mit einem „H“ gekennzeichnet. Im Grunde genommen steht das „H“ für Habitatbaum. Es trifft sich aber gut, dass auch Horstbaum und Höhlenbaum mit H beginnen.
- Horstbäume sind strengenommen nur jene Bäume, die die Nester von Taggreifen (Bussarde, Milane, Falken, Habicht, Sperber), Kolkrabe, Graureiher und Waldohreule beherbergen.
- Höhlenbäume sind Bäume mit großen Bruthöhlen von Schwarzspecht und seinen Brutfolgern (Dohle, Hohltaube, Fledermäuse, Hornissen …) und Bäume mit mehreren Kleinhöhlen (z. B. Buntspechthöhlen).
Egal, wie die präzise oder unpräzise die Begrifflichkeiten verwendet werden – im Endeffekt kommt es auf das gleiche hinaus: der Baum bleibt stehen!
Jagdliche Markierungen
Auch Jäger nehmen die Spraydose mit Markierungsfarbe gerne in die Hand.
Entfernungsmarkierungen: Im Schussfeld eines Hochsitzes kann man schon einmal Markierungen an den Bäumen sehen, die die Entfernung vom Hochsitz anzeigen. Die Art der Markierung ist dabei nicht festgelegt.
Ausrufezeichen doppeldeutig: Wenn der Förster einen Baum mit einem Ausrufezeichen markiert, geht von dem Baum eine Gefahr aus. Vor einer Durchforstungsmaßnahme weist er so die Forstarbeiter darauf hin, dass hier besondere Vorsicht geboten ist. Stehende Totbäume, Bäume mit Totästen, von denen eine erhebliche Gefahr ausgeht, Bäume mit Kronenbruch oder anderen Gefahren werden mit Ausrufezeichen auf allen vier Seiten des Stammes deutlich erkennbar markiert. Totbäume, die entnommen werden, erhalten zusätzlich die o.g. Schrägstriche, verbleibende Totbäume erhalten unterhalb des Achtungszeichens eine wellenförmige Markierung.
Jagdlicher Gefahrenbereich: Ist gleich eine ganze Baumgruppe mit Ausrufezeichen markiert, die Bäume scheinen ansonsten aber kerngesund, handelt es sich meist um einen jagdlichen Gefahrenbereich. Die Ausrufezeichen kennzeichnen eine Tabuzone für die Schussabgabe. Bei einer Drückjagd sind oft auch ortsfremde Jäger beteiligt. Sie werden mit den Ausrufezeichen auf potenziell gefährliche Situationen hingewiesen. Vielleicht befindet sich in dieser Richtung bereits der nächste Ansitz, es fehlt ein sicherer Kugelfang oder das Wild kann nicht sauber angesprochen werden (keine freie Schußbahn):

Welche Bedeutung hat die Farbe der Markierung?
Keine Bedeutung, aber persönliche Vorlieben: Die Forstsprühfarben werden von den diversen Anbietern in den verschiedensten Farben angeboten. Die Farbe selbst hat in der Regel keine größere Bedeutung. Ob die Rückegasse in weiß, blau, rosa oder rot markiert wird, ist meist die persönliche Geschmacksfrage des auszeichnenden Försters. Das Ergebnis bleibt de facto das gleiche, egal in welcher Farbnuance gearbeitet wurde. Hier hat jeder seine privaten Vorlieben.
Leuchtkraft wichtig: Harvester sind insbesondere in der Winterzeit im Dauereinsatz. Diesiges Wetter, Dämmerung, Regen oder Schneefall erschweren die Sicht. Damit die Markierungen auch bei schlechten Sichtverhältnissen gut zu sehen sind, ist die Leuchtkraft bzw. der Kontrast zum Untergrund extrem wichtig.
Immenser Farbverbrauch: Revierweit wird allerdings oft dieselbe Farbe verwendet. Das liegt meist schlicht an Einkaufsvorgaben. In Nadelholzrevieren mit hoher Durchforstungsfrequenz und hohem Mechanisierungsgrad (Einsatz von Harvestern und Forwardern) kommen leicht 400 Dosen Forstfarbe jährlich zusammen. Hier steht das Kriterium „Farbe“ meist im Hintergrund. Wenn die Forstfarbe den Praxistest besteht, zählt alleine der Preis.
KFW-Testsiegel: Markierungsfarbe für den Forstbereich sollte das KWF-Testsiegel „Holzmarkierung“ tragen. Bei diesem Prüfzeichen geht es neben der Praxiseignung insbesondere um den Gesundheitsschutz. Aber auch im Umgang mit Forstfarbe, die das KWF-Siegel trägt, ist Vorsicht geboten. Wer in das Sicherheitsdatenblatt der jeweiligen Forstfarbe schaut, entdeckt leicht Sätze wie „Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen“ oder „Dämpfe können Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen“.







Hallo, nach dem letzten Sturm mit immensen Schäden im Forst und einer 2 wöchigen Straßensperrung der Allee durch den Wald sind Bäume mit einer Markierung in Leuchtfarbe mit einem großen A aufgefallen. Was hat das zu bedeuten?
Hallo Manuela,
@ weiße Kreise: Weiße Kreise und Striche an Bäumen sind in erster Linie Zeichen der Forstwirtschaft, nicht der Jagd. Sie dienen der Planung von Fällungen, dem Schutz wertvoller Bäume oder der Orientierung für Forstarbeiter. Jagdliche Markierungen sind meist expliziter (z. B. Ausrufezeichen, Zahlen im Kreis). Weiß als Farbe wird unserer Kenntnis nach im jagdlichen Bereich nie genutzt.
Liebe Grüße in die Schweiz – der Wald-Prinz
Hallo.
Meine Beobachtungen sind in der Schweiz gemacht. In verschiedenen Wälder stehen vereinzelt Bäume mit einem weissen, gesprühten Kreis am Stamm. Manche haben noch einen Strich nach oben, nach unten oder der Seite. Sind dies jagdliche Kennzeichnungen? Danke für die Antwort.
Hallo Jenny,
@ rote Markierung und Buchstabe S: Zunächst einmal können wir Ihnen versichern, das zu fällende Bäume immer und überall lediglich mit diagonal verlaufenden Strichen durchgeführt werden. Gerne auch zwei, damit der Entnahme-Strich von allen Seiten sichtbar ist. Sollte von dem Baum beim Fällen Gefahr ausgehen (trockene, starke Äste in der Krone), wird u.U. noch ein Ausrufezeichen oä angebracht. Aber die von Ihnen beschriebene Markierung passt nicht zu einem zu fällenden Baum. Die Mühe macht sich niemand, wenn der Baum danach ohnehin umgelegt wird. Das Foto würde uns dennoch interessieren. Bitte an die Email-Adresse aus dem Impressum senden.
Noch eine Anmerkung zum Schluss: gehen Sie von dem positiven Fall aus, dass die Leute, die solche Markierungen anbringen i.d.R. ein bisschen Ahnung von dem haben, was sie da machen ;-)
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Hallo,
Ich habe bei uns im Wald (aktuell gibt es Fällarbeiten)einen Baum mit roter Markierung und dem Buchstaben S gesehen.Darunter ein Zeichen, das meiner Meinung nach wie ein Vogel aussieht.Was bedeutet dies?Foto kann ich zusenden.
