Top 10 Fragen & Antworten zur Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft

Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft

Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, kurz SVLFG ist als Träger der Sozialversicherung zuständig für die gesetzliche Unfallversicherung in der Forstwirtschaft. Die bisherigen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften, Alterskassen, Krankenkassen und Pflegekassen sowie der Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung wurden am 1. Januar 2013 in den neuen Träger mit der Kurzbezeichnung SVLFG eingeglieder..

Spätestens, wenn nach dem ersten Waldkauf ein Aufnahmebescheid der SVLFG (ehemals „Land- und Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft“) im Briefkasten liegt, stellen sich dem Waldbesitzer einige Fragen.
Wald-Prinz.de hat die Top Ten der Fragen und Antworten zum Thema „Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft“ zusammengestellt:

1. Wer muss Mitglied werden?

Wichtig: es geht weniger um die Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft als vielmehr um den Beitritt zu einer gesetzlichen Unfallversicherung. Der Gesetzgeber will nicht, dass jemand unversichert Waldarbeiten durchführt. Ein Blick in die Unfallstatistik der SVLFG zeigt: Unfälle bei der Waldarbeit zählen jedes Jahr zu den schwersten. Daher hat er im § 123 Absatz 1 Sozialgesetzbuch VII festgelegt, dass alle Unternehmen der Forstwirtschaft der gesetzlichen landwirtschaftlichen Unfallversicherung unterliegen. Es handelt sich also um eine Pflichtmitgliedschaft. Unternehmer im Sinne der Unfallversicherung ist derjenige, der das wirtschaftliche Ergebnis der im Unternehmen verrichteten Arbeit unmittelbar verantwortet. Eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit oder ein Geschäftsbetrieb wird nicht vorausgesetzt. Auch Hobby- oder Kleinstbetriebe werden daher von der landwirtschaftlichen Unfallversicherung umfasst. Die gesetzliche Unfallversicherung kann entsprechend auch nicht gekündigt werden. Sie endet erst mit der Einstellung oder der Aufgabe des forstwirtschaftlichen Unternehmens.


2. Wer muss nicht Mitglied werden?

Unternehmer von land- und forstwirtschaftlichen Unternehmen bis zu einer Größe von 0,25 ha (2.500 m²) und deren Ehegatten werden nach § 5 SGB VII in Verbindung mit § 55 der Satzung der Berufsgenossenschaft auf schriftlichen Antrag von der Versicherung unwiderruflich befreit. Es besteht ab dann kein Versicherungsschutz bei Eintritt eines Versicherungsfalles. Überschreitet die Fläche wieder den Grenzwert von 0,25 ha, entsteht ab diesem Zeitpunkt erneut Versicherungs- und Beitragspflicht. Solange in dem Unternehmen des von der Versicherung befreiten Unternehmers keine sonstigen Versicherten (z. B. regelmäßige Aushilfen) tätig sind, trägt die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft keinerlei Risiko. Deshalb müssen dann auch keine Beiträge gezahlt werden.
Die Befreiung von der Versicherung wird erst mit Ablauf des Jahres wirksam, in dem der Antrag eingeht (z.B. Antragstellung im Jahr 2009 = Befreiung ab 01.01.2010). Eine rückwirkende Befreiung von der Versicherung ist nicht möglich.

Arbeiter und Angestellte eines Forstunternehmens zahlen nichts: Die Beiträge werden von den landwirtschaftlichen Unternehmern bzw. den Waldbesitzern erhoben. Arbeiter und Angestellte entrichten keinen Beitrag zur Unfallversicherung. Jedes zahlungspflichtige Mitglied erhält von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft einen Beitragsbescheid, aus dem die Beitragsberechnungsgrundlagen, das Beitragsberechnungsverfahren, der Zahlbetrag, die Fälligkeit usw. ersichtlich sind. Gegen den Bescheid kann Widerspruch eingelegt werden. Wer schon vor einem Waldkauf wissen möchte, was an Beiträgen auf ihn zukommt, sollte über www.svlfg.de die zuständige regionale LBG herausfinden und diese kontaktieren..