Viele Grüße aus Gladbeck
J.Mitschke
Hallo Svea,
@ waagerechter Strich: Sie haben sich die Antwort schon fast selbst gegeben „Der Strich ist relativ kurz, ist also nur von einer Seite aus zu sehen“. Derjenige, der auszeichnet ist i.d.R. nicht derjenige, der das Holz einschlägt. Wenn ein Baum eingeschlagen werden soll, ist der Strich immer (!) schräg und immer (!) so angebracht, dass er unmissverständlich ist und von allen Seiten sichtbar ist. Ihr Baum wurde eher mit der gegenteiligen Intention markiert. Dieser Baum bleibt!
Noch ein Wort zum Thema „Rodungsarbeiten“. Der Winter ist nun mal die beste Zeit, um Laubbäume zu fällen. Der Saft ist aus den Bäumen und die Vögel nisten nicht. Gehen Sie vom positiven Fall aus, dass die Leute, die im Wald arbeiten, nicht komplette Vollidioten sind. Zu 90% stammen diese Markierungen von einem Förster an. Der hat ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Forstwirtschaft oder Forstwissenschaften. In Deutschland wird grundsätzlich nachhaltige Forstwirtschaft betrieben. Das ist gesetzlich an diversen Stellen so vorgegeben. Ohne Not (z.B. Käferbefall) gibt es durch die Entscheidung eines Försters keinen Kahlschlag.
Und übrigens – Wenn wir das Holz, das wir sichtbar oder unsichtbar in Deutschland verwenden nicht selbst produzieren, kommt es eben aus dem Ausland wie z.B. Rumänien. Und dort ist dann tatsächlich „Freestyle“ angesagt.
LG und weiterhin viel Spaß im Wald – der Wald-Prinz
Hallo Waldprinz,
weißt du was ein waagerechter blauer Strich an einem sehr alten Baum bedeutet? Der Strich ist relativ kurz, ist also nur von einer Seite aus zu sehen. Ich habe große Angst, dass auch dieser Baum gefällt werden soll, da gerade große Rodungsarbeiten in unseren Wäldern stattfinden.
Danke für die Auskunft und viele Grüße
Hallo Waldprinz Experten,
In unserem Jagdrevier in RLP wurden verschiedene Baumgruppen mit einem weißen B markiert. Erst dachte ich an Habitatbäume, aber das macht keinen Sinn. Nun habe ich gehört, dass beabsichtigt wird kleine Weisergatter zu stellen um die Verbiss Situation hinsichtlich der Gefährung zu prüfen. Kann die Markierung damit zusammenhängen ?
Hallo Wald-Prinzen,
ich bin durch Zufall auf diese tolle Seite gestoßen. Sehr informativ.
Beim Durchstreifen der Wälder, bin ich in der Nähe von Hochsitzen auf signalrote Markierungen gestoßen. Mittig ein Baum mit Ausrufezeichen, Links und rechts davon auf je einem anderen Baum ein Dreieck welches zum Ausrufezeichen gekippt ist und eben mit der Spitze zum Baum mit dem Ausrufezeichen zeigt. Wie ein Richtungs-Dreieck. Ich hoffe, dass ist so verständlich genug beschrieben. Diese Konstellation war so ca. 30 Meter breit und in der Nähe von Hochsitzen zu finden. Handelt es sich hier um einen Gefahrenbereich in dessen Richtung nicht geschossen werden darf? Für Ihre Antwort, vielen lieben Dank im voraus.
Hallo Petra,
@ Birke: Das natürliche Höchtsalter einer Birke beträgt nur zwischen 100-120 Jahre (natürlich gibt es Ausnahmen). Das Umtriebsalter, das Alter also, in dem ein Baum schlagreif ist, beträgt bei der Birke lediglich 60-80 Jahre. Nicht jeder Baum wird kontinuierlich besser, je älter er ist. Stammfäule, Verfärbungen im Holz wie z.B. die Rotkernigkeit bei der Buche, nehmen im Alter tendenziell zu. Hinzu kommt, dass die Birke eine sog. Pionierbaumart ist. Auf einer Freifläche sind das oft die ersten Bäume, die sich ansiedeln. Aber u.U. nehmen sie dann mit zunehmenden Alter einem anderen Baum das Licht. Auch das kann denjenigen, der die Birke angezeichnet hat, bewogen haben, den Baum zum Einschlag vorzusehen.
L.G. der Wald-Prinz
Nach welchem Kriterium werden die Bäume gekennzeichnet zum abholzen, habe kürzlich eine schöne grosse Birke gesehen die mit rotem Strich quer markiert wurde!? Weiss aber nicht wieso? Vielen Dank für die Antwort und einen schönen Tag
Hallo Marko,
@ „T“: ohne den Zusammenhang zu kennen, würden wir sagen, dass das „T“ das wende einer Rückegasse bedeutet. Also so etwas wie ein Sackgassen-Zeichen. Die Farbe ist in dem Zusammenhang unbedeutend. Aber die Profis verwenden neon-pink nur für kurzfristige Markierungen. Wenn also eine forstwirtschaftliche Maßnahme bevorsteht. Denn die fluorezierenden Farben sind zwar sehr gut sichtbar (insbesondere aus der Kanzel eines Harvesters heraus), aber eben auch nicht UV-beständig. Nach einem Jahr ist die Farbe kaum noch zu sehen.
Aber wie schon des öfteren bemerkt, der Sinn vieler Markiereungen ergibt sich erst aus dem Zusammenhang. Das Stück kann genausogut einem Herrn Theisen gehören und er hat seinen Besitz markiert.
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Guten Tag! Danke für den Artikel. Welche Bedeutung hat ein großes T pink aufgesprüht?
Hallo,
ich sehe beim Wandern (meistens im Niedersachsen und angrenzend) häufig eine Baummarkierung der folgenden Art:
– meist diagonaler (bis waagerechter), großer weißer Strich
– an den Enden jeweils 90 Grad abgewinkelte kleine Endstriche, in entgegengesetzte Richtungen zeigend
– quer durch die Mitte des großen Strichs ein weiterer kleiner Strich im Winkel von 90 Grad
Ist das ein Forstarbeiterzeichen? Was bedeutet es? Google Lens gibt mir kein passendes Ergebnis. Foto ist hier zu finden: https://ibb.co/NxdgqRc
Grüße,
Mac
Hallo Anna,
@ Biotop-Baum Markierung: All Ihre Gedankengänge zur Biotopbaummarkierung können wir nachvollziehen – außer Ihre Sorge um die Stahlnägel. Das Stichwort bei der Signumat-Kennzeichnung ist ja „mitwachsende Kennzeichnung“. Das Plättchen selbst verhindert ja, dass der Nagel einwächst. Falls der Baum dann doch einmal genutzt werden soll, kann man mit einem Nageleisen das Plättchen samt Nagel leicht entfernen.
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Frage zur Biotopbaum-Kartierung
Ich möchte ab jetzt jede Menge Biotopbäume markieren und wollte das eigentlich mit Signumat-Magazin und Hammer mit 50 cm Stiel-Länge tun. Bei farblicher Markierung habe ich Sorge, dass in 5 Jahren nachgekennzeichnet werden muss – das möchte ich vermeiden. Problem: die Signumat-Plättchen werden mit einem verzinkten Stahlnagel (80 mm lang, 4 mm Kopf) eingeschlagen. Sollte der Baum doch mal wirtschaftlich genutzt werden sollen, ist ein Stahlnagel nicht gut. Alu wäre Mittel der Wahl, hält aber im Signumat-Hammer nicht (nicht magnetisch). Wer hat eine bessere Idee für die dauerhafte Markierung von Biotop-Bäumen, die bei größeren Mengen auch möglichst praktikabel ist?
Guten Morgen,
Was bedeutet ein großes K im weißen Kreis oder auch ein kleines gelbes k ohne Kreis am Waldbaum?
Sonnige Grüße aus dem Habichtswald
Rosemarie Meyer
Hallo
In einem Wald finde ich immer wieder ein eingeritztes Dreieck mit einem Unterstrich. Silbrig gekennzeichnet. Kennen Sie die Bedeutung?
Vieelen Dank für die ausführliche Kommentierung.
Die S Markierung habe ich an mehreren stehenden Bäumen gesehen. Bild kann ich nachreichen.
Die Markierungen wurde nach Abschluss der Hiebsmaßnahme angebracht.
Offenbar gibt es grosse Markiervariationen im Forst.
Die Website ist gut gemacht und sehr informativ. Ich lese hier gern.
Vielen Dank.
Hallo Thomas!
@ Wald-Prinz-Experten: Ja mit dem Expertentum ist es in Ihrem Fall ehrlicherweise nicht weit her. Eher mit der klassischen Berater-Krankheit: 1.000 Antworten auf Fragen, die nie gestellt wurden… Hier noch einmal Ihre Fotos:
Polter 52019
Polter 52020
Polter 52022
Polter 52023
Fortlaufende Polternummern: Also die Zahlen 52019, 52020, 52020 und 52023 sind die fortlaufende Nummerierung der Polter. Sie dient u.a. dazu, dass der Fahrer des Holz-LkWs auch das richtige Holz abtransportiert.
Harvester: Weiterhin können wir anhand der Laufspuren auf den Stämmen erkennen, dass die Stämme auf drei Poltern (52020, 502022, 52023) von einem Harvester aufgearbeitet wurden. Dann ist immer auch ein Harvester-Protokoll im Spiel, wo u.a. Länge und Dicke des geernteten Holzes verzeichnet ist.
Mischwald: bemerkenswert sind auch die diversen Baumarten, die auf einem Polter liegen. Wir sehen Fichte (Käferbäume) und Douglasie (Polter 52020 und 52022). Kirsche, Birke und irgendetwas drittes, wo wir uns aber nicht sicher sind (52023). Auf 52019 haben wir Eiche, die zumindest teilweise nicht mit dem Harvester aufgearbeitet wurde. Zu erkennen an den Bruchkanten, die nur bei der Fällung per Motorsäge entstehen. Ein Harvester schneidet immer glatt ab.
Wir wissen ehrlicherweise nicht, was die Markierung mit 1|2|3 bedeutet. Es hat jedenfalls nichts mit einem Raummaß oder der Qualität zu tun. Vielleicht sind es die Flurstücke, aus dem das Holz stammt. Aber das ist eine schwache Vermutung.
Bei U1 bzw. U+1 stehen wir genauso „belämmert“ da. Weil ein Polter Nadelholz als Abschnitte ausgehalten (52020, 52022) geht sicher einen anderen Weg, als die Laubholzstämme von 52023, die wahrscheinlich durch den Kamin gehen werden. Bei 52019 wären die Stämme für Brennholz eigentlich zu schade.
@ „S“: auch auf Ihre letzte Frage wissen wir keine Antwort. Da hat der Kollege mit der Spraydose offensichtlich einen ganz eigenen Markierungs-Stil.
Liebe Grüße – der Wald-Prinz aus dem Tal der Ahnungslosen
Hallo Waldprinz Experten,
Im stadtnahen Laubmischwald wurde durchforstet und geerntet.
Neben der Polternummerierung ist eine U+ Markierung mit 1|2|3 vermerkt. Wofür steht das?
[img]http://up.picr.de/45288671hs.jpeg[/img]
[img]http://up.picr.de/45288673pm.jpeg[/img]
[img]http://up.picr.de/45288674cc.jpeg[/img]
[img]http://up.picr.de/45288675zz.jpeg[/img]
Stehendes Holz wurde vereinzelt mit rotem S gekennzeichnet.
Wofür steht die Abkürzung?
Hallo Thomas,
@ Blitz: Das ist unseres Wissens nach keine verbreitete Markierung. Wir würden vermuten, dass der Blitz vergleichbar zum „!“ verwendet wurde. Also „Achtung“ – Gefahr durch z.B. eine kranke Krone. Per Ferndiagnose ist die Interpretation aber schwierig. Gibt’s ein Bild?
LG – der Wald-prinz
Hallo,
heute habe ich eine Markierung in Form eines Blitzes gesehen, der nach unten zeigt, wie eine hochspannungswarnung. Weit und breit ist aber keine Leitung. Was könnte das sein?
Viele Grüße
thomas
Hallo Wald-Prinz,
Hab bei ihnen viel gelernt, danke. Hätte noch gern gewusst was ein grosses grünes M zur Waldseite an einer Ecke von einem W.weg und Grundstücksgrenze bedeutet?
Danke und Grüsse
Hallo Claudia,
@ G & P: Solche Markierungen ergeben meist nur aus dem Zusammenhang Sinn. Jedenfalls ist das keine Standard-Markierung. Wir würden tippen, dass das das Kürzel des Eigentümers ist, der so seine Parzellen kennzeichnet. Wenn diese Markierungen mitten im Bestand auftauchen, würde das aber widerum keinen Sinn machen.
LG – der Wald-Prinz
Hallo Wald-Prinz,
dank dieser Seite habe ich nun endlich einige Markierungen verstanden, danke dafür!
Heute habe ich hier im Wald (Hessen) noch die Buchstaben G und P auf Bäumen entdeckt. Hast Du auch hier eine Idee, was das heißen könnte?
Danke und viele Grüße, Claudia
Hallo Wald-Prinz,
wir haben auf unserem und den benachbarten Flurstücken einige Bäume mit einem Quadrat und einem Punkt in der Mitte markiert. Was könnte dies bedeuten? Ein paar der Bäume stehen relativ alleine da, manche stehen eng in Gruppen, wobei mal alle, mal nur ein oder zwei markiert wurden. Den Gesundheitszustand der Bäume kann ich leider nicht einschätzen.
Danke und Gruß.
Hallo Birte & Mila,
@ „Punkt“: mit einem Punkt (meist mit 4 Punkten, damit man das von allen Seiten sehen kann) wird im Allgemeinen ein Baum gekennzeichnet, der stehen bleiben soll. Ob das in Ihrem Fall Sinn macht, kann man am besten kontrollieren, wenn man sich die so markierten Bäume anschaut. Sind es vitale Bäume mit einem gewissen Abstand von 7-10 m zueinander? Dann spricht das für die diese Art der Markierung.
LG – der Wald-Prinz
Hallo Gerhard,
@ „T“ auf dem Baum: Viele der Baummarkierungen kann man zweifelsfrei nur aus dem Zusammenhang verstehen. Die häufigste Form in der ein „T“ verwendet wird, ist am Ende einer Rückegasse, die endet (hier nicht weiter).
LG – der Wald-Prinz
Hallo Wald-Prinz,
was bedeutet der Buchstabe „T“ auf einem Baum?
Ich war heute mit meiner Tochter mit der Bahn ( in Schleswig-Holstein, unterwegs und sind durch einen Wald gefahren .
An den Seiten , neben den Gleisen , stehen Nadelbäuume mit einem roten Punkt .
Nun fragen wir uns , was dass zubedeuten hat .
LG Mila und Birte
Hallo,
hier im Wald der niedersächsischen Landesforst gibt es eine Menge Bäaume mit weissen T oder nur einem waagerechten Strich, auch weiss. Bisher dachte ich, dass sind Fällmarkierungen, aber dieses Mal betrifft der weiße Strich eine uralte Hainbuche mit ca 5m Umfang. Kann mir jemand sagen, was der Strich bedeuten könnte?