3. Ich habe eine private Unfallversicherung – muss ich trotzdem Mitglied werden?

Ja! Der Abschluss einer privaten Unfall- oder Haftpflichtversicherung hat hierauf keinen Einfluss. Bei Feststellung oder Vorliegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit übernimmt Ihre gesetzliche Krankenversicherung (oder auch private Krankenversicherung) keine Kosten. Auch das Vorhandensein oder der Abschluss privater Versicherungen, auch Zusatzversicherungen (z.B. Unfall-, Berufsunfähigkeits-, Lebens oder Haftpflichtversicherung) haben auf die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Unfallversicherung und die Entschädigungspflicht der Berufsgenossenschaft im Falle eines Arbeitsunfalls keine Auswirkungen. Die gesetzliche Unfallversicherung darf nicht mit der Haftpflichtversicherung oder der privaten Unfallversicherung verwechselt werden. Diese Versicherungen entstehen durch Vereinbarung eines Versicherungsvertrages und sind daher von besonderen Abmachungen und Bedingungen abhängig, während die gesetzliche Unfallversicherung kraft Gesetzes (SGB VII) wirkt und mit dem Betrieb eines forstwirtschaftlichen Unternehmens zwangsläufig verbunden ist. Es ist jedem Waldunternehmer selbst überlassen, neben der gesetzlichen Unfallversicherung noch zusätzlich eine private Unfallversicherung abzuschließen. Der Unternehmer kann sich dadurch bei einem Arbeitsunfall weitere Geldleistungen sichern, mit denen er die zusätzlichen Kosten für die von der Berufsgenossenschaft nicht übernommene Behandlung in der 2. oder 1. Pflegeklasse abdeckt oder im Falle der Erwerbsunfähigkeit seine Rente aufstockt. Die Leistungen der Berufsgenossenschaft werden dadurch nicht verringert.

4. Wie hoch sind die Beiträge?

Klare Antwort: Es kommt drauf an… Die SVLFG ist eine bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Der Beitrag zur Forstwirtschaflichen Berufsgenossenschaft wird nach dem Prinzip der „nachträglichen Bedarfsdeckung“ berechnet. Erst wenn das Geschäftsjahr abgelaufen ist, weiß die SVLFG, wieviel sie bei ihren Mitgliedern im Rahmen der jährlichen Beitragsrechnung Mitte April des Folgejahres einfordern muss. Die Beiträge werden im Rahmen einer Umlage errechnet. Der Beitrag setzt sich aus einem Grundbeitrag und einem risikoorientierten Beitrag zusammen.

Seit 2013 bundeseinheitlich: Früher legte jede regionale LBG Ihre Beiträge selbst fest. Es gab also keinen bundeseinheitlichen Beitragsmaßstab. Die bis zum 31. Dezember 2012 gültigen regionalen Beitragsmaßstäbe wurden durch den seit 1. Januar 2013 geltenden bundeseinheitlichen Beitragsmaßstab der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG) abgelöst.

Mindestbeitrag/Grundbeitrag: Der Grundbeitrag berechnet sich in Abhängigkeit von den für das Unternehmen ermittelten Berechnungseinheiten, im Falle von Wald schlicht nach Forstfläche in Hektar. Der Mindestgrundbeitrag beträgt 60,00 Euro. Der höchste Grundbeitrag beläuft sich auf 269,57 Euro (Stand 2014).In dem u.a. Beitragsbescheid kann man sehen, dass der Grundbetrag für unseren Forstbetrieb eigentlich 8,42 Euro betragen würde, aufgrund des Mindestgrundbeitrages jedoch auf 60,00 Euro angehoben wurde.

Risikoorientierter Beitrag: Der risikoorientierte Beitrag orientiert sich grundsätzlich an der  zu erwartenden Arbeitszeit (Arbeitsbedarf, Arbeitswert) als potentielles Risiko und das realisierte Risiko in Form der tatsächlichen Leistungsaufwendungen eines Jahres für die spezielle Risikogruppe (hier Forst). Dazu gibt es einen Risikogruppenfaktor (bei Forst beträgt dieser 9,55) und einem Risikofaktor Produktionsverfahren (bei Forst 1,00). Insgesamt  wird der risikooreinetierte Beitrag dann wie folgt berechnet: Berechnungseinheiten (BER) * Hebesatz * Risikogruppenfaktor Forst * Risikofaktor Produktionsverfahren Forst.