Hallo Herr Gentner,
@ roter Kreis & No. 22: Es kann sein, dass das die Nummer des Flurstücks ist. Wenn diese Markierung auf einem Eckbaum aufgebracht ist, ist das umso wahrscheinlicher. Diese Markierung bringt der Förster z.B. an, um dem Einschlagunternehmen die Orientierung/Arbeit zu erleichtern.
LG – der Wald-Prinz
Was bedeutet ein roter Kreis darunter die Nr. 22 am Baum.?
Hallo, bei uns im Wald sind viele Stämme, die schon länger am Wegesrand liegen, teilweise schon 2-3 Jahre, sowie auch größere Haufen Äste jetzt neu mit „AET“ gekennzeichnet worden. Was bedeutet das?
Viele Grüße
Hallo…Bei uns im Wald ist Vermehrt die Beschriftung “ DJS“ zu sehen..sowie an Bäumen die Bezeichnung „HS 1oder 2,3“. Welche Bedeutung haben sie?
Vielen Dank….
Hallo Herr Hösl,
@ X-Markierung: Das ist aus der Ferne ein wenig schwer zu beantworten. Haben Sie zufällig ein Bild? Ein Kriterium wäre z.B., ob es sich um Industrieholz oder Papierholz handelt (Aufnahme in Raummetern) oder um Langholz (Einzelstamm-Aufnahme in Festmetern).
LG – der Wald-Prinz
Hallo, was bedeutet denn eine „X“ Markierung einzelner Stämme an einem Holzpolder? Sind diese aus der Berechnung ausgenommen?
Hallo Herr Heinzmann,
@ gelber Blitz: wie bereits des öfteren bemerkt gibt es keine offizielle „Nomenklatur“ für Farben und Markierungen im Wald. Das kann jeder Förster/Waldbesitzer/Jagdpächter machen, wie ihm gerade danach ist. Aber bei einem Blitz würden wir vermuten, dass es so etwas wie „Achtung“ bedeutet. Das muss man dann im Zusammenhang betrachten. Ist das in der Nähe von einem Ansitzbock? Dann wird das wohl eine jagdliche Markierung sein, um das Schußfeld von (oft ortsfremden) Schützen einzugrenzen, damit die nicht bei einer Treibjagd in eine Richtung schießen, die nicht „gesund“ wäre. Wenn der Baum marode ist, kann mit der Markierung vor der Gefahr gewarnt werden, die von diesem Baum ausgeht.
LG – der Wald-Prinz
Hallo ich habe da eine Frage, was bedeutet ein gelber Blitz auf den Bäumen?
Habe das in den letzten Tagen schon öfters gesehen.
Vielen Dank für die Auskunft.
Hallo Maria,
@ orangfarbener Punkt: Da sehen wir jetzt keinen großen Sinn drin. Aber die Markierungen kann ja auch jeder Waldbesitzer/Förster „nach Gusto“ anbringen.
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Hallo Martin,
@ Wärmebildkamera: meinen Sie vielleicht eine Wildkamera? Dann können wir uns gut vorstellen, dass ein Jäger einen Lockstoff z.B.: Buchenholzteer) aufgetragen hat.
Liebe Grüße – der Wald-Prinz
Hallo Waldprinz,
ich ´habe bei uns im Wald einige Bäume mit grauer Farbe angesprüht gesehen, ein weiterer Baum, Buche, ist im unteren Bereich die Rinde m.E. gesäubert und mit einer schwarzen Farbe, Duftstoff etc bestrichen worden, großflächig, in ca. 2-3 mtr. Entfernung ist eine Wärmebildkamera aufgestellt und auf diese Stelle gerichtet, die Bäume mit der grauen Farbe sind als Lockweg zum „schwarzen Baum angelegt.
was könnte das bedeuten?? könnte auch noch Bilder schicken
Hallo,
ein Sturm hat eine Birke umgeknickt. Jetzt hat er einen orangefarbenen Punkt. Etwas weiter steht eine kanadische Eiche, nach dem Sturm hat sie auch einen orangen Punkt bekommen. Zwischen den Bäumen geht ein Weg entlang.
Was bedeutet die Markierung?
Hallo Frau Grühn,
@ Kennzeichnung mit rotem Band: Hier handelt es sich vermutlich nicht um eine forstwirtschaftliche Markierung sondern eine jagdliche. Ein Hinweis könnte sein, dass die roten Bänder so angebracht worden sind, dass sie „flattern“. Förster markieren aus Effizienz-Gründen so gut wie immer mit der Spraydose. Private Waldbesitzer nehmen schon einmal eher ein Band, weil man das jederzeit korrigieren kann. Jäger nehmen sehr gerne Bänder, weil man die auch aus der (Schieß)Entfernung sehen kann. Bei einer Gesellschaftsjagd, bei der mehrere z.T. ortsfremde Schützen im Einsatz sind, kann man so die einzelnen Schußbereiche markieren, damit sich die Schützen nicht gegenseitig über den Haufen schießen. Wenn ein Ansitzbocke/Hochsitz in der Nähe ist, kann es sein, dass der Jäger die Entfernungen mit den Bändern markiert hat (z.B. 50 m, 100 m, 150 m).
LG – der Wald-Prinz
Hallo bei uns in den Wäldern habe ich des Öfteren schon junge Bäume gesehen die mit einem roten Band gekennzeichnet wurden. Kann mir jemand sagen welche Bedeutung das hat?
Hallo Herr Schott,
schauen Sie einmal oben im Text unter „Habitatbäume“: Mit der weißen Wellenlinie werden sog. Habitatbäume gekennzeichnet. Hier nistet bzw. brütet etwas. Heißt auuch: der Baum bleibt stehen!
LG – der Wald-Prinz
Hallo, auf einer kleinen Lichtung im Wald stehen mehrere sehr große Bäume (vermutlich Eichen), die mit einer rund um den Stamm weißen Wellenlinie markiert sind.
Welche Bedeutung haben diese Markierungen?
Grüße aus Mainz
Günter
Hallo,
Ich hoffe hier Antwort zu finden und zwar haben wir bei uns auf denn Bäumen rot oder gelbe Markierungen in Wassertropfen Form ich schätze die sind aus der US Besatzungszonen Zeiten. Weis jemand was die Markierungen genau bedeuten ?
Mit freundlichen Grüßen Denny
Hallo, was bedeutet eine Pfeilmarkierung an einem Baum im Park?? Der Pfeil ist nicht groß, ca.
12 cm, in Kopfhöhe etwa, verläuft wagerecht, Farbe ist unterschiedlich – blau, rot, auch pink.
Danke für eine Antwort!
Hallo Birgit,
Die Markierung KSS wird in diesem Fall für Kronensicherungsschnitt stehen. Dabei handelt es sich eigentlich um eine schnelle Maßnahme um z.B nach Sturmschäden die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Es ist möglich, dass die Bäume nachher noch gefällt werden. Das ist eine Frage der Beschädigung, Kosten der Pflege, Artenschutzinteresse, Optik …
Gruss, Daniel
Hallo Wald-Prinz, was bedeutet ein blaues T auf den Baumstamm gemalt? LG Gisela
Hallo Wald-Prinz,
im Wald unserer Umgebung sind einige Bäume bereits gefällt worden. Ein Baum gehört zu unseren Lieblingbäumen. Er ist unten direkt über der Erde mit KSS gelb gekennzeichnet. In ca. 10 m Höhe sind die Äste abgesägt. Es steht also nur noch der Stamm. So ergeht es weiteren 4 Bäumen, die hintereinander am Waldweg stehen. In unmittelbarer Nähe gabelt sich der Weg. Sollen sie auch gefällt werden?