Unser Beitragsbescheid zur forstwirstachftlichen Berufsgenossenschaft; die einzig wichtige Variable aus Sicht des Versicherten ist die Forst-Fläche in Hektar. Die übrigen Schlüssel sind bundesweit einheitlich festgelegt - Bild: Wald-Prinz.de

Unser Beitragsbescheid zur forstwirstschaftlichen Berufsgenossenschaft; die einzig wichtige Variable aus Sicht des Versicherten ist die Forst-Fläche in Hektar. Die übrigen Schlüssel sind bundesweit einheitlich festgelegt und „nicht zu diskutieren“ – Bild: Wald-Prinz.de

Bundesmittel mildern Beitragslast: Wie in unserer o.a. Beitragsrechnung ersichtlich, kommt es für uns dann doch nicht „so dicke“. Denn der Zuschuss von Seiten des Bundes, die Bundesmittel,  senkt unseren Beitrag um 88,43 Eur.

„Angleichungssatz“ bis 2017: Der sog „Angleichungssatz“ reduziert in unserem Fall den Beitrag um weitere 46,12 Eur. Der Angleichungssatz kann im Einzelfall aber auch den Beitrag erhöhen. Denn um den Übergang vom ehemals regionalen Beitrag auf den neuen einheitlichen Bundesbeitrag möglichst „sanft“ zu gestalten, wurde für die Übergangszeit von 2013 bis 2017 der Angleichungssatz eingeführt. Mittelfristig fällt diese Komponente also weg, denn bis zum Umlagejahr 2017 wird der Angleichungssatz schrittweise auf 100% angepasst und somit nichtig.

5. Was passiert mit meinen Beiträgen?

Die SVLFG ist zuständig für die Durchführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung für über 1,6 Millionen Mitgliedsunternehmen mit ca. 1 Million versicherten Arbeitnehmern, der Alterssicherung der Landwirte für fast 250.000 Versicherte und über 600.000 Rentner sowie der landwirtschaftlichen Kranken- und Pflegeversicherung für über 700.000 Versicherte im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Im Jahr 2012 wurden alleine 164.541 Versicherungsfälle (98% Arbeitsunfälle, 2% Wegeunfälle) bei den Land- und forstwirtschaftlichen Unfallversicherung gemeldet.

  • Landwirtschaftliche Unfallversicherung (LUV): 919,75 Mio. €

Mit den Beiträgen deckt die die Berufsgenossenschaft also in erster Linie die Beitragsansprüche der versicherten Mitglieder (Heilfürsorge und Entschädigung von Unfallfolgen), die im abgelaufenen Kalenderjahr entstanden sind. Darüber hinaus werden die Kosten für die Unfallverhütung aus den Beiträgen beglichen. Die Berufsgenossenschaft bildet zudem Rücklagen und deckt die Verwaltungskosten.

6. Wer ist alles versichert?

Der Versicherungsschutz der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft umfasst grundsätzlich alle in der Land- und Forstwirtschaft tätigen Personen. Insbesondere versichert sind während einer Tätigkeit für das Unternehmen: Land-/Forstwirtschaftliche Unternehmer, Personen, die in land-/forstwirtschaftlichen Unternehmen in der Rechtsform von Kapital- oder Personenhandelsgesellschaften regelmäßig wie ein Unternehmer tätig sind, ihre im Unternehmen mitarbeitenden Ehegatten oder Lebenspartner, ständig mitarbeitende Familienangehörige (vorübergehend unentgeltlich tätige Familienangehörige sind nur versichert, wenn sie noch keine Altersrente beantragt haben oder beziehen), Arbeitnehmer einschließlich der Saisonarbeitskräfte und der Auszubildenden (Beschäftigte) sowie sonstige Personen, die im Unternehmen mithelfen (z. B. Aushilfen). Darüber hinaus erstreckt sich der Versicherungsschutz auf weitere Spezialfälle (z.B. Personen, die ehrenamtlich in einem Forstverband tätig sind). Ob ein Versicherungsschutz im Einzefall besteht, kann bei der zuständigen Berufsgenossenschaft erfragt werden.

7. Bei welchen Tätigkeiten ist man versichert?

Versichert sind alle „betrieblichen Tätigkeiten“. Dazu gehören auch die im Interesse des Betriebes zurückzulegenden Wege, nicht aber Tätigkeiten, die ausschließlich privaten Zwecken dienen. Versichert sind insbesondere Arbeitsunfälle. Als Arbeitsunfälle gelten auch Unfälle beim Zurücklegen eines mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängenden Weges nach und von dem Ort der Tätigkeit (Wegeunfall) sowie Unfälle bei einer mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängenden Verwahrung, Beförderung, Instandhaltung und Erneuerung des Arbeitsgerätes. Arbeitsunfälle, also Unfälle, die versicherte Personen infolge ihrer versicherten Tätigkeit erleiden und einen Gesundheitsschaden zur Folge haben. Das bedeutet, dass die versicherte Tätigkeit Ursache für den Unfall sein muss. Sinngemäß gilt dies auch für Berufskrankheiten.

8. Wie gut ist der Versicherungsschutz, was sind die Leistungen?

Eine wichtige Anmerkung zu Beginn: Alle Leistungen werden, abgesehen von den Leistungen bei Betriebs- und Haushaltshilfe, ohne eigene Zuzahlung des Verletzten erbracht. Der Versicherungsschutz erstreckt sich grundsätzlich nur auf Körperschäden, die dem Versicherten selbst entstehen. Dabei kann es sich sowohl um Arbeitsunfälle als auch um Berufskrankheiten handeln. Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung an Versicherte sind im Wesentlichen medizinische und berufsfördernde Leistungen zur Rehabilitation sowie Lohnersatz- bzw. Entschädigungsleistungen in Geld. Die medizinische Behandlung wird als Sachleistung gewährt; der behandelnde Arzt stellt eine Rechnung direkt an die zuständige Berufsgenossenschaft aus. Versicherte Personen haben nach Eintritt eines Arbeitsunfalls Anspruch auf Heilbehandlung, auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft, auf Leistungen bei Pflegebedürftigkeit sowie auf Geldleistungen, zum Beispiel auf:

  • Erstversorgung, ärztliche Behandlung, Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln,
  • Behandlung in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen,
  • Betriebs- und Haushaltshilfe,
  • Verletztengeld,
  • Rente,
  • Leistungen bei Tod (z.B. Sterbegeld, Witwen- und Witwerrente, Waisenrente).

Wird ein Unfall vom Verletzten absichtlich herbeigeführt, was schon vorgekommen sein soll, bestehen allerdings keine Ansprüche.

9. Muss man im Schadensfall Anträge stellen?

Nein. Ein besonderer Antrag des Versicherten ist grundsätzlich nicht erforderlich. Ausgenommen sind einige Leistungen, die nur auf Antrag erbracht werden (z.B. Kapitalabfindungen von Renten, Hinterbliebenenrenten an frühere Ehegatten). Die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft muss aber vom Eintritt des Versicherungsfalls Kenntnis erlangen, d.h. der Versicherte muss den Versicherungsfall melden. Unfälle, bei denen der Versicherte so verletzt worden ist, dass er mehr als drei Tage arbeitsunfähig sein wird, sind unverzüglich zu melden. Sind Versicherte getötet worden, ist dies ebenfalls sofort mitzuteilen (z.B. telefonisch). Vordrucke für Unfallanzeigen sind u.a. bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen erhältlich oder unter www.bw.lsv.de (Service / Formulare und Vordrucke / LBG-Unfallentschädigung) herunterladbar. Die Vordrucke werden auf Wunsch auch von der Berufsgenossenschaft per Post zugesendet. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, die Daten zum Unfall direkt über die sog. „Elektronischen Unfallanzeige“ anzugeben. Der Link: www.bw.lsv.de (Leistungen / Arbeitsunfall / Unfallanzeige). Das Aufsuchen des Arztes und dessen Hinweis, dass er die ärztliche Unfallmeldung an die Berufsgenossenschaft erstellen werde, ersetzen nicht die Verpflichtung des Unternehmers zur Abgabe der betrieblichen Unfallanzeige. Bestehen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Berufskrankheit, ist dies der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ebenfalls anzuzeigen. Diese Meldung erfolgt im Regelfall durch den Arzt.