Hallo Thorsten,
@ weißes Schild im Wald: Ja das Foto hat geholfen ;-) Aus unserer Sicht ist das ein Kilometerschild aus dem Straßenbau (Autobahn wäre blau mit weißer Schrift, also eher Bundes- oder Landesstraße). Was das im Wald macht? Zweckentfremdet als Grenzmarkierung. Wir haben die gleiche Situation, dass wir im Wald viele Grenzpunkte haben (Waldstücke sind ja gerne auch einmal nicht rechteckig), die sinnvollerweise dauerhaft markiert werden sollen. Das Schild ist zwar ein wenig sinnleer, aber im Wald auch auf hunderte Meter sichtbar mit einem feuerverzinkten Fuß. Nicht schön, aber erfüllt seinen Zweck.
LG – der Wald-Prinz
Vielen Dank für die schnelle Antwort, ich habe es mal hier hochgeladen. Hoffe das hilft:
Vielen Dank
Thorsten
Hallo Thorsten,
@ relativ wahllose verteilte, weiße Schilder: Ohne ein Foto ist das schwer einzuschätzen (wenn Sie eins haben, immer her damit!). Das „wahllos“ könnte darauf hinweisen, dass eine Vermessung aus der Luft im Spiel ist. So etwas wird z.B. gerne im Rahmen einer Waldflurbereinigung gemacht. Das Gebiet wird beflogen und die Schilder dienen als Referenzpunkte. Die werden dann eher dirt angebracht, wo sie aus der Luft zu sehen sind und nicht dort, wo z.B. ein Grenzpunkt liegt.
LG – der Wald-Prinz
Hallo liebes Team,
der Frage von Dirk bezüglich den weißen Schildern mit schwarzer Nummer und schwarzem Quadrat würde ich mich anschließen. Die, die ich gesehen habe, hatten ein Format von z.B. 20,5 oder 5,0 und standen nicht an Forstwegen sondern relativ wahllos im Wand herrum.
MfG
Thorsten
Hallo miteinander,
ich habe in den letzten Wochen bei uns am Rhein (Kilometer 615-617) und darüber hinaus, viele Bäume mit einer roten Nummer gesehen. Für mich sieht es so aus als wurden die Bäume durchnummeriert. Kann mir jemand sagen wozu das gut sein soll?
Eine andere Markierung ist an den Bäumen nicht zu sehen.
Danke und viele Grüße
BS aus Leutesdorf/Rhein
Hallo
Kann mit jemand sagen, was ein rotes L auf Strassenbäumen bedeuten könnte?
Was bedeutet ein T ( und zusätzlich ein Pfeil nach unten auf den Schaft kurz über dem Boden) und was ein senkrechter Strich?
Danke für diese Seite!
VG aus Brandenburg
Hallo Dirk,
@ Zahl „132“: Das ist wahrscheinlich keine forstliche Markierung (für so eine filigrane Arbeit fehlt dem Förster schlicht die Zeit). Hört sich eher nach einem ausgeschilderten Wanderweg an. Ist die Zahl denn nur am Weg zu finden und geht das über mehrere hunder Meter/Kilometer hinweg? Das würde ebenfalls für einen Wanderweg sprechen.
LG – der Wald-Prinz
Hallo,
ich sehe im Wald öfters schwarze Zahlen 132 auf weiß markierten Untergrund.
Mit schwarzen Rahmen in Quadratform.
Wofür steht denn diese Markierung ?
Vielen Dank
M.F.G.
Dirk
Hallo Olaf,
@ Metallkrampen in S-Form: S-Haken sollen das Aufreißen von Stammholz während des Trocknungsprozesses verhindern. Insbesondere bei hochwertigem Holz, wie z.B. gradschaftigen, dicken Eichenstämmen kommen die Haken direkt nach dem Einschlagen zum Einsatz. Aber auch Eisenbahnschwellen, Tröge oder Holzskulpuren werden so gesichert.
LG – der Wald-Prinz
Wozu haben einige Stämme auf der Stirn Seite metallkrampen in S Form?
Diese Seite finde ich sehr informativ. Vielen Dank dafür,
Zu den Zeichen habe ich noch eine Frage:
Was bedeuten kleine grüne Kreise?
Auch in Verbindung mit roten (pinkfarbenen) Punkten.
E.M. Koch
Tolle Seite, dankeschön.
Im Norden Hamburgs, im Wohldorfer Wald, Rodenbeker Quellental, entlang der Alster und auch im Gebit der Wandse habe ich zuletzt zahlreiche Bäume mit einem großem schwarzen gesprayten Dreieck in Kopfhöhe entdeckt.
Wissen sie oder ein Mitleser, was diese Zeichen bedeuten könnten?
Hallo Margarita,
@ orange Punkte: Sind die Punkte auf den schönsten Stämmen? Dann sind das die Z-Bäume. Erklärung s. oben im Text.
LG – der Wald-Prinz
Im Wald von Bad Lippspringe habe ich an verschiedenen Bäumen kleine orange farbene Punkte entdeckt, welche Bedeutung haben diese Punkte?
Hallo Conny,
@ Bedeutung F: Das haben wir in letzter Zeit auch des öfteren gesehen. Insbesondere an Bäumen, die direkt an (Wander-)Wegen stehen und offensichtlich nicht mehr sicher stehen. Vor diesem Hintergrund könnte das F für „Faul“ stehen. Bei der nächsten Maßnahme dürfte der Baum dann wohl entnommen werden.
LG – der Wald-Prinz
Hallo, was hat ein F zu bedeuten? Zu sehen an unterschiedlichen Bäumen am Wegrand im Wald.
Hallo Balareno,
@ senkrechter roter Strich: Damit wir entweder die Grenze markiert, wenn es eine sehr lange Grenze ist und z.B. über einen Hügel hinweg geht, oder der Wald so dicht steht, dass man nicht von Grenzpunkt zu Grenzpunkt sehen kann. Oder damit wurden die Bäume markiert, die für eine Rückegasse entnommen werden. Wenn also alle Bäume auf einer Line liegen, ist es eine unorthodoxe Grenzmarkierung. Wenn die markierten Bäume in einem „Kanal“ liegen, wird es wohl eine Pflegelinie/Rückegasse.
LG – der Wald-Prinz
Danke für Ihre aufschlussreichen Aufklärungen zu Baummarkierungen im Wald.
Im Rhein-Taunus-Kreis sind viele Bäume statt des schrägen, roten Strichs als Markierung für die nächste Entnahme, mit einem senkrechten roten Strich versehen.
Hat dieser dieselbe Bedeutung wie der schräge Strich ?
Hallo Matthias,
@ VS & 29: die „29“ deutet darauf hin, dass der Baum in einer Liste erfasst wurde. Bei einem richtigen Baumkataster wäre eine permanente Markierung zu sehen. Farbe hält ja nur ein/zwei Jahre. Verkehrssicherung kann natürlich ,gerade vor dem Hintergrund der Situation, die Sie beschreiben, absolut sein. Gerade alte, mächtige Laubbäume haben oft richtige Witwenmacher in ihren Kronen. Wenn ein trockener Ast in großer Höhe abbricht und einen am Kopf erwischt, dann war es das. Dabei muss man nicht immer an den Wanderer denken. Insbesondere Waldarbeiter sind gefährdet.