10. Mein Wald-Bestand hat sich geändert – was ist zu tun?

Wurde Waldfläche verkauft/gekauft, ändert sich die Beitragsbemessungsgrundlage. Flächenveränderungen sind der LBG innerhalb von vier Wochen schriftlich zu melden. Die jeweilige LBG bietet in diesem Fall ein Formular zur Meldung von Flächenveränderungen an. Noch einfacher ist es, wenn man den notariell beglaubigten Kaufvertrag an die zuständige fortswirtschaftliche Berufsgenossenschaft faxt oder ihr eine Kopie zusendet. Der Kaufpreis kann geschwärzt werden, er ist nicht von Interesse. Der Kaufvertrag enthält alle notwendigen Informationen für die Änderungsmeldung. Ausserdem kann so elegant und ohne viel Aufwand die Fläche beim Käufer an- und beim Verkäufer abgemeldet werden.



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18 Kommentare

  1. warum entrichten nicht alle waldbesitzer den beitrag zur berufsgen.????
    in meinen nachbardörfern gibt es viele die nicht erfast sind.
    ich bezahle schon 20 jahre. (38ha)
    warum so eine ungerchtigkeit !!!!!! Wann hört das auf ?
    Ich arbeite nicht in meinen wald, ich lasse alles von forstbetrieben erledigen, die wieder ihren beitrag
    entrichten.

    Wann geht es gerecht zu??

    gruß b. hanke

  2. Hallo,

    die LBg ist eine staatlich geschützte Verbrecherorganisation.
    Erpresserische Nötigung ist Ihr tägliches Geschäft.

    Seit wann ist ein Garten von 2500 m² mit einigen Ostbäumen drauf ein landwirtschaftlicher Betrieb?
    Schwachsinn.
    Der Richter aus Husum, der das damals entschieden hat, gehört in das Jauchefass.

    Es geht nur darum Geld aus dem Volk mit allen Möglichkeiten zu pressen.
    Ich bin zudem auch Jäger, wir zahlen uns für diese Mafia das Weiße aus den Augen.

    Verbrochen haben das Frau Aigner (CSU) und Frau von der Leyen.

    Gruß Schoenwolf

  3. Soviel Lug-und Betrug wie gerade von der land-und forstw. Berufsgenossenschaft habe ich mit meinen 77 Jahren noch überhaupt nirgens gesehen oder festgestellt. Ich als auch meine Frau haben 2 unterschiedliche Klagen gegen die SVLFG laufen. Meine Frau wegen Beitragsforderungen, ich selbst klage wegen eines Arbeitsunfalls. Habe bereits ein Anwaltsbüro gewechselt, was sewhr gut im Abkassieren war, aber eher auf der Seite der SVLFGT steht. Ich sehe in den Handlungen der Berufsgenossenschaften, viel vorsätzlichen Betrug, arglistische Täuschungen, Irreführungen, als auch lügenhafte Behauptungen. Kann mich gerne mit Ihnen unterhalten, es gibt viele-viele Unfallopfer, die zu den Unfallfolgen von den Berufsgenossenschaften auch nochg finanziell vorsätzlich ruiniert werden und so etwas ist ein stattliches Unternehmen mit gut 25.OOO bestens bezahlten Staatsdienen. Weshalb diese Pflichtversicherung. obwohl ich anderweitig gegen alles mehr als nur ausreichend versichert bin. Ich hatte einen Arbeitsunfall am 18.O1.13, die SVLFG bezahlte bis 3O.O6.13w, sah dann in der Sachge plötzlich keinen Arbeitsunfall mehr und stellte jegliche Leistungszahlungen ein. Vielen Dank an unsere seriösen Politiker, voran Frau A.Merkel als auch der Schönredner Gqauck. Alle Rentner bedanken sich für die großzügigen Altersrenten, wichtig ist dass es den Asylsuchenden und sonstigen Ausländern gut in der BRD geht.

    Gruß M.Berge

  4. Lieber Herr Berge,

    Wir haben lange überlegt, ob wir Ihren recht emotionalen Beitrag zur SVFLG tatsächlich online stellen.

    Wenn Sie heute 77 Jahre alt sind, haben Sie den Krieg erlebt. Auch wenn Sie zum Kriegsende erst 7 Jahre alt waren. Da sollten Sie über genügend Altersweisheit verfügen, um zumindest zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und Kriegsflüchtlingen zu differenzieren. Und bevor Sie aufgrund eines Streits mit der Berufsgenossenschaft pauschal auf Frau Merkel eindreschen, sollten Sie sich die Politiker der umliegenden Länder einmal anschauen. Was meinen Sie, wie froh z.B. ein Italiener über Frau Merkel wäre.

    Zu Ihrer Auseinandersetzung mit der Berufsgenossenschaft können und möchten wir uns nicht äussern. Aber der Wald-Prinz ist kein Stammtisch. Hier wird sachlich diskutiert – oder gar nicht.

    Beste Grüße – der Wald-Prinz

  5. Hallo, habe einen Grundstück mit ca. 4200qm gekauft, im Grundbuch eingetragen: Forstfläche, Landwirtschaftfläche, Unland. Die Gesamtfläche: ca. 1500qm Wald, 1500qm Obstbäume und der Rest Wiese. Frage: bin ich Beitragspflichtig oder nicht, die 2500qm nur auf Wald oder wird diese auf die Gesamtfläche gerechnet.

  6. Hallo,

    @ „Die Gesamtfläche: ca. 1500qm Wald, 1500qm Obstbäume und der Rest Wiese. Frage: bin ich beitragspflichtig oder nicht?“: Sie dürften beitragspflichtig sein. Wortwörtlich heißt es in einem Formular der SVFLG: „Voraussetzung der Befreiung: […]land- und forstwirtschaftliche Flächen mit einer Gesamtgröße von höchstens 0,25 Hektar […]“. An Ihrer Stelle empfiehlt sich folgendes Vorgehen: erst mal tot stellen. Wenn dann die SVFLG tatsächlich auf Sie zukommt, Antrag auf Befreiung stellen. Das Formular gibt es hier.

    LG – der Wald-Prinz

  7. Hallo,
    ärgere mich auch über den Beitrag, weil bei Arbeiten im Wald ein Betrieb von mir beauftragt wird, der ebenfalls in einer Berufsgenossenschaft ist.
    Meine Fragen jedoch sind:

    1. Erhält jedes Mitglied Bundesmittel und wenn ja, wie hoch sind diese für das Jahr 2014 ? Was ist, wenn in meiner Berechnung keine berücksichtigt wurden?
    2. Ist der Angleichungssatz für alle gleich?
    bei Ihrer Darstellung für 2013= 85,7132
    in meiner Rechnung für 2013= 69,8344
    in meiner Rechnung für 2014= 77,3758
    3. ist der Grundbeitrag für 2014 mit 80,85 € richtig?
    Würde mich über eine Antwort freuen. Vielen Dank.

  8. Guten Abend,

    ich bitte um eine Information:

    Wir sind eine Erbengemeinschaft eines Waldgrundstücks von insgesamt 8 Erben,
    teilweise untereinander nicht bekannt. Meine Schwester wurde von der Berufsgenossenschaft
    ausgewählt, den Beitrag gesamt zu bezahlen und dann von den einzelnen Erben das Geld
    einzufordern.

    Ist dies rechtens???

    Herzliche Grüße und vielen Dank im voraus.

    Roswitha Braun

  9. Hallo Frau Braun,

    @ Erbengemeinschagt & Berufsgenossenschaft:

    Das war mal eine interessante Frage! Wir haben darüber nichts im Internet gefunden und daraufhin einfach einmal unseren Ansprechpartner bei der SVFLG angerufen. Zu unserem Erstaunen hat man uns diese Praxis bestätigt. Es bestünde eine gesamtschuldnerische Haftung und in der Tat würde in so einem Fall ein Mitglied der Erbengemeinschaft auserkoren, den Betrag zu bezahlen und das weitere dann im Innenverhältnis zu klären – sprich dem Geld hinterher zu laufen. Eine Möglichkeit wäre in der Tat, dass man sagt, der eine kümmert sich um diese Fläche, der andere um jene. Einmal abgesehen davon, was wir von dieser „Praxis“ halten, macht der Vorschlag der Sachbearbeiterin schon alleine deswegen Sinn, weil sich aller Erfahrung nach bei eier Erbengemeinschaft genau niemand um die Waldflächen kümmert. So könnte man gewährleisten, dass derjenige, der sich um eine Fläche kümmert, sowohl die Erträge (Durchforstung), als auch den Aufwand (Berufsgenossenschaft) hat.