So einen alten Baum sicher zu machen, insbesondere wenn er schon kränkelt, ist selten einfach aber immer teuer. Ein Hubwagen kommt meist nur im Straßenraum zum Einsatz. Baumkletterer gibt es nur im Team und mit viel Ausrüstung.
@ Naturschutz: Nistbäume von z.B. dem Specht läßt jeder Förster gerne stehen, da diese Vögel eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Kalamitäten einnehmen.
@ Wege: viele Wege im Wald sind reine Rückewege die nur dann genutzt werden, wenn eine Maßnahme erfolgt. Den Rückefahrzeugen ist es dann herzlich egal, wenn ein Weg „fast zugewachsen“ ist.
@ Staat: der Staat bzw. die Bundesrepublik hat vergleichsweise wenig Wald. In erster Linie sind hier de Flächen der Truppenübungsplätze und entlang der BAB zu nennen. Ihr Stück wird wahrscheinlich der Gemeinde/Stadt gehören. Wenn Sie tatsächlich rausfinden wollen, wem das Stück und somit der Baum gehört, sollten Sie sich mit dem jeweiligen Geoportal Ihres Bundeslandes vertraut machen (einfach geoportal in Verbindung mit dem Bundesland googeln). Die Katastergrenzen müssen meist separat zugeschaltet/angeklickt werden. Suchen Sie nach dem Stichwort „ALKIS“. Das steht für „Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem“. Wenn Sie die Gemarkung, die Flurnummer und die Stücknummer haben, können Sie mit dieser Info einfach mal bei dem zuständigen Katasteramt anrufen und Ihr Anliegen schildern. In der Regel sagen die einem das am Telefon.
LG – der Wald-Prinz
, unwahrscheinlicher dem Land. Der Staat hat relativ wenig Wald. In erster Linie Truppenübungsplätze oder Wald entlang der BAB. Bäume werden schon einmal
Danke Wald-Prinz für die schnelle Antwort.
Fällmarkierung hat die Buche nicht, aber ich befürchte was ich zwischenzeitlich hier oben im Chat bei Dir gelesen habe: VS = Verkehrssicherungsmaßnahme. Die Buche ist an der Rückseite auch mit der Zahl 29 in gelber Farbe gekennzeichnet. Das ist aber schon länger so. VS ist neu hinzugekommen.
Die Buche ist mehr als ausgewachsen, aber wir Anwohner hängen an ihr, weil wir sie sehen können von unserem Wohnzimmerfenster. Ich beobachte von der Couch aus sozusagen immer den Wandel der Buche in den Jahreszeiten und das Vogelleben. Wenn ich wissen will wie stark der Wind weht: Einfach nur zur Buche schauen. Ich verstehe aber auch Deine Ansichten.
Das Waldstück ist ein Reststück am Hang das wahrscheinlich dem Staat noch gehört. Die Stadt kümmert sich jedenfalls nicht um den Weg, der ist fast schon zugewachsen. Ich rede mal mit den Nachbarn und hoffe dass irgendeiner irgendjemand kennt, der was zu unseren Gunsten beeinflussen kann. Wir sind ja eine Kleinstadt (10.500 Einwohner).
Gibt es Gründe für Einwendungen aus Naturschutzsicht?
anke im Voraus und Grüße.
Hallo Matthias,
@ VS: Wenn der Baum gefällt werden sollte, wird er üblicherweise mit einem schrägen Strich markiert. VS könnten die Initialen des Besitzers sein. Vielleicht steht der Baum auf der Grenze und der Besitzer zeigt das damit an. Das würde eher Sinn machen.
Aber einmal ganz davon abgesehen. Wenn es sich um Privatwald handelt und der Besitzer ist der Meinung, der Baum ist zu entnehmen, dann ist das aus Ihrer Sicht zwar höchst bedauerlich, aber dann ist das nun einmal so. Wir haben nicht zuletzt deswegen so viel und so guten Wald in Deutschland, weil er seit jeher bewirtschaftet wird. Dazu gehört auch die Ernte.
Beste Grüße – der Wald-Prinz
Hallo Waldprinz,
hinter meinem Garten ist ein kleines Wäldchen. Am Hang, vielleicht 50-150 Meter breit und 600 Meter lang. Ein paar riesige Buchen, Lärchen, Mischwald usw. mit interessanter Tierwelt. War mein Lieblingsspielplatz als Kind. 20 Meter hinter meinen Garten steht eine riesige Buche, der Stamm ist schon ein wenig beschädigt.
Da steht jetzt
mit orange-roter Farbe VS
am Stamm. Ich hoffe sehr, dass das nichts ungutes zu bedeuten hat. Wenn die meine geliebte Buche fällen wollen organisiere ich den Aufstand. Den das wäre tragisch für Vögel und Kleintiere (Falken, Raben, Elstern, Eichhörnchen, Eichelhäher, sogar Tauben im Sommer usw.).
Danke im Voraus für mögliche Antworten.
Guten Tag, beim vorbeigehen habe ich einen Baum gesehen, welcher am Stamm ein rot-weißes Absperrband aus Plastik umgewickelt hatte (ähnlich wie auf einer Baustelle). Was hat das zu bedeuten? Wird der Baum gefällt? Vielen Dank!
Hallo Herr Jasinski,
@ „3 mit einem Punkt auf einem Stützpfahl“: Das hat ganz sicher nichts mit einer forstlichen Markierung zu tun. Das war irgendjemand mit einer Spraydose (Schnitzeljagd, Geocaching, spielende Kinder etc.).
LG – der Wald-Prinz
Guten Tag, ich habe auf meiner Wiese im Außenbereich 12 Apfelbäume gepflanzt , vor kurzer Zeit wurde am Stützpfahl eines Baumes eine 3 mit einem Punkt darüber aufgesprüht – welche Bedeutung hat dies ? Vielen Dank
Hallo Laima,
@ weißes Dreieck: Eine offizielle Bedeutung eines Dreiecks ist uns nicht bekannt. Aber es bedeutet schon einmal nicht, dass der Baum gefällt werden soll. So viel Mühe gibt man sich beim Markieren nicht, wenn der Baum danach ohnehin gefällt wird. Wir würden tippen, dass mit den Dreiecken eine Markierung der Z-Bäume erfolgt ist.
LG – der Wald-Prinz
Hallo,
was bedeutet ein weißes Dreieck?
Hallo,
Wie heißt das historische Werkzeug mit dem man früher im Wald geschlagene Bäume gekennzeichnet hat? Es wurde z.Bsp. auf dem Stamm eine römische Zahl eingeritzt. Möchte gerne so ein Werkzeug für meine Sammlung erwerben.
Mit freundlichen Grüßen
Winfried Schmidt
Zur Frage von Herrn Noetzel,
‚römische und arabische Ziffern‘
Halo, Wald-Prinz
Sofern es sich um römische Ziffern und lateinische Buchstaben handelt, gehören sie zur Forsteinrichtung. Mit römischen Ziffern werden die Abteilungen, mit nachgestelltem kleinen lat. Buchstaben die Unterabteilungen an den Grenzbäumen markiert, Bsp. VIIa — VIIb — VIIc
In den hiesigen Revieren gibt es noch weiter Kennbuchstaben:
Fällmarkierung und ‚K‘ -> Käferholz
Fällmarkierung und ‚VS‘ -> Verkehrssicherungsmaßnahme
MfG
Matthias
Hallo Herr Noetzel,
@ römische & arabische Ziffaren: Also mit einer regulären Durchforstung hat das nichts zu tun. Den Schnickschnack braucht man ja nicht, wenn der Baum danach abgesägt werden soll. Wenn das ganz grandios schön gewachsene, dicke Bäume sind, kann es sein, dass die für eine sog. Wertholzsubmission vorgesehen sind. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Baumkataster (stehen die Bäume im Wald? Dann eher nicht). Oder es handelt sich um eine Versuchsfläche.