    Ob dieses Vorgehen der SVLG rechtens ist, vermögen wir nicht zu beurteilen, da wir keine Juristen sind. Wenn Sie juristisch dagene vorgehen wollen, geben wir zu bedenken, dass selbst im positiven Fall der Beitrag ja trotzdem gezahlt werden muss. Wir wissen nicht genau, wie groß die betreffenden Flächen sind. Vielleicht versuchen Sie aber eine Befreiung von der Versicherungspflicht anzustreben. Das macht zunächst einmal deutlich weniger Ärger und kostet nichts.

    LG – der Wald-Prinz

  10. Werte Prinzen,
    ein wenig fragwürdig finde ich die Rechtslage schon; da hängen wir mit unseren mickrigen 2 ha nun in der Beitragspflicht, obwohl wir in diesem Leben nicht mehr auf die Idee kommen werden, dort „betriebliche Tätigkeiten“ vorzunehmen.
    Und wenn wir doch mal ein Stämmchen für den eigenen Ofen entnehmen wollen, so dient dies ja nur privaten Zwecken und ist deshalb nicht versichert. Schöne Logik !
    Mit besten Grüßen

    H. Gall

  11. Hallo Herr Gall,

    die Beitragspflicht bei der SVLFG ist gerade bei den privaten Waldbesitzern mit „Mini-Wald“ seit jeher ein Aufreger. Das liegt insbesondere an dem Grundbeitrag, der proportional härter zuschlägt, je kleiner die Fläche. Wir haben unseren Frieden mit der Beitragspflicht gemacht, da wir ja den direkten Zusammenhang sehen zwischen Beitrag und Leistungen sehen. Das ist der große Unterschied zu anderen Zwangsmitgliedschaften wie z.B. der GEZ oder und insbesondere der IHK. Letztere treibt uns immer die Zornesröte ins Gesicht, weil wir da aber so gar keinen Nutzen für unseren nicht unerheblichen Zahlungen erkennen können.

    Unserer Meinung nach sind Sie übrigens ganz klar versichert, wenn Sie zu privaten Zwecken „ein Stämmchen für den Ofen“ entnehmen.

    Abgesehen davon, sollten Sie einfach mal Ihren persönlichen Ansprechpartner (steht oben rechts auf dem Beitragsbescheid) fragen, ob man Sie nicht von der Beitragspflicht befreit.

    LG – der Wald-Prinz

  12. Hallo nochmal,
    vielen Dank für Ihre Stellungnahme; sie haben da sicherlich eine viel profundere Kenntnis der geltenden Rechtslage. Ich stolpere lediglich über den Passus bezüglich des Leistungsausschlusses bei „privater Nutzung“. Falls die Entnahme auch einzelner selbstgenutzter Stämme dem gewerblichen Rahmen zugeordnet sein sollte, wäre für mich alles problemlos akzeptabel, aber genau da sehe ich halt den „Pferdefuß“.
    Sind solche Fälle (die es ja sicherlich zu Haufe gibt) juristisch entschieden ?
    Ansonsten wäre ich mit meinen erbosten Vorrednern bzw. -Schreibern wie Herr „S“ oder „B“ durchaus nicht d`accord; wem schon mal ein auch junges Fünfmeterhölzchen um die Ohren geflogen ist, soll mal nicht so tun, als ob ihm im Ernstfall der Rückhalt durch die Solidargemeinschaft nicht ganz recht wäre.
    Freut Euch lieber – mit ein bißchen Demut – über das Privileg, solch ein Stück Natur und Landschschaft Euer Eigen nenen zu dürfen !
    Mit besten Grüßen
    H. Gall

  13. Im Oktober 2014 habe ich meinen Waldbesitz von 0,7 ha verkauft, habe damit keinen Waldbesitz mehr. Ich habe auch keine landwirtschaftliche Nutzfläche. Im Mai 2016 teilt mir die Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft mit, dass ich Unternehmer sei und über die Unternehmensverhältnisse ( 6 Seiten Fragebogen) Auskunft zu geben habe. Nachn einer telefonischen Rückfrage teilt man mir mit, dass ich rückwirkend Beiträge zu zahlen habe. Ich finde es etwas kurios, Beiträge für eine Unfallversicherungszeit zu zahlen, in der -weil verstrichen- kein Unfall eintreten kann. ist das Rechtens? Gibt es Verjährungsfristen?
    Über den Unsinn dieserm Versicherung möchte ich mich nicht noch äußern.
    Mit freundlichen Grüßen
    Henkel

  14. Hallo Herr Henkel,

    bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) heißt es dazu: „Der Beitrag zur Berufsgenossenschaft wird nach dem Prinzip der nachträglichen Bedarfsdeckung berechnet. Die Aufwendungen des abgelaufenen Geschäftsjahres werden im Folgejahr über die Beitragsrechnungen eingezogen.“ Das heißt übersetzt, dass man erst schaut, was ausgegeben werden musste und diesen Aufwand dann auf die Mitglieder umlegt. Die Beiträge 2015 werden für 2014 und auf der Grundlage des Stichtages 15. Mai 2014 erhoben. Der Verkauf des Waldstücks war später. Mit Ihren 0,7 ha liegen Sie leider auch über der Grenze von 0,25 ha, unter der Sie sich befreien lassen könnten. Achtung: wir geben hier nur die Regelungen der SVLFG wieder!

    Dass Sie keinen Unfall hatten, ist erfreulich, aber für den Beitrag unerheblich. Stellen Sie sich vor, Ihre KFZ-Versicherung würde nicht im Voraus, sondern nachschüssig bezahlt. Dann könnten Sie ja auch schlecht argumentieren „aber ich hatte doch gar keinen Unfall..“. So funktioniert nun einmal eine Solidargemeinschaft bzw. eine Versicherung.

    Fazit: das ist (leider) alles „Rechtens“. Angesichts der kleinen Fläche und des unglücklichen Timings könnten Sie höchstens noch einmal auf Kulanz plädieren.

    LG – der Wald-Prinz

    P.S.: Wenn irgendetwas im Wald passiert – und da passiert eine Menge! – dann zahlt die SVLFG. Nicht Ihre gesetzliche Krankenkasse, nicht Ihre private Krankenkasse. Die Unfallgefahr ist umso höher, je unerfahrener die Personen bei der Waldarbeit sind. Auch wir bezahlen ungern (Zwangs-)Beiträge, aber den Beitrag zur SVFLG zahlen wir vor diesem Hintergrund noch halbwegs gerne.

  15. Nochmals:
    Im April 2016 stellt man fest, dass ich Unternehmer bin. Nun erhebt man Beiträge. Für 2015 ist das klar. Aber wieviel weitere Jahre darf man welche rückwirkend erheben? 2, 3 ,5 oder sogar 10 Jahre. ich konnte bisher keine Aussage über Verjährung finden. Können Sie helfen?
    Mit freundlichen Grüßen

  16. Hallo,

    @ „Im April 2016 stellt man fest, dass ich Unternehmer bin. Nun erhebt man Beiträge.“
    Die Beiträge zur SVLFG sind unabhängig davon zu zahlen, ob Sie Unternehmer sind, oder nicht. Das ist kein Kriterium.

    @ Verjährung: Rufen Sie doch einmal bei der im Beitragsbescheid oben rechts angegebenen Durchwahl an. Das können Sie ja auch anonym machen. Wir vermuten (!), dass Sie – wie üblich – nur für das abgelaufene Beitragsjahr veanlagt werden.

    LG – der Wald-Prinz

  17. Hallo,
    Wir sind zur Zeit in der Überlegung ein Baugrundstück zu kaufen, was nur mit einem 1ha Wald zu verkaufen ist.
    Könnt ihr mir sagen, wie hoch ca. Die Beiträge sind, die jährlich für Versicherung und Grundsteuer dafür gezahlt werden müssen in NRW ?

    Eigentlich können wir mit dem Wald Grundstück gar nichts anfangen. Ließe sich sowas später vom Grundstück so einfach für den freien Verkauf teilen?

    Ich freue mich auf eure Antwort. :)

  18. Hallo Julia,

    Versicherung wird keine (!) benötigt. Und bei einem Hektar treibt eine kluge Gemeinde auch keine Grundsteuer ein. Das Porto und der Brief dürften teurer sein, als die jährliche Grundsteuer.

    @ Verkauf/Teilung: Die Kosten der Einmessung sind hier das Problem. Die Teilung wird kaum lohnen.

    LG – der Wald-Prinz

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