Soweit unsere Tipps aus der Ferne.
LG – der Wald-Prinz
Hallo Wald-Prinz,
bei uns sind mehrere Bäume mit römischer VIII und darunter mit arabischer Ziffer markiert. Also mit VIII 1, und der nächste Baum mit VIII, darunter 2, der nächste Baum mit VIII 3. usw markiert.
Wisst ihr, was dass bedeutet?
Danke und viele Grüße Jörg
Hallo Imme,
die Bahndämme MÜSSEN von Zeit zu Zeit durchforstet werden. Ein Bahn-Förster (es gibt über 50!) verfolgt dabei eine ganz andere forstwirtschaftliche Zielsetzung als seine Kollegen in den Kommunalforsten. Ihm geht es in erster Linie um die Sicherheit der Bahnstrecke. Das führt dazu, dass ein Baum in der Nähe der Bahntrasse meist nicht besonders lange lebt. Regelmäßiger Rückschnitt ist angesagt und führt zu einer besonderen Form des Niederwaldes. Auch die Baumarten werden bevorzugt danach ausgewählt, ob ihr Wurzelwerk zur Sicherung des Bahndamms beiträgt. Robinien, Ahorn und Eichen werden bevorzugt. Wenn Sie etwas mehr wissen wollen schauen Sie sich einmal dieses Video an.
Für den Forstlaien sehen diese Maßnahmen brachial und wenig umweltfreundlich aus. De facto sieht man schon nach 2-3 Jahren nichts mehr von der Maßnahme. Da wir selbst Waldbesitzer sind, halten wir auch herzlich wenig von Ihrer „Korrektur“ der angebrachten Markierungen. Wir gehen ja auch nicht in Ihren Garten und sagen „die Hecke dürfen Sie jetzt aber nicht zurückschneiden!“.
LG – der Wald-Prinz
Hallo, wir sind Anwohner einer Bundesbahnstrecke auf dessen Bahndamm umfangreich Bäume gefällt werden. Einige B. wurden mit einem großen roten „A“ markiert. Von der Behörde wurde und gesagt, dass das „Ausdünnung“ bedeutet. Ist das so? Allerdings wurde die Kennzeichnung über Nacht mit der selben Farbe durchgestrichen (wir hatten protestiert). Auch wurden sie gefällt. Was bedeutet also dieses“A“ am Stamm vor der Fällung? Bitte um möglichst schnelle Antwort.
Imme N****, Bremen
Hallo Simone,
@ falsche Markierungen entfernen: dafür gibt es in der Praxis zwei Möglichkeiten. Wenn man einen Baum angezechnet hat, der eigentlich stehen bleiben soll, korrigiert man das üblicherweise mit einer Schlangenlinie durch den Strich (der anzeigt, dass der Baum entnommen werden soll). Oder man verwendet eine Sprühdose mit brauner Forstmarkierungsfarbe. Wir haben immer eine für solche Fälle im Auto. Diese braune Farbe muss man ein wenig suchen, aber bei Grube gibt es die z.B. von Waldstein oder auch Distein. Wenn Ihnen das zu aufwändig ist, tut es auch eine Dose mit Mattschwarz aus dem Baumarkt/Autozubehör.
LG – der Wald-Prinz
Gute Beschreibung. Eine Frage ist mir gerade sehr wichtig. wie entfernt man Baummarkierungen, die man fälschlicherweise gesprüht hat?
Hallo Kit,
@ blaues Plastikgitter: Wie? Sie kennen Terminatriebschutzmanschetten nicht?! Skandal ;-) Spaß beiseite. Wir haben uns über Sinn bzw. Unsinn dieser Verbissschutzmaßnahme detailliert in unserem Beitrag „Wildverbiss: Terminaltrieb-Schutzmanschetten“ ausgelassen.
LG – der Wald-Prinz
Hallo,
ich sehe jetzt häufiger im Wald eine Art blaues Plastikgitter, vorrangig auf der Spitze kleiner Bäume. Meist viele in einem bestimmten Areal. Ich würde gern wissen, wofür die sind. Vielleicht sind es ja Markierung. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass Sie eventuell als Verbissschutz dienen oder zum Nachweis eines bestimmten tieres.
Ich habe sie jetzt schon in vielen verschiedenen Wäldern gesehen. Vielleicht sind sie ja bekannt.
Hallo
Was bedeutet die kleine weiße Schilder
mit rotem Kreuz darauf?
Hallo Christoph,
@ „KF“: schwer zu sagen. Wir markieren zumindest die Eckbäume unserer Bestände immer mit unserem Kürzel (1. Buchstabe Vorname, 1. Buchstabe Nachname). Das könnte hier ebenfalls der Fall sein.
LG – der Wald-Prinz
Hallo
Tolle Seite .
Ich habe eine Frage bei uns sind Bäume mit KF markiert.
Was bedeutet das?
Danke mfg Christoph
Hallo Anette,
@ 14-3026: war das aufgesprüht? Oder stand das auf einem Markierungsplättchen auf der Stirnseite eines Stammes? Wenn letzteres, dann ist das eine unternehmensinterne Zahl, damit der Stamm zu der Position in einer Liste passt, in der dann alles weitere steht (Länge, Durchmesser, Qualität)
@ TransSylva: das ist ein Holzhändler, der sich auf besonders hochwertige Stämme spezialisiert hat, die er dann nach Japan und Fernost exportiert. Der Export lohnt sich natürlich nur für erstklassiege Stämme, die dann in Fernost z.B. zu hochwertigen Möbelfurnieren verarbeitet werden. Also ganz klar Klasse vor Masse.
@ Wald ausschlachten: in Deutschland? Eher nicht. Wir haben Landeswaldgesetze, die strenge Kahlschlagregelungen haben. Der Forstlaie ist oft empört über Hiebsmaßnahmen. Aber oftmals steht eine auch ökologisch sinnvolle Zielsetzung dahinter. Alles hat seine Zeit. Eine Fichte oder eine Buche wird ab einem bestimmten Alter einfach nicht besser, was die Holzqualität angeht. Ab einem bestimmten Stammdurchmesser verringert sich die Zahl der potenziellen Käufer, weil Sägewerke ab einem bestimmten Durchmesser das Holz nicht mehr auf ihrer Anlage verarbeitet bekommen. Vielleicht wurde eine Schneise geschlagen, um die Waldbrandgefahr zu mildern. Vielleicht wütet der Borkenkäfer etc. Es gibt tausend Gründe. Natürlich kann auch ein böses Unternehmen, ein böser Unternehmer dahinter stehen, der einfach mal Kasse machen will. Wirklich beurteilen kann das oft nur der zuständige Forstfachmann/Föster.
LG – der Wald-Prinz
Hallo kannst du mir sagen was diese Nummern bedeuten
14-3026.Unser Wald wird regelrecht ausgeschlachtet
Und kannst du mir was über die TransSylvia GmbH berichten .
Hallo Chistian,
wenn das Kreuz von dem Waldbesitzer oder einem Förster angebracht wurde, dann wurde damit sicher ein Z-Baum markiert (ERklärung Z-Baun s.o.). Die Farbe ist eher nebensächlich. Da hat jeder seine eigenen Vorlieben bzw. jeder nutzt sinnvollerweise eine andere Farbe (Erklärung ebenfalls s.o.).
LG – der Wald-Prinz
Was bedeutet es, wenn auf dem Baum nur auf einer Seite mit Sprühfarbe ein blaues Kreuz ist???
Hallo Kamil,
@ Rotes Kreuz: geht es vielleicht etwas präziser? Wurde es mit Farbe aufgetragen oder ist es ein Schild?
LG – der Wald-Prinz
Weiss jemand wofür das Rote Kreuz an den Bäumen steht?
Oh, das hätte ich nicht gedacht, dass Eiche zum Großteil Kaminholz wird! Wieder dazugelernt, vielen Dank!☺ Toll, dass es diese Seite gibt!
Hallo Corinna,
@ Riss: Eichenholz wandert zum Großteil in den Kamin, dann ist der Riss egal. Nur besonders gerade Stammabschnitte (ohne große Äste), gehen in das Sägewerk. Und ein ganz kleiner Teil (<3%) geht in sog. Wertholzsubmissionen und wird dort an den Meistbietenden versteigert um dann zu hochwertigen Furnieren, Bodenbelägen, Möbelholz etc. verarbeitet zu werden.
LG - der Wald-Prinz
Dankeschön für die Erklärung!☺ Hm, dann wurde unsere Baumscheibe nach dem Markieren doch noch vom Stamm abgesägt, weil sie einen Riss hat und man nur einwandfreies Holz verkaufen wollte…(?)
Hallo Corinna,
@ schwarzer Punkt: Wenn der Punkt auf der Stirnseite des Stammes war, handelt es sich sicher um einen Zählpunkt. Den macht der Förster, wenn er die Stämme auf einem Stapel (Polter) durchzählt. Dann hat er in der linken Hand einen Zähler (wie ihn die Flugbegleiter benutzen, um die Passagiere im Flugzeug durchzuzählen). In der rechten Hand hat er die Spraydose, um jeden bereits gezählten Stamm mit einem Punkt zu markieren. Wenn er die beim Zählen nicht markiert, kommt er bei einem großen dem Stapel mit ziemlicher Sicherheit durcheinander.
LG – der Wald-Prinz
Hallo Waldprinz :-),
wir bekamen von einem netten Förster im Wald die Erlaubnis, eine Eichenholzscheibe mitzunehmen. Jetzt fiel mir die schwarze Punkt-Markierung auf der Rückseite auf.
Was bedeutet sie?
Gruß,
Corinna
Hallo Dirk,
@ „was bedeutet ein L“: das ist kein uns bekanntes Zeichen. Sorry.
LG – der Wald-Prinz
Was bedeutet ein „L“ (gesehen an relativ jungen Straßenbäumen bei Wesel)?
Hallo Jockie,
was Sie da fotografiert haben ist ein Stamm, der auf einer sog. Wertholzsubmission angeboten wurde. Dort werden alljährlich besonders schöne Stämme versteigert. Käufer sind oft Hersteller von Parkett bzw. Furnierhersteller, aber auch Instrumentenhersteller etc. Diese S-förmigen Metallteile (S-Haken) verhindern, dass so ein wertvoller Stamm beim Trocknen reisst (oder weiter reisst). Alternativ werden auch sog. Welleneisen eingesetzt. Kleinere Trockungsrisse im Hirnholz können allerdings auch diese Hilfsmittel nicht verhindern. Eine weitere Maßnahme zur Verhinderung der Rissbildung ist, die Stammenden („Hirnenden“) mit Leim oder Lack zu streichen.
LG – der Wald-Prinz
Super Zusammenstellung!
Häufiger mal sieht man mehrere s-förmige Metallteile, die am Ende eines Stammes eingeschlagen wurden:
http://www.landschaftsfotos.eu/1024/das-ende-250-jahre-alten-14577.jpg
Was hat’s damit auf sich?
Hallo Bea,
@ Pfeile/Totenköpfe: Auch hier handelt es sich nicht um ein überregional gebräuchliches Zeichen. Auf den (Wald-)Boden bringen Förster nur höchst selten und wenn dann nur unmittelbar vor einer Durchforstungsmaßnahme Markierungen an. Beispielsweise um dem Einschlagunternehmen den Grenzverlauf anzuzeigen, wenn kein Pfahl oder geeigneter Baum zur Hand ist. Auf dem Boden verbleiben die Markierungen ja nur recht kurz.
Vielleicht ist das eine Markierung von ein paar (morbiden) MTB-Fahrern?!
LG – der Wald-Prinz
Hallo,
@ „„Nummerier“stempel gesehen, der statt der bis zu drei Ziffen Zeichen wie F1, F2,…FSR usw, und auch % „: Da diese Stempel Anwenderindividuell gestaltet werden, weiß das wahrscheinlich nur der Stempler. Wir haben in diesem ehrlichweise keinen blassen Schimmer.
LG – der Wald-Prinz
Hallo,
habe kürzlich einen „Nummerier“stempel gesehen, der statt der bis zu drei Ziffen Zeichen wie F1, F2,…FSR usw, und auch % hatte. Welche Bedeutung hat das?
Danke
Hallo Waldprinz, seit einigen Tagen sind auf meinem bevorzugten Laufweg im Wald Pfeile( gerade aus) und Totenköpfe und der Sprühfarbe wie auf den Bäumen. Was haben diese Zeichen denn zu bedeuten. Machen mir etwas Angst.
Bea Seus
Jene Baumzeichen welche wie kleine Tannenbäumchen aussehen sind Hinweise auf Kunstgut bzw. unterirdische Anlagen in denen am Ende des letzten Krieges solcherlei Dinge versteckt wurden damit sie nicht in die Hände der Russen oder Ami’s gelangen konnten. Die Zeichen dienten dazu damit man solche Depot’s später wieder finden konnte……
Ich habe mich immer gefragt, was die Markierungen an den Bäumen zu bedeuten haben, wenn ich bei mir am See entlang spazieren gehe.
Jetzt weiß ich endlich was Sache ist. Vielen Dank!
Sehr hilfreicher und informativer Artikel.
Hallöchen,
bei uns gibt es Bäume mit alten Einritzungen. Die Breite beträgt 2-3 cm, Wachstum, geschätzt vor 50 Jahren geritzt. Diese Markierungen sehen aus wie ein Tannenbaum, mit 2 bis 4 Ästen oder Pfeile nach oben zeigend.
Können das alte Forstzeichen sein oder alte Nazirunen?
P.S. Bei Bedarf können wir auch Fotos senden.
MFG
Wanderer
Hallo,
@ „Wolfsangel“: Nachdem wir Ihren Blog „Grenzsteine im Rosengarten“ besucht haben, wollten wir Ihnen als Experte in Sachen Grenzsteinen das Rezitieren des Wikipedia-Eintrags zur Wolfsangel eigentlich ersparen. Aber dort steht „Noch immer wird die Wolfsangel in verschiedenen Forstrevieren in Niedersachsen als Grenzmarkierung, insbesondere bei Abteilungsgrenzen, eingesetzt“. Besser wissen wir es ohnehin nicht ;-)
LG – der Wald-Prinz
Manchmal sieht man, z.B. im Rosengarten südlich von Hamburg, das Wolfsangelzeichen an Bäumen. Die historischen Grenzsteine in dieser Gegend tragen ebenfalls dieses Zeichen. Werden mit dieser Baummarkierung ebenfalls Grenzen markiert? Danke.
Hallo Wortman,
@ Plastikstöpsel: Schauen Sie einmal hier
LG – der Wald-Prinz
Ich habe in schweden abgesägte bäume gesehen, die hatten an der Sägefläche seltsame Plastikstöpsel eingesetzt bekommen.
Was stellt das dar?